Teil I des Artikels

"Inflationstheorie - Inflation und die Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftstheorie"

Eine Allgemeine Inflationstheorie mit der Bedeutung für die Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaftstheorie: Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit sind möglich
durch Strecken der eignerbezogenen Abschreibungen des Unternehmens

 

 


 

Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

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Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist

 

 


 

 
 

Inhaltsverzeichnis

Teil I. Einführung in das Inflationsproblem als Aufgabe
1.1. Inflation als Aufgabenstellung
1.2. Die Beziehung zwischen den Faktoren Arbeit und Kapital
1.3. Die Konsequenzen für die Volkswirtschaft
1.4. Inflationsbekämpfung - Sozialpolitik für die Besitzenden

 

 

 

Teil I. Einführung in das Inflationsproblem als Aufgabe

1.1. Inflation als Aufgabenstellung

Über Inflation wird geklagt, sie könne die Vermögenswerte des Einzelnen vernichten und den Untergang ganzer Kapitalstrukturen bewirken. Allerdings sind das Verallgemeinerungen, auch wenn sie vielleicht sogar zutreffend sind:

"Nur - bewiesen hat es bisher keiner! Wir wissen erst sehr wenig - vor allem wenig Sicheres - über die tatsächlichen Wirkungen der schleichenden Inflation, etwa hinsichtlich der Umverteilung von Einkommen und Vermögen." [ 1 ]

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1. 2. Die Beziehung zwischen den Faktoren Arbeit und Kapital

Wirtschaftliches Leben ist immer und ausschließlich die Folge menschlicher Arbeit, wobei Kapital die Zusammenfassung menschlicher Arbeit aus laufender oder vergangener Periode in Zentralbankgeld darstellt. Auch wenn sich Arbeit nicht-menschlicher Hilfsmittel bedient, werden deren Ergebnisse der Arbeit zugerechnet.

Der Begriff Arbeit steht im Unternehmen für eine Vielzahl von Arbeitsarten, die sich dabei hinsichtlich Mengen und Qualitäten unterscheiden und in der Regel auf verschiedenen Stufen der Angebotserstellung anfallen.

Arbeit - als Ausdruck der Leistung eines Individuums - und Kapital sind für das einzelne Unternehmen richtigerweise grundsätzlich gleichwertige Faktoren und damit beliebig austauschbar.

Kapital ist ausschließlich die Speicherform menschlicher Arbeit aus laufender und vergangenen Perioden, die in der laufenden Wirtschaftsperiode marktwertmäßig ausgedrückt ist. In einer hochtechnisierten Volkswirtschaft kann( darf ) das Kapital die, in der laufenden Periode angebotene Arbeit ergänzen oder aufwerten. Wer selbst keine Arbeit unmittelbar einbringen kann ( will ), darf sich in modernen Volkswirtschaft trotzdem dadurch am Wirtschaftsleben beteiligen, dass er Kapital einsetzt, das dann gleichwertig neben der, in der Wirtschaftsperiode angebotenen individuellen Arbeitskraft steht.

Probleme für eine Volkswirtschaft ergeben sich erst aus der Überbewertung des Kapitals als Wirtschaftsfaktor dadurch, dass - technologisch möglich, aber gesamtwirtschaftlich meist nicht nötig - Kapital langfristig die am Markt angebotene Arbeit so weit ersetzt, so daß deren Marktwert gegen Null geht. Eine solche Volkswirtschaft nutzt vorhandenes Arbeitskräfteangebot nur noch als 'Füller' für das sich ansonsten selbst erarbeitende Kapital.

Langfristig kann eine solche Entwicklung der Volkswirtschaft aber keine Zukunft geben, denn die Wirtschaft lebt dann - sichtbar am Zins in einer Volkswirtschaft! - schließlich nur noch von dem Ertrag vergangener Wirtschaftsperioden. Je mehr Ertrag das Kapital in Form von Zins erzeugt, um so mehr sinkt aber sein Marktwert.

Dieser Prozeß wird nur dadurch aufgeschoben, daß gesamtwirtschaftlich in großem Umfang Kredite verlustig gehen. Steigt der Verlust dieser Kredite wertmäßig über den Zinsertrag der Volkswirtschaft, vernichtet sich das Kapital insoweit selbst. Kapital verbraucht sich ansonsten in den Periodendurchläufen durch Inflation oder es läßt sich schließlich durch eine Währungsreform vernichten.

Wirtschaftlich gesehen bleibt Kapital also immer nur 'Mittel zum Zweck' und seine Bedeutung als nützliches Speichermedium ändert sich daher ständig. Hat es sich verbraucht oder wurde es vernichtet, erreichte die Vergangenheit gleichsam die Gegenwart. Dies bedeutet für die Volkswirtschaft nicht notwendig Stillstand, sondern in der Regel Neuanfang (Währungsreform).

Während Kapital gehortet wird, ist gleiches mit dem, in der Periode gegebenen Faktor Arbeit nicht möglich. Liegt er in der Periode brach, hat er mit deren Ablauf jeglichen Wert verloren und kann sich nur in der Folgeperiode neu anbieten.

Daraus ergibt sich gesamtwirtschaftlich eine Bedeutungswertigkeit von Kapital und Arbeit. Gerade wegen seiner Speicherfunktion und -fähigkeit ist der Einsatz von Kapital demnach nur in dem Umfang gesamtwirtschaftlich wünschenswert, wie dies sinnvoll der Nutzung von in der Periode gegebenen Arbeit dient.

Kapitaleinsatz hat folglich dann und dort zu enden, wenn und wo es gesamtwirtschaftlich unsinnig wird, daß die, zur Bereitstellung von Arbeit gesellschaftlich und individuell teilweise erheblichen Vorleistungen in der Volkswirtschaft dadurch verloren gehen, daß an Stelle des Faktors Arbeit der Faktor Kapital eingesetzt wird.

Wo Kapitaleinsatz solchermaßen das vorhandene Arbeitsangebot langfristig verdrängt, entsteht ein Ungleichgewicht, das für die arbeit- aber nicht auch kapitalbesitzenden Individuen unerbittlich mit Not verbunden ist. Das dann erstellte Angebot wird von der Nachfrage des ungenutzten Faktors Arbeit schließlich nur noch für die Grundbedürfnisse einer bloßen Bereitstellung der Arbeitskraft und -fähigkeit genutzt. Dann erstickt das Kapital gewissermaßen die Volkswirtschaft.

Kapital ist selbst nicht handlungsfähig. Es kann sich zwar Arbeit 'kaufen', aber es bleibt in seiner weiteren Verwendung dabei immer und vollständig vom Faktor Arbeit abhängig. Es ist daher ausgeschlossen, daß sich dieser Faktor Arbeit, bei zunehmender eigener Not, dem Speichermedium Kapital schließlich nicht verweigert. Notwendig und richtig wird der Faktor Arbeit das Kapital zum eigenen Vorteil vernichten, denn in einem Überlebenskampf 'Arbeit gegen Kapital' kann und will sich der allein handlungsfähige Faktor Arbeit schließlich naturgemäß nicht selbst durch Kapital vernichten (lassen).

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1.3. Die Konsequenzen für die Volkswirtschaft

Der Faktor Arbeit hat gesamtwirtschaftlich folglich eine Bedeutung, die durch das Kapital langfristig nicht ersetzt werden darf (kann). Der eigentliche Zweck allen Wirtschaftens ist nicht die Vermehrung oder der Erhalt von Kapital, sondern Nutzung und Förderung des Faktors Arbeit.

Besonders wichtig ist diese Feststellung natürlich für das Wertesystem modernder Volkswirtschaften, in dem die Teilhabe an Arbeit deshalb zugleich über den gesellschaftlichen (Un)Wert des Individuums entscheidet und seine ich- und umweltbezogenen Wertevorstellungen bestimmt, weil sie wertemäßig mit dem Besitz und der Ver(sch)wendung von Kapital und als Ausdrucksform der Selbstdarstellung verknüpft wurde. Dadurch wird Kapital allerdings eine Bedeutung zugemessen, die über dem des Faktors Arbeit liegt und langfristig eine Rückbesinnung auf die eigentlichen Werte auslösen wird.

Die eigentliche Gefahr für eine ausgewichtete Volkswirtschaft erwächst durch den Faktor Kapital allerdings daraus, daß aufgrund eines derart 'materialisierten' Wertesystems der Gesellschaft der Besitz von Kapital zugleich über die Macht in der Gesellschaft entscheidet und damit wiederum das Wertesystem selbst bestimmt. Der ursprünglich allein beherrschungsfähige Faktor Arbeit unterwirft sich dadurch - unnötig wie unbegründet - dem Faktor Kapital und dies deshalb, weil das Individuum hofft, in mehr oder weniger großem Ausmaß irgendwann selbst an der Macht teilhaben zu können.

In der Regel ist dies natürlich eine von dritter Seite geförderte Selbsttäuschung. Diese Manipulation ist jedoch deshalb so dauerhaft erfolgreich, weil das einzelne Individuum, bis es einen diesbezüglichen Irrtum hinsichtlich seiner (Lebens)Erwartung nicht mehr leugnen kann, meist schon aus dem Wirtschaftsleben ausgeschieden (worden) ist.

Eine solche Werteentwicklung konzentriert in der Volkswirtschaft langfristig den Besitz an Kapital auf zunehmend weniger Individuen und entfernt sich zunehmend vom eigentlichen Sinn wirtschaftlichen Handelns, allen gleichermaßen durch und in Arbeit Wohlstand und Zukunft zu bieten.

Es hängt von dem öffentlichen Wissen um diese Abhängigkeiten ab, ob und inwieweit es gegen oder/und mit dem aufgebauten Macht- und Herrschaftssystem gelingt, dem Brachliegen von nicht nachgefragter Arbeit ( = Individuen) zugunsten des Kapitals den ihm eigentlich gebührenden Stellenwert zu verschaffen. Dies ist natürlich eine politische Aufgabe. Sie stellt sich um so drängender - bis hin zu politischen Verwerfungen und letztlich der Zerstörung der gegebenen Volkswirtschaft - je mehr Individuen weder genug vorperiodig gespeicherte Arbeit in Form von Geld haben, noch in der laufenden Wirtschaftsperiode ihre persönliche Arbeitskraft in den Wirtschaftsprozeß einbringen dürfen (können).

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1.4. Inflationsbekämpfung - Sozialpolitik für die Besitzenden

Inflation zehrt am Faktor Kapital. Wo sie durch ihr Tempo keinen unmittelbaren Beitrag zur Verelendung des Faktors Arbeit leistet, ist Inflation daher gesamtwirtschaftlich im Prinzip hinnehmbar, zumal sich durch die Vernichtung von Kapital zugleich eine ständige und wünschenswerte Umverteilung des Besitzes an Kapital ergibt, weil nur dies bruchlos eine Verkrustung der Macht- und Wirtschaftsstrukturen verhindert.

Das kapitalbesitzende Individuum jedenfalls hat keinen wirklichen Anspruch auf die Bewahrung von Erworbenem, denn Erlangen und Besitz von Eigentum sind politische Rechte. Schon Aristoteles stellte fest, daß die gesellschaftliche Autorität grundsätzlich das Geld ändern und für wertlos erklären könne[ 2 ]. Ökonomisch gesehen sind jedenfalls alle Kapitaleigner austauschbar und gesamtwirtschaftlich ist das Individuum daher allenfalls noch hinsichtlich der Verfügungsabsichten über sein Kapital von - wenn auch vorübergehendem - Interesse.

Die Bekämpfung von Inflation muß folglich erst mal als gesellschaftspolitische Aufgabe anerkannt sein. Wirklicher Inflationsbekämpfung werden aber dann gerade die Besitzenden entgegentreten, soweit sie von solchen Maßnahmen betroffen sind und vor allem, soweit sie von der Umverteilung der Macht durch Inflation persönlich profitieren.

- siehe hierzu auch: Arbeitsmarktpolitik mittels der Macht der Kapitaleigner -

Die Geschichte zeigt, daß Inflationsbekämpfung daher nie selbstverständlich ist, denn grundsätzlich kann - unter Vernachlässigung des Individuums - mit jeder beliebigen Inflationsrate ,gelebt' werden. Zu recht wird daher auch die Meinung vertreten, dass eine schleichende Inflation keineswegs um jeden Preis vermieden werden müsse:

Genau genommen ist Inflationsbekämpfung jedenfalls Sozialpolitik zugunsten jener, die nicht in dem Maße am Wirtschaftsleben beteiligt sind, daß sie Gewinne erwirtschaften, die ihren Nutzenverlust ausgleichen, den sie aufgrund ihres gegebenen Einkommens durch Preissteigerungen erleiden. Diese 'Sozialpolitik' soll verhindern, daß ausscheiden muß, wer nicht bestehen kann.

Allerdings macht Inflationsbekämpfung doch für jene Sinn, die im heutigen Gesellschaftssystem zwar Kapital besitzen, aber nicht genug, um damit Macht auszuüben. Für sie ist der wertmäßige Erhalt ihres Kapitals zugleich ein gesamtwirtschaftlich durchaus erhaltenswerter Puffer, um nachteilige Bewegungen in ihrem Arbeitsleben aus eigener Kraft abfangen bezw ausgleichen zu können.

Nur beiläufig werden durch Inflationsbekämpfung auch die Nicht-Besitzenden geschützt, also jene, deren Arbeitskraft nicht oder gerade so viel Geld 'verdient', daß dies in weiterem Sinne zum Erhalt der Arbeitskraft ausreicht. Aus einseitig wirtschaftlichem Blickwinkel kann diese Gruppe jedoch vernachlässigt werden, so lange das Tempo der Inflation nur gering ist. Im Hinblick auf diese Bevölkerungsgruppe besteht - wiederum zum Schutze der Besitzenden! - erst dann Handlungsbedarf, wenn eine Verelendung breiter Massen zum politischen Aufstand dieser Bevölkerungsgruppe und damit zum wirtschaftlichen Chaos - der Vernichtung von Eigentum der Besitzenden - führt.

Die Notwendigkeit zur Antiinflationspolitik für die Nicht-Besitzenden ist somit eine Frage, welchen sozialen Druck diese auf das Gesellschaftssystem ausüben ( können ). Elend und Verelendung sind jedoch relative Größen, abhängig vom sog. Lebensstandard einer Volkswirtschaft und damit vor allem auch von der Möglichkeit zum Vergleich der Betroffenen mit anderen Verelendeten. Der wirtschaftliche, politische und kulturelle Zusammenschluß von Volkswirtschaften zu Großeinheiten - wie etwa der Europäischen Union - senkt solchen sozialen Druck zur Antiinflationspolitik daher noch. Der Druck zur Inflationsbekämpfung wird jedenfalls von diesen Wirtschaftssubjekten immer geringer und zögerlicher sein, als das Drängen der Besitzenden nach Erhalt ihres Vermögens.

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