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30.05.05
Borreliose
- Alternativmedizin half
Bericht einer Patientin mit Borreliose, die durch alternative Medizin gerettet wurde, nachdem sie von Ärzteschaft und Krankenkasse vorhersehbar zunächst ihrem Herzversagen überlassen wurde
| von Andrea Frindt-Schubert |
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Mit Anfügungen von
| Heilpraktiker Wolf-Alexander Melhorn dipl.rer.pol. |
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Lernt Gutes zu
tun,
sorgt für Gerechtigkeit
Jesaja 1,17
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Teil
I:
Der
Krankenbericht der Patientin
Anfügungen von Heilpraktiker Melhorn
Teil II:
1. Arzt-Heilpraktiker-Krankenkasse
2. Borreliose - eine neue 'Zivilisationskrankheit'?
3. Borreliose nur durch Zecken?
4. Ist es denn immer Borreliose?
5. Familiäre Erfahrungen mit Borreliose
Kapitel 6 wurde als Artikel "Borreliose und Antbiotika" - http://www.melhorn.de/Antibiotika - ausgegliedert
8. Ledum und Theridion nach Zeckenstich?
10. Achtung: FSME-Impfschaden!
11.
Zur Impfproblematik allgemein
12.
Spätbehandlung von Borreliose und FSME
13. Zur Mär von den angeblich 'gefährlichen' Hochpotenzen
15. Borreliose und körpereigenes Abwehrsystem
16. Borreliose auch als Aufgabe des Kranken
19. Borreliose und Wassermangel
Zum Übersichtsverzeichnis
aller Borreliose-Artikel - http://www.borreliose-info.de/index.htm
Zum Gesamtverzeichnis aller
Artikel von W.-A.Melhorn - http://www.melhorn.de/about/index3.htm
Andrea Frindt-Schubert
Tel. 07961-55690
6.12.98
Im Juli 1995 wurde ich durch einen Zeckenstich nachgewiesenermaßen mit Borreliose
infiziert. Meine Beschwerden: starke Gelenkschmerzen, tiefste Erschöpfung, starke
Herzbeschwerden, Ohnmachten und Schwindelanfälle. 21 Tage lang erhielt ich als
Infusion Rocephin. Eine abschließende Blutuntersuchung erfolgte - wohl aus Kostengründen
- jedoch nicht.
Meine Beschwerden verstärkten sich. Für den Arzt war der Fall jedoch klar: Das sei eine andere Krankheit. Die Borreliose jedenfalls sei auskuriert. Mit dieser Feststellung war die fachärztliche Behandlung meines Zustandes jedenfalls beendet. Bald schon konnte ich aber nicht mehr ruhig sitzen, meine Gehirnströme waren lt. Neurologe "nicht mehr normal, sondern die einer 18-Jährigen"; ich hatte Kopfschmerz und beim Liegen ein starkes Taubheitsgefühl, an dem ich nachts erwachte. Und vor allem diese kraftlose Müdigkeit, daß ich kaum mehr Treppen steigen konnte! Meine Ohren waren verstopft. Ich hatte Sehstörungen und mir war ständig übel. Nur Ruhe besserte. Mit 33 Jahren fühlte ich mich 'wie eine alte Frau'. Mein Zustand verschlechterte sich von Woche zu Woche. Beim Arzt mußte ich nach 3 Minuten, trotz geringer Wattleistung, mit einem Blutdruck von 70/40, vom Ergometer gehoben werden. Danach schickte mich der Arzt mich den trostvollen Worten nach Hause: "Ruhen Sie sich gut aus". Als hätte ich davor was anderes getan!
Im November 1995 kam ich zu einem Heilpraktiker. Weil die medikamentösen Kosten einer solchen Alternativmedizin doch erheblich sind, behandelte er mich 1 Mal im Monat im Sinne einer sog. ganzheitlichen Therapie: Neuraltherapie, Homöopathie, Vitamine, Mineralien, Zelltherapie, Amalgamentgiftung, Schlafplatzstörungen, Darmsanierung etc. . Eine Blut-Kristall-Analyse ergab u.a. eine starke allgemeine Übersäuerung mit Sauerstoffmangel, sowie eine chronische Virusbelastung. Nach etlichen Heilkrisen besserte sich mein Zustand bis März 1996 ständig. Um Kosten zu sparen, bat ich den Arzt , mir wenigstens einige der Medikamente zu verschreiben, die der Heilpraktiker verordnet hatte.
Im April 1996 kam ein weiterer Rückschlag: Heftiges Frieren, totale Erschöpfung, Schmerzen in der Herzgegend. Gedächtnisausfälle. Meine Unterarme und Unterschenkel waren tagelang taub. Der Arzt war ratlos und unternahm nichts. Im Mai 1996 brach ich in der Arztpraxis zusammen, woraufhin der Hausarzt ( Arzt für innere Medizin, Allergologie ) die Behandlung ganz einstellte. Arme und Unterschenkel wurden taub. Ich wurde sehr vergeßlich , hatte Schwindel und lebte in großer Angst. Da der Heilpraktiker ein Herzversagen befürchtete, behandelte er mich mit Herzextrakt und machte eine Therapie nach Dr. Koch mit Carbonylgruppen und Rhodizin. Das half mir wieder auf.
Im Juni 1996 kam ich, auf mein Drängen hin, zur Untersuchung ins Krankenhaus: Lungenszintigramm, Schilddrüsensonographie, Oberbauchszintigramm, kardiologische Untersuchungen, komplette neurologische Untersuchungen mit Kernspin. Teure Untersuchungen! Mein Hausarzt beglückwünschte mich nach jedem, ihm übermittelten Ergebnis: Ich sei organisch gesund!
Ich quälte mich durchs Leben. Im Oktober 1996 hatte ich wieder die Symptome, wie im Frühsommer und viele Muskelkrämpfe. Im Mai 1997 folgte - wohl als Folge meines stark geschwächten Immunsystems - eine Stirnhöhlenvereiterung.
Anfang Oktober 1997 bekam ich dann zunehmende Beschwerden: sehr starke Herzschmerzen, Druck und Brennen in der Brust mit pseudoasthmatischen Anfällen, heftige Schmerzen der Muskeln und vor allem der großen Gelenke, aber auch der Hände und Oberarme, starke Bauchschmerzen und aus der rechten Brustdrüse kam eine gelbe Flüssigkeit. Ich war derart erschöpft, daß ich in der Wohnung kaum mehr Stufen gehen und sogar die Zähne nicht mehr ausreichend putzen konnte. Oft wurde mir schwindelig und gelegentlich fiel ich in kurze Ohnmachten. Aufgrund besonderer persönlicher Umstände erhalte ich aber kein Krankengeld und konnte es mir daher finanziell nicht leisten, krank zu sein, sondern schleppte mich täglich weiter zur Arbeit.
Mitte Dezember 1997 wurde ich schließlich doch arbeitsunfähig. Mit Fieberschüben bis zu 40 Grad war ich ziemlich am Ende. Eine zur Hälfte von der AOK bezahlte Haushaltshilfe versorgte vollzeitig meinen Haushalt mit zwei kleinen Kindern.
Mein Hausarzt und seine Frau ( Ärztin für Naturheilverfahren ) wollten mir aber nicht glauben, daß dies ein neuerlicher Borrelioseschub sei. Nach den vorliegenden Untersuchungen sei ich gesund. Obwohl ich ohnehin nichts mehr tat, hielten sie meine Symptome für ein bloßes Erschöpfungssyndrom, das keiner Therapie bedürfe. Lediglich meine schweren Atemnotanfälle, die der Heilpraktiker auf eine zunehmende Herzschwäche zurückführte, 'behandelten' sie erfolglos mit einem bronchienerweiternden Spray.
Der Heilpraktiker behandelte mich daraufhin wieder immunstimulierend verstärkt gegen die Folgen einer Borreliose. Dadurch ging es wieder aufwärts: Blutdruck RR 121/81, Puls 82. Fieber und Atemnot gingen zurück. Aber es trat wieder milchähnliche Flüssigkeit aus der Brust - ein bekanntes Zeichen für Borreliose, wie ich heute weiß.
Schließlich kam ich durch Zufall an die Adresse eines ausgewiesenen Borreliose-Spezialisten. Dieser bestätigte die Borreliose akut im Blut. Vorgesehene Standard-Therapie: Mindestens ein halbes Jahr lang wiederum Rocephin.
Die Nebenwirkungen dieses Antibiotikums waren jedoch für mich kaum zu ertragen: starker Durchfall, Hautjucken, heftige Venenschmerzen. Schon am 9.Tag bekam ich plötzlich stark juckende, handtellergroße, rote Stellen auf der Haut. Meine Fußsohlen schwollen so stark auf, daß ich nicht mehr gehen konnte. Auf der Fahrt zur Ärztin bekam ich schwere Atemnot. Wegen des akuten Allergieanfalles erhielt ich in der Praxis sofort Cortison.
Der Borreliose-Spezialist verschrieb mir daraufhin ein anderes Antibiotikum. Nun war aber bereits das Rocephin im Verträglichkeitstest unaufffällig gewesen, so daß eine ebenfalls unauffällige Testung eines anderen Antibiotikums die Gefahr eines lebensgefährlichen anaphelaktischen Schocks nicht ausschloß. Deshalb sollte ich auf Anweisung dieses Arztes für den möglichen Fall eines anaphelaktischen Schocks ein Notfallset bei mir führen. Nur - wer sollte mir das etwa auf der Straße spritzen oder in der Wohnung, wenn ich mit den kleinen Kindern allein war?
Mein Hausarzt hielt eine Fortsetzung der Antibiotika-Therapie unter diesen Umständen jedenfalls für lebensgefährlich und lehnte die Verantwortung dafür ab. Dies schrieb er auch der AOK. Damit war seine Therapie aber auch beendet.
Nun hoffte ich, die AOK werde endlich die Kosten der alternativen Medikamente ersetzen, wenn ich mir diese von einem Arzt verschreiben ließ - den ich allerdings noch nicht hatte. Daß sich Ärzte aus Eitelkeit nicht gerne als 'Handlanger' eines Heilpraktikers 'mißbrauchen' lassen, ist bekannt, denn es geht dabei schließlich in der Regel nicht um das Interesse des Patienten, sondern der Behandler.
Der Heilpraktiker behandelte mich danach 2 Mal wöchentlich mit sog. Biomolekularer Medizin. Wieder trat eine Besserung ein. Außerdem war ich bei einer Physiotherapeutin zur Craniosacralen Osteopathie und bei einer Kinesiologin. Letztere stellte bei mir eine Allergie gegen Zahngold und tierisches Eiweiß fest. Herr M. bestätigte mir diese Diagnose. Daraufhin ließ ich mir das Zahngold durch Zement ersetzen und änderte radikal meine Ernährung.
Die AOK schickte mich danach zu ihrem Vertrauensarzt. Dieser erklärte mir jedoch, Borreliose sei gar keine Krankheit. Er selbst sei borrelienpositiv und habe weder Schmerzen noch sonstige Beschwerden. Er empfahl mich deshalb - s.E. offenbar als 'eingebildete Kranke' - für eine psychosomatische Kur.
Da mein Hausarzt weiterhin keine Behandlung machte, wechselte ich schließlich zu einem Arzt für Allgemein-Medizin. Dieser versicherte mir, er werde die AOK davon in Kenntnis setzen, daß ich schulmedizinisch austherapiert sei und dringend eine alternativ-medizinische Behandlung benötigen würde. Er verordnete mir die Medikamente auf Privatrezept. Als ich diese dann einreichte, lehnte die Kasse eine Übernahme ab.
Wie ich später erfuhr, hatte der Arzt der AOK tatsächlich einen Brief geschrieben, in dem er sinngemäß darauf hinwies, daß ein Heilpraktiker die Behandlung mit Ney-Thymun k ( Fa. Vitorgan ) durchgeführt habe und er dieses Medikament daher auf Privatrezept verordnen würde, da ich dies auch von ihm verlangen würde. Es war klar, daß die AOK eine Kostenübernahme daraufhin ablehnte. Mir gegenüber wurde dies von der AOK Monate später mündlich damit begründet, dieses Medikament sei lt. ROTER LISTE nicht ausdrücklich für die Behandlung von Borreliose vorgesehen.
Bei meiner Suche nach bezahlter Hilfe kam ich schließlich an die Anschrift einer anerkannten Schweizer Spezialklinik für Alternativmedizin, wo ich eine weitgehend ähnliche Behandlung wie die durch den Heilpraktiker erfahren hätte, die ich aber selbst bezahlen sollte. Eine Kostenübernahme lehnte die AOK jedoch ab, da die Klinik im Ausland liege. Statt dessen erhielt ich von der AOK die Zusage für einen Aufenthalt in einer 'Klinik mit Maximalversorgung'. Doch wozu? Um dort - bei Tagessätzen von rund 700.- bis 1000.- DM - alle nur möglichen Untersuchungen noch einmal zu machen und meine Allergie auf Antibiotika feststellen zu lassen?
Der Heilpraktiker brachte mich danach - unter Rückschlägen - aber dann wieder so hoch, daß ich trotz Beschwerden ab Juli 1998 wenigstens wieder arbeiten konnte. Außerdem war ich weiterhin bei der Kinesiologin und der Craniosacralen Osteopathin in Behandlung.
Ab August 1998 erhielt ich dann 2 Monate lang keinerlei Behandlung mehr. Ich konnte es mir einfach nicht mehr leisten! Dadurch verschlechterte sich mein Zustand wieder zunehmend. Gegen meine zunehmende Atemnot verordnete der Arzt für Naturheilverfahren Strophantinspritzen, die im Anfall durchaus halfen.
Seit 25.9.98 spritzt mir der Heilpraktiker wieder u.a. NeyThymun k SOL, Cor Uvocal, Hepa Uvocal, Splen Uvocal, Carbonylgruppen und Rhodizin und behandelt mich vor allem homöopathisch. Schon 2 Stunden nach der ersten Behandlung ging es mir wieder deutlich besser. Die Besserung hielt zunächst jeweils etwa 1 Woche lang an und wurde wöchentlich fortgesetzt, da ich mir wegen der teuren Medikamente eine weitere wöchentliche Behandlung nicht leisten kann.
Während meiner Krankheit hielt ich mich an alle ärztlichen Vorschläge und Verordnungen. Täglich mache ich gymnastische und meditative Übungen und habe durch die Ernährungsumstellung 27 kg abgenommen. Immer wieder wurde ich bei der AOK vorstellig. In einem Telefonat erklärte mir schließlich der Zuständige der AOK, daß man den behandelnden Arzt bereits 2 Mal darauf angeschrieben habe, ob ich s.E. schulmedizinisch austherapiert sei. Man werde dann sämtliche Medikamente übernehmen. Der Arzt habe aber nicht geantwortet.
Der Arzt wiederum erklärte mir, daß die Frage der Kostenerstattung derzeit in einem Rechtsstreit geklärt werde. Anfang Januar 1999 sei wohl mit einer Entscheidung zu rechnen. Der Heilpraktiker wies mich demgegenüber darauf hin, daß dies bereits seit 1979 durch das Bundessozialgericht geklärt sei. Daraufhin sagte mir der Arzt, es sei aber ein weiterer Prozeß in dieser Frage notwendig und derzeit anhängig. Nach der telefonischen Erklärung der AOK war dies aber gar nicht wahr, sondern der Arzt wollte mich offenbar bis zum 1.Quartal 1999 vertrösten, um von der AOK nicht in Regreß genommen zu werden.
Die Gründe für dieses Verhalten - das sich von dem des vorigen Arztes eigentlich kaum unterscheidet - wurden in einem Telefonat mit seiner Frau deutlich. Mir ihr hatte ich gesprochen, als ich nach dem Gespräch mit der AOK erbost bei ihm anrief und forderte, daß er endlich die Bescheinigung ausstellen möge und danach auf Kassenrezept verordnen. Ihre giftige Antwort: "Ja glauben Sie etwa, wir bezahlen Ihnen Ihre Medikamente?"
Seit etwa einem Monat geht es durch die weitergeführte wöchentliche Behandlung durch den Heilpraktiker stetig aufwärts. Die Krankheit scheint langsam überwunden. Ich habe etwa zwei Drittel meiner früheren Belastbarkeit wiedergewonnen und bin wieder voll berufstätig.
gez.
Andrea Frindt-Schubert
Ein Abdruck des Artikels - ohne Anfügungen - erschien in: "Wir Heilpraktiker" Fachzeitschrift für Naturheilkunde, Berufs- und Medizinalpolitik: AKTIVFORUM Organ des Berufs- und Fachverbandes "Freie Heilpraktiker e.V.", Ausgabe 3/99, September 1999, S. 22 - 25
Zum Übersichtsverzeichnis
aller Borreliose-Artikel - http://www.borreliose-info.de/index.htm
Zum Gesamtverzeichnis aller
Artikel von W.-A.Melhorn - http://www.melhorn.de/about/index3.htm
Mit Genehmigung der Patientin ergänze und kommentiere ich den obigen Bericht
1. Anfügung vom 5.1.1999 :
Die Krankenkasse bedauerte zunächst, weiterhin nichts für die Therapie bezahlen zu können, denn der zur Stellungnahme aufgeforderte Hausarzt teilte ihr schriftlich mit, daß er das Medikament 29 K SOl ( Fa. Vitorgan) überhaupt nur deshalb auf Privatrezept verordne, weil Frau Frindt-Schubert dies so von ihm gefordert habe. Hierzu daraufhin die Krankenkasse: Das Mittel sei lt. ROTER LISTE aber nicht speziell für die Behandlung von Borreliose zugelassen und daher nicht erstattungspflichtig.
Tatsächlich handelt es sich um ein sehr wirksames Präparat zur Erhöhung der körpereigenen Abwehr - also genau für die hier gegebene Indikation!
Der Arzt blockte also mit solchen Angaben nur ab, daß er nicht möglicherweise über sein Budget bei der Krankenkasse in Regreß genommen werde. Der AOK kam solch ärztliches Taktieren natürlich gelegen, um ablehnen zu können. Der Patient (ver)endet dafür allerdings auf dem Totenbett!
2. Anfügung vom 1.4.99 :
Die Patientin verwies in einer Beschwerde an die Landesgeschäftsstelle Baden-Württemberg der AOK auf ihren Bericht im Internet und die AOK suchte die Seite auf. Danach regelten sich die Dinge plötzlich problemlos, denn die AOK stellte fest, daß "sehr, sehr viel schief gelaufen sei, in diesem Fall." Nach einem 2,5-stündigen Gespräch in der Wohnung der Patientin überwies die AOK einen Betrag von 11083.-DM. Weitere Medikamentenkosten werden zukünftig übernommen, wenn ein Arzt die von mir verordneten Medikamente auf Privatrezept nochmals verordnet.
Das ist ein Ergebnis, das ich mir für andere Patienten auch wünsche und ich hoffe, der obige Bericht läßt Kollegen ihre Patienten auch in diese Richtung 'scharf' machen. Vor allem möge es die betroffenen Patienten ermutigen, nicht vor der scheinbaren Allmacht der großen Versicherungen gleich klein beizugeben. Es ist nur selten böser Wille, daß so was manchmal unendlich schwer ist.
Bei der Barmer Ersatzkasse hatte ich persönlich übrigens einen ähnlichen Erfolg, aber da erst nach einem Sozialgerichtsverfahren. Überhaupt scheint mir der Rechtsweg der einzig sinnvolle Weg, solche Probleme anzugehen. Polemisieren hilft da nichts. 'Bürokratenmaschinen' wie Versicherungen sind schließlich zu einem guten Teil eben auch Opfer ihrer eigenen Unbeweglichkeit, die irgendwann aus Hilflosigkeit dann den Paragraphen über die Menschlichkeit stellt - und da gilt es anzusetzen, um den Einzelfall entschlossen wieder auf die Rechtsbasis zurückzuführen.
Noch einen Hinweis für (Selbst)Behandler:
Wer Borreliose bekämpft, sollte dabei nie die Nosode Borrelia vergessen. Ich empfehle sie in der D 200, alle 2 Stunden 1 Streukügelchen, bis die schlimmsten Beschwerden nachlassen. Danach seltener. Weitere Empfehlungen zur Selbstbehandlung finden Sie weiter unten und in den begleitenden Borreliose-Artikeln.
3.Anfügung vom 3.8.1999 :
Die Patientin hat ihre Arbeit voll aufgenommen. Sie ist im Rahmen ihrer schulischen Tätigkeit teilweise extrem eingespannt, wie dies die meisten Lehrkräfte zum Schuljahresende sind. Trotzdem kann sie die Arbeit bewältigen. Sie erleidet kaum Rückschläge. Als sie vor einiger Zeit einen Ohnmachtanfall hatte, stelllte sich heraus, daß sie in der Sommerhitze am Vortag sehr geschwitzt hatte und wohl einen Elektrolytmangel hatte, der sich medikamentös ausgleichen ließ. Außerdem nimmt sie täglich 2 x 8 Strodival mr-Kapseln zur Stärkung des Herzens. Weiterhin heftige Gelenkschmerzen bereitet ihr längeres Ruhigsitzen, etwa beim Autofahren, das sich aber homöopathisch abfangen läßt. Insgesamt ist die Patientin jetzt in einem weitgehend stabilen, lebenswerten Zustand.
4.Anfügung vom 5.8.00 :
Frau Frindt-Schubert ist voll arbeitsfähig und weitgehend beschwerdefrei. Nur noch selten melden sich die früheren Symptome zurück, was dann therapeutisch aber rasch zu beheben ist.
5.Anfügung vom 25.4.01
Ein Borreliose-Patient berichtet mir, in seiner Selbsthilfegruppe werde verzweifelten Patienten von Therapeuten empfohlen, mit Silbercolloid in der Ursubstanz und mit Dosen bis 150ml täglich, die Folgen der Borreliose zu lindern oder abzuheilen. Von Erfolgen konnte er nicht berichten, weil diese Patienten den Kontakt zur Gruppe abgebrochen hätten.
Vor solchem therapeutischen Vorgehen möchte ich als Behandler nachdrücklich warnen. Silber ( Argentum metallicum ) ist ein gefährliches Nervengift. Zwar ist richtig, dass es die Vermehrung von Bakterien hemmt oder diese tötet ( Mezger "Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre", 4.Auflage,1977S.207), aber dies wird schon mit einer Verdünnung von 1: 100 000 erreicht, was erwa einer 6. und 7.Dezimalpotenz entspricht. METZGER ( a.a.0. ) berichtet weiter, dass man kolloidale Lösungen von Silber ( Collargo ) gegen verschiedenartige Infektionskrankheiten gebraucht habe, aber SCHADE weise darauf hin, dass die Wirkung des Silbers in der Oxidationsbeschleunigung liege, wogegen alle Toxine empfindlich seien. METZGER leitet daraus ab, dass die antitoxische Wirkung des Silbers also keine spezifische Silber-Wirkung sei, sondern auf alle Schwermetalle zutreffe.
Die Behandlung von Borreliosefolgen mit Silber ist daher gewiss der falsche Weg, denn die Bakterien sind in aller Regel längst abgetötet - was die Behandlung nicht leichter macht, aber die häufige Erfolglosigkeit neuerlicher antibakterieller Behandlung erklärt. Auf jeden Fall ist also nicht die antitoxische Wirkung des Silbers gefragt, sondern es geht im Kern 'nur' darum, das Immunsystem so zu stärken, dass es mit den Folge- und Nebenprodukten der Borrelioseerkrankung fertig wird.
Daher bitte: Hände weg von solcher, m.E. gefährlichen wie sinnlosen Therpie mit Silberlösung! Sie schaden sich m.E. mehr, als dass sie sich damit im seltensten Einzelfall nützen können!
6. Anfügung vom 12.9.05
Frau Frindt-Schubert geht heute voll Familie und Beruf nach und ist borreliosebezogen beschwerdefrei.
Zum Übersichtsverzeichnis
aller Borreliose-Artikel - http://www.borreliose-info.de/index.htm
Zum Gesamtverzeichnis aller
Artikel von W.-A.Melhorn - http://www.melhorn.de/about/index3.htm
Hinweis:
Zum Thema weitere Einzelheiten in den Artikeln:
Borreliosebehandlung ohne Antibiotica
Bericht einer Patienten, die sich einer Antibioticatherapie verweigerte und durch Alternativmedizin wieder gesund wurde.
http://www.melhorn.de/BorrelioseII/index.htmBorreliose, Chlamydien, FSME und Mycoplasmen - wie alternative Medizin half
Patient mit antibiotischen Organverschlechterungen, dem nach Fachärzten und zwei Klinikaufenthalten erst sog. Alternativmedizin half.
http://www.melhorn.de/BorrelioseIII/index.htmBorreliose und/oder Rheuma?
Bericht eines Patienten, dessen vermeintliche Borreliose eine Tuberkulose in der Kindheit war.
http://www.melhorn.de/BorrelioseIV/index.htmFSME, Borreliose und Koordinationsstörungen - alternative Medizin half
Bericht einer Patientin, die Koordintionsstörungen beim Gehen hatte und Schmerzen.
http://www.melhorn.de/BorrelioseV/index.htmBorrelia oder Fibromyalgie?
Erfahrungen mit Ärzten und Heilpraktikern
http://www.melhorn.de/Borreliose VI/index.htmBorrliose - antibiotische Behandlung und alternative Medizin
Die Fragwürdigkeit antibiotischer Standardtherapie und psychosomatische Ursachen als Beschwerdeauslöser
http://www.melhorn.de/BorrelioseVII.htmBorreliosebehandlung durch Antibiotika?
Gefährliche und gesunde Antibiotika - Die Gefahr von Resistenzen und Intoxikationen durch Antibiotika
http://www.melhorn.de/Antibiotika/Therapeutischer Wassermangel und Salzmangel - Die Beseitigung eines Wasser- und Salzmangels sind meist vernachlässigte Voraussetzung
einer Behandlung fast jeder Krankheit
http://www.melhorn.de/Wasser
Rechtlicher Hinweis:
Aus gegebenem Anlass weise ich darauf hin, dass dieser Artikel zu keiner Zeit als Werbung für meine Praxis gemeint war oder dies m.E. ist, schon weil der hier tätige Heilpraktiker nicht ich sein muss. Der hier geschilderte Behandlungserfolg kann vielmehr in jeder Arzt- oder Heilpraktikerpraxis erreicht werden.
Der Leser soll am Beispiel lediglich erkennen, dass es mit den 'herkömmlichen' Therapien durchaus auch Misserfolge geben kann, andererseits bei eben diesem Krankheitsbild alternative Methoden aber in Frage kommen können, obwohl eben diese Krankheit üblicherweise als der altenativen Therapie unzugänglich gilt.. Wenn hier von Erfolgen mit der Homöopathie gespriochen wird, so sei dies allerdings nicht als Werbung für ein Therapieverfahren fehlgedeutet. Die Homöopathie ist ein Verfahren unter mehreren der alternatriven Medizin und auch keineswegs ein 'Allheilmittel'. Sie ist m.E. sogar noch noch abhängiger vom therapeutischen Können des Behandlers als andere, im Ergebnis durchaus gleichwertige Therapieverfahren.
Die Zielsetzung einer Information der Patienten ist m.E. deshalb wichtig, weil gerade in der heutigen Zeit zunehmend mehr Leistungen aus dem Behandlungskatalog der Krankenkassen herausgenommen werden und das Gesundheitssystem selbst schwer an den Behandlungskosten 'erkrankt' ist. Was früher vom unwissenden Patienten bereitswillig mitgemacht wurde, weil es ihn 'nichts kostet', dafür soll er heute gesondert zahlen.
Demzufolge darf das Wissen um die Möglichkeiten und Begrenzungen von Therapien aber auch nicht länger 'Geheimwissen' von Behandlern sein, denn dem mündigen Bürger ist nicht zumutbar, therapeutisch gleichsam die 'Katze im Sack' zu kaufen.
Die zunehmenden Leseangebote für Laien auf dem Gesundheitsmarkt bestätigen dieses fraglos grundgesetzmäßige Bedürfnis der Bürger an Information über die zum 'Kauf der Gesundheit' angebotenen Leistungen.
Dazu gehört fairerweise damit aber auch die offene Darlegung der teilweisen Begrenztheit schulmedizinischer Therapien. Schließlich wäre es unsinnig und m.E. auch grundrechtswidrig, solche Auseinandersetzung auf die bloße 'Mund-zuMund-Propaganda' der Laien begrenzen zu wollen. Damit wird der Sache in der Regel nämlich mehr geschadet, als genützt. Offenheit ist vielmehr angesagt! Nur so wird den Menschen - zum Wohle auch der Volksgesundheit - deutlich, dass Behandlungen häufig Eingriffe sind, die im weiteren Leben des Betroffenen weit größere Folgen haben können, als das konkrete Geschehen im Akutstadium oftmals ahnen lässt. Der Mensch ist ein Wunder und dem kann im 'Schadensfall' eben nicht mit einem Reparaturpragmatismus begegnet werden, der in einer Autowerkstatt angebracht ist.
Oben dargelegte therapeutische Misserfolge müssen daher ebenso Teil des obigen Artikels sein, wie die Schilderung der positiven Ergebnisse als Beweis anderer Therapiemöglichkeiten. Dabei sei man sich bewusst, dass dies natürlich immer Einzelfallergebnisse sind und schon deshalb daher m.E. auch keine Werbung sein können und wollen, sondern lediglich allgemeine Empfehlung für die Beachtung alternativer Therapiewege.
Vor allem ist wichtig, dass der Leser erkennt, wieviel er unseres Erachtens auch selbst etwa durch Umstellung seiner Lebensgewohnheiten gegen seine Krankheit tun kann. Das wird den Weg zum Behandler zwar selten ersetzen, aber nach meiner Erfahrung den dauerhaften Therapieerfolg teilweise erst ermöglichen.
Der Artikel wirbt folglich nicht etwa für eine Praxis oder Berufsgruppe, sondern der/die Verfasser(in) sieht - wie ich - das oft große Leid anderer Kranker und kennt aus eigenem Erleben die teilweise Ratlosigkeit von Behandlern. Der/die Verfasser(in) will - mit mir - damit also nur Anleitung für eine Hilfe zur Selbsthilfe geben, zumal der Artikel erfahrungsgemäß europaweit bis weltweit gelesen wird und daher m.E. - schon wegen der meist unüberwindlichen, räumlichen Entfernung zu einer bestimmten Praxis - von den Lesern beispielsweise auch gar nicht als Werbung für diese aufgefasst werden kann.
Wenn der Verfasser des Artikels und ich dadurch nur einem Betroffenen helfen können, so ist aus unserer Sicht jedenfalls Lohn der Mühe, die wir uns mit der Abfassung und Bereitstellung dieses Artikels machten.
Ich will
das Verlorene suchen
und das Verirrte zurückbringen
und das Verwundete verbinden
und das Schwache stärken.
Hesekiel 34, 16
Wolf-Alexander Melhorn
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