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Registrierte Lesezeit Nr.: 87168 - Stand 17.12.2013 - verbrachte Zeit auf der Seite: 3 241 373 Sekunden

 

 

 

 

 

Zwei Krankengeschichten

'Angina mit Mandelvereiterungen ( Tonsillitis )'
und alternative Medizin


1. Krankengeschichte

von
Sandra F.

Tel.:07366-2999

 

2. Krankengeschichte

von
Anja K.

 

Eine weitere Krankengeschichte zu diesem Themenbereich unter:

Chronische Stirnhöhlenvereiterung
Der Fall einer 77-Jährigen
http://www.melhorn.de/Stirnhoehlenvereiterung.htm

 

 

 

Mit einer Anfügung von

Heilpraktiker
Wolf-Alexander Melhorn
dipl.rer.pol.

Lernt Gutes zu tun,
sorgt für Gerechtigkeit
Jesaja 1,17

keywords: Angina, Mandelabszess, Tonsillitis, Mandelentzündung, eitrige, Homöopathie

 

 

 

Es ist Ihr Privileg, sich informieren zu düfen

- aber auch Ihr Recht, dies nicht zu tun!

Bei Zweifeln fragen Sie dann weiterhin Ihren Arzt oder Apotheker!


 

 

 

Meine Krankengeschichte

von

Sandra F.

 

 

 

Vorgeschichte :

Seit 14 Jahren bin ich immer wiederkehrende Patientin eines Heilpraktikers. 1989/1990 ging es mir gesundheitlich nämlich sehr schlecht. Ein halbes Jahr lang hatte ich einen Dauerschwindel, der mich fast um den Verstand brachte, sowie eine permanente Lymphknotenschwellung. Jedenfalls war ich kurz davor 'verrückt' zu werden, weil dieser Schwindel meinen Alltag unlebenswert machte. Eine Odysee durch die Arztpraxen begann, doch alle Ärzte, die ich aufsuchte, konnten mir nicht helfen. Sie gaben mir Kreislaufmittel, die nichts halfen.

Man schätzt die Gesundheit erst dann richtig, wenn man ernsthaft krank ist oder war. Ich machte jedenfalls schon mit damals 20 Jahren die Erfahrung, daß wirklich nichts auf der Welt wichtiger ist, als gesund zu sein.

Damals kam ich über Empfehlung schließlich zu einem Heilpraktiker. Obwohl sehr skeptisch durch meine frustrierende Vorgeschichte, war ich nach nicht mal 2 Wochen ein anderer Mensch bzw. fast wieder die Alte. Die Behandlung zog sich damals länger hin, aber ich ging auch später immer wieder zu ihm, wenn sonst nichts mehr ging. Der Heilpraktiker war nach meinem Verständnis sozusagen meine 'letzte Rettung'. Dies zur Erklärung, warum ich auch jetzt wieder seine Dienste in Anspruch nahm.


Meine aktuelle Situation:

Im September 2002 hatte ich eine Angina. Danach entwickelte sich etwas noch Schmerzhafteres in meinem Hals und ich ging zum HNO-Facharzt. Dieser sagte mir, es sei ein weit fortgeschrittener Mandelabszeß und ich hättete 2 Möglichkeiten: Sofortige Klinikeinweisung zur Operation oder Aufstechen des Abszesses in der Praxis. Ich wählte die Praxis.

Es war ein sehr unangenehmer und vor allem sehr blutiger Eingriff. Ich fuhr danach wieder nach Hause und ließ die Wunde ausbluten. Antibiotika und Cortison waren notwendig.

Mir wurde außerdem empfohlen, gleich einen Termin zur Mandelentfernung zu machen, weil mit weiteren Mandelabszessen zu rechnen sei, wenn man erst mal einen hatte - allerdings wußte ich nicht, wieso das so sein soll. Ich lehnte die OP aber strikt ab.

Danach hatte ich noch vier weitere Halsentzündungen und war allgemein sehr anfällig für kleinere Infekte. Das Antibiotikum hatte mein Darmmilieu geschädigt und ich versuchte per Selbstbehandlung meine Probleme irgendwie in den Griff zu bekommen.

Im Juni 2003 aber bekam ich dann eine Sommergrippe mit Angina und hatte danach das Gefühl, dass sich wieder ein Abszess bilde.

Meine' letzte Rettung' mußte her, um mich vor dem drohenden OP-Tisch zu retten!

2 Stunden nach meinem Anruf saß ich wie ein Häufchen Elend beim Heilpraktiker. Er gab mir 3 verschiedene Globuli , die für Leute wie mich, die ein „schreckliche Halbwissen" haben, jedoch nicht unbedingt typische Homöopathica gegen Mandelabszessel waren. Ich war diesmal wirklich skeptisch, ob das wohl funktioniere. Denn schnell musste es schließlich gehen, da ich sonst notwendig in die Klinik musste.

Nach einer sehr unruhigen Nacht (d.h. ich erlebte geburtsähnliche Stadien, in denen man stundenlang auf und ab läuft und denkt, man wird verrückt vor Schmerz ) öffnete und entleerte sich ein Abszeß und der schlimmste Druck im Hals und Gaumenbogen ließ endlich nach. Ich war tief beeindruckt.

Danach ging es an Nummer 2 der Abszesse, der sich aber etwas länger Zeit zum Reifen ließ.

Nach einem weiteren Besuch beim Heilpraktiker, 3 anderen Globuli und einer weiteren unruhigen Nacht (s.o.) platzte dann auch der 2. Abszeß auf.

Zwar hoffte ich, es wäre damit endlich ausgestandeni, doch war mir zu diesem Zeitpunkt schon klar, daß es sich wohl um noch mehr Eiterherde handelte, denn die Spannung und die Schmerzen waren immer noch, wenn auch schwächer vorhanden.

Es ging mir entsprechend schlecht: Ich konnte kaum reden, schlucken und somit auch so gut wie nichts trinken. Ich gurgelte mir die Seele aus dem Leib und lief auf und ab. Das dauerte einen ganzen Tag. Dann hatte ich es geschafft. Es waren insgesamt 5 Eiterherde!

Danach ging es mir stündlich besser.

Allerdings hatte ich auch den Fehler gemacht, den stark geschwollenen Lymphknoten am Hals mit Eis zu kühlen und Eiswürfel zu lutschen, da ich dachte, das sei gut gegen Entzündungen und die im Höhepunkt auftretenden Erstickungsgefühle. Als ich das dem Heilpraktiker berichtete, erinnerte er mich aber wieder daran, daß ich ein „Wärmetyp" bin und daher sofort mit der Unterkühlung aufhören müsse.

Deshalb stieg ich auf heißen Salbeitee um.

Das war genau richtig, denn kurz darauf platzte der 5. und größte Eiterherd. Der war übrigens mein „alter" Abszeß von September 2002! Diesmal hatte ich aber keine Schmerzen mehr bei seiner Eröffnung.

Die folgende Nacht war wunderschön. Ich konnte schlafen - wachte nur um 4 Uhr schweißgebadet auf, zog mich um und schlief weiter. Der Eiter war weg und mein Fieber sank. Ich hatte zwar fünf „Löcher" in meinem Gaumenbereich, doch fühlten die sich bis zum nächsten Tag schon wie fast verheilt an und sahen auch so aus. Das war eine tolle Sache im Vergleich zu der blutigen Prozedur beim HNO-Arzt und den damals folgenden 3 Tagen, an denen die aufgestochene Wunde immer wieder aufgedehnt werden mußte. Diesmal hatte mein Körper selbständig die Eiterherde besiegt und heilte nun von innen. Bei der anderen Methode hingegen wird von außen manipuliert. Dabei kann aber offenbar nie alles wirklich gründlich ausgeräumt werden, sondern die Krankheit wird - bis zum nächsten Mandelabszess - mit Antibiotica eher zurück- und verdrängt. So aber blieben mir nun auch die, mir wichtigen Mandeln erhalten!

Danach hatte ich noch einen Termin beim Heilpraktiker. Er gab mir neue Globuli, vor allem zum Abschwellen des Lymphknotens. Es ging mir einfach immer besser und ich war glücklich . Auch meine Familie war sehr froh. Meine kleine Tochter malte sogar ein Bild für den 'Retter in der Not', weil Mami nicht ins Krankenhaus mußte.

23.6.03

 

 

 

Heilpraktiker Wolf-Alexander Melhorn:

Mit Genehmigung der Verfasserin ergänze und kommentiere ich den obigen Bericht

 

Anfügung vom 23.6.03:

Die Patientin äußert oben ihr Erstaunen darüber, dass hier ein Erfolg mit Homöopathica erzielt wurde, die ihres Erachtens nicht unbedingt für Mandelabszesse u.ä. eingesetzt werden. Tatsächlich ist dieses Krankheitsgeschehen durchaus einer homöopathischen Behandlung zugänglich.

Gerade bei Kindern mit Halsentzündungen ist diese Therapieform übrigens besonders erfolgversprechend.

Die Schulmedizin geht jedoch heute mit voller Antibioticabreitseite vor, mit allen sich daraus ergebenden Nachteilen für das körpereigene Abwehrsystem, wie ich sie andernorts bereits ausführlich dargelegt habe - siehe zur Vermeidung von Wiederholungen den Artikel " Borreliose - Alternative Medizin half, Teil III Kapitel 6 - http://www.melhorn.de/borreliose/borreliose3.htm#6

Einer AP-Meldung vom Februar 2004 zufolge lindert aber "eine drei- bis 7-tägige Behandlung bei Kindern weder die Symptome, noch verkürzt sie die Krankheitsdauer von Halsentzündungen. Das ist das Ergebnis einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie niederländischer Ärzte, an der 156 Kinder im Alter von vier bis 15 Jahren teilgenommen haben." Im "British Medical Journal" heiße es daher, ein Antibioticum solle erst eingesetzt werden, wenn es Anzeichen für ein rheumatisches Fieber oder sonstige Komplikationen gebe.

Weiter heißt es dort, im Gegensatz zu den Ergebnissen bei Kindern habe eine frühere Studie ergeben, dass bei Erwachsenen eine 7-tägige Penicillinbehandlung die "optimale Behandlung bei Halsentzündungen" sei.

Im obigen Krankheitsfall hatte die Patientin ihre 'erfolgversprechende' Antibiose aber bereits hinter sich.

Das Krankheitsbild der Patientin war in der Tat so beeindruckend, wie oben dargelegt. Selbstverständlich wurde daher auch zunächst mit ihr auch die Frage angesprochen, ob der Einfachheit halber nicht doch neuerlich Antibiotica verabreicht werden sollten. Das wollte die Patientin jedoch nicht mehr. Sie wollte es nun ohne Antibiotica und Operation machen.

Die homöopathische Mittelwahl erfolgte daher gemäß dem Krankheitsbild und der Psyche, so dass das oben geschilderte Ergebnis den erfahrenen Homöopathen nicht überrascht. Schließlich belegt die klassische homöopathische Literatur eine Vielzahl solcher Heilungen aus jener Zeit, als es die sog. moderne Schulmedizin und ihre Vorgehensweise noch nicht gab.

Unterstützt wurde das Ganze durch Eigenblutinjektion und ab dem 2. Tag durch täglich 3 x 1/2 Teelöffel Vitamin C-Pulver, in Wasser aufgelöst.

Bei aller Beschwernis der insgesamt 5 Abszesseröffnungen machte die Patientin dadurch fraglos insgesamt auch weit weniger mit als wenn sie konservativ schulmedizinisch behandelt worden wäre.

Vor allem ging es hier auch darum, die Mandeln zu erhalten, die ja wichtiges Teil des lymphatischen Systems sind, hier aber mit der beabsichtigen Operation entfernt worden wären. Seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts wissen wir jedoch um die große Bedeutung der Mandeln als lymphathisches Ausscheidungsorgan und die langfristigen Nachteile ihrer Entfernung.

Gleichwohl wid auch in der BRD weiterhin operiert, dass die Messer dampfen.

In den USA hat inzwischen allerdings schon die Reaktion auf die Tonsillektomiewut vergangener Jahre eingesetzt. In der BRD wird man sich diese schöne Einkommensquelle aber gewiss noch erhalten.

Aber was soll daran auch schlecht sein?

In der Homöopathie gilt der kluge Satz: "Örtliche Behandlung von Krankheiten ist unzulässig, da es keine örtliche Krankheit gibt."

Dieser Satz fällt zugleich ein vernichtendes Urteil über viele chirurgische Handlungen, die heute 'Standard' sind - aber dadurch nicht richtiger werden. Denn es gibt keine sog. Lokalleiden, sondern nur lokalisierte Krankheiten, die aber Ausdruck für manchmal jahrelanges Krankheitsgeschehen sind, das den Körper in unterschiedlichsten Form belastete und nun in lokalen Geschehen sichtbar wird.

Dieser 'Ort der Krankheit' ist der sog. locus minoris resistentiae - der Ort des (derzeit) geringsten Widerstandes.

Die Mandeln sind aber nun sogar ein gewollter 'Ort des geringsten Widerstandes', ein organisch gleichsam vorgegebenes Ventil des Körpers zum kontrollierten Abbau von Krankheitsprozessen.

Entfernt nun die Operation ein solches Krankheitsventil oder ein sonstiges, häßliches und beschwerliches Mahnmal des untergründigen Krankheitsgeschehens, so bleiben die eigentlichen Ursachen trotzdem erhalten. Der Körper muss und wird sich daher einen neuen Ort des geringsten Widerstandes suchen, um seiner Krankheit ein neues Ventil zu öffnen - wobei das Operationstrauma nicht selten eben diesen neuen Ort sogar begründet.

Vereiterte Mandeln sind jedenfalls immer Ausdruck für einen schlechten Allgemeinzustand. Weil Mandeln - wie der Blinddarm auch - organisch als natürliches Ausscheidungsorgan vorgesehen sind, ist daher ihre operative Entfernung ein m.E. geradezu törichtes Tun. Von Behandlern, die darin trotzdem ihre Lösung sehen, spricht die Medizin zu recht mit einer gewissen Verachtung von den sog. 'Lokaltherapeuten'.

30.6.03

 


 

 

Zum Thema 'Angina und Abszess' - ein weiterer Bericht

 

 

Meine Krankengeschichte

von
Anja K
.

 

 

Einführung von dipl.rer.pol. Wolf-Alexander Melhorn, Heilpraktiker

Die Patientin rief mich erstmals am 18.5.2010 an. Sie sei wegen eines rechtsseitigen Tonsillarabszesses in großer Not: Sie habe heftige Schmerzen, könne kaum schlucken, habe große Angst und sei ständig am Weinen,denn wegen ihres Babies wolle sie die ärztlicherseits als dringlich angesehene Eröffnung des Abszesses und vor allem die anschließende Antibiotikabehandlung möglichst vermeiden. Ob ich nicht helfen könne ….

Da uns viele hundert Kilometer trennten, zögerte ich wegen des akuten Zustandes zunächst und riet ebenfalls zur schulmedizinischen Behandlung mit Operation und Antibiose! Aber die Patientin wollte unbedingt außerschulisch behandelt werden und versicherte, sie werde als Hebamme im Notfall ganz gewiss eben doch ins Krankenhaus gehen und den Eingriff machen zu lassen.

Schließlich willigte ich ein und hatte dann am 20.5.10 neben den Fotos alle weiteren Informationen.

Meine Therapie war homöopathisch, weil damit nach meiner langjährigen Erfahrung Erfolge erreichbar sind, die von der Schulmedizin nicht vergleichbar schnell zu erwarten sind.

Ich gebe den Fall wieder, damit der Leser vor allem auch erkennt, wie viel jemand im Krankheitsfall folglich auch selbst machen kann und welche Bedeutung im Krankheitsgeschehen wiederum die Psyche haben kann! Wie bei den meisten, auch den akuten Krankheitsfällen steckte nämlich - das erbrachten im vorliegenden Fall schon die ersten Fragen - auch hier ein psychischer Konflikt. Hier war es ein Vater-Tochter-Problem. Es steckte der Patientin 'im Hals' und hatte sich – im übertragenen Sinne – dort entzündet!

Aus meiner über 30-jährigen Erfahrung weiß ich aber, dass in solchen Fällen in aller Regel dann nur der Akutzustand gesehen wird. Die eigentliche Ursache, warum es überhaupt so weit gekommen ist - obwohl eigentlich entscheidend für alles! - bleibt meist unangesprochen und vernachlässigt. Dabei hat nur sie krank gemacht!

Die Entzündung ist oft sogar nur eine Sekundärinfektion! Was wir akut sehen, ist insofern nur das Endstadium einer psychishen Fehlentwicklung! Deren dramatischer Anblick lenkt jedoch von der Ursache ab und ist damit oftmals einer richtigen, honoöpathischen Behandlung sogar entzogen. Therapeutisch sehe ich das als Versäumnis an! Wie ich bei akuten Hirnhaut- oder auch Blinddarmentzündungen sah, verschleppt es jedoch meist das Ergebnis einer Behandlung.

Im vorliegenden Fall würde sich nach meiner Erfahrung das Krankheitsgeschehen folglich schnell abbauen, wenn dieses Problem mit dem Vater erst mal offen mit der Patientin angesprochen war! Es ist nach meiner Erfahrung nämlich wichtig, einem Patienten möglichst bald sein, alles überschattende Gefühl der Hilflosigkeit zu nehmen! Hat er erst mal begriffen, warum etwas so ist, wie es ist, kann er danach in der Regel erkennen, wie es weiter geht. Das wiederum gibt ihm aber eine neue, innerere Festigkeit! Hat er nun - egal was kommen wird! - das Geschehen letztlich doch wieder 'im Griff '! Und nichts ist wichtiger!

Das krasse Beispiel dafür ist etwa der Krebskranke, der zunächst immer ratlos und verängstigt seiner Diagnose gegenübersteht! Als Therapeut bereitet mir dann nichts so viel Sorge, wie eben diese Angst des Kranken, denn sie kann und wird ihn töten, wenn sie ihn schließlich ausfüllt, ihn aufffrisst und ihm für andere Gedanken kaum mehr Raum lässt. Das ist dann eine Hilflosigkeit, die ihn in der Regel falschen Schlüsse ziehen lässt. Meist nämlich ie Gewissheit, dass er nun sterben werde - und daran stirbt er dann auch! Für mich ist daher auch selen etwas schlimmer, als wenn der Therapeut dann genau mit dieser Angst sogar arbeitet, um sich dadurch den Patienten gefügig zu machen!

Hier nun hatte ich aber nur eine hoch akute Hals- und Mandelentzündung. Das Wissen darüber, was dahinter als Krisenursache steckte, würde zwar die Entzündung nicht sofort beseitigen, aber die Patientin ihren Fall für sie überschaubar werden lassen und damit ihr Unterbewusstsein auffordern, sich auch selbst helfen zu wollen. Das geht aber meist nur, wenn ich weiß, warum ich überhaupt in einem Schlamassel stecke!

Dazu darf jedoch nicht missverstanden werden, dass eine Erklärung und danach das Wissen von der tatsächlichen oder vermeintlichen Ursache natürlich noch nicht die akute Therapie ist! Die Lösung dieser Probleme muss auch keineswegs sofort erfolgen. Meist genügt, sie nur offen anzudenken! Schon das nimmt dem Patienten meist seine lebensgefährdende Angst vor dem Ungewissen und Aussichtlosen! Das wiederum wird ihn entspannen und zu eigenem Handeln befähigen! Mut kehrt zurück!

In diesem Fal war nun psychologisch etwas 'im Hals stecken' geblieben. Allein schon solches Wissen relativiert aber dann oftmals Angst und Schmerzen - und mit den zugehörigen Homöopathika greift eine Therapie in aller Regel sehr viel schneller und vor allem auch dauerhaft !

Dieser Fall war nun die Geschichte einer jungen Frau von 26 Jahren. Sie war ein uneheliches Kind. Die Beziehung ihrer Eltern war nach ihrer Geburt bald auseinander gegangen. Zu ihrer Mutter hatte sie in einer sehr gutes Verhältnis. Der Vater hatte jedoch eine andere Frau geheiratet und lebte in einer anderen Stadt. Die Besonderheit der Situation: Diese Ehefrau ihres Vaters durfte nach seinem festen Willen auf keinen Fall je erfahren, dass er bereits diese Tochter hatte!

Folglich durfte diese Ehefrau auch nie etwas von einem Enkel erfahren! Wie Männer sich das manchmal eben in geistiger Schlichtheit so vorstellen! Die bisherige Verlogenheit sollte sich nach seinem Willen also fortsetzen!

Für die junge Mutter war es jedoch sehr wichtig, dass ihr Vater nun wenigstens den Enkel zu sehen bekomme, nachdem er wegen der angeblich eifersüchtigen Ehefrau schon zu seiner Tochter beharrlich immer jeglichen Kontakt verweigert hatte! Ihm nun wenigstes den Enkel vorzustellen, war für die junge Mutter auch unterbewusst wichtig! Nicht etwa, um als nun Erwachsene – endlich! – dem Vater mal richtig ehelichen 'Stress’ zu machen, sondern weil die Geburt seines Enkels – endlich! – ein aus ihrer Sicht nun wirklich wichtiger Grund war, bei solcher Gelegenheit den Vater auch auf ihr eigenes Verlassensein zu stoßen und damit auch, was es noch immer für sie bedeutete, dass der Vater sie bislang verleugnet hatte!

Der Vater wohnte allerdings einige hundert Kilometer entfernt! Anrufen durfte sie ihn nicht und besuchen schon gleich gar nicht!

Sie steckte also seelisch in einer, aus ihrer Sicht aussichtlosen Situation und dieses unbehandelte seelische Problem drückte nun 'im Hals' und 'reifte' dort schließlich zu einem eitrigen Geschehen, 'nahm ihr die Luft' - nd dies wiederum stürzte sie in seiner scheinbaren Ausweglosigkeit zugleich in große Ängste. Schulmedizinische Behandlung würde diese seelische Situation nach meiner Erfahrung nur vordergründig und gewiss langwierig zu einer abschließenden Lösung bringen!

Wir sprachen daher sehr ausführlich und deutlich miteinander über die Notwendigkeit, dass sie - ohne jede Rücksicht auf den Vater! - diesen einfach mal mit ihrem Kind besuchen solle! Ohne jede Voranmeldung und damit ohne das Risiko, eine Absage zu erhalten! Die Reaktion der dadurch dann ja ebenfalls überrumpelten Ehefrau war dabei nicht zu fürchten! Warum auch? Allenfalls der Vater musste auf seine 'alten Tage’ dadurch eben lernen, doch noch dafür gerade zu stehen, was sein Leben mal ausgemacht hatte. Es gab aus meiner Sicht ohnehin keinen Grund, ihn zu schonen, nachdem ihre Verleugnung für seine Tochter so belastend war!

Es war für die junge Frau dann auch sofort eine Erleichterung, darüber so offen mit mir sprechen zu können und ich weiß, dass sie – nach Rücksprache mit ihrem Freund – schon wenig später fest entschlossen war, es auch genau so zu tun - wenn ihr Hals wieder in Ordnung sei!

 

Nachdem ich diesen Bericht geschrieben habe, interessierte es mich dann aber wegen der chronologischen Vollständigkeit dann doch, wie das weiter ging und ich rief sie Anfang September 2010 an.

Sie berichtete, es gehe ihr gut! Sie habe nur ein Mal noch kurz Schmerzen auch an der linken Mandel bekommen und sei sofort in Sorge gewesen, dass es doch wieder und diesmal nur auf der anderen Halsseite anfange. Aber das ging rasch vorbei und hatte sich mit vermehrten Gaben Vitamin C- Pulver, Colostrum und Schonung dann völlig verloren. Alles sei jedenfalls bestens!

Auch habe sie inzwischen ihren Vater angerufen und der sei auch einverstanden gewesen, dass sie komme. Das Treffen verlief dann harmonisch, auch wenn der Vater bei dem Treffen abschließend klarstellte, dass er von sich aus nichts tun werde, den Kontakt mit ihr aufrecht zu erhalten. Schade! Für mich war sie jedenfalls eine sehr sympathische Stimme am Telefon, diese junge Frau! Sie nicht mehr sehen zu wollen: Da hat einer bestimmt etwas verpasst! Aber das wird dann irgendwann sein Problem werden!

 

 

Das Problem der Volksgesundheit:
Es gibt immer mehr Mediziner
und immer weniger Ärzte!

 

Diese Krankengeschichte stelle ich als Denkanstoß zur Verfügung.

Bis die Patientin die Globuli hatte, vergingen damals allerdings noch einige Tage, die es notwendig auch zu überbrücken galt, bis ich schließlich die Unterlagen hatte!

Bis dahin sprach ich mit ihr am Telefon und sie nahm als Akuttherapie zunächst grammweise Vitamin C in der billigeren Pulverform – mehrfach täglich einen halben Kaffeelöffel! Vor allem aber trank sie sehr viel reines Wasser - was sie vorher gar nicht getan hatte! Dieses Unterlassen ist aber für jedes Abwehrsystem ein immer schlimmes Versäumnis!

Noch bevor sie die Globuli hatte, ging es ihr dadurch entzündungsmäßig bereits deutlich leichter und ich war beruhigt! Danach erhielt sie dann bis zur Ausheilung insgesamt nur noch 6 Mal auf sie abgestimmte Globuli.

 

 


Zum Krankheitsstadium der Facharztbericht vom 8.5.10


" Anamnese: 18.5.2010 Stillende Mutter, Tochter 8 Monate, hatte Angina und Antibiotika, danach verstärkte Beschwerden rechts, Kieferklemme, leichtes Fieber

Befund: 18.5.20.10 Kieferklemme, rechte Tonsille eitrig und stark vorgewölbt, sehr ds-hafter Weichgaumen

Diagnose: 18.5.10 gesichert Paratonsillarabszess rechts

Therapie: 18.5.10 Abszeß-Tonsillektomie indiziert, Antibiose indiziert.
Ausführliche Aufklärung über Krankheitsbild, Symptom und Umgang damit. Patientin lehnt nach ausführlichem Gespräch die OP und Antibiose, als auch die Abszessentlastung ab. OKTENISEPT zur Mundhöhlendesinfektion. Engmaschige Kontrollen. Bei Verschlechterung sofortige Vorstellung in der HNO-Klinik …"

 

 

 

 

 


1. Eigenbericht der Patientin

"Geboren …..1984
51 kilo
Mutter von …. geb. 14.9.2009

Heute war ich beim HNO Arzt:
Ich habe einen Abszeß neben der rechten Mandel hinter bzw in der Gaumenwand, Kieferklemme, eine vergrößerte rechte Mandel und einen Druckschmerz beim Schlucken und in Ruhe, der bis ins Ohr strahlt. Die letzten zwei Tage hatte ich erhöhte Temperatur. Die rechte Seite des Halses unterm Hals ist angeschwollen und druckempfindlich. Die Lympfknoten sind dick. Quarkwickel am Hals helfen mir etwas, denn sie mildern den Druck.

Ich fühle mich sehr schwach. Habe abgenommen und fühle mich emotional sehr instabil und überfordert. Ich habe viel Hunger, aber essen fällt mir wegen der Kieferklemme und Schmerzen beim Schlucken schwer

Seit gestern esse ich Hühnersuppe. Getrunken habe ich täglich ca. 1-2 Liter Kräutertee, weil ich warm mag. Mir wird schnell kalt und ich habe kalte Füße. Mein Herz macht manchmal einen sehr starken Schlag extra. Das kenne ich von mir, wenn ich überfordert bin.

 

Die Geschichte dazu:

Vor 11 Tagen ( Freitag) hatte sich eine Angina entwickelt, mit starken Halsschmerzen und geschwollenen eitrigen Mandeln. Ich habe "versucht" mich zu schonen. Es wurde besser und stagnierte dann ab Montag mit vorhandenen Halschmerzen, aber sonst nichts weiter ..

Medikamente habe ich außer Vit C, Zink und Magnesium keine genommen.

Am Montag kam mein Freund von einer zweiwöchigen Reise zurück. In der Zwischenzeit habe ich mich allein um unsere Tochter gekümmert. Das war sehr anstrengend für mich.

Am Samstag Abend ist meine rechte Mandel extrem angeschwollen. Wie ein Tischtennisball und ich hatte das Gefühl, als würde sich Eiter bilden und abkapseln. Es war ein stechender drückender Schmerz, der bis ins Ohr strahlte. Ich dachte und hoffte, die Mandel werde aufplatzen. Ich konnte nicht schlafen vor Schmerzen und habe viel geweint.

Am Sonntag, nach der durchwachten Nacht, habe ich eine VOLTAREN gegen den Schmerz genommen. Das hat geholfen. Nachdem die Wirkung nachgelassen hatte, wurde der Schmerz aber wieder genauso stark und hat mich völlig eingenommen.

Ich hatte eine Freundin zu Besuch, die mich energetisch gestärkt hat und ich habe versucht den Schmerz anzunehmen und meine Mandel 'mit Liebe zu füllen'. Kurz hat es funktioniert und die Mandel ist etwas abgeschwollen und tat kaum mehr weh. Aber nach einer Stunde war es wieder wie vorher.

Gestern war ich bei einer normalen Hausärztin, da ich eine Haushaltshilfe beantragen möchte. Sie konnte keine Diagnose stellen und hat mich zum HNO Arzt geschickt, bei dem ich heute war.( Bericht ist beigefügt)

Der Schmerz ist seit gestern nicht mehr ganz so schlimm, die Schwellung ist zurück gegangen das liegt daran, dass der Eiter sich abgekapselt hat und die Entzündung nicht mehr im gesamten Gewebe ist.

Ursachen für die Krankhheit:
Insgesamt bin ich überlastet mit meiner Tochter und dem Haushalt. Ich komme 'zu kurz' und weiß gar nicht mehr, wer ich bin. Meine Freund ist jetzt da und kümmert sich den ganzen Tag um sie und bekocht mich, aber ich bin insgesamt schon sehr ausgebrannt. Ich habe versucht, ihn zu entlasten, weil er oft sauer auf das Kind wurde, wenn sie geweint hat. Dann hat sie immer noch mehr geweint! Ich stille noch, aber wir versuchen sie seit mehreren Wochen auf Brei und Wasser oder Milch umzustellen, damit ich wieder Kraft sammeln kann ..

Ich bin Hebamme, habe nach der Ausbildung aber nicht gearbeitet, weil ich gleich schwanger wurde und bin derzeit arbeitslos.


Hierzu noch die Email vom 19.5.10

„Guten Tag Herr Melhorn,

gestern habe ich den Brief an Sie eingesteckt mit der Bitte um Unterstützung bei meinem Tonsillarabszeß.
Da ich gestern sehr aufgelöst war, sind mir jetzt noch ein paar Dinge eingefallen, die ich gerne ergänzen würde:


1. Angina hatte ich als Kind - bis ich ca. 14 jahre alt war - ca einmal pro Jahr. damals wurde das meist antibiotisch behandelt.


2. Seitdem ich 14 war, ernähre ich mich sehr gesund, mit Vollkorn, Bio-Essen usw, trinke viel, auch Leitungswasser und war selten krank.

3. Seitdem meine Tochter geboren wurde, war ich für meine Verhältnisse oft krank, das heißt, ich war in den letzten drei Monaten 2 Mal erkältet und hatte eben diese Angina.
Ich wünsche mir von Ihnen eine Stärkung meiner Gesamtkonstitution, da ich mich sehr ausgebrannt fühle.
und Unterstützung bei der Heilung des Tonsillarabszeßes rechts. Ich habe Schmerzen und kann meinen Mund kaum öffnen.“

 

 

Email vom 29.5.10

"Guten Abend Herr Melhorn,

also mein Abzeß macht ordentlich Radau. Ich hoffe, dass er bald aufgeht, denn die Schmerzen sind schon eine große Herausforderung. Ich weiß nicht, ob ich das noch weitere 24 Stunden aushalte. Ich habe das Bedürfnis, ihn aufzumachen. Sprechen tut sehr weh, deswegen rufe ich Sie nicht an."

2.Eigenbericht der Patientin

Eine Woche nach einer akuten Angina bildete sich am Samstag Abend ein Abzeß neben meiner rechten Mandel. Ich spürte das sehr deutlich. Die Schmerzen
steigerten sich in die Nacht hinein bis zum nächsten Morgen. An Schlaf war nicht zu denken. Ich wälzte mich im Bett hin und her, weinte, wenn ich schlucke musste. Ich
hatte das Gefühl, meine Mandel würde jeden Moment platzen. Da ich meine Tochter noch stille und schon ahnte, dass die schulmedizinische
Therapie auf Antibiotika baute, wollte ich nicht zum Arzt gehen. Wie sollten die mir helfen? Ich hoffte, dass es einfach bald wieder vorbei sein würde und legte mich ins
Bett.

Der Schmerz hatte es in sich und Schlucken, Essen, Sprechen und Trinken waren eine Quälerei. Ich hoffte, aber leider wurde es nicht besser.

Am Montag schleppte ich mich zur Allgemeinärztin, die mir keine Diagnose stellen konnte, denn mein Mund ging nur knapp einen Zentimeter auf und sie sah
enstprechend wenig. Am nächsten Tag saß ich wie ein Häufchen beim HNO Arzt und er sagte mir, was ich schon wusste: Abzeß neben der Mandel rechts. Schweres
Krankheitsbild, er empfahl mir Krankenhaus, OP, Antibiotika und danach Mandeln entfernen lassen. Ich weinte und zweifelte. Schaffe ich das auch so? Kann ich mich
trauen, dass ohne Schulmedizin zu machen?

Direkt nach dem Arztbesuch rief ich Herrn Melhorn an, und er munterte mich auf und meinte, ich schaffe das schon! Ich solle viel Wasser trinken (1,5 liter mind.) und
viel Vitamin C (mind. 3g) zu mir nehmen. Am Nachmittag verfasste ich noch einen Bericht, damit er mir aus der Ferne auch die richtigen Globuli geben konnte. Diese
erhielt ich 3 Tage später, nach einem langen Telefonat, in dem es hauptsächlich um die psychischen Gründe für die Krankheit und meinen geschwächten
Allgemeinzustand ging. Inzwischen fühlte ich mich schon viel besser. Die Schmerzen waren weniger, meine Mandel war nicht mehr so geschwollen. Ich habe es bald
geschafft, dachte ich. Super. Ich freute mich.

Am Wochenende hatten wir Besuch, ich war zu viel unterwegs und zusätzlich ärgerte ich mich am Sonntag sehr und es wurde wieder schlimmer. Das gleiche Spiel von
vorne: dicke, angeschwollene Mandel, nicht schlucken, trinken, essen können. Ich war deprimiert. Mein Mund ging nicht auf. Ich wollte mich 'einbuddeln'.

A
m Dienstag telefonierte ich mit einem Bekannten, er schaffte es, mir wieder Mut und Willen zu entlocken und ich war motiviert. Es wurde nicht wirklich besser, aber ich glaubte, dass es das bald würde, und das machte sehr viel aus.

Am Samstag und Sonntag, also zwei Wochen nach der Abzeßbildung konnte ich vor Schmerzen nicht sprechen. Ich nahm noch mehr Vitamin C und überlegte, ob es vielleicht doch besser wäre, den Abzeß öffnen zu lassen. Die Schmerzen zermürbten mich.

Von Sonntag zu Montag schlief ich hervorragend. Am Montag konnte ich auch schon wieder ein paar Worte hauchen.

Am Dienstag war es schon viel besser: ich konnte sprechen und meinen Mund wieder weiter öffnen. Der Abzeß war noch da, aber nicht mehr so dick.
Ich bekam neue Globuli.

 

 

 

Der Abschlussbericht vom 29.Juni 2010


Eine Woche nach einer akuten Angina bildete sich am Abend ein Abzeß neben meiner rechten Mandel. Ich spürte das sehr deutlich. Die Schmerzen steigerten sich in die Nacht hinein bis zum nächsten Morgen. Es war ein Ziehen und Stechen, ein Druck im Ohr. An Schlaf war nicht zu denken. Ich wälzte mich im Bett hin und her, weinte, wenn ich schlucken musste. Ich hatte das Gefühl, meine Mandel würde jeden Moment platzen.
Da ich meine Tochter noch stille und schon ahnte, dass die schulmedizinische Therapie auf Antibiotika bauen werdee, wollte ich nicht zum Arzt gehen. Wie sollte er mir helfen? Ich hoffte, dass es bald wieder vorbei sein würde und legte mich ins Bett.

Die Schmerzen waren sehr stark und Schlucken, Essen, Sprechen und Trinken eine Quälerei! Ich hatte erhöhte Temperatur. Der Schmerz zermürbte mich.

Nach drei Tagen ging ich dann doch zur Allgemeinärztin, die mir aber keine Diagnose stellen konnte, denn mein Mund ging nur knapp einen Zentimeter auf und sie sah enstprechend wenig.

Am nächsten Tag saß ich wie ein Häufchen Elend beim HNO Arzt und er sagte mir, was ich schon wusste: Abszess neben der Mandel rechts. Schweres Krankheitsbild, er empfahl mir Krankenhaus, OP, Antibiotika und danach Mandeln entfernen lassen. Ich weinte und zweifelte. Schaffe ich das auch so? Kann ich es wagen, dassohne Schulmedizin zu machen? Ich wollte weder Antibiotika nehmen noch operiert werden, beides hielt ich für falsch, da dadurch nicht die Ursache behoben würde.

Ich fühlte mich sehr hilflos und war mit der Situation total überfordert. Mit meiner Tochter hatte ich in den letzten 9 Monaten Tag und Nacht viel zu tun gehabt und ich fühlte mich schwach und ausgebrannt. Zum Glück erkannte mein Mann die Notlage und nahm sich frei, um mich und unsere Tochter zu pflegen.

Direkt nach dem Arztbesuch rief ich Herrn Melhorn an. Erwartungen hatte ich keine, ich wusste nur, dass er schon mal einer Frau mit einem Abszess neben der Mandel geholfen hatte. Er munterte mich auf und meinte, ich schaffe das schon! Ich solle viel Wasser trinken (1,5 liter mind.) und viel Vitamin C (mind. 3g) zu mir nehmen. Außerdem müsse ich mich dringend psychisch wieder stabilisieren.

Da hatte er wohl Recht, aber das war nicht so einfach, denn ich hatte Angst, dass ich doch ins Krankenhaus müsse. Am Nachmittag verfasste ich noch einen Bericht, damit er mir aus der Ferne auch die richtigen Globuli geben konnte. Diese hatte ich 3 Tage später, nach einem langen Telefonat, in dem es hauptsächlich um die psychischen Gründe für die Krankheit und meinen geschwächten Allgemeinzustand ging.

Inzwischen fühlte ich mich auch schon viel besser. Die Schmerzen waren weniger, meine Mandel war nicht mehr so geschwollen. Ich habe es bald geschafft, dachte ich. Super. Ich freute mich!

Am Wochenende, somit einer Woche seit der Abszessbildung, hatten wir Besuch. Ich war zu viel unterwegs und zusätzlich ärgerte ich mich am Sonntag auch noch sehr. Es wurde wieder schlimmer! Das gleiche Spiel nochmals: dicke, angeschwollene Mandel, nicht schlucken, trinken, essen können. Ich war deprimiert. Mein Mund ging nicht auf. Ich wollte mich 'einbuddeln.' Jetzt schonte ich mich intensiver und verbrachte, dank der liebevollen Unterstützung meines Mannes, den ganzen Tag im Bett.

Am Dienstag war ich sehr deprimiert und zweifelte an meiner Gesundung. Deswegen rief ich einen Bekannten an, der mich emotional wieder stärkte und mir Mut machte. Daraufhin wurde es zwar nicht wirklich besser, aber ich glaubte, dass es das bald würde. Und das machte sehr viel aus! Am Samstag und Sonntag, also zwei Wochen nach der Abszessbildung konnte ich vor Schmerzen nicht sprechen. Ich nahm noch mehr Vitamin C und überlegte, ob es vielleicht doch besser wäre, den Abszess öffnen zu lassen. Die Schmerzen zermürbten mich.

Von Sonntag zu Montag schlief ich hervorragend! Am Montag konnte ich schon wieder ein paar Worte hauchen!

Am Dienstag war es viel besser: Ich konnte sprechen und meinen Mund wieder weiter öffnen. Der Abszess war zwar noch da, aber nicht mehr so dick.

Wieder bekam neue Globuli . Mit Herrn Melhorn telefonierte ich etwa alle 4 Tage . Nur durch seine absolute Überzeugung, dass ich das auch ohne Antibiotika und OP schaffen würde, hatte ich den Mut und das Durchhaltevermögen, diese Wochen auch durchzustehen.

Zweieinhalb Wochen seit der Abszessbildung fühlte ich mich dann deutlich besser. Die Gaumenseite war noch geschwollen, aber es tat bei weitem nicht mehr so weh und ich konnte auch wieder lachen.

Nun sind ca 6 Wochen vergangen, und ich bin wieder komplett gesund! Nur wenn ich zu wenig schlafe oder gestresst bin, meldet sich noch die rechte Seite mit einem Ziepen und einem Druckgefühl und ich weiß dann, ich muss ich mich schonen. Auch ist die rechte Seite am Gaumen neben der Mandel etwas härter.

Ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg gewählt habe. Es hat sich gelohnt: Ich habe keine Narben im Mund und in der Seele! Ich habe kein Antibiotika genommen!Iich konnte meine Tochter weiterhin stillen und musste sie nicht alleine lassen, um ins Krankenhaus zu gehen, was mich sehr gestresst hätte! Und ich habe mich mit den Themen auseinander gesetzt, die zu dieser Erkrankung geführt haben!

Es ist absolut in Ordnung, nicht immer das zu tun, was die Menschen in Weiß (Ärzte) einem raten! Auch wenn sie einem Angst machen und drohen, dass man sterben könne usw.

Zum Glück hatte ich im Internet den Bericht dieser Frau mit der ähnlichen Erkrankung gefunden! Bei ihr gingen die Abszesse allerdings auf, bei mir haben sie sich zurückgebildet.

Ich wünsche allen, die sich eine solche Krankheit bekommen haben, schnelle und gute Genesung und Geduld. Es geht vorbei!

 

Zum Thema Hals-, Mandel- und Stirnhöhlenvereiterung auch:

 

Chronische Stirnhöhlenvereiterung
Der Fall einer 77-Jährigen
http://www.melhorn.de/Stirnhoehlenvereiterung.htm

 

 

 

 

 

 

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