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Globalisierung und Aufgabenverteilung in modernen Volkswirtschaften

 

 

 


Heilpraktiker
Wolf-Alexander Melhorn
dipl.rer.pol.

ein Essay


Gefahren der Globalisierung liegen nicht darin, dass – als Nachweis der gesellschaftlichen Stellung des Einzelnen! - Geld gemacht wird.

Die eigentliche Gefahr ist die Ausrichtung der Gesellschaft auf den kurzfristigen Gewinn.

Dadurch bestimmen nicht mehr Neugier und Begeisterung des Einzelnen Inhalt, Geschwindigkeit und Umfang gesamtwirtschaftlich den Beitrag zum Fortschritt! Diese werden vielmehr das Opfer von Engstirnigkeit und Beharrungsvermögen, weil unternehmerisches Handeln seinen Höhepunkt in der, güter- und gesamtwirtschaftlich eigentlich sinnlosen Vermehrung von Geld durch bloße Spekulation findet.

Dadurch wird Geld verdient, von dem die Gesellschaft allerdings zunehmend weniger weiß, was sie damit anderes machen soll, als noch mehr Geld.

Das Ergebnis sind Wirtschaftskreisläufe, die immer kurzatmiger werden und einander in Spekulationsblasen nicht selten schließlich wieder selbst zerstören. Deren Zielsetzung ist im gesamtwirtschaftlichen Ergebnis letztlich nur die Geldumschichtung zwischen Spekulanten. Mit wechselnden Gewinnern und Verlierern!

Auch solchem Tun ist nicht grundsätzlich die Berechtigung abzusprechen. Solchem Geschäftemachen fehlt aber die Bereitschaft der Handelnden, eine redliche Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, die dann über das bloße Interesse ihres Geschäftes am geldlichen Ertrag hinausginge!

Damit aber verlagert ein solcher Spekulant die gesamtgesellschaftliche Verantwortung seines Tuns auf die Allgemeinheit. Soll diese doch sehen, wie sie mit seinem Tun klar kommt, so lange ihm das getätigte Geschäft nur den angestrebten Gewinn bringt!

Sollte diese Einstellung Einzelner der Gesellschaft dabei Schwierigkeiten machen, soll sie nach dem Selbstverständnis dieser Geschäftemacher ihrem Tun eben Grenzen setzen! Im äußersten Fall mag die Gesellschaft sogar vorschreiben, womit der Gewinnler wie viel verdienen darf - so lange sie ihm nur möglichst viel davon lässt!

Das scheint sogar eine anständige Regelung zwischen Gewinnstreben Einzelner und den Bedürfnissen der Allgemeinheit. Nur übergeht dies, dass Handeln für Viele in der Regel anders ausfällt, als Bedürfnisbefriedigung für Wenige!

Tatsächlich beschränkt eine solche Absprache in der Gesellschaft den Interessenschutz der Allgemeinheit auf das, was gerade nicht ausdrücklich verboten ist!

Damit obliegt es allein der Allgemeinheit, sich jeweils selbst darum kümmern zu müssen, wenn zur Wahrung ihrer Interessen Grenzen umgesteckt werden müssten. Bis dies allerdings geschieht, bleibt weiterhin alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist und jeder ist bezw bleibt dadurch ein Dummkopf, bezw schlechter Geschäftsmann, der das Fehlen solcher Grenzen nicht mit allen Mitteln für seine Interessen nutzt!

Diese Verantwortungsungleichheit im Denken und Handeln wird dadurch merzhafter für die Allgemeinheit, weil die Interessenwahrer des Geldverdienens längst ihre Freiräume immer hemmungsloser vergrößern und ausgestalten! Sind sie doch stets erfinderischer, als jene (etwa die Politiker und deren Beauftragte in Gestalt der Verwaltungen ), die bieder den Strom des Geldes angeblich kanalisieren.

Aufgabe der Zukunft muss es daher sein, dem Gewinn zukünftig die Verpflichtung zuzuweisen, nicht nur am eigenen Erfolg zu arbeiten, sondern bei der Zielverfolgung auch Schäden an Gesellschaft und Natur zu vermeiden, bezw bedarfsweise wieder beseitigen zu müssen! Wo dies missachtet wird, müssten hohe Strafen den Handlungen folgen und vor allem die dadurch erzielten Gewinne für die Staatskasse abgeschöpft werden!

Wird dies allerdings weiterhin nicht so gehandhabt, ist zu Lasten und auf Kosten der Allgemeinheit Gewinnerzielung auch in Zukunft bloßer Selbstzweck zugunsten Weniger!

Gewinnstreben um seiner selbst Willen ist angesichts der inzwischen bekannten Folgen solchen Tuns jedenfalls dann nicht länger zu ermöglichen, wenn Geld – wie bei reiner Börsenspekulation üblich – lediglich noch mehr Geld machen will!

Es wird daher zukünftig Aufgabe der, für die Gemeinschaft verantwortlich handelnden Politik sein müssen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht länger vorrangig für Einzelinteressen erstellen zu lassen. Es darf nicht mehr darum gehen, dass und wie viel Geld Einzelne überhaupt verdienen können, sondern wie es der Gesellschaft und ihren Vielen dabei und dadurch geht, dass die Gewinner dies überhaupt tun dürfen!

Solchem Anspruch genügt Politik jedoch nicht, so lange sie einerseits in ihren vielfältigsten Abhängigkeiten gleichsam vom Geld ‚gekauft’ ist, andererseits die Bevölkerung – Folge ihrer mediengesteuerten Verdummung! - diese eigentliche Aufgabe der Politik weiterhin nicht begreift.

So ist es derzeit die Bevölkerung, die darauf verzichtet, durch bewusste Aus-‚Wahl’ ihrer politischen Vertreter das Handeln der Allgemeinheit zu bestimmen oder wenigstens mitzubestimmen.

Darin werden sie letztlich von den Politikern sogar unterstützt! Das Interesse der Politiker hat sich nämlich zunehmend darauf ausgerichtet, die Bevölkerung von der Macht ab zulenken, die sie eigentlich dadurch hat, sogar schon über die Nominierung der Politik zu bestimmen. Das wird in einem Parteienstaat wie der BRD heute vielmehr den Parteien und ihren Führungszirkeln überlassen.

Es wird dadurch zunehmend weniger Druck seitens der Wählerschaft aufgebaut, als Gemeinschaft auf der politischen Wahrnehmung ihrer Interessen zu bestehen. Es genügen vielmehr politikseitig inzwischen schon vollmundige Bekundungen, auf deren Umsetzungen nach der Wahl aber niemand mehr besteht.

Ohne solchen ausgleichenden Druck seitens der Bevölkerung in wirklicher Wahrnehmung ihrer Macht bei einer Wahl werden die Politiker heute von der kleinen Kaste jener gelenkt, die in Wahrnehmung ihrer eigenen geldlichen Interessen weiterhin über ihre Nominierung der Politiker befindet. Durch gezielte Bündelung seiner Macht und seiner Interessen auf möglichst uneingeschränkte Nutzbarkeit jeder Gewinnmöglichkeit ist und bleibt der Gewinn damit im Ergebnis aber weiterhin uneingeschränkter Beherrscher der Politik und folglich der von ihr für den Gewinn gesetzten Grenzen.

Politikmachen ist für die offiziell Verantwortlichen dadurch keine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe, sondern bleibt für sie weiterhin lediglich eine gesellschaftliche Stellung!

Abhilfe könnte folglich nur ein entschlossener Kampf der Gesellschaft gegen die weitere Verherrlichung von Gewinn und Gewinnlern bringen und dieser müsste beim Wähler und dessen Urnengang ansetzen.

Der Wähler muss begreifen, dass eigentlich er die Politik bestimmen sollte. Er müsste in Wahrheit darüber entscheiden, wer und für welches Vorhaben ( = Programm) ein Gewählter steht und er müsste ihn dann auch dauerhaft und entschieden daran messen!

Aus der, durchaus auch gesellschaftstreibenden Aufgabe der Gewinnerzielung wurde statt dessen ein Kreisel, der sich – längst selbst ausgestellter Ausweis seiner Berechtigung! - in der Jagd nach immer höherer Rendite richtungsbezogen nur noch um sich selbst dreht! Den eigenen Triebkräften überlassen, musste das aber schließlich zum Zusammenbruch der daraus erwachsenden Spekulationen führen.

Die eigentliche Berechtigung für Gewinn liegt gesamtgesellschaftlich also nur in der Erfüllung ihrer Aufgabe für das Allgemeinwohl – und das wäre endlich einzufordern!

Geschieht dies weiterhin nicht, so werden bei den Wahlen weiterhin für Politköpfen ohne vertrauenswürdigen Denkinhalt politische Freibeuterbriefe ausgestellt. Eben das hat alle Demokratien aber in ihre heutige Wirtschafts- und Politschieflage gebracht!

25.6.09


 

 

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