Teil II des Artikels:
Herzinfarkt
- 3 Wege zum Infarkt
http://www.melhorn.de/Infarktwege
Seit Veröffentlichung dieser Erkenntnisse - also spätestens im Jahre 1971 - hätte es - allein in der BRD! - Millionen weniger Herzinfarkte und auch Infarkttote gegeben, wären diese Erkenntnisse pflichtgemäß von der sog. Schulemdizin übernommen und an die auszubildende Ärzteschaft herangetragen worden. Aber offenbar ging es imme nnur um Geld und Ansehen - nicht um die Patienten!
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Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60
Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:
"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist."Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/
Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unterZur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist
Inhaltsverzeichnis:
TEIL2
Zur Differentialdiagnose: Merkmale der Unterscheidung und Bestätigung
1.
Übersichtstabelle zum Gegensatz der Infarkttypen
2.
Bildschemata: Differentialdiagnose aus topologischer Befundanalyse
3.
Die Heidelberger Infarktstudie als Bestätigung
4. Die kanadische Infarktstudie als Bestätigung
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-http://www.melhorn.de/about/index3.htm
Zur
Differentialdiagnose:
Merkmale der Unterscheidung und Bestätigung
1. Übersichtstabelle zum Gegensatz der Infarkttypen:
| Myokardiogene Nekrosen (Infarkte)
|
Koronarogene Nekrosen (Infarkte) | ||
| Perrosions-lnfarzierung |
Aszendenzthrombotische
Infarzierung |
||
| Ursachen |
Alle
linksmyokardschädigenden „Risikofaktoren": Linksinsuffizienzen
aller Art, Hypertonien, Linkshypertrophien, Tachykardien, Katecholaminausschüttungen
durch Streß usw.; besonders bei Vorschäden des Linksmyokards nach
Infekten, Sport, Dystrophie usw. der Vorgeschichte. |
Koronarverschluß durch Embolie, Trauma usw. (doch praktisch nie durch Sklerose und Thrombose) |
|
| Vorstufe |
In diesen vorgeschädigten LIS: Kleinherd-Schäden und -Nekrosen, induziert durch Streß, Blutdruckkrise, Infekte, Katecholamine, besonders bei Linksinsuffizienzen mit Fehlregulation ihrer kardiogenen Hypertonie |
ohne Vorstufe sofort volle Nekrosegröße im Gebiet der verschlossenen Arterie(n) |
|
| Weiterwachsen zu Großnekrosen (Infarkten) durch: |
Perrosion: „Hindurch-Ätzen" von Lyso- Enzymen und anderen Nekrotoxinen aus nekrotischen Myokardzellen in die Umgebung und epikardwärts mit Nekrose weiterer Myokardzellen: zytolytischer Kettenprozeß |
Thrombose-Aszension: Kapillarthrombosen in den Nekrose-Kleinherden, Blutstagnation arterienwärts, Blutpendeln der LIS, „Hinaufmassieren" des Thrombosevorgangs, Verschluß höherer Intramuralgefäße, Verschlußnekrosen wachsender Größe |
keinerlei weiteres Wachsen möglich |
| Ausbreitungsweg |
Lymphbahnen |
Intramural-Arteri(ol)en | - |
| Wachstumsrichtung |
Von den LIS epikardwärts, bis transmural |
- |
|
| Lokalisation |
linksspezifisch immer nur linksventrikulär zunächst nur linksventrikulär |
Unbeschränkt beiderseits (in rechten und linken Vorhöfen und Kammern) je nach Vaskularisationstyp und Anzahl der verschlossenen Arterien(äste) |
|
| Ausdehnung |
„Kontinuitäts-Regel": alle Zwischenstufen kontinuierlich möglich zwischen nichtnekrotischen LIS-Schäden (Herzbeschwerden), LIS-Kleinherd-Nekrosen (Herzschmerzen), Wachstum zum Infarkt (Angina pectoris) bis zu dessen tödlicher Maximalgröße |
„Alles-oder-nichts-Regel": wenn überhaupt Verschluß, dann sofort Totalnekrose.Keine Zwischenstufen nach Grad und Maß |
|
| Begrenzung
|
exakt auf den linken Ventrikel beschränkt, sogar im Kammerseptum Nekrose nur der links-, nicht rechtsventrikulären Anteile |
meist ebenso linksventrikulär bleibend, selten geringfügiges „Übergreifen" auf rechtsventrikuläre Anteile (z. B. im Septum) | entsprechend dem Versorgungsgebiet der verschlossenen Arterie(n), unabhängig von Ventrikel- und Vorhofsgrenzen |
| Restdurchblutung im Nekrosegebiet |
stets noch vorhanden, weil Zuflußarterien (Großkoronarien) unverändert offen: allerdings reduziert durch Verquellung, Ödem usw. im Nekrosegebiet |
keine, weil Zuflußarterie(n) verschlossen |
|
| Einschränkung der Restdurchblutung |
keine |
Durchflußstopp in aszendenzthrombotisch verschlossenen Intramuralgefäßen | — |
| Innenstruktur des Nekrosegebietes |
Heterochroner Stufenaufbau durch mehrzeitiges Wachsen (ältere Nekroseherde in jüngeren Großnekrosen), buntscheckiges Konglomeratbild, Inseln erhaltenen Myokards dazwischen, Ödem aus der Restdurchblutung bei Lymphstauung, aus Primärnekrosen „Ausstrahlen" von Nekrosebahnen und Interstitialfibrosen, Azidose-Grenzschicht-Phänomen je nach Lage des Falles |
synchron-homogene Totalnekrose ohne wesentliche Ödemmöglichkeit |
|
| Häufigkeitsverteilung |
Myokardiogene Herzinfarkte mehr als 99% aller Infarkte. Vermutliche Anteile der Wachstums-Mechanismen durch Perrosion: 90% (?) Aszendenzthrombosen: 10% (?) |
weniger als 1% |
|
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2. Bildschemata:
Differentialdiagnose aus topologischer Befundanalyse
Vier Schemata in Abb. 8 mögen verdeutlichen, wie die Evidenz des Sektionsbefundes schon in Tabula nicht nur zur Differentialdiagnose der Infarkttypen beiträgt, sondern auch zur Grundlagenkritik an älteren Theorieversuchen.
Bild A
Es zeigt einen koronarogenen
Infarkt durch Verschluß der Vorderwandarterie im Bereich ihrer Prall- und
Walkstrecke, z. B. durch einen Embolus dort. Das Ergebnis ist eine homogene
Totalnekrose des gesamten Versorgungsgebietes auf den Vorderwänden beider
Ventrikel. Die Arterienäste sind blutleer, ohne Restdurchblutung, koronarographisch
vom Ostium her weder intravital noch postmortal darzustellen (im Bild weggelassen).
Die Lokalisation beweist Koronarverschluß-Genese. Aber auch nur bei solcher
Lokalisation darf man Koronarverschluß annehmen.
Abb.8 Bild A
Die gleiche Nekroselokalisation
würde sich ergeben, wenn die finalen Hochthrombosen in der gleichen Prall- und
Walkstrecke, die sich dort nach Vorderwandinfarkten nicht selten finden, verschließen
würden. Durchweg fehlt hierbei aber solche Lokalisation. Das bestätigt jenes
Nichtstenosieren, das sich schon aus der Abscheidungsnatur dieser finalen Hochthromben
ergibt (Kap. I B b). Der ältere Versuch, solche Hochthromben als verschließend
und als Ursache zu interpretieren, wird somit schon durch die topologische Sektionsevidenz
ausgeschlossen.
Bild B
Es zeigt die Vorderwände des rechten (R) und linken (L) Ventrikels mit schematisierter Darstellung der drei Hauptkoronarien. In der Mitte die absteigende Vorderwandarterie auf der Septumkante.
Abb. 8 Bild B
Das gestreifte Rechteck in ihrem Anfangsteil markiert die Prall- und Walkstrecke (5, 6); in ihr pflegen sich bevorzugt Atherome zu bilden, außerdem (und unabhängig von Atheromen) die finalen Hochthrombosen vom Abscheidungstyp nach myokardiogenen Linksvorderwandinfarkten (5). Vgl. Kap. I Bb.
Bild C
Es zeigt einen primär myokardiogenen
Infarkt, in der häufigsten Lokalisation dieses Typs: Vorderwand-Spitzen-Gebiet
mit Septumbeteiligung (weiße Fläche). Ob er durch Perrosion, Aszendenzthrombose
oder beides herangewachsen war, ist für seine makroskopische Topologie gleichgültig.
Abb.8 BildC
Die Lokalisation ist streng linksventrikulär,
auch im Septum nur in den linksventrikulären Anteilen. Sie ist also absolut
vasoinkongruent. Die Nekrose liegt im Bereich mehrerer Arterien. So ihr
Teil lateral der getüpfelten Linie im Bereich der Arterie am rechten Bildrand,
die keinerlei Veränderungen usw. ihres freien Lumens aufweist. Aber selbst wenn
die absteigende Vorderwandarterie, der das mediale Infarktgebiet zugehört, in
der Prall- und Walkstrecke (Rechteck) Atherom oder/und Abscheidungsgerinnsel
enthielte, wäre dessen Nichtstenosieren evident aus dem Erhaltenbleiben von
mehr als 70% des Vorderwandmyokards in ihrem Versorgungsgebiet: rechts durchgehend,
links in Basisnähe. Solches Überleben bei Partialnekrosen ist nie durch Anastomosen
oder Kollateralen erklärbar (5, 6 d, h); vgl. Kap. I A 2 und I B c. Damit beweist
die Vasoinkongruenz auch optisch die Nichtkausalität des Gefäßsystems, also
auch das Nichtstenosieren aller Gebilde (Atherome, Abscheidungsthromben, Quellungsödeme,
Wandblutungen usw.), die in diesem oder jenem Gefäß zu finden sein mögen. Der
allzu einfache frühere Verschlußverdacht für solche Gebilde ist nun auch aus
der topologischen Sektionsevidenz hinfällig geworden. Zu den Wissenschaftsaufgaben
dieser gegenwärtigen Neuordnung der Infarktlehre hat es gehört, die Gründe zu
suchen, zu ordnen, zu bestätigen, die jenen so erkennbar unrichtig vermuteten
Verschluß widerlegen.
Ein topologischer Befund wie in
Bild C kann also nur myokardiogen entstanden sein, nie koronarogen; wie umgekehrt
ein Befund wie in Bild A nur koronarogen, nie myokardiogen.
Die Restdurchblutung, die sich in
allen solchen myokardiogenen Infarkten findet, ist durch Tüpfelung der Gefäßstrecken
dargestellt. Ihre Besonderheit ist mit geeigneter Koronarographietechnik auch
röntgeno-logisch nachzuweisen.
Bild D
Es zeigt als Variante zu Bild C das „Übergreifen" eines myokardiogenen Linksinfarktes.
Abb
8 Bild D
Eine Aszendenzthrombose in linksseitiger
spitzennaher Septumarteriole hat bei 0 ein Gefäß verschlossen, dessen Durchblutungsausfall
auch rechtsventrikulär eine kleine Randnekrose verursacht hat.
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3. Die Heidelberger
Infarktstudie als Bestätigung
Nach zwei Jahrzehnten Publikationen
linksmyokardiologischer Infarktforschungs-Ergebnisse gab die Informationsschrift
von 1967 (15) Anlaß, die so „lehrwidrigen" Fakten zur Infarktentstehung
und Arteriologie (5) mit einem Sektionsgut aus vier Jahrgängen zu vergleichen.
In dieser Heidelberger Infarktstudie (30) wurden zwei Sachgruppen und
ihre Routine-Interpretationen aus der Sicht neuer Erkenntnisse nachgeprüft:
Herzinfarkte, die zuvor in Klinik und Prosektur lehrgemäß und alternativlos
stets als Koronarverschlußinfarkte gedeutet worden waren, und Arteriosklerosen,
die zuvor ebenso lehrgemäß und alternativlos als stenosierend gegolten hatten
(100).
Die Resultate dieses ersten, bislang
einzigen Bemühens, solch „ehrwürdige" (41) Lehrbegriffe und Meinungen aus
den Fakten auf Richtigkeit zu kontrollieren, waren bestürzend für
das instituierte Vorstellungsbild. Denn sie bestätigten gerade die entgegengesetzten
Zusammenhänge der Links-myokardiologie (samt Infarktlehre, Arterio-und Thrombologie)
so weitreichend, wie es diesem Hilfsgebiet ärztlicher Forschung möglich ist.
Erwähnt sei allein folgendes:
Schon per exclusionem contrarii
konnten also sämtliche Infarkte nur myokardiogen — hier „myozytogen"
umbenannt — verursacht gewesen sein. Dazu der positive Direktnachweis.
Denn:
Dieser zweite Teil der Studie prüfte
erstmals seit Jahrzehnten die alten Erkenntnisse (87, 88, 5), daß Arteriosklerosen
(Atherome) ihre Arterien in der Gedehntheit durch den Blutdruck intravital
nicht stenosieren. Hierzu wurden sklerosereiche Greisenkoronarien mit flüssigem
Kontrastmittel unter verschiedenen Drucken gefüllt, auch zur Intravitalweite
reexpandiert und so röntgenologisch aufgenommen. Anschließend wurden die gleichen
Arterien in ihrer wieder drucklosen Kollapssituation in Längs- und Querschnitten
makro- und mikroskopisch untersucht. „Unphysiologisch" waren die Versuche
insofern, als sie jenen 95%igen postmortalen Kaliberschwund der Koronarien durch
Tonus, dann Totenstarre (20 a) an diesen schon tagelang toten Arterien nach
gewaltsamer Reexpandierung naturgemäß nicht mehr reproduzieren konnten. Nur
ein Teil der Erkenntnisrealitäten konnte also erfaßt werden.
Dennoch waren die arteriologischen
Resultate für bisherige Lehrmeinungen (100) ebenso bestürzend wie die
Infarktresultate:
Und dieser Art noch weitere Unstimmigkeiten.
Insgesamt zeigten sich so schwerwiegende Diskorrelationen zwischen Reexpansions-Koronarogrammen,
anatomischem Gefäßbefund und Myokardzustand im zugehörigen Gebiet so oft, daß
c) Zur Bedeutung
der Resultate
Die Studie hat nicht nur Diagnosen
revidiert, in beiden Stoffgruppen für das Gesamtmaterial, sondern hat vor
allem Theorien korrigiert, auf denen jene bisherigen Diagnosen gegründet
waren.
So ist die Studie auch allgemeiner
wichtig geworden: für die Neuordnung der Kardiologie und Angiologie zu
einem moderneren, widerspruchsfrei wissenschaftlichen Sinngefüge, und noch grundsätzlich
für die Methodik akademischer Theoriebildung, die wirklichkeitsadäquat,
damit ärztlich nutzbar werden soll.
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4. Die kanadische
Infarktstudie als Bestätigung
Die Heidelberger Infarktstudie war
nicht auf Statistik angewiesen, weil sie Prinzipien evident gemacht hat.
Schon ein Einzelfall, der keine statistische Verarbeitung erlaubt, kann eine
falsche Theorie ausschließen, ein Naturgesetz unbezweifelbar aufdecken. Und
das letzte Wahrheitskriterium, die Evidenz selbst, ist ohnehin absolut, von
Zahl und Maß unabhängig.
Aber was so evident ist wie die
nichtarteriosklerotische, nichtthrombotische Entstehung „der" Infarkte
(der 99% myokardiogenen Infarkte), muß auch statistisch bestätigt werden
können. Das ist der Fall, ist jetzt vollzogen worden.
Erstmals hat ein Epidemiologisch-Biometrisches
Universitätsinstitut es unternommen, die lehrübliche, doch bisher nie geprüfte
oder gar bewiesene Koronartheorie einer exakten statistischen Berechtigungskontrolle
zu unterwerfen; aus Maß und Zahl zu prüfen, was die Heidelberger Studie aus
der Sache geprüft hat (109).
Sofort ergab sich, daß für „den"
Infarkt weder Koronarsklerosen noch Koronarthrombosen noch beide vereint
als Ursachen in Betracht kommen können.
Das Ergebnis ist um so interessanter, als es nicht aus Kenntnis positiver linksmyokardiologischer Gegenfakten geschöpft und mitgestaltet war, sondern rein negativ aus der Immanenz, daß die Koronartheorie schon in sich selbst wissenschaftlich unmöglich ist und stets gewesen ist - noch bevor sie als akademisches Dogma allgemein anerkannt wurde und seither die myokardiale Infarktforschung blockiert.
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(bitte geben Sie dort für andere Leser mit einem Stichwort an, dass sich Ihr Eintrag auf diesen Artikel bezieht)
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