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Freiheit – Zustand oder Lebensziel?

Zur Beziehung zwischen Kunst und Freiheit

von

Heilpraktiker
Wolf-Alexander Melhorn
dipl.rer.pol.

 

 

 

Dieses Essay ist mein Beitrag zum 200 Todesjahr Friedrich Schillers. Die Stadt Weimar hatte mit obigem Thema im Schillerjahr 2005 einen Wettbewerb mit dem Thema Die Freiheit – als eine schöne Kunst betrachtet ausgeschrieben.

Das Thema Freiheit übt seit jeher einen besonderem Reiz auf die Menschen aus und viele verstehen darunter Unterschiedliches. Hierzu die Anfügung des Auschreibungstextes zum Preisthema.

Die Beschäftigung mit diesem Thema brachte mir die Erkenntnis, dass eben diese Unterschiedlichkeit im Begriffsverständnis unmöglich ist! Freiheit kennt keine Beliebigkeit, sondern nur die Beschränkung auf den Vorgang des Entscheidens. Dieser aber muss dabei - jedenfalls immer bei der Gemeinschaft - an der Gerechtigkeit gemessen werden und die so entstehende Verbindung von Freiheit und Gerechtigkeit ist die eigentliche Lebensprüfung jedes Menschen. Allerdings ergibt sich daraus auch, dass Freiheit und Kunst preisthematisch nicht zusammengehen.

 

 

 


 

Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist


 

 

 

1. Freiheit ist stets nur ein Zustand, ein Sein – das Frei-Sein. Als Seite derselben 'Münze' ist das paarbegriffliche Gegenstück der Freiheit die 'Unfreiheit'= das Unfrei-Sein. Es kann dahinstehen, was Vorder-, was Rückseite ist.

Freiheit ist ein Zustand seelischer und/oder geistiger und/oder körperlicher Unabhängigkeit des Einzelnen bezüglich des Verwirklichens eigenen Wollens.

Freiheit als Ungebundensein hinsichtlich Pflichten, Gesetzen und Grundsätzen kann es daher auch nur als die Freiheit des Einzelnen geben.

Als Summe vieler Einzelner hat Gemeinschaft – selbst wenn sie sich irgendwann eine verwaltende Einrichtung gibt - demgegenüber keine Freiheit. Würde das doch das Auflösen eben dieser Gemeinschaft bedeuten, da Gemeinschaft erst aus dem Bestehen und Anerkennen von Bindungen ( = Unfreiheit) für und durch ihre Mitglieder entsteht.


2. „Die“ Freiheit zu haben - als absoluter Begriff verstanden - würde ergebnisbezogen jeden Einzelnen außerhalb seiner Gemeinschaft mit ihren Regeln - dem Ausdruck von Unfreiheit - stellen.

Solcher Freiheit ist der Mensch langfristig jedoch nicht gewachsen. Er würde überlebensunfähig, denn als Rudelwesen kann jeder dauerhaft nur als Teil einer Gemeinschaft 'sein'.

Dieses, für sein Überleben notwendige, langfristige Einordnen jedes Einzelnen in seine Gemeinschaft lässt - bezüglich eines Erlangens von Unabhängigkeit – ergebnisbezogen also stets nur einen 'Teil-Akt’ von Befreien aus den Unfreiheiten seiner Beziehung zu jener Gemeinschaft zu, die ihm das Überleben ermöglicht. Solchem Befreien fehlt allerdings im Kern gewöhnlich die Dauerhaftigkeit. Schon das beschränkt das Ergebnis daher auch auf Lebensabschnitte des Einzelnen.

Freiheit ist im Ergebnis demnach immer nur ein personenbeziehbarer Zustand, gestückelt in subjektive 'Teil-Freiheiten' des Einzelnen - von oder für etwas.

Ergebnisbezogen kann dieser Zustand von Teil-Freiheit gleichzeitig für eine Vielzahl weiterer Personen gelten.

Das Befreien von allen Unfreiheiten des Lebens in seiner Gemeinschaft, hätte für den Einzelnen im Regelfall den Tod zur Folge.

 


3. Diese Unmöglichkeit, im Ergebnis wirklich „Freiheit“ zu erreichen, grenzt diese folglich für jeden Einzelnen auf die Freiheit=Möglichkeit ein, sich zu entscheiden.

Das Entscheiden ist deshalb die einzige Freiheit des Menschen!

Dies gilt auch für die Gemeinschaft als Vertreterin des Einzelnen. Ihre Freiheit( = Möglichkeit) des Entscheidens erfolgt in Vertretung des Einzelnen und hat ihm im Ergebnis immer zu dienen.

Ergebnis des Entscheidens ist dann die Entscheidung.


4. Als Folge seiner Freiheit, eine Entscheidung zu treffen, verändert der Einzelne Handeln.

Entscheiden ist daher eine lebenslange Aufgabe jedes Menschen.

Jedenfalls nach Absicht - aber nicht notwendig nach Erfolg - soll für ihn selbst dadurch im Ergebnis ein 'Besseres' erreicht werden.

 


5. Der Einzelne würde allerdings seine Lebensgrundlage zerstören und damit langfristig sich selbst, wenn diese Freiheit des Entscheidens nicht immer auch seine Gemeinschaft miteinbeziehen würde, denn jedes Mitglied ist durch seine Freiheit des Entscheidens und die daraus folgende Entscheidung alleinige Gewähr für Wachstum und Fortbestand seiner Gemeinschaft.

Dadurch ist der Einzelne in der Summe jener vielen, die seine Gemeinschaft bilden – jedoch nur in dieser Bedeutung! – auch wichtiger als die Gemeinschaft, denn ohne ihn gäbe es diese auf Dauer nicht.

 


6. Sowohl für den Einzelnen in seiner Gemeinschaft, als auch für die Gemeinschaft als Ausdruck vieler Einzelner muss es als Folge ihrer unauflöslichen Abhängigkeit voneinander folglich aber auch eine verbindende Gemeinsamkeit im Handeln geben, die beiden überhaupt erst zu Zukunft verhilft.

Diese Bedingung für die Zukunft des Einzelnen wie der Gemeinschaft ist beiderseits das Achten auf Gerechtigkeit.

Dieses Beachten der Gerechtigkeit bei jedem Entscheiden ist stets dann einzufordern, wenn von diesem Entscheiden ein anderer betroffen ist.

Nur der Einzelne muss bei seinem Entscheiden die Gerechtigkeit dann nicht beachten, wenn seine Entscheidung niemand sonst betrefft.

Anders die Gemeinschaft. Sie hat keinen vergleichbaren Freiraum des Entscheidens wie der Einzelne. Erstanden aus dem Entscheiden vieler Einzelner ist sie die Vertreterin aller und damit jedes Einzelnen. Ihr Entscheiden betrifft deshalb immer Einzelne oder gar alle und ist damit immer gerechtigkeitsgebunden.

Handeln der Gemeinschaft muss - stets und überall - jedem Einzelnen Gerechtigkeit widerfahren lassen, denn erst aus der unauflösbare Bindung ihres Entscheidens an die Gerechtigkeit erwächst ihr überhaupt eine bedingte Unabhängigkeit gegenüber dem Einzelnen.

Die Geschichte beweist, dass jede Gemeinschaft schließlich zugrunde geht, die dies nicht gewährleistet.

Gerechtigkeit ist für den Einzelnen
ebenso Bedingung
seiner Freiheit des Entscheidens
wie Bedingung
für die Zukunft seiner Gemeinschaft!

 

 

7. Gerechtigkeit ist allerdings nicht das, was der Einzelne und/oder seine Lebensgemeinschaft jeweils darunter verstehen, sondern das Ergebnis über Jahrtausende gewachsener, moralischer Gebote menschlichen Zusammenlebens. Im christlichen Kulturkreis steht das Gebot: 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst’ für den Begriffsinhalt von Gerechtigkeit.

Gebote gelten nicht für die Gemeinschaft, sondern nur für deren Mitglieder. Da erst die Mitglieder die Gemeinschaft bilden, formen auch nur sie den Begriff Gerechtigkeit und geben ihrerseits dann der Gemeinschaft in Form von Gesetzen vor, wie die Gerechtigkeit der Gemeinschaft ausgestaltet sein muss. Ohne eigene Deutungshoheit hat die Gemeinschaft diese Vorgabe des Begriffinhaltes Gerechtigkeit umzusetzen.

Aus dieser Entscheidenslage entsteht für den Einzelnen – nicht für die danach begriffsgebundene Gemeinschaft! – die besondere Verpflichtung, den Begriffsinhalt Gerechtigkeit zeit- und damit menschengerecht zu gestalten und dafür zu sorgen, dass er so dann auch vom Einzelnen wie der Gemeinschaft gehandhabt wird.

Durch seine Freiheit beim Entscheiden werden Inhalt und Gebrauch des Begriffes Gerechtigkeit zur ersichtlich gottgewollten, lebenslangen Prüfung jedes Einzelnen.

 

 

8. Die Freiheit des, an Gerechtigkeit auszurichtenden Entscheidens ist nicht gestaltbar, sondern sie „ist“ .

Dieser Zustand wird aufgegeben, wenn aus der Möglichkeit ( = Freiheit ) zu entscheiden eine Entscheidung hervorgeht und diese zu einem Handeln führt - aus dem in weiterer Abfolge möglicherweise neues Entscheiden folgt.

Jede Betrachtung über Freiheit, die über den Ist-Zustand der Entscheidensfreiheit hinausgeht, ist daher immer eine bloße Ergebnisuntersuchung von Entscheidungshandeln, nicht aber der „Entscheidensfreiheit“ selbst.

Irreführend daher etwa der Ausspruch, dass „die schönsten Träume“ von Freiheit „im Kerker geträumt“ würden.

Wird im Kerker von Freiheit geträumt, so bestimmt - als Wunsch oder Ziel - der Trauminhalt eines Freiseins ein dadurch ausgelöstes Empfinden. Solche Träumerei hat im Sinne eines Handelns aber keine Folgen für den Ist-Zustand Unfreiheit, sondern macht diesen Zustand empfindungsmäßig allenfalls erträglicher.

Dies gilt auch für das gängige Unterscheiden zwischen 'äußerer' und 'innerer' Freiheit. Beides ist bloßes Feststellen eines Zustandes von Unfreiheit. Dazu ist noch anzumerken, dass 'innere' Freiheit, die ein Einzelner für sich gewonnen haben will, ohnehin dann eine bloße Leerformel ist, wenn sie nicht irgendwie und schließlich im Äußeren – als der aus dem Entscheiden abgeleiteten Handlung - für Dritte sichtbar wird.

 


9. Das Preisthema „Die Freiheit - als eine schöne Kunst betrachtet“, kann folglich keine Untersuchung über eine besondere Gestaltbarkeit von Freiheit beim Entscheiden sein, sondern ist beschränkt auf das bloße Betrachten - im Sinne von Erleben/Empfinden - des Ergebnisses dieses Entscheidens daraufhin, ob und wie dieses als eine 'schöne Kunst' gesehen werden kann.

Die gefühlsmäßige Bewertung des Zustandes Freisein, um sich zu entscheiden unterliegt dabei dem beliebigen Maßstab des Einzelnen.

Nur so kann - wie im Begleittext des Preisthemas als Anregung gegeben - Freiheit denn auch überhaupt in Verbindung mit einer „Liebhaberei“ gesehen werden.

Das Ergebnis des Entscheidens mag als Folge des aus der Entscheidung hervorgehenden Handelns folglich zwar als „Liebhaberei“ gewertet werden und vielleicht sogar eine Verschiebung der Empfindungsebene des Einzelnen hinsichtlich seiner persönlichen Vorstellung von Freiheit bewirken - eine andere Freiheit wird dadurch jedoch nicht gewonnen.

Wer außerhalb seiner Freiheit zum Entscheiden „die“ Freiheit selbst sucht, beschwört also nur ein Wunschbild. Er verschmäht darüber vielleicht sogar die wahre Bedeutung der Ergebnisse jener vielen 'kleinen Entscheidensfreiheiten' für das Empfinden seines Leben, die für ihn erreichbar wären. Dabei könnten ihm diese in der Summe vielleicht ein Lebensgefühl geben, welches jenes Empfindungserlebnis weit übertreffen könnte, dem er durch Verfolgen eines absoluten Freiheitsbegriffes vergeblich nachjagt.

 

 

10. Begriffe wie „souveräne Lebenskunst“ oder „ freie Staatskunst“ sind allerdings nur unscharfe und letztlich unzutreffende Beschreibungen der Handlungsfähigkeit Einzelner und keineswegs Beschreibung ihrer Gestaltbarkeit in der Freiheit des Entscheidens.

Nur weil jemand teilweise selbstbestimmt sein Leben führt, lässt sich das Ergebnis nicht als ‚Lebenskunst’ dem Kunstbegriff zuordnen. Erst recht nicht, so weit darunter das Bewältigen von Lebenswidrigkeiten verstanden wird.

Gleiches gilt für den vieldeutigen Begriff „freie Staatskunst“, der sich sogar nur auf vom Staat finanzierte oder geförderte 'staatliche Kunst' beziehen kann, meist aber das 'freie' Führen von Staatsgeschäften meint.

Auch hier wird nur das Ergebnis einer Entscheidung – als Folge einer vorausgegangenen Freiheit zum Entscheiden! – fälschlich als Kunstwerk missgedeutet, obwohl es mit Kunst im eigentlichen Wortsinne nichts zu tun hat, sondern begriffsverwirrend das geschickte Bewältigen staatspolitischer Schwierigkeiten meint.

Dass beide Wortverwendungen nichts mit Kunst zu tun haben, ergibt sich aus dem Begriff Kunst

Kunst ist ihrem Wesen nach eine, zunächst zeitferne Ausdrucksform der Selbstverwirklichung. Zweck und Ziel des Erschaffens von Kunst ist das Erzeugen eines Empfindens im Sinne einer seelischen Bereicherung jener, die durch das 'Kunstwerk' gefühlsmäßig erreicht werden.

 

 


11. Kein Werk ist folglich vor tatsächlichem Erreichen der obigen Absicht bereits ein 'Kunst'werk, sondern bis dahin nur bloße Selbstbeschäftigung des Schaffenden. Dies gilt auch, wenn der Vorgang des Erschaffens dieses Werkes als kunstfertig gilt.

Ein Werk kann folglich möglicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt – der sogar nach dem Tod des 'Künstlers' liegen kann – als Kunst begriffen werden, weil - aus der Zeit heraus - erst dann das Geschaffene Empfíndungen bei Betrachtern auslöst, die es aufgrund ihres zeitgenössischen Verständnisses dem Begriff 'Kunst' zuordnen.

Im Umkehrvorgang kann Geschaffenes die Bewertung als 'Kunst' wieder verlieren, indem sich jene Empfindungen ändern oder entfallen, die es bis dahin zum Kunstwerk 'machten'. Ein Werk wird dann wieder, was es vorher war: Selbstbeschäftigung eines Schaffenden im Sinne von 'Unkunst' - dem begrifflichen Gegenstück von Kunst.

Der Begriff 'Unkunst' wertet nicht.

Der Begriff Unkunst erhält erst dadurch einen abwertenden Beigeschmack, wenn ihm – Gegenstück zur 'schönen Kunst' - begrifflich die 'hässliche' Kunst zugeordnet wird. Dieser Begriff ist zwar ungeläufig, aber nicht abwegig, wie die Wertung 'entartete' Kunst beweist.

 

 

12. Erreicht wird das Ziel, Kunst zu schaffen, im persönlichen Ausdruck des Schaffenden mittels 'Werkstoffen' wie Worten, Farben, Tönen, Formen und Bewegung.

Bezüglich Wahl und Einsatz dieser Werkstoffe ist der Schaffende vielleicht ungebunden und hat dann die Freiheit des Entscheidens.

Diese Freiheit ist dann zwar Ausdruck des persönlichen Freiraums jedes Schaffenden, aber deshalb keine 'künstlerische Freiheit'. Schließlich gestaltet der Wählende beim Entscheiden nicht (s)eine ihm gegebene Freiheit des Entscheidens 'künstlerisch', sondern die 'Freiheit des Entscheidens' bezieht sich nur auf den Werkstoffgebrauch. Frühestens das Ergebnis seines Tuns ist schließlich 'Kunst'.

 


13. Zusammenfassend besteht also nie eine wirkliche Beziehung zwischen Kunst und Freiheit.

Das Preisthema „Freiheit – als eine schöne Kunst betrachtet“ lässt sich daher nur insoweit und allenfalls darauf ein, ob jene Freiheit des Entscheidens in ihrer Stärke des auslösenden Gefühls für den Entscheidenden dem vergleichbar ist, was ein Außenstehender“ empfindet, für den das Ergebnis dieses Entscheidens „schöne Kunst“ ist.

Bei einem solchen Vergleich werden allerdings nur im nachhinein Empfindungen von einem Außenstehenden gewogen, der am vorangegangenen Entscheiden nicht beteiligt war. Zudem legt er nur seinen ganz persönlichen Maßstab für 'schöne Kunst' an – wie immer er zu diesem gekommen ist.

Die vom Preisthema unterstellte Annahme der Verbindung von 'Betrachten' einer 'Freiheit des Entscheidens' als gestaltendes Umsetzen bezw Verwirklichen von 'schöner Kunst' ist daher begriffsverfehlt und nach allem wirklichkeitsfremd.

31.7.05

 

 

 

Wiedergabe der Ausschreibung des Essay-Wettbewerbs:

" Die Freiheit - als eine schöne Kunst betrachtet

Im Essay versucht sich die Autorin/der Autor an der Freiheit und riskiert im Wissen um ihre/seine konstitutive Unvollständigkeit eine Architektur aus Bruchstücken.

"Die Freiheit - als eine schöne Kunst betrachtet" lautet das Preisthema zum Schillerjahr 2005, mit dem Weimar dem bundesweiten Leitbegriff zum 200. Todesjahr Friedrich Schillers - "Freiheit!" - begegnet, um sich sogleich wieder kunstvoll von ihm frei zu machen. "Die Freiheit - als eine schöne Kunst betrachtet" - dieses Preisthema beginnt vielleicht als "eine Liebhaberei" jenseits aller Gesetze: "Jetzt können auch Geschmack und Kunstsinn zu ihrem Recht kommen". Die schönsten Träume der Freiheit werden "im Kerker geträumt", heißt es bei Friedrich Schiller.

Doch indem der Mensch die moralischen Gebote in seinen eigenen Willen aufnimmt, werde er mit Freiheit und Autonomie belohnt. Was aber, wenn Freiheit und Schönheit jenseits dieser Gebote geortet werden? Zwischen souveräner Lebenskunst und freier Staatskunst, zwischen autonomer Kultur und ästhetischem Diskurs schillert das Weimarer Preisthema und setzt im reduzierten Pathos des Betrachters auf die Freiheit des Essays.

... Die Ausschreibung richtet sich an Interessierte aus aller Welt, die anhand der Preisfrage freidenkend miteinander konkurrieren können.

Der Wettbewerb wird veranstaltet im Rahmen des Festivals "Räuber+Gendarmen" des Vereins Schiller05 mit der Stadt Weimar, dem Deutschen Nationaltheater & Staatskapelle Weimar, der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar, dem Goethe-Institut und dem Kolleg Friedrich Nietzsche der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen. Er wird unterstützt von der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien und zahlreichen weiteren Einrichtungen und Institutionen. Dank für Unterstützung geht an LETTRE INTERNATIONAL, die der Gruppe der Organisatoren hilfreich zur Seite stand. Medienpartner ist 3sat/Kulturzeit..... "


 

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