Dies ist Teil der Akten zu

Der Impfschadenfall Nancy http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/

Diese Akten geben - meist anonymisiert - den vollständigen Schriftwechsel wieder mit

Weitere Links im Hauptartikel http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/ .

 

 

 

Um für den Leser den Krankheitszustand von Nancy leichter nachvollziehbar zu machen, hier der anonymisierten Verlegungsbrief der Uniklinik vom 25.3.2008 an das Reha-Zentrum, in dem Nancy damals war:

 

 

" Universitätsklinikum

..........

Datum: 25.03.2008

Verlegungsbrief

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über die Patientin Nancy G.

..........

die sich in der Zeit vom 20.03.2008 bis 27.03.2008 in unserer stationären Behandlung befand.

 

Diagnosen: G25.9 hyperkinetische extrapyramidale Bewegungsstörung
G24.9 Dyston-athethotische Bewegungsstörung
F83 Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen
E34.3 Kleinwuchs und Dystrophie
R45.1 Ruhelosigkeit und Erregung
F79.9 Nicht näher bezeichnete Intelligenzstörung, ohne Angabe einer Verhaltensstörung
G47.2 Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
geboren am 29.11.2002
Patientin wohnhaft

Therapie
Dormicum Lv., L-Dopa, Tiapridex, Antra mups, Melatonin, Haloperidol, Baclofen, Chloralhydrat, Nystatin Zink Salbe, Neurocil, Promethazin, Midazolam, Rivotril, Diazepam, Bioni

Entlassungsmedikation
L-Dopa 50 mg - 0 mg - 0 mg bis zum 30.03.2008 dann %
Tiapridex 50 mg - 50 mg - 50 mg
Antra mups 10 mg - 10 mg - 10 mg
Melatonin zur Nacht


Procedere
- WA zur Kontroll-Gastroskopie und Komplettierung der Diagnostik
- EEG Kontrolle in K.
- Kontrolle der Leberenzyme, Muskelenzyme und Vitamin B12

 


- 2 -

Anamnese
Die ausführliche Anamnese unserer gemeinsamem Patientin bitten wir freundlicherweise als bekannt voraussetzen zu dürfen.
Die aktuelle Übernahme aus dem Rehabilitationszentrum…. erfolgte bei akuter Verschlechterung der dystonen Bewegungsstörung seit ca. 2 Wochen. Bei bereits umfangreicher Diagnostik (inkl. MRT und Neurotransmitter) ergaben sich keine richtungsweisenden Befunde zur Zuordnung der Grunderkrankung. Vor ca. einem Jahr Therapieversuch mit L-Dopa mit gutem Ansprechen, jetzige Erhöhung jedoch ohne Wirkung. Zudem auch deutliche nächtliche Unruhezustände, kein Durchschlafen trotz medikamentöser Induktion zu errreichen.

 

Klinische Befunde
AZ reduziert, EZ deutlich reduziert, Haut: blass, kein Exanthem. HNO: Augen/Ohren äußerlich unauffällig, Nase frei, Zunge feucht, TF bds grau spiegelnd, Rachen nicht gerötet, Tonsillen nicht belegt, keine Lymphknotenschwellung, Cor: rein und rhythmisch, kein pathologisches Nebengeräusch, Pulmo: Vesikuläratmen, seitengleich belüftet, keine RG, Abdomen: weich, kein Druckschmerz, keine Abwehrspannung, Peristaltik regelrecht, Nierenlager indolent, Statomotorischer Entwicklungsstand retardiert, starke dystone Bewegungsstörung.

Somatische Daten
Aufnahmegewicht: 12.000 kg
Körperlänge: 104.0cm
BMI: 11.1 kg/m2


Laborbefunde
Labor vom 21.03.2008:
Blutbild und Differenzierung: Hb 6.82 mmol/I, Hk 0.33, Leukozyten 15.04 GPt/l, Thrombozyten 449 GPtll, Erythrozyten 4.41 TPtll, MCH 1.55 fmol, MCHC 20.1 mmol/I, MCV 77 fl, 2% Stabkernige Gran., 72% Segmentkernige Gran., 21.0% Lymphozyten, 5.0% Monozyten,

Normalwerte für Creatinin, Gesamteiweiß, Albumin, Kalzium, gGT, Ammoniak, ACE, Folsäure, Ferritin, immunglobuline, HDL-Cholesterol, LDL-Cholesterol, Mikroelektrolyte


Urinanalytik normwertig.


Auffällig: ALAT 0.98IJmol/l*s, ASAT 1.78IJmol/l*s, Lactat 2.84 mmol/I, CK 6.82IJmol/l*s, CK¬MB 0.66 IJmol/l*s, LDH 8.81 IJmol/l*s, Vitamin B 12 stark erhöt bei 1958 pg/ml (n: 211-911), Triglyceride 1.68 mmol/I, Cholesterol 5.82 mmol/I,


Apparative Befunde
MRT Schädel 26.03.2008:
Befund ausstehend. Mündlich keine Stammganglienveränderung, altergerechter Myelinisierungsstand, keine Fehlbildung.


Sonoqraphie Abdomen 26.03.2008:
Normalbefund, kein Anhalt für Hepatopathie.


Konsiliarbefunde
Augenarzt vom 27.03.2008:
Va R/L reizfrei, Fd R/L:Papille randscharf, tempo etwas blasser, Makula ae. VECP R/L: Latenz ud Amplitude etwas reduziert.
ophtalmologischer guter Befund.


Verlauf
Die stationäre Übernahme …. erfolgte bei progredienter dystoner Bewegungsstörung unter L-Dopa Therapie. Bei Aufnahme fiel ein stark unruhiges Kind mit ausgeprägter Dyskinesie

 

- 3 -

auf. Bereits im Vorfeld war eine Therapieumstellung auf Tiapridex erfolgt und eine Reduktion von L-Dopa initiiert worden. Wir führten zudem Haloperidol in die Medikation ein, woraus jedoch kein positiver Effekt erzielt werden konnte, sodass wir die Therapie nach drei Tagen erneut beendeten. Unter der Dosis-Steigerung von Tiapridex zeigte sich erfreulicherweise im Verlauf eine deutliche Besserung der Bewegungsstörung, Nancy war zunehmend interessiert und deutlich wacher, die nächtlichen Unruhephasen nahmen ab.

Eine Therapie mit Valproat wurde derzeit von der Kindsmutter abgelehnt.

Wir führten am 26.03.2008 eine erneute MRT Untersuchung des Schädels in Narkose durch, der schriftliche Befund war zum Zeitpunkt der Entlassung ausstehend. Mündlich zeigte sich ein unauffälliger hirnmorphologischer Befund, insbesondere keine Anhalt für eine Veränderung im Bereich der Stammganglien.

Wir empfehlen im Verlauf eine erneute gastroskopische Kontrolle, ein Termin hierzu wird noch schriftlich mitgeteilt.

Aufgrund der schwierigen Ernährungssituation unter der Dystonie verabreichten wir hochkalorische Drinks, wir bitten um regelmäßige Gewichtskontrollen, bei Fortbestehen der Ernährungsprobleme sollte über eine PEG-Anlage erneut diskutiert werden.

Bei Aufnahme fiel eine leichte Transaminasen- und Muskelenzymerhöhung auf, die im Verlauf rückläufig war. Wir bitten um eine weitere laborchemische Kontrolle im Verlauf.
Wir freuen uns Nancy am 27.03.2008 in stabilem Allgemeinzustand zu Ihnen zurückzuverlegen.

Mit freundlichen Grüßen "

 

 

 

Zusötzlich der anonymisierten Abschlußbericht der Uniklinik vom 25.3.2008 an das Reha-Zentrum, in dem Nancy damals untergebracht war. Er trägt zwar das gleiche Datum, gibt jedoch die Erkenntnisse des neuerlichen Klinikaufenthaltes vom 28.4. - 2.5.08 wider:

 

 

" Universitätsklinikum .....
………..
Nachrichtlich an:
…….

 

Vorläufiger Entlassungsbrief

 

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über die

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über die

Nancy G…………,
………

die sich in der Zeit vom 20.03.2008 bis 27.03.2008 und in der Zeit vom 28.4. - 2.5.2008 in unserer stationären Behandlung befand.

Diagnosen:
G25.9 hyperkinetische extrapyramidale Bewegungsstörung
G24.9 Dyston-athethotische Bewegungsstörung
F83 Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen
E34.3 Kleinwuchs und Dystrophie
R45.1 Ruhelosigkeit und Erregung
F79.9 Nicht näher bezeichnete Intelligenzstörung, ohne Angabe
einer Verhaltensstörung
G 47.2 Störungen des Schlaf-Wach- Rhythmus
G50.9 V. a. Eisenmangelanämie


Therapie
Dormicum Lv., L-Dopa, Tiapridex, Antra mups, Me/atonin, Haloperidol, Badofen, Chloralhydrat, Nystatin Zink Salbe, Neurocil, Promethazin, Midazolam, Rivotril, Diazepam, Bioni, Otriven-NT Homöopathika wechselnde Präparate (alle 5 - 7 Tage)

Entlassungsmedikation
Antra mups 10 mg - 0 - 10 mg
Nacl-NT 4x /Tag
Melatonin zur Nacht möglich


Procedere
- WA zur Kontroll-Gastroskopie am 14.5.2008
- EEG Kontrolle

Anamnese
Die ausführliche Anamnese unserer gemeinsamem Patientin bitten wir freundlicherweise als bekannt voraussetzen zu dürfen.

Die aktuelle Übernahme aus dem Rehabilitationszentrum …. erfolgte bei akuter Verschlechterung der extrapyramidalen Bewegungsstörung seit ca. 2 Wochen. Bei bereits umfangreicher Diagnostik (inkl. MRT und Neurotransmitter) hatten sich bislang keine richtungsweisenden Befunde in der Zuordnung zu einer Grunderkrankung ergeben. Seit ca. einem Jahr Therapieversuch mit L-Dopa mit initial gutem Ansprechen, jetzige Erhöhung der Dosis sei jedoch ohne Wirkung. Zudem auch ausgeprägte nächtliche Unruhezustände, kein Durchschlafen trotz medikamentöser Induktion zu errreichen.


Klinische Befunde
Status 20.3.2008
AZ reduziert, EZ deutlich reduziert, Haut: blass, kein Exanthem. HNO: Augen/Ohren äußerlich unauffällig, Nase frei, Zunge feucht, TF bds grau spiegelnd, Rachen nicht gerötet, Tonsillen nicht belegt, keine Lymphknotenschwellung, Cor: rein und rhythmisch, kein pathologisches Nebengeräusch, Pulmo: Vesikuläratmen, seitengleich belüftet, keine RG, Abdomen: weich, kein Druckschmerz, keine Abwehrspannung, Peristaltik regelrecht, Nierenlager indolent, Komplexe Entwicklungsverzögerung, kein freier Sitz, ausgeprägte Bewegungsunruhe mit extrapyramidaler Bewegungsstörung mit athethotisch-choreatischer Bewegungen der oberen Extremität und vermehrt einschießenden Bewegungen der untereren Extremität.


Status 28.4.2008
Haut: Rhagaden im Mundwinkelbereich, Schleimhäute feucht, kleine Erosien an der Unterlippe links.
Cor: HA rein und rhythmisch, normofrequent, Pulmo: bds. symmetrische Belüfftung, keine Rasselgaräusche, keine Obstruktion. Abdomen: weiche Bauchdecken, keine AWS, keine Druckdolenz soweit beurteilbar, Peristaltik regelrecht. Keine Lymphknotenschwellung. Weiterhin ausgeprägte Bewegungsunruhe extrapyramidaler Bewegungsstörung mit athethotisch-choreatischer Bewegungen der oberen Extremität und vermehrt einschießenden Bewegungen der untereren Extremität, etwas gebessert als zum Aufnahmezeitpunkt.
Gewicht 11,7 kilo


Somatische Daten
Aufnahmegewicht: 12.000 kg
Körperlänge: 104.0 cm
BMI: 11.1 kg/m2


Laborbefunde

Labor vom 21.03.2008:
Blutbild und Differenzierung: Hb 6.82 mmol/I, Hk 0.33, Leukozyten 15.04 GPtll, Thrombozyten 449 GPtll, Erythrozyten 4.41 TPt/', MCH 1.55 fmol, MCHC 20.1 mmol/', MCV 77 fl, 2% Stabkernige Gran., 72% Segmentkernige Gran., 21.0% Lymphozyten, 5.0% Monozyten,

Normalwerte für Creatinin, Gesamteiweiß, Albumin, Kalzium, gGT, Ammoniak, ACE, Folsäure, Ferritin, immunglobuline, HDL-Cholesterol, LDL-Cholesterol, Mikroelektrolyte

Urinanalytik normwertig.

Auffällig: ALA T 0.98 fJmolll*s, ASA T 1.78 fJmolll*s, Lactat 2.84 mmol/I, CK 6.82 fJmol/l*s, CK¬MB 0.66 fJmolll*s, LOH 8.81 fJmol/l*s, Vitamin B 12 stark erhöht bei 1958 pg/ml (n: 211-911), Triglyceride 1.68 mmol/I, Cholesterol 5.82 mmol/I,


Labor (28.4.08)
Hkt 0,33; Hb 6,59 mmol/, Leuko 17,6 Gptl" Thromb 524 GptlJ, Vit B12 1607 pg/ml (211-911)
Normalwerte: Alat, Asat, Krea, gGT, CK, CKMB, AP, Phos, Lipase, Transferrin, Ferritin, CRP, Mg, Cortisol, IgA, IgM, IgG, TSH, T4, FT4, Zink
Urinsediment
ausstehend: Vit. E, IGF1, IGFB3


Apparative Befunde
MRT Schädel 26.03.2008:
Unauffälliges supra- und infratentorielles Hirnparenchym. Normal weite innere und äußere Liquorräume. Kein Anhalt für eine intrakranielle Raumforderung, Fehlbildung oder Demyelinisierung. Kein Anhalt für einen Mb. Hallervorden-Spatz.


Sonographie Abdomen 26.03.2008: Normalbefund, kein Anhalt für Hepatopathie.

Echo (28.4.2008):
Kein Vitium Cordis, keine Kardiomyopathie, keine PHT.

EKG (28.4.2008)

Konsiliarbefunde
Auqenarzt vom 27.03.2008:
Va R/L reizfrei, Fd R/L:Papille randscharf, temp. etwas blasser, Makula ae.
VECP R/L: Latenz und Amplitude etwas reduziert. ophtalmologischer guter Befund.

Verlauf
Die stationäre Übernahme aus dem Rehabilitationszentrum, K....... am 20.3. erfolgte bei progredienter dystoner Bewegungsstörung unter L-Dopa Therapie. Bei Aufnahme fiel ein stark unruhiges Kind mit ausgeprägten athethotischen Dyskinesien insbesondere der Extremitäten auf. Bereits im Vorfeld war eine Therapieumstellung auf Tiapridex erfolgt und eine Reduktion von L¬Dopa initiiert worden. Wir führten zudem Haloperidol in die Medikation ein, woraus jedoch kein positiver Effekt erzielt werden konnte, sodass wir die Therapie nach drei Tagen erneut beendeten. Unter der Dosis-Steigerung von Tiapridex zeigte sich erfreulicherweise im Verlauf eine deutliche Besserung der Bewegungsstörung, Nancy war zunehmend interessiert und deutlich wacher, die nächtlichen Unruhephasen nahmen ab. Eine Therapie mit Valproat wurde derzeit von der Kindsmutter nicht gewünscht. Wir führten am 26.03.2008 eine erneute MRT Untersuchung des Schädels in Narkose durch, der schriftliche Befund war zum Zeitpunkt der Verlegung ausstehend. Mündlich zeigte sich ein unauffälliger hirnmorphologischer Befund, insbesondere keine Anhalt für eine Veränderung im Bereich der Stammganglien.

Wir empfehlen im Verlauf eine erneute gastroskopische Kontrolle, ein Termin hierzu wird noch schriftlich mitgeteilt. Aufgrund der schwierigen Ernährungssituation unter der Dystonie verabreichten wir hochkalorische Drinks, wir bitten um regelmäßige Gewichtskontrollen, bei Fortbestehen der Ernährungsprobleme sollte über eine PEG-Anlage erneut diskutiert werden, bei Aufnahme fiel eine leichte Transaminasen- und Muskelenzymerhöhung auf, die im Verlauf rückläufig war. Wir bitten um eine weitere laborchemische Kontrolle im Verlauf.

Wir freuen uns Nancy am 27.03.2008 in stabilem Allgemeinzustand zu Ihnen zurückzuverlegen und danken für die rasche Übernahme.


Die akute Wiederaufnahme am 28.4.2008 aus dem Rehabilitationsszentrum für Kinder- und Jugendliche K….. erfolgte bei rezidivierenden Hypoglykämien und Azidose.
Unter Tiapridex hatte sich der Zustand von Nancy weiter stabilisiert. Gegen Ostern hatte Frau G. in Rücksprache mit Herrn dipl. rer. pol. Melhorn, dem behandelnden Heilpraktiker, der Nancy noch nicht gesehen hat, eine homöopathische Therapie begonnen. Frau G. sah den Erfolg der Stabilisierung in der Gabe der Homöopathika begründet und wünschte ab dem 14.4. eine Reduktion des Tiapridex, endgültigen Beendigung der Gabe am 28.4.2008. Am 22.4. kam es nach zweimaligen Erbrechen zu einem Temperaturanstieg auf max. 39°C, ohne Infektzeichen. Die Blutgasanalysen zeigten eine Azidose und Hypoglykämien mit positiven Ketonkörpernachweis, die sich unter Glukoseinfusion besserten. Die Verlegung erfolgte zur weiteren Diagnostik.

Nancy fieberte am 28.4. bis max. 38,6° und entfieberte am 1.5. endgültig. Es kam zu keinem weiteren Erbrechen. Die BZ-Werte und Blutgasanalysen waren allzeit im Normbereich, sodaß retrospektiv der Verdacht auf ein Hypoglykämie und Azidose im Rahmen eines Infektes mit azetonämischen Erbrechens besteht. Im Vergleich zum Entlassungsstatus am 27.3. konnte wieder eine deutliche Zunahme der extrapyramidalen Bewegungsstörung beobachtet werden, Nancy befand sich in ununterbrochenener Bewegungsunruhe. Nach längeren Gesprächen mit Frau Gahse wünschte diese keine erneute schulmedizinische Behandlung der extrapyramidalen Bewegungsstörung oder Gabe weitere Medikamente. Daher beschränkten wir die Diagnostik im Rahmen des kurzen stationären Aufenthaltes auf die Kontrolle der Blutgasanalysen, BZ-Werte und Labordiagnostik, die normwertig blieben. Eine diagnostische ( Anmerkung des Verfassers: weiterer Text fehlt hier )

Auffällig war erneut eine Erhöhung des Vit. B12-Wertes. Überdosierungen sind vor allem medikmentös beschrieben, sodaß wir Frau G. eine Rücksprache mit Herr Melhorn, dem Heilpraktiker empfahlen. Weiterhin imponierte im Blutbild eine normozytäre Anämie, die wir im Zusammenhang mit dem erniedrigten Eisen und der Transferrinsättigung und bekannter Ösophagitis am ehesten als Eisenmangelanämie werten. In Rücksprache mit OA Dr. L...... erfolgt die Kontrollgastroskopie an o.g. Termin. Bis dahin sollte zunächst die Protonenpumpen-Hemmer-Gabe fortgeführt werden ohne Fe-Supplementation.
Wir verlegen Nancy in stabilen AZ und zarten EZ und danken für die rasche Übernahme. Wir verweisen auf o.g. Empfehlungen.

Mit freundlichen Grüßen
………..

Leiterin der Abteilung Neuropädiatrie "

 

 

Zusötzlich der anonymisierten Abschlußbericht der Uniklinik vom 25.3.2008 an das Reha-Zentrum, in dem Nancy damals untergebracht war. Er trägt zwar das gleiche Datum, gibt jedoch die Erkenntnisse des neuerlichen Klinikaufenthaltes vom 28.4. - 2.5.08 wider:

 

 

" Universitätsklinikum .....
………..
Nachrichtlich an:
…….

 

Vorläufiger Entlassungsbrief

 

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über die

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über die

Nancy G…………,
………

die sich in der Zeit vom 20.03.2008 bis 27.03.2008 und in der Zeit vom 28.4. - 2.5.2008 in unserer stationären Behandlung befand.

Diagnosen:
G25.9 hyperkinetische extrapyramidale Bewegungsstörung
G24.9 Dyston-athethotische Bewegungsstörung
F83 Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen
E34.3 Kleinwuchs und Dystrophie
R45.1 Ruhelosigkeit und Erregung
F79.9 Nicht näher bezeichnete Intelligenzstörung, ohne Angabe
einer Verhaltensstörung
G 47.2 Störungen des Schlaf-Wach- Rhythmus
G50.9 V. a. Eisenmangelanämie


Therapie
Dormicum Lv., L-Dopa, Tiapridex, Antra mups, Me/atonin, Haloperidol, Badofen, Chloralhydrat, Nystatin Zink Salbe, Neurocil, Promethazin, Midazolam, Rivotril, Diazepam, Bioni, Otriven-NT Homöopathika wechselnde Präparate (alle 5 - 7 Tage)

Entlassungsmedikation
Antra mups 10 mg - 0 - 10 mg
Nacl-NT 4x /Tag
Melatonin zur Nacht möglich


Procedere
- WA zur Kontroll-Gastroskopie am 14.5.2008
- EEG Kontrolle

Anamnese
Die ausführliche Anamnese unserer gemeinsamem Patientin bitten wir freundlicherweise als bekannt voraussetzen zu dürfen.

Die aktuelle Übernahme aus dem Rehabilitationszentrum …. erfolgte bei akuter Verschlechterung der extrapyramidalen Bewegungsstörung seit ca. 2 Wochen. Bei bereits umfangreicher Diagnostik (inkl. MRT und Neurotransmitter) hatten sich bislang keine richtungsweisenden Befunde in der Zuordnung zu einer Grunderkrankung ergeben. Seit ca. einem Jahr Therapieversuch mit L-Dopa mit initial gutem Ansprechen, jetzige Erhöhung der Dosis sei jedoch ohne Wirkung. Zudem auch ausgeprägte nächtliche Unruhezustände, kein Durchschlafen trotz medikamentöser Induktion zu errreichen.


Klinische Befunde
Status 20.3.2008
AZ reduziert, EZ deutlich reduziert, Haut: blass, kein Exanthem. HNO: Augen/Ohren äußerlich unauffällig, Nase frei, Zunge feucht, TF bds grau spiegelnd, Rachen nicht gerötet, Tonsillen nicht belegt, keine Lymphknotenschwellung, Cor: rein und rhythmisch, kein pathologisches Nebengeräusch, Pulmo: Vesikuläratmen, seitengleich belüftet, keine RG, Abdomen: weich, kein Druckschmerz, keine Abwehrspannung, Peristaltik regelrecht, Nierenlager indolent, Komplexe Entwicklungsverzögerung, kein freier Sitz, ausgeprägte Bewegungsunruhe mit extrapyramidaler Bewegungsstörung mit athethotisch-choreatischer Bewegungen der oberen Extremität und vermehrt einschießenden Bewegungen der untereren Extremität.


Status 28.4.2008
Haut: Rhagaden im Mundwinkelbereich, Schleimhäute feucht, kleine Erosien an der Unterlippe links.
Cor: HA rein und rhythmisch, normofrequent, Pulmo: bds. symmetrische Belüfftung, keine Rasselgaräusche, keine Obstruktion. Abdomen: weiche Bauchdecken, keine AWS, keine Druckdolenz soweit beurteilbar, Peristaltik regelrecht. Keine Lymphknotenschwellung. Weiterhin ausgeprägte Bewegungsunruhe extrapyramidaler Bewegungsstörung mit athethotisch-choreatischer Bewegungen der oberen Extremität und vermehrt einschießenden Bewegungen der untereren Extremität, etwas gebessert als zum Aufnahmezeitpunkt.
Gewicht 11,7 kilo


Somatische Daten
Aufnahmegewicht: 12.000 kg
Körperlänge: 104.0 cm
BMI: 11.1 kg/m2


Laborbefunde

Labor vom 21.03.2008:
Blutbild und Differenzierung: Hb 6.82 mmol/I, Hk 0.33, Leukozyten 15.04 GPtll, Thrombozyten 449 GPtll, Erythrozyten 4.41 TPt/', MCH 1.55 fmol, MCHC 20.1 mmol/', MCV 77 fl, 2% Stabkernige Gran., 72% Segmentkernige Gran., 21.0% Lymphozyten, 5.0% Monozyten,

Normalwerte für Creatinin, Gesamteiweiß, Albumin, Kalzium, gGT, Ammoniak, ACE, Folsäure, Ferritin, immunglobuline, HDL-Cholesterol, LDL-Cholesterol, Mikroelektrolyte

Urinanalytik normwertig.

Auffällig: ALA T 0.98 fJmolll*s, ASA T 1.78 fJmolll*s, Lactat 2.84 mmol/I, CK 6.82 fJmol/l*s, CK¬MB 0.66 fJmolll*s, LOH 8.81 fJmol/l*s, Vitamin B 12 stark erhöht bei 1958 pg/ml (n: 211-911), Triglyceride 1.68 mmol/I, Cholesterol 5.82 mmol/I,


Labor (28.4.08)
Hkt 0,33; Hb 6,59 mmol/, Leuko 17,6 Gptl" Thromb 524 GptlJ, Vit B12 1607 pg/ml (211-911)
Normalwerte: Alat, Asat, Krea, gGT, CK, CKMB, AP, Phos, Lipase, Transferrin, Ferritin, CRP, Mg, Cortisol, IgA, IgM, IgG, TSH, T4, FT4, Zink
Urinsediment
ausstehend: Vit. E, IGF1, IGFB3


Apparative Befunde
MRT Schädel 26.03.2008:
Unauffälliges supra- und infratentorielles Hirnparenchym. Normal weite innere und äußere Liquorräume. Kein Anhalt für eine intrakranielle Raumforderung, Fehlbildung oder Demyelinisierung. Kein Anhalt für einen Mb. Hallervorden-Spatz.


Sonographie Abdomen 26.03.2008: Normalbefund, kein Anhalt für Hepatopathie.

Echo (28.4.2008):
Kein Vitium Cordis, keine Kardiomyopathie, keine PHT.

EKG (28.4.2008)

Konsiliarbefunde
Auqenarzt vom 27.03.2008:
Va R/L reizfrei, Fd R/L:Papille randscharf, temp. etwas blasser, Makula ae.
VECP R/L: Latenz und Amplitude etwas reduziert. ophtalmologischer guter Befund.

Verlauf
Die stationäre Übernahme aus dem Rehabilitationszentrum, K....... am 20.3. erfolgte bei progredienter dystoner Bewegungsstörung unter L-Dopa Therapie. Bei Aufnahme fiel ein stark unruhiges Kind mit ausgeprägten athethotischen Dyskinesien insbesondere der Extremitäten auf. Bereits im Vorfeld war eine Therapieumstellung auf Tiapridex erfolgt und eine Reduktion von L¬Dopa initiiert worden. Wir führten zudem Haloperidol in die Medikation ein, woraus jedoch kein positiver Effekt erzielt werden konnte, sodass wir die Therapie nach drei Tagen erneut beendeten. Unter der Dosis-Steigerung von Tiapridex zeigte sich erfreulicherweise im Verlauf eine deutliche Besserung der Bewegungsstörung, Nancy war zunehmend interessiert und deutlich wacher, die nächtlichen Unruhephasen nahmen ab. Eine Therapie mit Valproat wurde derzeit von der Kindsmutter nicht gewünscht. Wir führten am 26.03.2008 eine erneute MRT Untersuchung des Schädels in Narkose durch, der schriftliche Befund war zum Zeitpunkt der Verlegung ausstehend. Mündlich zeigte sich ein unauffälliger hirnmorphologischer Befund, insbesondere keine Anhalt für eine Veränderung im Bereich der Stammganglien.

Wir empfehlen im Verlauf eine erneute gastroskopische Kontrolle, ein Termin hierzu wird noch schriftlich mitgeteilt. Aufgrund der schwierigen Ernährungssituation unter der Dystonie verabreichten wir hochkalorische Drinks, wir bitten um regelmäßige Gewichtskontrollen, bei Fortbestehen der Ernährungsprobleme sollte über eine PEG-Anlage erneut diskutiert werden, bei Aufnahme fiel eine leichte Transaminasen- und Muskelenzymerhöhung auf, die im Verlauf rückläufig war. Wir bitten um eine weitere laborchemische Kontrolle im Verlauf.

Wir freuen uns Nancy am 27.03.2008 in stabilem Allgemeinzustand zu Ihnen zurückzuverlegen und danken für die rasche Übernahme.


Die akute Wiederaufnahme am 28.4.2008 aus dem Rehabilitationsszentrum für Kinder- und Jugendliche K….. erfolgte bei rezidivierenden Hypoglykämien und Azidose.
Unter Tiapridex hatte sich der Zustand von Nancy weiter stabilisiert. Gegen Ostern hatte Frau G. in Rücksprache mit Herrn dipl. rer. pol. Melhorn, dem behandelnden Heilpraktiker, der Nancy noch nicht gesehen hat, eine homöopathische Therapie begonnen. Frau G. sah den Erfolg der Stabilisierung in der Gabe der Homöopathika begründet und wünschte ab dem 14.4. eine Reduktion des Tiapridex, endgültigen Beendigung der Gabe am 28.4.2008. Am 22.4. kam es nach zweimaligen Erbrechen zu einem Temperaturanstieg auf max. 39°C, ohne Infektzeichen. Die Blutgasanalysen zeigten eine Azidose und Hypoglykämien mit positiven Ketonkörpernachweis, die sich unter Glukoseinfusion besserten. Die Verlegung erfolgte zur weiteren Diagnostik.

Nancy fieberte am 28.4. bis max. 38,6° und entfieberte am 1.5. endgültig. Es kam zu keinem weiteren Erbrechen. Die BZ-Werte und Blutgasanalysen waren allzeit im Normbereich, sodaß retrospektiv der Verdacht auf ein Hypoglykämie und Azidose im Rahmen eines Infektes mit azetonämischen Erbrechens besteht. Im Vergleich zum Entlassungsstatus am 27.3. konnte wieder eine deutliche Zunahme der extrapyramidalen Bewegungsstörung beobachtet werden, Nancy befand sich in ununterbrochenener Bewegungsunruhe. Nach längeren Gesprächen mit Frau Gahse wünschte diese keine erneute schulmedizinische Behandlung der extrapyramidalen Bewegungsstörung oder Gabe weitere Medikamente. Daher beschränkten wir die Diagnostik im Rahmen des kurzen stationären Aufenthaltes auf die Kontrolle der Blutgasanalysen, BZ-Werte und Labordiagnostik, die normwertig blieben. Eine diagnostische ( Anmerkung des Verfassers: weiterer Text fehlt hier )

Auffällig war erneut eine Erhöhung des Vit. B12-Wertes. Überdosierungen sind vor allem medikmentös beschrieben, sodaß wir Frau G. eine Rücksprache mit Herr Melhorn, dem Heilpraktiker empfahlen. Weiterhin imponierte im Blutbild eine normozytäre Anämie, die wir im Zusammenhang mit dem erniedrigten Eisen und der Transferrinsättigung und bekannter Ösophagitis am ehesten als Eisenmangelanämie werten. In Rücksprache mit OA Dr. L...... erfolgt die Kontrollgastroskopie an o.g. Termin. Bis dahin sollte zunächst die Protonenpumpen-Hemmer-Gabe fortgeführt werden ohne Fe-Supplementation.
Wir verlegen Nancy in stabilen AZ und zarten EZ und danken für die rasche Übernahme. Wir verweisen auf o.g. Empfehlungen.

Mit freundlichen Grüßen
………..

Leiterin der Abteilung Neuropädiatrie "

 

 

Zusätzlich der anonymisierten Entlassungsbericht der Uniklinik vom 25.3.2008 an das Reha-Zentrum, in dem Nancy damals untergebracht war. Er trägt zwar das gleiche Datum, gibt jedoch die Erkenntnisse des neuerlichen Klinikaufenthaltes vom 28.4. - 2.5.08 wider.

 

 

" Universitätsklinikum .....
………..
Nachrichtlich an:
…….

 

Vorläufiger Entlassungsbrief

 

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über die

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über die

Nancy G…………,
………

die sich in der Zeit vom 20.03.2008 bis 27.03.2008 und in der Zeit vom 28.4. - 2.5.2008 in unserer stationären Behandlung befand.

Diagnosen:
G25.9 hyperkinetische extrapyramidale Bewegungsstörung
G24.9 Dyston-athethotische Bewegungsstörung
F83 Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen
E34.3 Kleinwuchs und Dystrophie
R45.1 Ruhelosigkeit und Erregung
F79.9 Nicht näher bezeichnete Intelligenzstörung, ohne Angabe
einer Verhaltensstörung
G 47.2 Störungen des Schlaf-Wach- Rhythmus
G50.9 V. a. Eisenmangelanämie


Therapie
Dormicum Lv., L-Dopa, Tiapridex, Antra mups, Me/atonin, Haloperidol, Badofen, Chloralhydrat, Nystatin Zink Salbe, Neurocil, Promethazin, Midazolam, Rivotril, Diazepam, Bioni, Otriven-NT Homöopathika wechselnde Präparate (alle 5 - 7 Tage)

Entlassungsmedikation
Antra mups 10 mg - 0 - 10 mg
Nacl-NT 4x /Tag
Melatonin zur Nacht möglich


Procedere
- WA zur Kontroll-Gastroskopie am 14.5.2008
- EEG Kontrolle

Anamnese
Die ausführliche Anamnese unserer gemeinsamem Patientin bitten wir freundlicherweise als bekannt voraussetzen zu dürfen.

Die aktuelle Übernahme aus dem Rehabilitationszentrum …. erfolgte bei akuter Verschlechterung der extrapyramidalen Bewegungsstörung seit ca. 2 Wochen. Bei bereits umfangreicher Diagnostik (inkl. MRT und Neurotransmitter) hatten sich bislang keine richtungsweisenden Befunde in der Zuordnung zu einer Grunderkrankung ergeben. Seit ca. einem Jahr Therapieversuch mit L-Dopa mit initial gutem Ansprechen, jetzige Erhöhung der Dosis sei jedoch ohne Wirkung. Zudem auch ausgeprägte nächtliche Unruhezustände, kein Durchschlafen trotz medikamentöser Induktion zu errreichen.


Klinische Befunde
Status 20.3.2008
AZ reduziert, EZ deutlich reduziert, Haut: blass, kein Exanthem. HNO: Augen/Ohren äußerlich unauffällig, Nase frei, Zunge feucht, TF bds grau spiegelnd, Rachen nicht gerötet, Tonsillen nicht belegt, keine Lymphknotenschwellung, Cor: rein und rhythmisch, kein pathologisches Nebengeräusch, Pulmo: Vesikuläratmen, seitengleich belüftet, keine RG, Abdomen: weich, kein Druckschmerz, keine Abwehrspannung, Peristaltik regelrecht, Nierenlager indolent, Komplexe Entwicklungsverzögerung, kein freier Sitz, ausgeprägte Bewegungsunruhe mit extrapyramidaler Bewegungsstörung mit athethotisch-choreatischer Bewegungen der oberen Extremität und vermehrt einschießenden Bewegungen der untereren Extremität.


Status 28.4.2008
Haut: Rhagaden im Mundwinkelbereich, Schleimhäute feucht, kleine Erosien an der Unterlippe links.
Cor: HA rein und rhythmisch, normofrequent, Pulmo: bds. symmetrische Belüfftung, keine Rasselgaräusche, keine Obstruktion. Abdomen: weiche Bauchdecken, keine AWS, keine Druckdolenz soweit beurteilbar, Peristaltik regelrecht. Keine Lymphknotenschwellung. Weiterhin ausgeprägte Bewegungsunruhe extrapyramidaler Bewegungsstörung mit athethotisch-choreatischer Bewegungen der oberen Extremität und vermehrt einschießenden Bewegungen der untereren Extremität, etwas gebessert als zum Aufnahmezeitpunkt.
Gewicht 11,7 kilo


Somatische Daten
Aufnahmegewicht: 12.000 kg
Körperlänge: 104.0 cm
BMI: 11.1 kg/m2


Laborbefunde

Labor vom 21.03.2008:
Blutbild und Differenzierung: Hb 6.82 mmol/I, Hk 0.33, Leukozyten 15.04 GPtll, Thrombozyten 449 GPtll, Erythrozyten 4.41 TPt/', MCH 1.55 fmol, MCHC 20.1 mmol/', MCV 77 fl, 2% Stabkernige Gran., 72% Segmentkernige Gran., 21.0% Lymphozyten, 5.0% Monozyten,

Normalwerte für Creatinin, Gesamteiweiß, Albumin, Kalzium, gGT, Ammoniak, ACE, Folsäure, Ferritin, immunglobuline, HDL-Cholesterol, LDL-Cholesterol, Mikroelektrolyte

Urinanalytik normwertig.

Auffällig: ALA T 0.98 fJmolll*s, ASA T 1.78 fJmolll*s, Lactat 2.84 mmol/I, CK 6.82 fJmol/l*s, CK¬MB 0.66 fJmolll*s, LOH 8.81 fJmol/l*s, Vitamin B 12 stark erhöht bei 1958 pg/ml (n: 211-911), Triglyceride 1.68 mmol/I, Cholesterol 5.82 mmol/I,


Labor (28.4.08)
Hkt 0,33; Hb 6,59 mmol/, Leuko 17,6 Gptl" Thromb 524 GptlJ, Vit B12 1607 pg/ml (211-911)
Normalwerte: Alat, Asat, Krea, gGT, CK, CKMB, AP, Phos, Lipase, Transferrin, Ferritin, CRP, Mg, Cortisol, IgA, IgM, IgG, TSH, T4, FT4, Zink
Urinsediment
ausstehend: Vit. E, IGF1, IGFB3


Apparative Befunde
MRT Schädel 26.03.2008:
Unauffälliges supra- und infratentorielles Hirnparenchym. Normal weite innere und äußere Liquorräume. Kein Anhalt für eine intrakranielle Raumforderung, Fehlbildung oder Demyelinisierung. Kein Anhalt für einen Mb. Hallervorden-Spatz.


Sonographie Abdomen 26.03.2008: Normalbefund, kein Anhalt für Hepatopathie.

Echo (28.4.2008):
Kein Vitium Cordis, keine Kardiomyopathie, keine PHT.

EKG (28.4.2008)

Konsiliarbefunde
Auqenarzt vom 27.03.2008:
Va R/L reizfrei, Fd R/L:Papille randscharf, temp. etwas blasser, Makula ae.
VECP R/L: Latenz und Amplitude etwas reduziert. ophtalmologischer guter Befund.

Verlauf
Die stationäre Übernahme aus dem Rehabilitationszentrum, K....... am 20.3. erfolgte bei progredienter dystoner Bewegungsstörung unter L-Dopa Therapie. Bei Aufnahme fiel ein stark unruhiges Kind mit ausgeprägten athethotischen Dyskinesien insbesondere der Extremitäten auf. Bereits im Vorfeld war eine Therapieumstellung auf Tiapridex erfolgt und eine Reduktion von L¬Dopa initiiert worden. Wir führten zudem Haloperidol in die Medikation ein, woraus jedoch kein positiver Effekt erzielt werden konnte, sodass wir die Therapie nach drei Tagen erneut beendeten. Unter der Dosis-Steigerung von Tiapridex zeigte sich erfreulicherweise im Verlauf eine deutliche Besserung der Bewegungsstörung, Nancy war zunehmend interessiert und deutlich wacher, die nächtlichen Unruhephasen nahmen ab. Eine Therapie mit Valproat wurde derzeit von der Kindsmutter nicht gewünscht. Wir führten am 26.03.2008 eine erneute MRT Untersuchung des Schädels in Narkose durch, der schriftliche Befund war zum Zeitpunkt der Verlegung ausstehend. Mündlich zeigte sich ein unauffälliger hirnmorphologischer Befund, insbesondere keine Anhalt für eine Veränderung im Bereich der Stammganglien.

Wir empfehlen im Verlauf eine erneute gastroskopische Kontrolle, ein Termin hierzu wird noch schriftlich mitgeteilt. Aufgrund der schwierigen Ernährungssituation unter der Dystonie verabreichten wir hochkalorische Drinks, wir bitten um regelmäßige Gewichtskontrollen, bei Fortbestehen der Ernährungsprobleme sollte über eine PEG-Anlage erneut diskutiert werden, bei Aufnahme fiel eine leichte Transaminasen- und Muskelenzymerhöhung auf, die im Verlauf rückläufig war. Wir bitten um eine weitere laborchemische Kontrolle im Verlauf.

Wir freuen uns Nancy am 27.03.2008 in stabilem Allgemeinzustand zu Ihnen zurückzuverlegen und danken für die rasche Übernahme.


Die akute Wiederaufnahme am 28.4.2008 aus dem Rehabilitationsszentrum für Kinder- und Jugendliche K….. erfolgte bei rezidivierenden Hypoglykämien und Azidose.
Unter Tiapridex hatte sich der Zustand von Nancy weiter stabilisiert. Gegen Ostern hatte Frau G. in Rücksprache mit Herrn dipl. rer. pol. Melhorn, dem behandelnden Heilpraktiker, der Nancy noch nicht gesehen hat, eine homöopathische Therapie begonnen. Frau G. sah den Erfolg der Stabilisierung in der Gabe der Homöopathika begründet und wünschte ab dem 14.4. eine Reduktion des Tiapridex, endgültigen Beendigung der Gabe am 28.4.2008. Am 22.4. kam es nach zweimaligen Erbrechen zu einem Temperaturanstieg auf max. 39°C, ohne Infektzeichen. Die Blutgasanalysen zeigten eine Azidose und Hypoglykämien mit positiven Ketonkörpernachweis, die sich unter Glukoseinfusion besserten. Die Verlegung erfolgte zur weiteren Diagnostik.

Nancy fieberte am 28.4. bis max. 38,6° und entfieberte am 1.5. endgültig. Es kam zu keinem weiteren Erbrechen. Die BZ-Werte und Blutgasanalysen waren allzeit im Normbereich, sodaß retrospektiv der Verdacht auf ein Hypoglykämie und Azidose im Rahmen eines Infektes mit azetonämischen Erbrechens besteht. Im Vergleich zum Entlassungsstatus am 27.3. konnte wieder eine deutliche Zunahme der extrapyramidalen Bewegungsstörung beobachtet werden, Nancy befand sich in ununterbrochenener Bewegungsunruhe. Nach längeren Gesprächen mit Frau Gahse wünschte diese keine erneute schulmedizinische Behandlung der extrapyramidalen Bewegungsstörung oder Gabe weitere Medikamente. Daher beschränkten wir die Diagnostik im Rahmen des kurzen stationären Aufenthaltes auf die Kontrolle der Blutgasanalysen, BZ-Werte und Labordiagnostik, die normwertig blieben. Eine diagnostische ( Anmerkung des Verfassers: weiterer Text fehlt hier )

Auffällig war erneut eine Erhöhung des Vit. B12-Wertes. Überdosierungen sind vor allem medikmentös beschrieben, sodaß wir Frau G. eine Rücksprache mit Herr Melhorn, dem Heilpraktiker empfahlen. Weiterhin imponierte im Blutbild eine normozytäre Anämie, die wir im Zusammenhang mit dem erniedrigten Eisen und der Transferrinsättigung und bekannter Ösophagitis am ehesten als Eisenmangelanämie werten. In Rücksprache mit OA Dr. L...... erfolgt die Kontrollgastroskopie an o.g. Termin. Bis dahin sollte zunächst die Protonenpumpen-Hemmer-Gabe fortgeführt werden ohne Fe-Supplementation.
Wir verlegen Nancy in stabilen AZ und zarten EZ und danken für die rasche Übernahme. Wir verweisen auf o.g. Empfehlungen.

Mit freundlichen Grüßen
………..

Leiterin der Abteilung Neuropädiatrie "