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Dies ist Teil der Akten zu

Der Impfschadenfall Nancy http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/

Diese Akten geben - meist anonymisiert - den vollständigen Schriftwechsel wieder mit

Weitere Links im Hauptartikel http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/ .

 

 

 

 

Der Impfschadenfall Max

 

 

Der Text wird fortgeschrieben
letzte Aktualisierung:
2.2.2011

 

 

Vorwort von dipl.rer.pol. Wolf-Alexander Melhorn - Heilpraktiker

Die Behandung vieler Impfschadenfälle ist heute schulmedizinisch ähnlich und nach meiner Beobachtung meist schon deshalb fragwürdig, weil selten ein Arzt das Wort Impfschaden auch nur zu denken wagt! Weil es angeblich keine Impfschäden gibt, ist diese Verweigerung der Ärzteschaft allerdings durchaus konsequent, auch wenn sie die Betroffenen dann lebenslang in der Gesellschaft ausgrenzt und ihre Familie meist unglaublichen Belastungen seelischer wie körperlicher Natur aussetzt.

Dadurch wird in der Therapie ärztlicherseits üblicherweise nur an Ausnahmesymptonen kuriert. Zur wirklichen Schadensbehebung wird therapeutisch ansonsten nichts getan! Das wird auf Krankengymnasten und Logopäden abgeschoben und jeweils deren fachlichen Fähigkeiten überlassen - was problembezogen keineswegs ein Nachteil sein muss, aber nur selten wirklich abhilft.

Die jeweilige Schadensverursachung - nämlich das Impfen! - bleibt dadurch aber weiterhin außen vor und unthematisiert. Noch keine der von mir behandelten Familien hat ihr Schicksal aber anders verstanden, als eine ganz schwere Prüfung aller. Denn das betroffene Kind kann nichts dafür und auch nichts dagegen tun, sondern ist manchmal nur erschreckend und bedrückend hilflos! Weil es geimpft wurde!

Das wiederum scheint mir durchaus gewollt! Die Gründe für diese - sollte man eigentlich annehmen! - eher ungewöhnliche Haltung der Ärzteschaft und Behörden sind dabei recht vielschichtig und schwer zu durchschauen. Lesen Sie dazu

 

Impfen und Impfschaden!
Bundesdeutsche Geschäftemacher
und die Beihilfe der Justiz

Kommentar zum Thema Impfen in der BRD
am Beispiel des 'Impfschadenfalles Nancy'!

http://melhorn.de/ImpfschadenVIII/Kommentar_Nancy/NancyKommentar.htm

von dipl.rer.pol. Melhorn/Heilpraktiker

 

Können Sie sich als Bürger gegen diese Art 'Gesundheitspolitik' eigentlich wehren? Ich denke: Ja!

Indem Sie Parteien abwählen, die so was ermöglichen bezw beibehalten!

Lesen Sie das Essay, wie solcher Widerstand der Wählenden politisch ausgehebelt ist und Sie als manipuliert werden:

Die Dummheit der Wähler!
http://www.melhorn.de/Dummheit.htm

 

Der Impfschadenfall Nancy hat auffällige Parallelen in der Impfschadensentwicklung anderer Kinder! So laufen auch andere schwere Schadensverläufe ab, über die hier nicht berichtet wird!

DerTod der kleinen Johanna ist der erschütternde Schluss mancher solcher Geschichten, die aber von den Ärzten nie als Impfschaden eingestuft werden, um das bundesdeutsche Impfgeschäft zu beschädigen!

Den Leser bitte ich, sich beim Lesen dieser Berichte immer bewusst zu machen, dass dies durchaus auch seine eigene Geschichte sein könnte, wenn er sein Kind impfen ließ oder noch impfen lässt! Die Eltern dieser geschädigten Kinder waren auch guten Glaubens gewesen, alles richtig zu machen und für ihr Kind das Beste!

Diese Impfschadenfälle stehen nur deshalb so ausführlich im Internet, weil mancher eben doch glaubt, Impfen sei eine gute oder harmlose Sache und gerade bei seinem Kind im Schadensfalle alles ohnehin nicht so schlimm! Schließlich gäbe es für solche Fälle dann immer noch gute Ärzte und Kliniken! Hierzu lesen Sie dann aber auch über die Wirklichkeit des bundesdeutschen Impfalltags!

 

 

Impfschäden und Impfopfer durch 'Sechsfach-Impfungen'
Schicksale aus dem bundesdeutschen Impfalltag!

Bedrückende Impfschäden und ihre juristische Aufarbeitung
Ärztliche und behördliche Interessen an einer Schadensvertuschung

 

1. Der Impfschadenfall Nancy

Weitere Artikel zu diesem Themenbereich etwa:

2. Der Impfschadenfall Cynthia
http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/Kurzfassung Cynthia.htm

3. Der Impfschadenfall Johanna
http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/Kurzfassung Johanna.htm
Gleichsam als Vermächtnis der kleinen Johanna
- mit ausdrücklicher Genehmigung ihrer Mutter - der Brief vom 1.06.2010

4. Der Impfschadenfall Chantal
http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/Chantal.htm


5. Der Impfschadenfall Jana
http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/Jana.htm

6. Der Impfschadenfall Moritz
http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/Moritz .htm

7. Der Impfschadenfall Max
http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/Max.htm

 

 

Die hier ausgewählten Fälle Nancy u.a. sind auch deshalb so ausführlich wiedergegeben, damit Leser Vergleiche zu den Erfahrungen an und mit ihren eigenen, möglicherweise ebenfalls impfgechädigten Kindern machen können. Da wird leider auch vieles verdrängt, weil die Hilflosigkeit der Betroffenen nichts anderes zulässt.

Selbst Vater eines inzwischen erwachsenen Kindes mit Pflegestufe III habe ich niemals auch nur andeutungsweise von einem der eingeschalteten Ärzte gehört, dass er auch nur vermute, es könne sich um einen Impfschaden handeln. Weil diese Unwissenheit in der Ärzteschaft aber die Regel ist, fehlt es bei den 'leichteren' Fällen nicht selten sogar am Verständnis der Eltern für die impfbedingten 'Macken' ihres Kind. Dieses ist dadurch - keineswegs selten - manches Mal doppelt bestraft für etwas, für das es nie etwas konnte!

Die Parallelen dieser Impfschäden sind jedenfalls immer wieder erstaunlich und länderübergreifend! Die von mir behandelten Fälle leben ebenso in der BRD, wie in der Schweiz, in Österreich oder sind Adoptivkindern aus Rumänien oder Russland! Um so erstaunlicher, dass die Impflobby das Wissen um die grundsätzliche Gefährlichkeit des Impfens trotzdem noch immer so 'unter Verschluss' zu halten vermag, dass jeder dieser Falle den betroffenen Elten dann dreist als überraschender Einzelfall 'verkauft' werden kann!

 

 

 

 

 

 

 

Der Impfschadenfall Max

- der Abbau von Ängsten eines geimpften Heimkindes,
das adoptiert worden war
und Jahre später homöopathisch behandelt wurde.

 

 

 

 

Vorbemerkung
von dipl.er.pol. Wolf-Alexander Melhorn, Heilpraktiker

Der Impfschadenfall Max sollte unbedingt mit dem Imfpschadenfall Moritz zusammen gesehen werden. Zur Vermeidung von Wiederholungen verweise ich auf meine dortigen Vorbemerkungen - http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/Moritz .htm

Beide Kinder sind von denselben Adoptiveltern angenommen worden und natürlich sind die Namen fiktiv, um ihre Daten nicht dem Internet preiszugeben.

 

I. Das einleitende Anschreiben der Mutter

Max wurde am 28.12.1998 in Nizhny Novgorod - Lukojanow geboren. Bis November 1999 lebte er bei seiner Mutter, erkrankte dann schwer an einer Lungenentzündung und wurde, auf Gesuch der alleinstehenden und mittellosen Mutter, daraufhin in das Waisenhaus eingeliefert.

Dort besuchte ihn seine Mutter zunächst noch bis April 2000, kam dann aber nicht mehr. Da sie dem Gericht angab, das Kind nicht mehr zurücknehmen zu können, wurde ihr im Dez. 2000 das Sorgerecht entzogen.

Inzwischen war Max jedoch für eine Inlandsadoption viel zu alt. Außerdem adoptieren russische Ehepaare wohl nur Mädchen.

Damit wurde Max für eine Auslandsadoption freigegeben!

Im Juni 2001 sahen wir ihn zum ersten Mal. Ein sehr schüchternes, blasses Kind wurde ins Büro gebracht und uns auf den Schoß gesetzt. Uns wurde auch gesagt, dass er eine vorgeburtliche Hirnhautentzündung, unregelmäßige Herztöne, sowie einen Sprachfehler habe.

Wir spielten dann eine Woche jeden Vormittag mit ihm. Er war sehr an uns interessiert, erwies sich als sehr höflich und teilte alles mit seinem zukünftigen Bruder Moritz. Die mitgebrachten Bananen und Joghurts verschlang er mit Genuss. Er wirkte ganz normal und von einem Sprachfehler bemerkten wir nichts. Wir verliebten uns sofort in ihn!

Leider dauerte das Adoptionsverfahren dann 5 Monate, in denen Max nur ein Foto von uns hatte und wir von ihm nur Fotos und einen Videofilm. Er war damals offenbar sehr stolz, dass er nun eine neue Familie bekomme und zeigte unser Foto jedem.

Am 17.November 2001 konnten wir ihn dann endlich mitnehmen und nach Hause fliegen.

Er wurde uns nackt übergeben! Wir zogen ihn an und trugen ihn nach einer herzlichen Verabschiedung von seinen Kameraden aus dem Heim. Er war fast den Tränen nahe! Die Autofahrt gefiel ihm aber sehr gut und so beruhigte er sich bald.

Am ersten gemeinsamen Abend verhielt er sich sehr ruhig und brav, doch schon am nächsten Tag war er wie ausgewechselt: Extrem lebhaft und total überdreht, plapperte aber schon deutsche Wörter nach und spielte begeistert mit den mitgebrachten Legos.

Zuhause angekommen, ging es dann ähnlich weiter! Er war so lebhaft, dass wir allesamt total überfordert waren! Er nahm uns total in Beschlag, war extrem unfolgsam und entweder übermütig oder furchtbar zornig. Die Sprache erlernte er sehr schnell und körperlich ging es im sehr gut.

Von seiner russischen Vergangenheit wollte er allerdings nichts mehr wissen. Als wir mit ihm die Fotos anschauen wollten, schob er sie sofort weg und nannte seinen neuen Namen.

Zwei Mal reagierte er geradezu panisch. Das erste Mal, als wir meinen Mann in seiner Arbeitsstelle besuchten (er arbeitet in einem Altersheim). Wir betraten das Heim und er klammerte sich sehr ängstlich an mich und wollte sofort wieder gehen. Das zweite Mal, als wir eine russische Familie besuchten, die uns bei Übersetzungsarbeiten half. Als ihn die Frau russisch ansprach, flüchtete er sofort und versteckte sich hinter uns. Offenbar dachte er, er müsse wieder weg von uns.

Anfangs ließ er sich abends ohne Probleme ins Bett bringen und schlief mit seinem Bruder gemeinsam im Kinderzimmer. In der Nacht kam er allerdings regelmäßig nachschauen, ob wir noch da seien.

Später wurde das Schlafengehen für ihn aber immer schwieriger! Er fürchtete sich im Dunkeln! In der Nacht wachte er oft im Traumauf und krabbelte dann zu seinem Bruder ins Bett. Das kurze Stück, bis in unser Schlafzimmer, traute er sich nämlich nicht allein herüber.

Die Angst vor der Dunkelheit hatte er mit elf Jahren immer noch! Auch war er nachts immer noch nicht ganz trocken! Immer wieder mal wachte er morgens auf und sein Bett war nass.

Wegen des russischen Arztbefundes, dass er vorgeburtlich eine Hirnhautentzündung gehabt habe und zudem Herzgeräusche, ließen wir ihn untersuchen.

Es wurden zwei EEG gemacht. Die Messungen zeigten unnormale Gehirnströme an, die auf Epilepsieanfälligkeit hindeuteten. Außerdem habe er eine Muskelüberfunktion, was sich manchmal in so ruckartigen Bewegungen äußerte, dass er sehr viele Getränke verschüttete und Gläser umstieß.

Das Herz war dann jedoch, Gott sei Dank, gesund! Es war kein Geräusch mehr zu hören!

Körperlich entwickelte er sich sehr gut! Seine Lebhaftigkeit glichen wir mit viel Sport und Bewegung im Freien aus.

Auch die unwillkürlichen Bewegungen nahmen ab. Aber im psychischen Bereich hatte er große Probleme! Sein Selbstwertgefühl war immer noch sehr schlecht! Kam er in eine neue Umgebung oder Besuch zu uns, wurde er unerträglich lebhaft! Um sich wichtig zu machen, redete er dann ohne Unterbrechung und brachte alles an, was er gebastelt hatte oder besaß.

Im Kindergarten fiel er wegen seines Verhaltens negativ auf. In der Schule störte er später den Unterricht dann so stark, dass ihm eine Beratungslehrerin zugewiesen wurde. Auch dort wollte er mit allen Mitteln auffallen!

Gleichzeitig hatte Max aber riesig Angst, keine Freunde zu finden! Mit jüngeren Kindern der Nachbarschaft oder im Urlaub spielte er sehr nett und knüpfte problemlos Kontakte. Mit Gleichaltrigen oder älteren Kindern begann er aber immer öfter zu streiten.

Beim Wechsel in die Hauptschule wurde das Problem noch schlimmer! Schon vor Schulbeginn hatte er Angst, verhauen zu werden und konnte deshalb vor dem Schulanfang fast nicht mehr schlafen. Wäre sein Bruder Moritz nicht in die gleiche Schule gegangen, hätte er den Schulweg wohl nicht alleine geschafft.

In der Schule begann er aber dann selber Schläge auszuteilen!

Wegen dieses Verhaltens musste er schließlich alleine sitzen. Für Max war das sehr schlimm, da er überhaupt nicht alleine sein konnte! Außerdem handelte er sich unzählige Strafarbeiten und häufiges Nachsitzen ein.

Durch sein prahlerisches Auftreten hatte er wirklich nicht viele gleichaltrige Freunde und versuchte sich Freunde dann mit Süßigkeiten zu kaufen. Dazu stahl er von uns zu Hause Geld und ging damit für andere einkaufen!

Auch seine Kleidung war ihm sehr wichtig!

Zu Hause ließ er seine Wut an Gegenständen und uns aus! Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehörte es, seinen Bruder zu hänseln und zu kommandieren. Dieser wiederum ist sehr friedfertig und verabscheut es zu schlagen - insofern also ein 'gefundenes' Opfer für Max, auch wenn er Moritz eigentlich sehr gerne hat und auch sehr friedlich mit ihm spielt.

Außerdem hat Max Probleme mit dem Langzeitgedächnis! Obwohl sehr wißbegierig und an sehr vielen Dinge interessiert, fiel es im sehr schwer, sich Lernstoff - wie Malsätzchen - oder die Rechtschreibregeln zu merken. So lange er geübte Worte ständig wiederholte, schrieb er sie richtig, eine Woche später hatte er alles wieder vergessen!

Bei den Hausaufgaben wurde er sofort unsicher und blockierte dann total, weinte und schrie, wollte aber angebotene Hilfe nicht annehmen!

Dasselbe Problem hatte er in Mathematik und beim Befolgen von Anweisungen! Immer wieder hielt er sich nicht an Vereinbarungen, schien die damit für ihn verbundenen Konsequenzen aber auch immer wieder zu vergessen. Zwar ärgerte er sich dann jeweils selber, dass er wieder mal nicht mal gehorcht hatte, aber am nächsten Tag befolgte er die Anweisung wiederum nicht.

Durch sein lebhaftes Wesen wurde Max auch sofort als hyperaktiv eingestuft. Zu Hause jedoch, in entspannter Umgebung, konnte er andererseits aber auch sehr konzentriert und ruhig spielen und zeigte sich sehr hilfsbereit, friedlich und sensibel.

Als er sich dieses Jahr beim Skifahren schwer verletzte, indem er beim Sprung über eine viel zu hohe Schanze beide Fersenbeine brach, wurde mir bewusst, dass er dringend Hilfe braucht. Sagte er doch selber: Ich wusste, dass ich da besser nicht springen sollte und habe mich eigentlich auch nicht getraut - aber ich wollte vor den Schulkollegen angeben.

 

 

 

 

II. Die nachfolgenden Protokolle sind - mit Datumsangabe - jene E-Mails, die ich während der Behandlung von Max chickte:

 

10.3.10
Max hat Bedenken, die Globuli zu nehmen. Der Herr Melhorn könnte ein böser Mensch sein und ihn vergiften wollen! Fragt, ob er daran sterben könne! Nimmt dann aber alles ohne Probleme ein.

In der Nacht von Mo auf Di 2x aufgewacht (12.00 u. 3.00) und hatte Angst : Das Licht im Gang musste eingeschaltet bleiben!

Morgens war das Bett nass - aber Max sehr friedlich und lässt sich auch ohne Geschrei duschen ( wegen des Gipses an beiden Beinen kann er momentan nicht alleine duschen).

Er ist relativ gut gelaunt und munter. Hat es eilig mit dem Frühstück, um mit Papa zu reden. Kurz fällt ihm die Schule ein. Einen Mitschüler, der ihn immer auslacht und ärgert, will er verhauen, damit der endlich Ruhe gibt. Das Frühstück verläuft dann aber weiterhin sehr friedlich.

Mittags isst er normal. Bei der Hausaufgabe verfällt er aber wieder ins Jammern und ist relativ schwer dazu zu bewegen anzufangen. Bekommt einen Wutanfall, als er etwas nochmals schreiben muss, das ihm misslungen war, klagt danach über Kopfweh, spielt aber draußen mit den Nachbarkindern.
Am Abend ist er ruhig und friedlich.
Schläft die Nacht durch und ist am Morgen trocken.


Heute musste ich wegen Max wieder mal in die Schule, da er sich, so die Lehrerin im Telefonat vom Freitag, fürchterlich benimmt, andere Kinder anrempelt, den Unterrricht stört, frech ist usw.. Die Lehrerin werde ich bitten, ihn in den nächsten Tagen zu beobachten, ob er sich durch die Globuli vielleicht ändert.

 

14.3.10
Er ist tatsächlich friedlicher als sonst! Hat weniger Wutanfälle und die auch nur noch wegen der Hausaufgaben ( hat wie immer keine Zeit dafür, weil sie ihm zu lange dauern. Der kleinste, auch unwichtige Fehler macht ihn dann ungeduldig und ärgerlich.)

Er scheint plötzlich leichter zu lernen! War jednefalls bei der Übung für die Englisch-Schularbeit erstaunlich gut und ich lobte ihn sehr. Hoffentlich fasst er nun mehr Vertrauen zu sich selber! Meist blockiert er nämlich völlig, wenn er etwas nicht sofort versteht. Andererseits gerät er völlig in Panik, weil er eben das dann nicht lernen kann.

In der Schule hat er am Donnerstag "nur" nach jemand gespuckt, der ihn blöd angeredet hatte, anstatt ihn zu verhauen. Dafür musste er dann zwar die Treppe reinigen, aber ich habe seine 'Zurückhaltung' bereits als Fortschritt angesehen!

Sein Bett bleibt seit dem zweiten Einnahmetag der Globuli trocken! Auch ärgert er seinen Bruder nur noch, wenn er neidisch auf ihn ist, etwa weil Moritz Freunde besucht oder anruft und er dann nicht mit darf.


Am Freitag wurden bei Max beide Gipse entfernt. Die Knochen seien sehr gut verheilt! Allerdings müssen ihm - wiederum in Vollnarkose - in absehbarer Zeit noch die Stifte entfernt werden. Wieder wird er dann eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen und hat davor etwas Angst, nochmals alleine eine Nacht im Krankenhaus zu verbringen. Vor der OP selber natürlich auch! Nach einem weiteren halben Jahr sollen dann auch noch die Schrauben entfernt werden!

Er kann aber jetzt schon fast schmerzfrei gehen. Wir massieren ihm die Füße mit Johanniskrautöl.

 

19.3.10
Seit Montag nimmt er nun die zweite Lieferung Globuli ein!

Zuhause ist er ruhiger als sonst! Benimmt sich sehr freundlich und lernt anscheinend auch leichter. So hat er sogar alleine auf die Englischschularbeit gelernt! Das hatte ich ihm aufgetragen, weil ich keine Zeit für ihn hatte! Er hat dann tatsächlich selbständig geübt - und das auch noch fast ohne Fehler!

Am Morgen vor der Schularbeit hat er zwar noch davon gesprochen, er schaffe die Arbeit in der Schule nicht und ihm werde nichts einfallen, aber nach der Arbeit schien er doch erst mal ganz zufrieden mit sich selbst.

Er schläft sehr gut und ist jeden Morgen trocken! ( Ich wage es nicht auszusprechen: Hoffentlich bleibt das so!).

Letzten Sonntag hatte er einen Alptraum. Auch seine Angst vor der Dunkelheit ist noch nicht besser geworden. Noch immer traut er sich abends nicht allein in seinem Zimmer den Pyjama holen oder alleine ins Bad!

Außerdem ist er seit einigen Tagen etwas eifersüchtig auf seinen Bruder. (Beide werden nach unserem Gefühl zwar gleich behandelt, aber alterbedingt bestehen doch einige Unterschiede.)

Seine Wutanfälle sind selten geworden und beschränken sich auf Fälle von Eifersucht oder auf Hausaufgaben, die er nicht schafft, weil er sich in solchen Augenblicken nichts erklären lässt. Das dauert ihm dann zu lange.Er schreit daher dazwischen und hört nicht zu. Sein Unvermögen lässt ihn aber wiederum über sich selbst verzweifeln, er bekommt einen Wutanfall - und dann erst hört er zu!


Am Dienstag vormittag hatte er Bauchschmerzen, hat aber nachher nichts mehr gesagt.

Wir sind dahinter gekommen, dass er in der Schule andere Schüler deshalb schlägt, weil er Angst vor ihnen hat!

So sprang ihm kürzlich ein etwas ungestümer Mitschüler ín der Toilette auf den Rücken. Da er aber in der Volkschule beide Schneidezähne abgeschlagen hatte, als ihn auf dem Klo jemand anrempelte, geriet er bei diesem Vorfall in Panik und macht seither den starken wilden Mann.

Deshalb ist er jetzt auch bei einer Psychologin in Behandlung. Dpch nach dem ersten Termin wollte er nicht mehr hin, weil sie aus ihm einen braven Buben machen wolle und er das nicht sein will! (Dann würde er nämlich sein Image des 'Wilden' verlieren und käme sich dann wieder wehrlos vor). Sie hat ihm daraufhin erklärt, dass sie ihm andere Methoden zur Verteidigung zeigen werde.

Wegen seiner Fersen muss er am Do den 25.3.10 wieder zur Operation. Bekommt dann aber gleich alle Stifte und Schrauben auf einmal heraus, weil ein Stift bereits verrutscht ist und fast in die Achillessehne sticht. Die Knochenbrüche sind außerdem sehr gut verheilt. Ich hatte ihm ja unterstützend Arnica, Aconitum und Hypericum gegeben und zusätzlich die Notfall-Bachblüten. Meine Frage: Soll ich ihm, zusätzlich zu ihren Mitteln, vor der neuen OP nun wieder homöopathische Mittel geben oder stellen Sie ihm etwas zusammen?

 


19.3.10
Hallo Frau xxxxxx,

die Berichte sind sehr gut. Danke. Das Ergebnis ist auch erfreulich und wird sich stabilieren. Ich wüsste allerdings gerne noch mehr über das Einnässen von Max und seine Ängste. Für die OP schicke ich ihm was.

Wenn neue Globuli kommen, so geben Sie die bitte immer parallel, weil das dann dem neuen Stand entspricht, den ich austeste.

 

 

29.3.10
Danke für die schnelle Antwort.

Zum Einnässen von Max:
Als er mit 3 Jahren zu uns kam, war er zunächst trocken. Er schlief zu der Zeit aber nicht durch, sondern kam nachts mehrmals nachschauen, ob wir noch da sind und schlich danach wieder ins Bett zurück.

Vom Heim war uns schon gesagt worden, wir sollten uns darauf vorbereiten, dass er vielleicht wieder einzunässen beginne. Nach ein paar Monaten ging das dann auch tatsächlich los! Allerdings war er zu der Zeit tagsüber, bei noch nicht sehr hohen Außentemperaturen, ständig am Wasserplantschen und stand regelmäßig mit Gummistiefeln in sämtlichen Wasserlachen. Meines Erachtens hat er sich dabei verkühlt, doch der damalige Arzt glaubte eher an psychische Ursachen.

Max war dann auch untertags dauernd nass! Wir suchten daher einen Urologen auf, der ihm starke Tabletten verschrieb, die ich ihm - wenn auch widerwillig - zwei Monate lang gab.

Er war danach den Sommer über trocken, doch sobald der Herbst und kühlere Temperaturen kamen, war er wieder nass - teilweise auch tagsüber!
Es machte ihm auch nichts aus, eingenässt herumzulaufen! Ständig musste ich ihn kontrollieren und neu anziehen! Von selber wäre er nicht gekommen! Vielmehr war dann immer sehr zornig darüber, vom Spielen weggeholt zu werden.

Im Kindergarten wurde es dann besser. Tagsüber nässte er nur noch selten ein. Zwischen 7 - 9 Jahren dann schon nicht mehr täglich, aber doch so 2 - 3 Mal die Woche. Bis zu etwa 9 Jahren war nachts aber regelmäßig nass!Heute passierte es dann noch so alle paar Wochen mal. Meist an 2 - 3 Nächten hintereinander.

Das bemerkt er dann einfach nicht! Wenn er wach wird, schreit er aber laut, weil er sich nicht alleine ins Klo traut! Sein Bruder oder wir Eltern gehen dann mit ihm die paar Meter innerhalb der Wohnung.

Am meisten fürchtet er sich vor der Dunkelheit! Er wagt nicht, alleine in einen anderen Raum gehen, selbst wenn die ganze Familie im Wohnzimmer versammelt ist, die Türen offen sind und er uns sehen kann!

Auch schläft er immer noch mit sehr vielen Kuscheltieren. Baut zu seinem Schutz die gefährlichen Tiere (Löwe, Schäferhund, Dinosaurier) um sich auf! Auch dürfen das Weihwasser, sein Schutzengel, der Zauberstein ectauf dem Nachtkästchen nicht fehlen!

Er verträgt auch Fernsehen nur schlecht - selbst Kinderfilme wie 'Wickie und die starken Männer oder ähnliches! Wildere Filme sehen beide Kinder ohnehin nicht! Jedenfalls nicht zu Hause. Hat er jedoch bei Nachbarn mal einen spannenderen Film gesehen, verstärkt sich seine Angst sofort!

Wir lesen jetzt am Abend meist aus der Bibel vor. Das beruhigt ihn! Auch spannende Kinderbücher machen ihm nämlich Angst!

Außerdem fürchtet er sich vor Männern! Im Krankenhaus bekam er einen Bettnachbarn, ca. 35 Jahre alt und sehr nett. Max sagte mir aber, dass er zunächst Angst vor ihm hatte!

Angst hat er auch vor größeren Buben, die älter sind als er! Beispielsweise hatte er vor Schulbeginn der neuen Schule Angst. von den anderen Kindern verhauen zu werden, hatte Angst ausgelacht zu werden und fürchtete, keine Freunde zu finden. Er hatte auch Angst, von ihnen, Herr Melhorn, mit den Globuli vergiftet zu werden!

Solche Ängste äußert er aber nur uns gegenüber! Gegenüber Fremden spielt er hingegen den ganz wilden und starken Knaben, der sich vor nichts und niemand fürchtet.

Er ist fasziniert von den Teufelslarven, die in unserer Gegend Brauchtum sind. Er schnitzt eine nach der anderen selber (ist darin auch sehr geschickt und kreativ) und will unbedingt bei den Krampusvereinen dabei sein. Wir weigern uns aber strikt, weil ich dieses Brauchtum überhaupt nicht ausstehen kann und sehe, wie die Jugendlichen ihm regelrecht verfallen. Er versucht sich aber mit allen Mitteln durchzusetzen! Seine Larve ist schon fast fertig und er organisiert sich bereits in der Bekanntschaft die Fellbekleidung. Ab Herbst werden wir dann die Diskussionen wegen des Vereins haben.

 

 

4.4.10
Nach seiner Lehrerin war Max in der Schule vor dieser OP viel ruhiger. Sie hat mich von sich aus darauf angesprochen!

Die OP verlief allerdings gut! Nur beim Umbetten war er sehr unruhig und wurde wach. Er erzählte nachher, er habe starke Schmerzen gehabt. Ich gab ihm daher Bachblüten-Notfalltropfen, er schlief daraufhin gleich ein und war nachher schmerzfrei.

Zwei Nächte muss er bleiben! Er hatte zwar etwas Angst vor dem Schlafen, doch nicht so stark, wie vor seiner ersten OP.

Die Woche nach der OP war er wieder viel unruhiger! Wir hatten allerdings eine extreme Fönwetterlage!

Als er für die zwei versäumten Schultage am DI nachschreiben sollte ( es war nur wenig Stoff! ), verweigerte er total und schrie wie eine Sirene! Obwohl wir ihm sagten, dass es ohnehin nicht viel sei und er auch nicht alles auf ein Mal machen müsse!

Doch er drohte damit, sich "umzubringen"! Sein Leben sei unerträglich! Außerdem beleidigte mich schwer mit allen Schimpfwörter, die ihm einfielen, zerstörte Schulsachen und schaffte es nicht, selbst diese extrem leichten Rechenaufgaben zu bewältigen.

Zwei Stunden nach dem Mittagessen setzte er sich aber dann doch hin, weil er sonst nicht nach draußen gedurft hätte, machte die Aufgaben selbständig und in wenigen Minuten, wollte aber von mir kontrolliert werden.

Er schreit bei jedem Fehler herum, hört aber nicht zu, wenn man ihm etwas erklären will. Alles will er alleine können! Auch wenn er die Aufgabe nicht verstanden hat.

Außerdem ist er eifersüchtig auf seinen Bruder! Fühlt sich benachteiligt.

Am Mittwochabend schaute er den Film 'König der Löwen' an, hatte danach aber wieder Angst und holte sich daher seinen Bruder ins Bett.

Insgesamt ist er jetzt aber auch seinem Bruder gegenüber friedlicher. Streitet und ärgert ihn weniger! Auch im Umgang mit uns ist er (Ausnahme: bei den Hausaufgaben) jetzt viel höflicher und entschuldigt sich sofort, wenn er doch einmal unhöflich oder grob war.

Bei der Psychologin hatte er am Fr um 8.30 einen Termin. Auch da war er sehr stressig und verweigerte die Mitarbeit, weil erlieber mit den Nachbarkindern spielen wolle.

Mit denen kommt er übrigens gut zurecht. Er baut ganz begeistert Legostädte und ist auffallend bemüht, friedlich zu sein. (Ein Nachbarjunge ist sogar schon eifersüchtig, wenn Max mit dem anderen Nachbarskind spielt und für ihn keine Zeit hat).

Vor allem ist Max jetzt auch nachts trocken! Kein Bettnässen mehr seit der ersten Globulieinnahme!

Das Osterwochenende über und auch gestern war Max wieder sehr ruhig und friedlich. Er spielt geduldig Lego und ist ausgeglichen!

Da er schon ziemlich viel auf den Beinen ist, tun ihm am Morgen allerdings die Füße weh. Heute werden die OP-Fäden gezogen!

Ohne Schule und Schulaufgaben geht es ihm meistens gut.

 

14. April 2010

7. April: Als wir nach dem Fädenziehen auf dem
Parkplatz stehen und ich mich nur einige Meter von ihm entferne, bekommt er
plötzlich Angst und schreit laut nach mir, weio er fürchtet, entführt zu werden!


8. April: Er kommt von der Schule nach Hause und soll nach einer nur kurzen Pause seine Hausaufgaben machen, da ich am Abend weg muss, ihm dann nicht
mehr helfen kann und Papa arbeiten muss. Das will er aber nicht, schreit und bekommt Wutanfälle, weil er nach draußen will,um zu spielen. Dabei ist die Aufgabe nur kurz und danach könnte er sofort raus!

In einem solchen Zustand kann er selobst einfache Rechenaufgaben nicht lösen, Nur weil er Vesagensangst bekommt. Helfende Erklärungen dauern ihm dann zu lange! Er weint und schreit vielmehr weiter! Zunächst darüber, dass er nicht raus kann, dann schlägt seine Verzweifelung in Wut um und er randaliert!

Als ich schließlich die Aufgabe beenden will und ihm anbiete, ins Heft zu schreiben, die Aufgabe sei zu zu schwer sei und der Lehrer möge ihm bitte nochmals erklären , wird er erst recht zornig! Er würde sich vor den anderern Kindern schämen, wenn er diese Aufgabe nicht hat! Mit Mühe und Not macht er schließlich diese drei Rechenaufgaben. Wir sind beide fix und fertig!

Er fährt danach mit mir in die Turnhalle und liegt dort 2 Stunden bei dem Welpen eines Turnkollegen. Danach hat er sich wieder beruhigt und macht sogar noch seine
Englischaufgabe - und die wiederum so toll, dass er dafür dann sogar ein Plus bekommt.


9. April:
Bei der Psychologin schaltet er auf stur und will nicht mitarbeiten. Macht aber dann doch mit und einen Plan für die Hausaufgaben. Dabei kaspert er fröhlich herum!

Am Abend nimmt er Papas Rennräder, verteilt sie an seine Freunde und alle fahren damit durch den Ort. Wir erklären ihm, dass diese Räder sehr empfindlich sind und für ihn ungeeignet. Außerdem habe er nicht um Erlaubnis gefragt und zudem ein eigenes, tolles Rad.


Am Samstag macht er in einem unbeobachteten Moment dasselbe aber wieder, muss dann im Haus bleiben und für mich einige Arbeiten erledigen, anstatt
nochmals rauszudürfen. Zuerst bekommt er einen Wutanfall, schimpft dann mit sich, dass er so dumm ist und wieder nicht folgsam war, dann beruhigt er sich aber und erledigt alle Arbeiten brav. Daraufhin darf er wieder raus.

11.4.10
Er will nicht in die Kirche und schreit deshalb durch die Gegend. Beim Frühstück
beruhigt er sich aber dann und geht doch ohne Protest mit. Nachmittags ist
er sehr brav und vernünftig, obwohl ihm eine Bekannte versprach, er dürfe
mit ihr Minimotocross fahren, sich diese dann aber nicht starten lässt.

Er sagt mir immer, wo er hingeht und ist sehr höflich und nett.

12.4.10
Unser Wecker funktioniert nicht! Wir sind spät dran, aber es reicht noch, pünktlich in die Schule zu kommen - nur eben ohne unsere gemütliche Aufwachphase! Ich bleibe ruhig, doch Max reagiert sehr ungehalten und fühlt sich gestresst. Nur mit Mühe und Not wird er fertig.


Zwei Lehrer rufen an. Simon benehme sich während des Unterrichts unmöglich! Er
schreie durch die Klasse, beschimpfe andere Mitschüler, wolle auffallen und
protze damit, dass er in der Freizeit raucht und sich prügelt.

In Wahrheit spielt er friedlich mit den Nachbarkindern Lego oder fährt mit dem Rad. Auch das Rauchen liegt schon Monate zurück und war ein einmaliges Abenteuer! Mit einem Mitschüler hat er sich zwar geschlagen, aber nur deshalb, weil der ihn damit hänselte, dass er sowieso nichts könne usw. - was er selbst allerdings auch zu anderen sagt!

In der Ensemble-Stunde musste er ebenfalls aus der Klasse, weil er so störte,
dass der Lehrer keinen Unterricht mehr halten konnte.(er kaspert und protzt vor der Klasse).

Bei einem Gespräch mit der Lehrerin tut er dann so, als sei ihm alles egal und ich muss ihn abholen. Bei mir im Auto sieht er dann meine Aufregung und will sich umbringen!

Wir essen aber dann doch in Ruhe zu Mittag. Er beruhigt sich wieder, wird wieder der friedliche und brave Bube und erledigt sehr brav sogar seine Hausaufgaben!

Am Abend können wir dann in Ruhe nochmals darüber reden und ich sage
ihm, dass er so, wie er ist, eigentlich toll sei und sich daher auch nicht zu verstellen brauche. Er soll einfach er selber sein! Damit ist er ganz zufrieden und nimmt sich
fest vor, sich zukünftig nicht mehr so aufzuführen!

 

13.4.10
Er ist morgens etwas launisch, weil er eine kleine Entzündung im Mund hat und ihm auch das Frühstück nicht schmeckt. Er trödelt herum und wird nur mit Mühe fertig,

Er hat Angst vor der Zugfahrt in die Schule, weil er nun wegen seiner Verletzung in den der letzten zwei Monate immer gefahren wurde. Dann fährt eraber doch mit
dem Zug und alles geht gut!

Auf meine Ermahnung, heute in der Schule aber friedlich zu sein, antwortet er, heute sei er sowieso brav, denn heute habe er seine Lieblingsfächer (Zeichnen,
> Werken, GW) und nur ein Hauptfach.

Abends will er beten und bittet dabei Gott darum, dass anderen Kinder nicht erfahren mögen, was er schon alles so angestellt hat.( Im Religionsunterricht sei gesagt worden, beim Sterben sehe man zuerst sein eigenes Leben wie einen Film ablaufen und dann das Leben seiner Freunde??). Ich beruhige ihn, dass er nichts Schlimmeres angestellt habe, als alle anderen Kinder auch! Er meint aber doch, dass er bei der Beichte den Pfarrer angelogen habe und sei ganz schlimm! ( Er hatte sich nämlich eine Räubergeschichte über sich selber ausgedacht, weil ihm nichts eingefallen war, das er beichten könne). Ich beruhige ihn auch da, dass das nicht so schlimm sei, denn Gott wisse ja sowieso alles von ihm und verzeihe ihm.

14.4.10
Er wacht sehr friedlich auf. Irgendwie kommt das Gespräch dann auf den
Krieg und er will alle mir bekannten Leute aufgezählt bekommen, die in einem Krieg waren und verletzt wurden.

Auch das Frühstück verläuft friedlich. Er bekommt aber ein bisschen Stress, weil er wieder mal trödelt.

 

26.4.10

Am letzten Montag ist in der Schule ein Lehrer total ausgeflippt! Er schrie Max an, dass er ihn nicht mehr unterrichten wolle und Max in die Sonderschule gehöre! Er erwähnte dabei auch die Psychologin so laut, dass es die ganze Klasse durch die Türe hörte, ihn die Kinder dann bei der Heimfahrt ausfragten und als dumm beschimpften. Auslöser war, dass er während der Stunde bei einer Stillarbeit laut mitgedacht hatte und auch sonst ständig am Reden war. Beim Aufzeigen rutschte ihm dann der Stift aus der Hand und flog Richtung Tafel.

Max war danach total fertig und dem Weinen nahe. Seine Klassenlehrerin tröstete ihn daraufhin.

Zuhause erzählt hat er dann alles und weinte. Er wolle nicht mehr in diese Schule! Wir sprachen dann lange darüber und er ging den Rest der Woche ohne Probleme in die Schule.

Mir tut dieser Vorfall deshalb sehr leid, weil Max zu Hause sehr viel ruhiger geworden ist, sehr liebevoll und rücksichtsvoll mit uns umgeht und bei Problemen jetzt viel besser mit sich reden lässt! Leider hat er inzwischen aber schon ein so schlechtes Image an der Schule, dass von ihm auch bei Kleinigkeiten sofort das Schlimmste angenommen wird und ihm niemand mehr glaubt.

Die Gespräche mit den Lehrern sind andererseits sehr schwierig! Erwarten sie doch, dass er nach den wenigen Gesprächsstunden mit der Psychologin komplett anders sein müsse! Auch mir wird in der Schule nicht geglaubt, dass er zu Hause inzwischen ein anderes Kind ist! Die Psychologin hat mir jedoch zugesagt, ein Gespräch mit den Lehrern zu führen und sie um Zeit und Geduld zu bitten.

In der Freizeit ist er sehr friedlich und spielt ohne Aggressionen, kommt pünktlich nach Hause und hält sich an die Abmachungen. In letzter Zeit kommen sogar Mitschüler von ihm zu uns und wollen mit Max spielen. Bislang hatte er als Spielgefährten nur jüngere Kinder aus der Nachbarschaft!

Dass er allerdings immer noch viel zu wenig Selbstwertgefühl hat, zeigte ein Vorfall vom Wochende, als er beim Voltigierturnier mit seinem Bruder am Buffet einen Kuchen kaufen wollte.

Moritz hatte die zwei Kuchenstücke auch bezahlt, doch die Verkäuferin vergaß, auch Max seinen Kuchen zu geben.

Daraufhin kam er mit hängendem Kopf zu mir und jammerte, keinen Kuchen bekommen zu haben und gemeinsam gingen zum Kuchenstand. Die Dame erinnerte sich auch sofort, entschuldigte sich und gab mir den Kuchen. Max hatte sich inzwischen aber im letzten Eck versteckt, hinter dem Zelt und als ich ihm den Kuchen geben wollte, lehnte er ab. Jammerte aber:" Immer werde ich vergessen! Die anderen nie" usw. .

Daraufhin habe ich ihm erklärt, das könne bei so vielen Menschen nun mal passieren und er brauche das doch nur zu sagen! Auch ich sei schon oft übersehen worden!

Aber er war so beleidigt, dass er den Kuchen trotzdem nicht mehr nahm!


Noch immer muss er zu den Hausaufgaben ziemlich gedrängt werden und ist dann auch sehr ungeduldig. Alles dauert ihm dann zu lange, weil er will raus will. Dadurch ist er wiederum so nervös, dass er dann erst recht Fehler macht, wodurch es noch länger dauert!. Trotz seines festen Planes, der täglich genau regelt, wann er eine Aufgabe erledigt haben soll und der ihm auch sonst sehr hilft! Besonders an Tagen, wo er die Aufgabe relativ bald nach der Schule machen soll, ist damit jedoch weiterhin überfordert. Das lässt sich dann familiär aber leider nicht anders regeln, da er schließlich unsere Hilfe benötigt.

Soll er etwas gegen seinen Willen machen, wird er weiterhin sehr wütend, droht damit wegzulaufen und dass er es nicht machen wird. Alle Aufforderungen und Argumente, warum das so ist, nützen dann nichts! Er läuft trotzig sogar vor das Haus, kommt nach einiger Zeit aber doch weinend zurück und jammert dann, sein Leben sei gar nicht gut.






26.4.10
Sehr geehrte Frau xxxx,

Max wird lernen müssen, damit umzugehen, dass er sich jahrelang aufgrund seiner Angst falsch verhalten hat!. Er soll erkennen, dass Vertrauen erst wieder aufgebaut sein will! Vielleicht kann er sich im offenen Gespräch in die Richtung auch erklären. Andere sollen ruhig wissen, warum er so war! Um so mehr wird man ihm glauben und Nachsicht üben. Damit wird er aber ohnehin klar kommen. Geben Sie ihm Zeit!

 

28.4.10
Vielen Dank für ihre Antwort. Ich glaube auch, dass sich bei Max alles einpendeln wird. Seine Ängste sind wirklich sehr viel weniger geworden! Auch ist er jetzt in der Nacht wirklich trocken! Ich hoffe, dass ihm auch die Lehrer Zeit geben und Geduld haben. Am Freitag spricht die Psychologin mit allen Lehrern und gibt ihnen Tipps.

 

10.5.2010
Letzte Woche war Max zu Hause wieder etwas schwierig.

Er ist wieder ängstlicher! Abend traut er sich wieder nicht alleine in sein Zimmer, um schlafen zu gehen! Der Bruder muss mit! Neulich nachts hat er sich wieder zu Moritz ins Bett geschlichen. Als dieser bei der Oma übernachtete, bekam Max wegen einer Kleinigkeit einen Wutanfall und schrie plötzlich: "Und keiner schläft heute bei mir! - Ich muss alleine schlafen!" Woraufhin wir ihm zusagten, dass wir da schon eine Lösung fänden. Er war dann ganz glücklich, als er bei uns schlafen durfte!

Ich glaube, er kann sich oft nicht ausdrücken. Er will seine Angst aber auch nicht zugeben, weiß sich allerdings aber auch keinen Rat, das anders auszudrücken als in diesen Wutausbrüchen.


Außerdem ist er wieder ziemlich ungeduldig bei den Schulaufgaben! Sofort will er wieder raus zu seinem Freund! Auch wenn er nach der Schule ein paar Stunden draußen war und dann zum vereinbarten Zeitpunkt diese Aufgaben erledigt, will er danach wieder zum Nachbarn.

Dadurch ist er bei den Hausaufgaben insgesamt sehr gestresst! Beispielsweise schreibt er in Windeseile einen Merktext ins Heft, schlägt es zu und sagt: "Fertig!" Wenn ich ihm dann erkläre, dass er diesen Text nun aber auch verstehen und lernen soll, lässt er darüber nicht mit sich reden. Er brauche das nicht! Der Lehrer habe das nicht gesagt!

Positiv ist allerdings, dass er sich sehr genau an vereinbarte Zeiten hält, auch sofort anruft, wenn er irgendwo ist, um uns zu sagen, wo er ist und um zu fragen, ob er noch bleiben darf.


Sehr schwierig wird er allerdings, wenn wir ihm etwas nicht erlauben! Erst fragt er hundert Mal nach, ob er nicht doch darf und alle Erklärungen, warum das jetzt nicht möglich ist, nutzen dann nichts! Erst droht er uns alles Mögliche an, dann folgt ein gewaltiger Wutanfall und er randaliert dann richtig! Schlägt beispielsweise gegen Türen, wirft sein Rad durch die Gegend oder dergleichen! Zum Schluß weint er dann allerdings und will sich umbringen, weil sein Leben furchtbar sei und er zu nichts nutze!

Gestern abend hatten wir allerdings auch sehr nette Stunden!

Wir hatten den gestrigen Tag getrennt verbracht. Mein Mann hatte mit Max einen Ausflug gemacht, weil Moritz und ich bei einem Voltigierturnier waren. Wir kamen ungefähr zur gleichen Zeit nach Hause.

Max wollte sofort wieder zum Nachbarn! Da es aber schon später war, bat ich ihn, doch gleich rein zu kommen und zu erzählen, was er alles mit Papa unternommen hatte. Er kam auch wirklich, setzte sich zu mir und berichete mir ganz entspannt und eifrig von seinen Erlebnissen. Dabei war er so richtig mit sich und der Welt zufrieden!

Das wiederum hat mir so viel Kraft gegeben, dass ich den heutigen Morgen, an dem er morgens wieder sehr übellaunig und kaum aus dem Bett zu bringen war (vielleicht, weil er in der ersten Stunde einen Lehrer hat, mit dem er gar nicht klar kommt) doch mit viel Humor und Ruhe sehr gut gemeistert habe.


Auch in der Schule ist jetzt einiges geklärt!

Die Psychologin hatte sich bereit erklärt, in der Schule mit den Lehrern zu reden und der Direktor berief daraufhin eine eigene Sitzung ein. Alle Lehrer waren anwesend. Die Psychologin sprach über ihre Arbeit, gab allgemeine Tipps für den Umgang mit schwierigen Kindern und bat allgemein um Geduld und Zeit.

Seither geht es etwas besser und wir hoffen, dass es nicht mehr so eskaliert, wenn sich Max wieder mal daneben benimmt. Er darf auch in der Musikschule und in der Klasse bleiben! (ihm war der Rauswurf angedroht worden!) Ich war sehr froh, dass die Psychologin das für ihn gemacht hat, denn mir ging allmählich die Kraft aus und ich drang bei den Lehrern einfach nicht mehr durch.

 

2.6.10
Letzte Woche ging es Max wieder sehr gut! Er machte die Hausaufgaben recht zufriedenstellend! Auch bei Oma war er einen Tag und dort sehr brav.

Zu Hause hat er die letzten Tage sogar hin und wieder vor sich hin gesungen und war überhaupt sehr zufrieden und fröhlich! Auch bei der Psychologin war er am Freitag sehr aufgeschlossen und arbeitete gut mit!

Einen Abend allerdings war er sehr frech zu seinem Papa, wollte nicht schlafen gehen und schoß ihm dann ein Gummiband nach - woraufhin mein Mann, der nur schwer zornig wird, ihn ins Zimmer schickte und hinter ihm die Türe zumachte.

Nach einiger Zeit ging ich dann zu ihm. Da hatte er sich selber - wenn auch nur ganz leicht - die Nase blutig geschlagen und war sehr unzufrieden mit sich. Ich habe ihn dann getröstet und auch mein Mann hat ihm noch Gute Nacht gesagt.

Auch gestern hatte er einen Wutanfall! Ausgelöst dadurch, dass ein Freund früher kam als verabredet und er mit der Schulaufgabe noch nicht fertig war. Als ich sie mit ihn noch fertig machen wollte, beschimpfte er mich! Daraufhin warnte ich ihn! Sollte er nicht aufhören und sich weiterhin nicht anständig benehmen, würde ich den Freund wieder nach Hause schicken.

Aber er war weiterhin frech und daher schicke ich seinen Freund nach Hause!
Daraufhin schrie und weinte er, schlug um sich, trat mit dem Fuß auf seinen, mühsam, drei Tage lang zusammengebauten Legolastwagen und suchte anschließend einen Strick, um sich jetzt umzubringen!

Nur mit Mühe ließ er sich beruhigen! Immer wieder schrie er, er sei so dumm! Am liebsten würde er nicht mehr leben und dass er seiner Familie nur Schlechtes bringe. Dabei tat er so, als würde er ersticken und schlug sich selber mehrmals auf die Nase!

Ich versicherte ihm daaufhin, dass das nicht wahr sei. Wir hätten ihn sehr lieb und würden ihn auch sehr vermissen, wenn er fort gehe! Trotzdem müsse er sich aber anständig benehmen!

Er ließ sich schließlich auch umarmen und auskitzeln.

Eine halbe Stunde später war er dann ganz ruhig, machte mit mir friedlich die Hausaufgabe fertig und alles war wieder in Ordnung!


Heute ist er sogar sehr fröhlich und will immer wieder von mir ausgekitzelt werden.
Ich bin aber doch beunruhigt, dass er sich selber verletzt und mit Selbsttötung droht.

Wenn etwas gegen seinen Willen geht - selbst wenn wir ihm den Grund erklären! - schreit er immer sofort los, bettelt zunächst herum und bekommt schließlich einen Wutanfall.

 

7.6.10
Inzwischen haben wir wieder sehr gute Tage gehabt! Es waren ja 4 Tage schulfrei.

Max musste aber trotzdem für die Matheschularbeit jeden Tag eine kurze Zeit lang üben. Er lernt auf alle Fälle leichter!

Schwierigkeiten hat er aber nach wie vor, geduldig etwas zu machen oder einfach nur zuzuhören, wenn ich ihm etwas nochmals erklären sollte. Dann wälzt er sich immer noch auf dem Boden herum und schreit wie ein Kleinkind, weil er sich so darüber ärgert, dass er nicht alles alleine kann! Diesmal hat er sich aber dann doch schneller beruhigt und konnte wieder weitermachen.


Am Samstag machten wir eine Wanderung auf eine Berghütte. Er ging ganz begeistert mit, benahm sich sehr gut und war friedlich zu uns und seinem Bruder. Leider hat er aber tatsächlich etwas Pollenallergie - nicht sehr stark, aber doch eindeutig. Am Sonntag war er nämlich beim Schwager bei der Heuernte dabei und musste öfters niesen und die Augen juckten ihm.

 

19.6.10

Zuhause geht es sehr gut mit Max. Bis auf wenige Ausnahmen benimmt er sich sehr gut und ist auch friedlich.

Hin und wieder eskaliert es allerdings, wenn es nicht nach seinen Wünschen geht. Beispielsweise musste er am Donnerstag Abend mit mir in die Turnhalle fahren, da mein Mann Dienst hatte und wir ihn nicht alleine zu Hause lassen wollten. Auch die Nachbarn, bei denen er manchmal bleiben darf, wollten wir nicht fragen. Er schrie daraufhin fürchterlich, wälzte sich auf dem Boden und war nur schwer ins Auto zu verfrachten.

Während der Autofahrt habe ich ihm aber dann erklärt, warum wir ihn nicht allein lassen wollen. Er hat er ganz gut zugehört und war in der Turnhalle war er dann friedlich.

Einer der Gründe war der, dass er sich am Sonntag nicht an unsere Vereinbarungen gehalten hatte. Moritz und ich mussten zu einem Voltigierturnier, Max wiederum war aber in der Kirche zum Ministrieren eingeteilt und wollte unbedingt bei der Prozession mitgehen. Da mein Mann arbeiten musste, sollte Max daher nach der Kirche zu meiner Schwägerin und dort auf Papa warten.

Daran hielt er sich nicht, sondern ging einfach zu einer uns bekannten Familie, aß dort zu Mittag und überredete die Mutter seines Freundes, ihn doch auf den Stummerberg zu Verwandten zu fahren. Diese wiederum informierten dann meinen Mann, der natürlich schon beunruhigt war, als er zu Hause nur eine leere Wohnuzng vorfand. Auch meine Schwägerin, zu der er hatte gehen sollte, sorgte sich um ihn.

Aber das ist typisch für Max. Hat er sich etwas in den Kopf setzt, macht er es und ignoriert alle Anweisungen. Dabei findet aber auch immer Mittel und Wege, sich seine Wünsche zu erfüllen.

Wir haben allerdings nicht mit ihm geschimpft, sondern ihm erklärt, dass wir uns große Sorgen um ihn gemacht hätten.


In der Schule war er in der letzten Zeit wieder sehr laut, auffällig und frech. Die Lehrerin rief bei mir an, dass er vorher einige Zeit lang sehr angenehm war und sich gut verhalten hätte, jetzt aber wieder ständig den Unterricht störe und mit Mitschülern streite.

In dieser Zeit fanden außerdem einige Schularbeiten statt und er musste öfters zu Hause lernen. Da gab es dann auch Streit, weil er fast nicht zum Lernen zu bewegen war. Zwei Mal war auch nachts wieder das Bett nass!

Wenn ich dann mit ihm darüber rede, behaupet er meist, unschuldig zu sein und ungerecht behandelt zu werden. Oder er gibt sein schlechtes Benehmen zu, begründet es aber damit, dass ein Mitschüler dann lacht, wenn er frech zu der Lehrerin isgt und er sich 'cool' vorkommt. Vor der Lehrerin spielt er den wilden Kerl, dem alles egal ist.

Als er diese Woche aber alleine im Zimmer schlafen sollte, weil sein Bruder mit der Schule eine Woche nach Wien gefahren ist, jammerte er aber und wollte bei uns schlafen. Er schaffte es dann aber doch alleine zu schlafen - mit Nachtlicht am Gang, Gute-Nacht-Geschichte, Beruhigungs-CD und einer Menge Stofftiere. Er war dann sehr stolz auf sich. Das Bett blieb auch trocken!

Er dachte die ganze Woche an seinen Bruder und was der wohl gerade mache. Moritz brachte Max sogar ein Geschenk von seiner Woche in Wien mit (Glippermasse zum Spielen und Kaugummi). Auch wenn das im Alltag manchmal anders aussieht, hängen die beiden doch sehr aneinander.

Moritz geht es wirklich sehr gut! Er hat mir gerade völlig flüssig seine Erlebnisse während der 'Wienwoche' erzählt - und zwar nicht nur genaue Zeitangaben über Dauer der Busfahrt, Ankunft usw., sondern auch Erlebnisse mit Mitschülern!!! Außerdem hat er selbständig seine Koffer ausgepackt und alles wieder an seine Platz geräumt. Ich bin sehr stolz auf ihn.

Aber auch Max macht mir sehr viel Freude! Wenn wir gemeinsam unterwegs sind, ist er sehr umgänglich und lieb geworden und ich hoffe, dass er seine Probleme in der Schule und der Klassengemeinschaft auch noch in den Griff kriegt. Am 9. Juli endet sein 1. Hauptschuljahr und dann beginnen die 2-monatigen Sommerferien. Bis zum Herbst hat er dann ja wieder einige Zeit, sich weiter zu entwickeln.

In eigener Sache noch eine Frage wegen meiner Pollenallergie: Da heuer nur wenige schöne Tage waren und die 1. Heuernte schon fast abgeschossen, ist auch die Allergie nicht mehr stark. Die mir von Ihnen geschickten Globuli nahm ich fleißig und die Gräserpollen in der Potenz C 200 noch zusätzlich. An Schönwettertagen habe ich die Pollesallergie nur leicht gespürt. Soll ich diese Gräserpollen jetzt noch länger weiternehmen oder erst wieder im Frühjahr nächstes Jahr bezw nur, wenn ich die Allergie spüre?

 

 

Hinweis zur Pollenallergie von dipl.rer.pol. Melhorn/Heilpraktiker:

Die obige Frage ist ein guter Anlass, mal wieder auf die, nach meiner jahrzehntelangen Erfahrung zuverlässige Möglichkeit einer homöopathischen Behandlung von Heuschnupfen hinzuweisen.

Besorgen Sie sich in Ihrer Apotheke - wenn das dort Schwierigkeiten machen sollte, so wenden Sie sich an die 'Aptheke Abtsgmünd'/Telefon 07366-6359/Fax: 07366-2685 - und bestellen Sie dort

10 g Nosode Pollen C in 200 Golbuli

Zusätzlich bedarfsweise bei Reaktion auf die 'Frühblüher'

10 g Nosode Pollen I in C 200 Globuli

und bei Reaktion auf die 'Spätblüher'

10 g Nosode II in C 200 Globuli

Davon bis zum Abklingen der Beschwerden täglich 6 x 1 Streukügelchen - aber nicht länger als 3 Wochen. Das reicht in der Regel für die übliche Pollenplage der laufenden Saison! Selten ist eine Wiederholung erfoderlich! Nur bei hartnackigen Allergien ist nach den zusätzlichen Pollen zu forschen und diese können dann ebenfalls homöopathisch behandelt werden. Ich habe fast nie einen therapeutischen Ausfall erlebt! Kosten belaufen sich auf etwa 30 Euro!

 

 

 

29.6.10

Letzte Woche war ich wieder bei seiner Lehrerin. Sie hatte mich bestellt, weil er sich wieder sehr schlecht benommen habe. Als ich eine Woche später zum vereinbarten Termin kam, wusste sie allerdings nichts mehr davon, dass sie mich bestellt hatte.

Inzwischen benimmt er sich wieder besser. Sie berichtete mir aber, dass er in der Woche zuvor ständig die Mitschüler angestänkert und einen Buben im Zug verhauen habe.

Ich habe mit ihm darüber geredet und er erzählte mir, in der Werkstunde sei er von diesem Buben als behindert und dumm beschimpft worden. Er habe versucht, das zu ignorieren, was andere Kinder in der Klasse vor der Lehrerin auch bestätigt haben. Nach der Stunde ging er dann zur Klassenlehrerin und hat sich bei ihr über diesen Schüler beschwert. Sie hat daraufhin beide Kinder befragt und beidendann eine Strafarbeit aufgegeben. Das wiederum hat Max so wütend gemacht, dass dass er auf der anschließenden Heimfahrt den anderen Buben dann verhauen hat.


Ich finde ja, dass er einen gewaltigen Fortschritt insofern gemacht hat, als er nicht gleich zugeschlagen hatte. Nur schade, dass eine Lehrerin, die in dieser Stunde nicht mal anwesend war, einfach eine Strafarbeit verteilt, anstatt ihm zu glauben, nachdem auch die anderen Kinder zu Max gestanden sind.

Solche Sachen kommen leider öfter vor. Er hat auch zu Hause mehrmals gejammert, er werde ungerecht behandelt, doch wenn ich die Lehrerin darauf anspreche, ist das immer alles nicht wahr und Max ein Lügner. Zum Schluß hat sie aber dann doch engeräumt, dass sie sicher auch Fehler mache und nicht genau wisse, was vorfällt, da sie ja meist nicht selber anwesend sei.

Mi Max kann ich aber sehr gut über alles sprechen. Er ist sehr einsichtig und versucht auch, etwas zu ändern.

Die Lehrerin sagte mir auch, dass er sich vor dieser besagten Woche (in dieser Zeit gab es mehrere Prüfungen und er hatte sicherlich auch mehr Lernstress) aber sehr gut benommen habe und die Mitschüler inzwischen öfters zu Max halten.
Allerdings habe er einen fürchterlichen Wortschatz und ich solle das ändern. Leider haben aber alle Kinder in der Schule untereinander diese fürchterliche Ausdrucksweise. Zu Hause ist er inzwischen allerdings sehr höflich und verwendet keine Schimpfwörter mehr - außer er hat einen Wutanfall.

Seine Wutanfälle wurden sehr viel weniger! Beim letzten Mal habe ich dann klipp und klar zu ihm gesagt, dass er nicht herumzuschreien und zu wüten brauche, denn er sei kein Baby mehr und könne sprechen. Danach habe ich ihm erklärt, dass er mit diesem Verhalten überhaupt nichts erreichet und es besser sei, mit mir zu verhandeln.

Das hat er inzwischen dann wirklich auch schon mehrmals gemacht!!! Am erstaunlichsten war, dass selbst dann, wenn er sich in die Enge getrieben sah, er zwar geweint hat, aber nicht wütend wurde!

Sehr freue ich mich auch darüber, dass er sich seit seinem heimlich und eigenständig organisierten Ausflug auf den Stummerberg nun genauestens an die vorgegebenen Nachhausekomm-Zeiten hält und sofort anruft, wo er ist und ob er vielleicht noch etwas länger bleiben darf. Gestern hat er 3 Minuten nach der vereinbarten Zeit zu Hause angerufen und sich entschuldigt, dass er zu spät sei - er komme sofort!!! Ich habe ihn sehr gelobt. Das zeigt einfach, dass er unsere Erklärungen und Begründungen besser annimmt und aus seinen Fehlern lernt.

Bei den Hausaufgaben brauchen wir beide allerdings noch Zeit. Noch immer kommt er sehr leicht in Panik, wenn er etwas nicht selbständig erledigen kann, wobei ich dann leider wieder an die früheren Szenen denke und nervös werde.

Etwas besser bekommen wir es aber schon hin! Wir haben nämlich vereinbart, wenn er so ins Weinen oder Blödeln kommt, geht er in sein Zimmer und bleibt dort allein, bis er sich beruhigt hat und dann machen wir weiter.

Die Hausaufgaben fallen ihm jednfalls sehr schwer, weil er sich ja keine Zeit dafür nimmt. Und wenn er den ganzen Nachmittag draußen oder im Schwimmbad war - dann hat er trotzdem keine Zeit dafür, weil er ja nun noch zum Nachbarn muss oder Fußball spielen usw....

An Wochenenden, bei Freizeitbeschäftigungen ist es aber einfach herrrlich mit ihm! Da ist er jetzt ein ganz normaler Bub! Wir können richtig Spaß miteinander haben. Er ist jetzt viel zugänglicher und immer öfter ein richtiger Schmuser.

Also vielen Dank inzwischen.

 

7.7.10

Da bei uns am Freitag der letzte Schultag ist und die Musikhauptschule ein Musical aufführt, hat Max keine Hausaufgaben mehr. Dafür aber täglich Aufführungen - gestern sogar 3 Termine an einem Tag! Jede dauert ca. 1.5 Stunden und Max spielt einen Löwen. Er hält wunderbar durch - kugelt als Löwe am Bühnenrand herum und benimmt sich sehr brav!!! So lange bei einer Sache mitzumachen, hätte er vor ein paar Monaten noch nicht geschafft!


Natürlich hat er, wenn er dann nach Hause kommt, ziemlichen Stress damit, alle Freunde abzuklappern, versäumte Freizeitbeschäftigungen nachzuholen, nach 20.00 Uhr außerdem noch draußen mit Papa Fussball spielen oder Ähnliches.

Eines Abends spielten wir seit langem wieder mal Federball. Er war total geduldig! Obwohl es noch nicht so gut funktioniert hat, ist er auch nicht zornig geworden, sondern spielte fröhlich weiter. Außerdem spielt er mit seinem Bruder friedlich Fussball oder hüpft Trampolin!


Am Montag Morgen konnte sich Moritz fast nicht mehr bewegen, da er einen Hexenschuß im Genick hatte. Als ich ihm aus dem Bett half und er dabei vor Schmerzen laut schrie, hat Max fürchterlich geweint und mit mir geschimpft, dass ich sofort aufhören solle! Ich brächte Moritz ja um! So mitfühlend war er!

Am nächsten Tag ging es Moritz dann aber schon etwas besser und da er eine Hauptrolle in dem Musical spielt, fuhr er in die Schule. Max protestierte beim Frühstück dagegen, weil er Angst hatte, Moritz könne während der Aufführung laut schreien und er müsse sich dann für ihn schämen.

Es ist ihm auch noch sehr wichtig, wie er gekleidet ist! Noch immer fürchtet er, wegen seiner Kleidung ausgelacht zu werden. Genügt allerdings etwas seinem Geschmack, zieht er andererseits alles an - selbst viel zu große, extrem auffällige Badehosen, in denen er wirklich etwas komisch wirkt! Das findet er dann cool. Bestehe ich dann auf einer anlassgemäßen Kleidung, gibt es endlos Streit und endet mit Beschimpfungen und extrem blödem Benehmen. Beispielsweise wollte er bei extremer Hitze seine schweren Skaterschuhe und dicke Socken anziehen. Ich bestand aber auf luftigen Sandalen von der neuesten Mode und garantiert nicht peinlich.

Nach wie vor hält er sich genauestens an vereinbarte Nach-Hause-Komm-Zeiten und ruft sofort an, um Bescheid zu geben, wo er ist.


Er bekommt jetzt Smilys für das Wassertrinken - bei einer bestimmten Anzahl gibt es dann eine kleine Belohnung. Das funktioniert ganz gut und er trinkt jetzt wieder mehr.


Morgens ist er etwas schwer aus dem Bett zu bekommen und meist schlecht gelaunt. Aber das wird warscheinlich mit dem Schulschluß und den Musical-Anstrengungen zusammenhängen.

Wutanfälle bekommt er wirklich nur noch, wenn er seinen Willen nicht durchsetzen kann und vor etwas Angst hat.

Letze Woche erzählte ein Mädchen in der Schule, dass sie alleine zu Hause war und einen komischen Anruf bekommen hätte, ob ihre Eltern zu Hause seien, sie alleine sei und wo sie wohne. Sie hat sich sehr geängstigt und in der Schule geweint. Daraufhin musste Moritz 2 Nächte mit einer Matratze neben dem Bett von Max schlafen, weil der Angst hatte! Eine Nacht hat er dann bei uns im Bett verbracht. Inzwischen hat er das aber wieder vergessen und schläft nun wieder alleine in seinem Bett.

Alles in Allem überwiegen aber die positiven Momente und wir sind sehr glücklich, dass sich etwa ändert.

 

28.7.10

Seit der letzten Einnahme der Globuli ist Max wieder ruhiger und weniger rastlos. Allerdings plagen ihn noch immer ziemlich schnell irgendwelche Ängste. Etwa Nachrichten einer Fernsehsendung lassen ihn nicht zur Ruhe kommen.

Außerdem zieht Moritz bald in sein eigenes Zimmer und Max ist dann allein. Auch das macht ihm zu schaffen. Damit Max sich nicht fürchte, schlief Moritz schon vor seinem Bett auf dem Boden, anstatt in seinem oberen Stock des Stockbettes. Moritz tut einfach alles für Simon!

Letzte Woche machten wir eine 2-tägige Bergtour und übernachteten auf einer Hütte. Max war leicht dafür zu begeistern, wurde aber dann nervös, als ein entgegenkommender Wanderer meinte, möglicherweise sei kein Schlafplatz mehr in der Berghütte. Er lief daraufhin vor Aufregung fast den Berg hinauf.

Wir bekamen dann aber sogar ein 4-Bett-Lager für uns alleine. Da war er selig! Er meinte sogar, wir sollten uns zu Hause auch so ein Bett bauen, in dem die ganze Familie nebeneinander schläft - da brauche er dann nie mehr Angst zu haben. Er traute sich auch nur mit Moritz zum Duschen zu gehen. Alleine hätte er sich gefürchtet.

Diese Woche machte er bei einem Fußballcamp mit. Am ersten Tag, vor der Gruppeneinteilung, war er so nervös, dass er ständig vor sich hingeschimpft hat: Er bereue, sich angemeldet zu haben, der "Florian" sei ja so blöd ( sein sehr guter Freund, der gerade erst letzte Woche noch bei uns übernachtet hatte) und der Rucksack sei auch blöd und ohnehin alle Sachen usw.. In Wirklichkeit hatte er Angst, größeren Kindern zugeteilt zu werden, die ihn dann faulen oder ihm auf die Füße treten könnten. Ich hatte aber schon bei der Anmeldung darum gebeten, dass er zu seinen Freunden kommt. Am Abend war er dann ganz glücklich, alles war super gewesen und es hat ihm gut gefallen!

Er hat jetzt 3 Meerschweinchen bekommen. Um die kümmert er sich rührend. Hat auch sofort reagiert, als ich ihm klargemacht habe, dass die Tiere empfindlich sind und er aufpassen muss, wenn er sie hochhebt usw. Er war sofort auch sehr vorsichtig mit ihnen. Alle 2 Minuten baute er den Käfig um, um es noch schöner für die Tiere zu machen. Er stand auch morgens extra früher auf, um den Käfig auszumisten und um zu füttern - ohne murren.

Bei der Bergtour bekam er eine Fieberblase. Früher hatte er oft Fieberblasen - in letzter Zeit aber überhaupt nicht mehr. Deshalb war ich einigermaßen überrascht.

Auffallend ist, dass er sich in letzter Zeit fürchterlich ekeln kann. Beispielweise sträubt er sich, sein Geschirr in den Geschirrspüler zu räumen, weil das so eklig sei. Er würde auch nie aus einem Glas trinken, aus dem schon ein anderes Familienmitglied getrunken hat (Bergflasche usw.)

Außerdem kommandiert er Moritz wieder herum wie ein Feldwebel. Dabei erfüllt ihm der fast jeden Wunsch! Bekommt er aber seinen Willen nicht - z. B., weil Moritz nach der 7-stündigen Wanderung nicht mehr Trampolinhüpfen will - droht er ihm Schläge an. Moritz hat jedoch solche Angst vor ihm, dass er sich nicht zu wehren traut, obwohl er viel größer, älter und stärker ist! Besonders gerne macht Max das natürlich vor seinen Freunden, damit die sehen, was für ein Kerl er ist.

Wenn es Streit mit mir gibt, versucht er allerdings immer einzulenken und sich wieder zu versöhnen. Dann sieht er auch seine Fehler ein und verspricht, es nächstes Mal anders zu machen.

Das Hauptproblem sind momentan also sicher seine Ängste!

11.8.10

Die Ängste haben seit der letzten Einnahme wieder abgenommen. Er geht wieder alleine schlafen und ist allgemein wieder ruhiger!

Am Freitag, den 30. Juli hatte er Abends plötzlich Fieber. Er war die Woche zuvor mit dem Fussballcamp schwimmen, obwohl die Temperaturen nicht wirklich schwimmtauglich waren. Zuerst tauchten Fieberblasen auf, dann hatte er 38,9 Fieber.

3 Tage war er krank, hatte Halsschmerzen und war fürchterlich verschleimt. Ich habe ihm 2x Aconitum gegeben. Sehr brav hat er Wasser getrunken und Zwiebeltee mit Honig. Danach hat er sich schnell wieder erholt. Allerdings war 2 Nächte hintereinander sein Bett nass. Ich habe ihn aber getröstet, dass das mit der Erkrankung zusammenhänge.


Weiterhin ist er viel vernünftiger als früher und bei bei Problemen kann ich sehr gut mit ihm reden.


Gestern waren wir bei Oma und Opa im Garten. Er arbeitete sehr fleißig mit, nachdem ich ihm erklärt habe, dass die beiden nun schon älter sind und die viele Arbeit - die sie all die Jahre für uns taten - nun nicht mehr machen können, sondern nun wir helfen müssen.

Anschließend fuhr er mit mir zum Reitstall, begleitete mich überall hin und half mir auch dort. Es ist einfach toll, so friedlich mit ihm zusammen sein zu können.
Auch die Psychologin ist begeistert, wie gut sie mit ihm reden kann und wie entspannt er momentan ist.

Natürlich tragen wohl auch die Ferien dazu bei. Aber auf meine vorsichtige Ankündigung, dass es gut wäre, wenn er die letzten Wochen vor Schulbeginn doch jeden Tag auch ein bisschen üben würde, hat er ebenfalls ganz gelassen reagiert.

Letzten Samstag waren wir beim Musikfest in unsrem Dorf. Am nächsten Tag ist ihm das so vorgekommen: "Jeder hat mich gestern gelobt".

Seine Meerschweinchen versorgt er ganz allein! Ich brauche ihn auch nicht mehr zu erinnern!

Ob es schon an der Zeit ist, die Therapie zu beenden, weiß ich nicht,denn ich bin mir noch nicht sicher, ob sein jetziges Verhalten im Schulstress anhält.
Sie sagen mir sicher, wenn sie den Eindruck haben, dass es genug ist.

Entschuldigen sie, dass die Berichte so verspätet kommen. Ich bin in den Ferien immer ziemlich ohne Rythmus und Arbeit ist immer genug. Die Globuli schaffe ich auch in den Ferien nicht öfter als 4x zu geben - deshalb reichen sie meistens über eine Woche. Entweder ist er irgendwo unterwegs oder er isst gerade!

 

18.8.10

Max geht es soweit ganz gut. Er ist gesund und genießt die Ferien. Sogar beim Üben gibt er sich Mühe und macht brav mit.

Leider war auch diese Woche wieder einmal das Bett nass. Die Ängste sind aber nicht sehr schlimm. Sonst kann ich momentan nichts Besonderes berichten.

 

10.9.10

Entschulidgen Sie, dass ich schon wieder so spät mit dem Bericht für Max bin. Ich bin zwar "nur" Hausfrau, habe aber trotzdem sehr viel zu tun, da wir einen riesigen Garten haben (14 Bäume) und momentan das ganze Obst sehr viel Arbeit macht.Es liegt nur an meinem Arbeitsstress. Ich möchte unbedingt noch weitermachen!

Max geht es mit seinen Ängsten sehr viel besser. Er geht jetzt sogar ohne zu jammern alleine schlafen und hat sich vor ein paar Tagen sogar alleine in den Keller getraut. Auch die Urlaubsreise hat ihn viel weniger gestresst als früher. Ganz kurz war er vor dem Flug ein bisschen nervös. Er hat dann aber eine Flasche Wasser ausgetrunken und Notfalltropfen genommen. Danach war er ganz ruhig und gelassen. Allerdings musste er dann dauernd aufs Klo.

Im Urlaub war auch 2x das Bett nass. Allerdings hat er auch sehr viele kohlensäurehältige Getränke getrunken. Davon ist er leider nur sehr schwer fernzuhalten. Zu Hause haben wir diese Sachen nicht - deshalb ist es doppelt so interessant!

Auch zu Hause hat er diese Woche einmal eingenässt. Er zieht aber oft zu wenig Kleidung an, obwohl es jetzt ja wieder kühler ist und daher verkühlt er sich auch immer wieder mal. Auch wenn er nicht krank ist, hat dann am Morgen eine verstopfte Nase.

Die Globuli waren erst letzte Woche aufgebraucht. Ich schaffe es einfach nicht, ihm 6x am Tag die Globuli zu geben. 3-4 Mal bekommt er sie aber sicher. Eine Lieferung reicht daher meist 2 Wochen. Auch das Selen bekommt er regelmäßig.


26. September 2010

Ich schreibe Ihnen wieder, wie es Max in der letzten Zeit ergangen ist.

Er ist in der Nacht wieder trocken! Wir sind beide sehr froh darüber!

Seine Ängste wurden ebenfalls sehr viel besser. Er überstand sogar den Wechsel von Moritz in ein neues Zimmer sehr gut und dass er seither alleine schläft. Er meinte abends nur anfangs einige Male, er wolle doch bei Moritz in dessen Zimmer schlafen, um das mal auszuprobieren. Das konnten wir ihm dann aber ausreden. Wir haben außerdem sein Stockbett sehr schön hergerichtet. Dadurch ist er jetzt sehr zufrieden und geht nun auch jeden Tag ohne Angst schlafen!

Mit Schulanfang begannen allerdings wieder große Probleme! War er laut Lehrerin in den ersten Tagen noch sehr entspannt und ruhig gewesen, ist er dann doch wieder sehr in die Rolle verfallen, vor seinen Mitschülern den starken, obercoolen Supertypen zu spielen, der vor nichts und niemanden Angst oder Respekt hat. Gleich in der zweiten Woche musste ich deshalb in die Schule, weil er Mitschülerinnen ganz ordinär angesprochen hatte. Als er von der Lehrerin deshalb eine Strafarbeit bekam, tönte er: "Die kannst du dir selber machen".

Bei dem Schulgespräch mit der Lehrerin war er dann auch mir gegenüber frech und respektlos, hat alles abgestritten und richtig gebockt. Nach anfänglicher Weigerung stieg er aber dann doch zu mir ins Auto. Auf der Heimfahrt hat er dann geweint und wollte sich umbringen, weil er so ein fürchterliches Leben hat und auch, weil er sich so sehr vor allen Mitschülern und deren Eltern schämt, wenn die erfahren, was er gesagt hat usw.

Auch zu Hause hat er sich nur langsam beruhigt, wollte zwar vom Balkon springen, doch war ihm da der der Papa im Weg. Daraufhin wollte er sich mit dem Küchenmesser umbringen, das wir ihm aber abgenommen haben. Wir haben ihn dann wieder beruhigt und am Nachmittag ging es dann wieder.

Als ich ihm am Abend gute Nacht sagte, fragte er kleinlaut: "Warum sagst du mir überhaupt noch gute Nacht?" Daraufhin versicherte ich ihm, dass ich ihn immer gleich lieb habe! Ganz egal was er anstelle. Dann sogar erst recht, denn meine Liebe habe ja mit seinem Verhalten nichts zu tun. Da war er dann sehr zufrieden und schlief ruhig ein.

Am nächsten Morgen hatte er alles vergessen und ist anstandslos in die Schule. Glücklicherweise war Wandertag und da kam er dann ganz zufrieden nach Hause.

Leider stiehlt er uns aber bei jeder Gelegenheit Geld, weil er mit seinem Taschengeld nicht auskommt und nicht auf etwas verzichten kann, das er sich den Kopf gesetzt hat. Wir reden dann zwar mit ihm und versuchen zu erklären, dass wir das Geld wirklich dringend für Lebensmittel und sonstige Kosten brauchen, aber am nächsten Tag nimmt er bei sich bietender Gelegenheit wieder etwas! Verlange ich, dass er das schnell wieder zurücklegen soll, macht er das dann auch. Er braucht so viel Geld, weil er immer allen Nachbarskindern Süßigkeiten kaufen will, obwohl wir ihm erklärten, dass man sich Freunde nicht kaufen kann. Die Mütter beschweren sich dann bei mir, weil eben manches dicke Kind darunter ist, das keine Schleckereien bekommen sollte!

Seine Hausaufgaben erledigt er bis jetzt sehr brav! Es darf nur nicht zu schwierig werden! Dann bekommt er sofort Angst, dass er das nicht schaffen wird. Er ist auch sehr bemüht, alles ordentlich zusammenzupacken. Die Strafarbeiten macht er immer besonders schön.

In Englisch ist das Verhältnis zur neuen Lehrerin so eskaliert, dass er jetzt zu einem Lehrer versetzt wurde, den wir privat sehr gut kennen. Er half schon Moritz in der Hauptschule viel. Wir hoffen, das gelingt ihm nun auch bei Max, der ihn jedenfalls sehr gerne hat. Außerdem ist er jetzt in dieser Gruppe der beste Schüler und das gefällt Max auch sehr gut.

Also, ich hoffe, Herr Melhorn, sie können uns weiterhin helfen. Bei seinen verzweifelten Ausbrüchen bekomme ich es schon mit der Angst zu tun und so, wie er sich in der Schule gibt, ist es wirklich nicht leicht mit ihm.

Am Sonntag haben wir dann eine Wanderung gemacht. Da hielt er die ganze Zeit meine Hand und lehnte sich an mich. Wir haben uns abwechselnd Geschichten erzählt. In seiner Geschichte ging es um ein Kind, das nur Unfug treibt und stiehlt und daher vom "Zillertalmandl" geholt wird - eine richtige Räubergeschichte. Das Mandl hat aber zum Schluß dann doch nicht gesiegt! Ein anderes Kind der Eltern sei nämlich gestorben und zum Trost haben die Eltern dann ein neues Kind bekommen, brav wie ein Engel.

Ich habe ihm daraufhin gesagt, wenn ich diese Mama wäre, wollte ich eigentlich kein Engerl haben, denn das sei dann deshalb kein normales Kind,weil alle Kinder hin und wieder etwas anstellen.


7.10.2010

Max schläft derzeit sehr gut und ist wieder trocken.

Seine Stimmung wechselt.
Am Morgen will er nur sehr ungern aufstehen. Im Badezimmer quengelt er dann herum - meist will er sich nicht waschen. Ihm sei zu kalt. (Bad ist elektrisch beheizt und das Wasser warm!)
Beim Frühstück passt dann auch nicht gleich alles. Aber ein paar Minuten später singt er dann schon und ist wieder gut gelaunt.

Gelegentlich erzählt aus der Schule oder dem Nachhauseweg - wer was angestellt hat. Er selber ist nach seinen Berichten aber nie beteiligt.

Von der Schule sind keine Beschwerden gekommen! Manchmal muß er aber aus der Klasse, weil er sehr stört.

Er drückt sich gerne vor dem Lernen! Hat angeblich nichts auf und will daher schnell hinaus. Allerdings setzt er sich freiwillig hin, um die schriftliche Aufgabe zu erledigen.

Nur auf Prüfungen lernen will er nicht. Ich habe ihm dann gestern gesagt, dass es um seine Zukunft gehe und dass es mir ab sofort egal sei, ob er lernt oder nicht, da er ja auch einen einfacheren Beruf ausüben könne, wie z. B. Müllmann, da er ja sowieso nicht soviel Geld brauche. Daraufhin nahm er sein Physikheft und hat wirklich ernsthaft gelernt!

Unverändert kann er auf nichts verzichten. Obwohl wir einige Süßigkeiten im Haus haben und er jeden Tag eine Kleinigkeit naschen darf, luchst er Moritz das Taschengeld ab, um sich "Toffifee" zu kaufen. Leider gibt ihm der dauernd nach, weil er will, dass Max "glücklich" ist. Auch lässt er sich durch Drohungen einschüchtern, dass ihm Max etwas im Zimmer kaputt machen werde, wenn er ihm nichts gibt. Wir haben wieder einmal ein ernsthaftes Gespräch mit beiden Buben geführt und erklärt, warum es nicht gut ist, wenn Max auf nichts verzichten will. Momentan halten sich beide an die Vereinbarung.

Er geht am Abend immer mit Papa auf den Fußballplatz, da er sich nach wie vor alleine nicht hintraut. Er hat Angst, von anderen Buben verhauen zu werden. So gefährlich geht es dort aber keineswegs zu. Am Platz hat er dann fast immer mit irgendeinem Buben Streit.

Er selbst ist sehr empfindlich. Wenn ihm etwas misslingt, weint er sehr schnell und verkriecht sich in einer Ecke. Auch bleibt er am Abend keine 10 Minuten alleine im Haus, wenn ich mal noch nicht da bin und Papa noch Dienst hat. Da geht er dann lieber zum Schwager nach nebenan.

 

22.10.10

Momentan ist Max wieder sehr zugänglich und verständig. Er hört besser zu, wenn wir ihm etwas erklären und hält sich auch an Vereinbarungen.

Das Bett war in den vergangenen Wochen nur 1x nass. Ängste sind zwar noch da, aber in einem normalen Ausmaß. Diese Woche ist er einmal am Abend sogar für 2 Stunden alleine zu Hause geblieben! Er wollte nämlich nicht mit mir mitfahren, da er selber ein Fußballspiel hatte, mein Mann aber dienstlich unterwegs war. Er hat die Wohnungstür zugesperrt und war dann ganz beruhigt. Schlafen ging er aber erst, nachdem als Erster dann mein Mann nach Hause kam.

In der Schule ist momentan auch alles ruhig! Keine Beschwerden der Lehrer! Er ist bei seinem neuen Englischlehrer besonders motiviert und bemüht sich sehr. In der Schularbeit hat er sogar ein "Befriedigend" geschafft. Wir haben ihn dafür sehr gelobt. Auch im Deutschdiktat schaffte er ein "Genügend"! Das ist für ihn sehr gut! Letztes Jahr konnten wir zwischen den "Nicht genügend" jeweils nur die Fehlerquote senken. Er übt auch relativ brav mit mir, wenn ich ihn dazu auffordere. Auch bei der Psychologin macht er Fortschritte. Nach deren Aussage wurde sein Selbstwertgefühl deutlich besser, obwohl er immer noch viele negative Eigenschaften an sich sieht - wenn auch nicht nicht mehr so verbissen ernst! Er lacht dann schon mal, wenn sie nachfragt, ob ihm das jetzt ernst sei. Meist bezeichnet er sich als blöd, dumm, behindert usw.

Seinen Bruder hat er in der Zwischenzeit wegen Geld in Ruhe gelassen und verträgt sich auch besser mit ihm. Ansonsten ist aber weiterhin sehr hartnäckig! Nimmt er sich etwas vor, setzt er es auch irgendwie durch.

Nächste Woche hat er Herbstferien. Darauf freut er sich sehr! Insgesamt ist diesmal die erste Schularbeitenzeit jedenfalls sehr viel friedlicher abgelaufen! Er kam deutlich weniger gestresst nach Hause. Auch seine Wutanfälle wurden seltener. Hin und wieder haut er aber noch gegen Türen!

Wegen der Getränke, Cola ect. ,habe ich wieder intensiv mit ihm geredet und ihm auch aus dem Buch vorgelesen. Er versprach, in der Mittagspause keine solchen Getränke mehr zu kaufen. Zu Hause haben wir diese Getränke ohnehin nicht.

Er hält jetzt auch selber seine Nieren besser warm. Früher hatte er ständig viel zu wenig an und sich dauernd verkühlt. Jetzt nimmt er sich selber ein zweites Paar Socken zum Fußball mit, damit die Füße gleich wieder trocken sind und zieht jetzt auch öfters mal ein Unterhemd an. Nächstes Jahr fährt er mit der Klasse nämlich ein paar Tage auf Exkursion und da möchte er dann kein Problem mehr mit dem Bettnässen haben.

 

 

 

19.11.10

Max geht es soweit recht gut. Das Bett ist jetzt immer trocken! Die Ängste sind schon noch vorhanden, aber nicht mehr so massiv. Er spricht jetzt darüber.

In der Schule hat er bessere Noten als letztes Jahr und ist auch ruhiger geworden. Er hat allerdings immer noch Angst ausgelacht zu werden und die Kleidung ist ihm noch sehr wichtig - was die anderen über ihn sagen werden usw.

In Deutsch hat er einen tollen Aufsatz geschrieben. Inhaltlich war der Lehrer sehr zufrieden. Er machte zwar noch viele Rechtschreibfehler, aber auch hier hat er sich schon stark verbessert.
In Englisch ist er heuer sehr gut. Vielleicht hilft ihm das auch ein bisschen, mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln. Wenn er in Mathe etwas nicht verstanden hat, wird er immer noch schnell nervös und ist auch gleich ganz verzagt. Dann drückt sich auch um die Hausaufgaben herum. Hilfe nimmt er weiterhin nur sehr schwer an, aber wenn, dann versteht er eigentlich ganz schnell.

 

 

29.11.10

Max geht es zur Zeit eigentlich ganz gut. Er hat in Englisch in der Schularbeit eine 2 geschrieben! Auch sonst ist er in der Schule viel ruhiger geworden und es gibt momentan keine Beschwerden von Lehrern.

Zu Hause ist er schon manchmal sehr anstrengend, weil im seine Kleidung enorm wichtig ist. Dauernd hat er Angst, ausgelacht zu werden. Leider kommt er sich nur in Sommerkleidung richtig "cool" vor. Irgendwann wird er noch erfrieren! Er hat zur Zeit sowieso eine starke Erkältung. Wie üblich beachtet er diese aber weiter nicht, sondern läuft herum, als wäre nichts.

Hin und wieder bekommt er sogar einen Wutanfall, wenn ich darauf bestehe, dass er einen Anorak anziehen muss oder wenn ich ihn an so alltägliche Sachen, wie "Zähneputzen" erinnere. Allerdings beschränkt sich das inzwischen auf einen kurzen Ausbruch und er versucht dann wieder zu schlichten, indem er entschuldigt und ist besonders brav und lieb ist.

 

 

 

 

3.1.11

Sehr geehrter Herr Melhorn! Ich hoffe, es geht Ihnen wieder gut. Hier ein neuer Bericht über Max.

Max ist sehr viel ruhiger geworden. Weihnachten konnten wir das erste Mal ohne Stress und Streiterei feiern. Er war ganz entspannt und gut gelaunt. Sogar mit seiner Ziehharmonika gab es keinen Stress. Er spielte ohne Geschrei freiwillig einige Stücke. Wenn auch nicht ganz perfekt (er regt sich nämlich immer fürchterlich auf, wenn er einen Fehler macht).

Auch bei Oma und Opa verhielt er sich mustergültig, beteiligte sich an den Gesprächen am Mittagstisch und spielte friedlich mit seinem Geschenk.

Die Woche davor hatte er Fieber und war einen Tag lang krank. Danach war zwar seine Nase etwas verstopft und er noch etwas schwächer, aber schon wieder nicht mehr im Bett zu halten. Er ging sogar mit mir Langlaufen, da ich ihn nicht Skifahren lassen wollte.Dabei musste er 'natürlich' die lange Runde laufen - nicht, wie von mir vorgeschlagen, eine kleinere Strecke. Da wurde er dann schon müde.

Am Montag darauf, hatte er dann mit der Schule Skiwoche. Er schlief zu Hause - hatte aber jeden Tag Skikurs. Vor dieser Woche war er so nervös, dass er beim Frühstück einen regelrechten Hysterieanfall bekam. Ich gab ihm daraufhin Bachblüten-Notfalltropfen in den Tee. Danach ging es dann einigermaßen. Er hatte schrecklich Angst wegen seiner Schulkollegen, der Gruppeneinteilung usw. Am Abend kam er dann ganz glücklich nach Hause.

Außergewöhnliche Ereignisse, besonders wenn es Schulveranstaltungen betrifft, werfen ihn noch immer aus der Bahn.

Sehr schlecht verkraftet er auch Fernsehfilme. Er schaut zwar nicht sehr viel fern, aber vor ein paar Tagen wollte er mit uns unbedingt "So weit die Füße tragen" schauen, da ich das Buch gelesen und ihm daraus erzählt hatte. Ich wollte es ihm ausreden, hatte aber keine Chance.

Also saß er dann zwischen uns und schaute auch den Film an. Obwohl wir ihm versicherten, dass alles gut ausgeht, war er doch so nervös, dass er vor Aufregung regelrecht auf und nieder hüpfte und schrie dabei, dass er die Spannung nicht mehr aushalte. Schlafen gehen wollte er aber erst recht nicht und schlief nach dem Film folglich bei uns, da er nicht allein in seinem Zimmer bleibenwollte.

Hin und wieder ist auch nachts wieder das Bett nass (das war aber auch schon vor dem Film so) und er kommt auch ab und zu in der Nacht zu uns.

Untertags ist er eigentlich recht friedlich. Hin und wieder ärgert er nur seinen Bruder, der sich aber auch sehr schwächlich präsentiert und sofort jammert, er könne sich nicht wehren.Das ist allerdings nicht weiter schimm, da Simon die meiste Zeit im Freien verbringt, Vormittags geht er Skiifahren und den Nachmittags verbringt er mit Begeisterung auf dem Eislaufplatz, da er auf der Suche nach einer "Freundin" ist.

Zurzeit will er überhaupt nicht frühstücken. Es schmeckt ihm am Morgen einfach nichts. Weder Müsli. noch Brot (außer Weißbrot - und das gibt es nur sehr selten.), noch Früchte! Wenigstens trinkt er Wasser und Kräutertee.

Selen und Magnesium gebe ich ihm jetzt immer am Abend vor dem Schlafengehen. An den Händen hat er wieder sehr große Warzen. Allerdings müsste ich mir nochmal genaur ansehen, auf welcher Hand und wieviele.

Wir waren vor Weihnachten bei der Quantenmessung und da waren seine Ergebnisse sehr gut. Anscheinend auffallend besser, als vor einem Jahr. Nur die Galle war nicht ganz in Ordnung.

 

 

 

7.1.11

Lieber Herr Melhorn!
Ich schreibe ihnen noch einen Bericht auf unser Telefongespräch hin.

Ich glaube, dass Max schon noch Hilfe für sein Selbstwertgefühl braucht. Es ist sicher schon viel besser geworden, aber nach wie vor hat er am meisten Probleme in der Schule mit seinen Mitschülern und nimmt Neckereien gegen seine Person noch sehr ernst.

Die Kleidung ist ihm sehr wichtig, damit er ja nicht negativ auffällt. Er lässt sich sofort verunsichern. Wenn ihm etwas gefällt, aber die Mitschüler eine blöde Bemerkung machen, dann kann er es auch nicht mehr anziehen.

Schulveranstaltungen stressen ihn auch sehr, wenn er nicht genau weiß, wie alles abläuft. Da wird er sehr nervös. Ebenso Fernsehfilme. Er sieht zwar nicht viel fern, aber wenn, dann lebt er extrem mit und redet davon noch lange nachher. Und kommt dann nachts auch zu uns ins Bett.

Momentan ist er sehr "verliebt". Beim Eislaufen hat er eine Freundin gefunden. Jetzt parfümiert er sich und geht freiwillig duschen. Er zeichnet für sie Bilder und nimmt die ganze Sache sehr ernst.

Das Magnesium gebe ich ihm jetzt regelmäßig am Abend. Seither ist er jetzt auch wieder trocken in der Nacht. Das Einnässen ist auch immer eher phasenweise und eher bei aufnehmenden Mond. Dann ist er ein paar Nächte hintereinander nass und danach ist wieder Ruhe.Das ärgert ihn selber sehr und ich muss ihn dann trösten, dass das halt hin und wieder passieren könne. Jedenfalls zieht er sich jetzt von selber wärmer an, da ich ihm auch gesagt habe, dass zu kalte Füße sehr schlecht für ihn seien. Das ganze Problem ist aber dennoch sehr viel besser geworden, als noch vor einem Jahr.

Er ist extrem heißhungrig auf saure Gurken, Pepperoni, usw. und auf scharfe Gewürze und Speisen und auf Süßigkeiten.

Momentan isst er zum Frühstück wieder selbstgemachtes Früchtebrot. Das normale Brot will er überhaupt nicht. Auch kein Müsli, Joghurt ect.

 

 

 

22.1.11


Eine turbulente Woche mit MaX ist vorbei. Die Kügelchen sind am Di 11.1. gekommen. Er war dann die ganze Woche bis zum 19.1. 11 - da war dann Vollmond - jede Nacht nass und hat sich sehr darüber geärgert. Ich habe versucht ihn zu beruhigen. Er solle es nicht so tragisch nehmen. Warscheinlich habe er sich verkühlt usw.

Mit dem Mondwechsel war von einer Nacht auf die anderen Schluß mit dem Einnässen! Seither ist er wieder trocken.

Aber er war auch sonst sehr geladen. Die letzte Woche hatte er eine Schularbeit nach der Anderen, war aber leider nur sehr schwer zum Üben zu motivieren. Ich konnte ihn nur mit Mühe und Not an die Hefte bringen. Sein ganzes Leben sei fürchterlich. Er müsse immer nur lernen und so weiter.... Dabei hatte er genügend Pausen an der frischen Luft und die Lerneinheiten waren - ohne sein Geschrei und Protestieren - sehr kurz.

Leider läuft es meistens so ab: 1/2 Stunde jammern, schreien, auf dem Boden wälzen und toben. Danach ist er dann total fertig - und das Lernen von ca. 10 - 15 Minuten geht dann auch nicht mehr wirklich.

Er hat wieder sehr wenig Vertrauen in sich selbst und bei der kleinsten Schwierigkeit - wenn er etwas nicht versteht - geht das Theater los. Er kann dann auch keinen Erklärungen zuhören, weil er sich so ärgert! Er wollte schließlich auch die Einnahme de Globuli verweigern - als Druckmittel, damit er nicht lernen braucht.

Am Anfang einer Einnahme wurde ihm manchmal schwindlig.Mehrfach hat er bei solchen Heulausbrüchen auch die Brust gehalten und "mein Herz" gejammert. Außerdem jammert er in letzter Zeit, dass er nicht richtig atmen könne - "Ich glaube, ich habe Asthma" sagt er dann immer.

Bei der Klassenlehrerin war ich auch letzte Woche, da er ständig alle Unterschriften und sonstigen Mittleilungen vergessen hat und auch eher frech ist. Sie meinte aber, dass er insgesamt viel besser geworden sei: "Er ist jetzt nicht mehr gestört", meinte sie, wobei sie sich danach mehrmals entschuldigte, diesen Ausdruck gebraucht zu haben. Aber ich weiß, was sie meint und bin froh, wenn sie eine deutliche Besserung erkennt. Sein "frech sein" schreibt sie jetzt eher der Pubertät zu. Ich vermute halt, dass er mit dem Wechsel von Ferien - Freiheit - Spaß auf der Schule und noch zusätzlich mit den ganzen Prüfungen überfordert war.

Beim Einkaufen haben wir mehrere Schulkollegen von ihm getroffen. Darunter auch sein ehemaliger 'Erzfeind' - mit dem hat er sich regelmäßig gehauen. Alle Kinder haben sehr positiv und freundlich auf ihn reagiert und da wir an der Kasse gemeinsam länger warten mussten, erzählten sie mir, dass es ohne Max in der Klasse total langweilig wäre. Sie mögen seine Späße. Leider sind diese Späße bei den Lehrern weniger beliebt und er muss dann halt Strafarbeiten schreiben."Das macht er doch gerne", meinte da ein Mädchen! Max war es nicht so recht, dass sie seine Schandtaten vor mir ausplauderte.

Mit seine Freunden hatte er aber doch einige Schwierigkeiten, denn in der Klasse snd 2 Buben aus unserem Ort und die Freundschaft zwischen den Dreien wechselt immer. Max ist dann manchmal eifersüchtig, wenn sich sein Freund mit dem anderen Buben trifft usw. "Mich mögen sie ja sowieso nicht" jammert er dann.

Zwischen den ganzen Wutausbrüchen und Schreiorgien war er dann wieder ein extrem lieber Junge - hat für alle Pudding gekocht und sich richtig bemüht, lieb zu sein.

Wenn ich ihn in solchen Szenen dann umarme und an mich drücke, beruhigt er sich am ehesten und wir können dann weitermachen.Leider gelingt es mir auch nicht immer, die Ruhe zu bewahren, wenn ich unter Zeitdruck gerate und er einfach nicht weitermacht. Ich fange dann auch an zu schreien, alle guten Vorsätze sind weg und die ganze Sache verschlimmert sich. Dann habe ich ein schlechtes Gewissen und fühle mich auch nicht gut. Gott sie Dank bleibt aber mein Mann ruhig und rettet dann wieder alles. Leider kann er nicht mit Max üben, da er selbst nur die Volksschule besucht hat und sich zu wenig auskennt.

Die neuen Fotos habe ich jetzt entwickeln lassen, ich schicke sie am Montag weg.


 

2.2.11

Die neuen Globuli sind jetzt am Montag gekommen und Max ist wieder viel ruhiger geworden.
Die Wutanfälle sind nur noch selten, obwohl er noch in einigen Fächern lernen musste, weil die letzten Tests vor den Ferien angesagt waren.

Mit dem Bettnässen war jetzt schlagartig nach 3 Tagen Einnahme der Globuli über eine Woche Ruhe. Leider hat er dieses Wochende wieder 2x eingenässt. Da hatte er aber am Abend sehr viel getrunken.
Wach wird er in der Nacht nicht, wenn er aufs Klo muss. Die letzten 2 Tage war er wieder trocken.

Letzte Woche hat auch ihn ein Infekt erwischt. Er hat aber nur Schnupfen und Husten, der auch schon wieder besser wird. Eine Fieberblase hat er gestern bekommen.

Er frühstückt jetzt auch wieder brav. Er isst sogar eine Scheibe selber gebackenes Vollkornbrot, was er vorher komplett verweigert hat.


 

 

24.2.2011

Simon geht es momentan sehr gut. Er ist in der Nacht durchaus trocken - egal wieviel und wann er am Abend getrunken hat.

Er ist auch sonst sehr ausgeglichen und es gibt wenig Konflikte.

In der Schule war er, wie immer, in den Schularbeiten und Testzeit aufmümpfig und frech. Aber da ist er immer noch sehr überfordert, wenn alle Prüfungen gleichzeitig sind und er jeden Tag nach der langen Schulzeit auch noch weiterlernen soll.

Das Lernen - wenn es sich um Themen handelt, welche ihn nicht interessieren - fällt ihm sehr schwer. Anders bei Unterrichtsfächern, die ihn interessieren. Aber da ist er, glaube ich, kein Ausnahmefall.

Mit den Ängsten geht es auch ganz gut. Hin und wieder überfällt es ihn. Dann traut er sich nicht im Dunklen auf den Balkon, um seine Meerschweinchen zu versorgen oder Ähnliches. Hauptsächlich hat er im Dunkeln Angst! Schlafen geht er aber jetzt sehr ruhig und gelassen - er ist ja jetzt alleine im Zimmer. Wir lassen die Tür offen und er kann uns im Nebenzimmer hören.

Wenn es so bleibt, dann, glaube ich, dass es an der Zeit ist, die Behandlung zu beenden.

Ich vergesse auch fast die Berichte - also denke ich, dass die Situation sehr gut ist, mit ihm.Sonst hätte ich mehr zu schreiben.