Teil XII des Artikels

"Inflationstheorie - Inflation und die Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftstheorie"

Eine Allgemeine Inflationstheorie mit der Bedeutung für die Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaftstheorie: Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit sind möglich
durch Strecken der eignerbezogenen Abschreibungen des Unternehmens

 

 


 

Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

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Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist


 

 

Zum Gästebuch
http://www.gaestebuch-umsonst.ws/w/Wirtschaft.htm

(bitte geben Sie dort für andere Leser mit einem Stichwort an, dass sich Ihr Eintrag auf diesen Artikel bezieht)

 


Angaben für notwendige Rückfragen

 

 

 


 

 

 

Inhaltsverzeichnis :

Teil XII. Der Kapitaleigner als eigentlicher Inflationsansatz
12.1. Ausnahmeregelungen und Aufgabenstellung
12.2.Das Problem der Fortwälzung
12.3. 'Investitionsgebühr' und weitere Maßnahmen

 

 

Teil XII. Der Kapitaleigner als eigentlicher Inflationsansatz

Es werden über die Umsatzgröße der Anbieter also zunächst nur jene Unternehmen herausgesucht, die in die antiinflationäre Maßnahme einbezogen werden sollen. Die tatsächliche Betroffenheit des Unternehmens durch die Maßnahme hängt dann von der wirtschaftlichen Macht seiner Kapitaleigner und deren Beteiligung am Unternehmen ab. Juristische Personen können dabei rechtlich als Kapitaleigner auftreten, doch ist von ihnen aufzudecken, welche natürlichen Personen ihre Kapitalanteile besitzen und deren Einordnung in das Maßnahmensystem ist dann für die tatsächliche Abschreibung der juristischen Person maßgeblich.

Ein solches Vorgehen ist systemgemäß, denn der Kapitaleigner ist jenes Wirtschaftssubjekt, das allein wirksam gegen Inflation vorgehen kann, denn Inflation ist Folge wirtschaftlicher Macht eines Anbieters. Allein der Kapitaleigner hat jedoch die wirtschaftliche Macht über den Anbieter :

Die wirtschaftliche Macht eines Kapitaleigners am Unternehmen entspricht seiner Beteiligung am weisungsberechtigten Kapital.

Davon kann nicht ablenken, daß viele Kapitaleigner ihre Macht nicht selbst ausüben - Stichwort: Depotstimmrecht - sondern ihre Macht an Dritte abgeben haben, die ihnen dafür versprechen , ihren Gewinn zu vermehren.

Eine solche Art der Macht'ausübung' ist in das Belieben des Kapitaleigners gestellt, entbindet ihn aber nicht von seiner Verpflichtung gegenüber der Volkswirtschaft . Eine Wirtschaftspolitik hat hierauf keine Rücksicht zu nehmen. Sie muß vielmehr dort ansetzen, wo das Eigentum in die Pflicht genommen werden kann(muß), um dem Wohle des Ganzen zu dienen, denn - unabhängig davon, ob dies gesetzlich festgeschrieben ist, wie etwa in Artikel 14 Abs 2 Grundgesetz:

Eigentum verpflichtet.

Nur stimmloses Kapital etwa in Form von Vorzugsaktien kann unberücksichtigt bleiben, weil es eine Sonderform des Kredites ist.

Von einer genauen Darstellung der Ausgestaltung dieser Maßnahme wird hier jedoch abgesehen und hierzu auf die vom Autor ausgegliederte und gesondert vorgestellte Arbeit

Wirtschaftspolitik mittels der Macht der Kapitaleigner

verwiesen.

Diese Ausarbeitung wird deshalb gesondert vorgestellt, weil die wirtschaftliche Macht der Kapitaleigner auch dann ein Ansatz wirtschaftspolitischen Handelns sein kann, wenn es nicht um Inflation geht. Wirtschaftliche Macht kann ( soll ) schließlich auch aus anderen Gründen beeinflußt oder wirtschaftspolitisch genutzt werden, wie etwa im Hinblick auf eine, dem Faktor Arbeit wohlwollende Interessenveränderung der Unternehmen.

Es muß daher vermieden werden, Maßnahmen, die das Eigentum verpflichten, zu eng mit der hier vorgelegten ALLGEMEINEN THEORIE DER INFLATION zu verbinden (belasten), weil diese wirtschaftspolitische Maßnahme dann interessenseitig leicht unter dem Hinweis ausgeklammert bleiben könnte (wird), wenn Inflation nur niedrig ist oder politisch niedrig gerechnet wird.

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12.1. Ausnahmeregelungen und Aufgabenstellung

Ein solches Maßnahmensystem, das die Macht der Kapitaleigner erfaßt und entsprechend der Anteil auf die Abschreibungen jener Unternehmen wirkt, deren Eigentümer sie sind, dürfte natürlich nicht durch Ausnahmeregelungen unterlaufen werden. Kommt es folglich durch technischen Fortschritt zu vorzeitigen Investitionsveraltungen, verbieten sich daher Sonderabschreibungen, da vorzeitige und einseitige Investitionsveraltungen eines Anbieters maßnahmengewollt ja gerade Folge einer umsatzbedingt auferlegten Streckung seiner Abschreibung sein können.

Eine sich daraus für den einzelnen Anbieter möglicherweise ergebende Benachteiligung ist jedoch nur vordergründig 'ungerecht', schon weil eine solche ethische Bewertung im Wirtschaftsleben - wie bereits dargelegt - verfehlt ist, da es ausschließlich um den politisch gewollten Nutzen eines Unternehmens für die Volkswirtschaft geht.

Ist aber politisch festgelegt, daß ein Unternehmen aufgrund seiner Umsatzgröße antiinflationär handeln soll, so mag es aus dem Wirtschaftsleben ausscheiden, wenn es sich dieser politisch auferlegten Handlung und politisch bestimmten Verantwortung langfristig entziehen will oder nicht nachkommen kann. Dies unterwirft die Kapitaleigner des Unternehmens deshalb noch nicht politischer Willkür, zumal sie und das Unternehmen am politischen Meinungsbildungsprozeß beteiligt sind.

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12.2. Das Problem der Fortwälzung

Das Unternehmen muß durch die zeitliche Streckung der Abschreibung mehr Steuern bezahlen. 'Überwälzt' der Anbieter dieses Mehr an Steuern mittels Preiserhöhungen, so handelt es sich um eine sog. "Fortwälzung" [ 90 ], die dann natürlich inflationär wirkt.

Daraus leitet sich zunächst mal die Forderung ab, die antiinflationäre Maßnahme so auszugestalten, daß es dem Anbieter möglichst lange einen Anreiz bietet, antiinflationär wirksam zu sein. Verschärft sich die Maßnahme etwa stufenweise und zweckmäßig sogar progressiv, so gelingt ihre Fortwälzung nur kurzfristig und nur, wenn sowohl Wettbewerbsstruktur als auch Nachfrage dies zulassen. Langfristig wird Fortwälzung in aller Regel zum Auftritt neuer und billigerer Anbieter führen. Ein fortwälzender Anbieter verliert dann zusätzliche Marktanteile.

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12.3. 'Investitionsgebühr' und weitere Maßnahmen

Anders ist dies jedoch bei Anbietern, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Größe bereits der schärfsten Maßnahme unterworfen sind und auch keine Möglichkeit haben, durch Preissenkungen in eine niedrigere Umsatzgröße zu gelangen. Sie werden die wirtschaftliche und teilweise auch politische Macht haben, ihre Belastungen fortzuwälzen.

Dem Entstehen solcher Wirtschaftsgiganten läßt sich jedoch durch Kartellgesetzgebung begegnen, die solche Unternehmen zerschlägt. Allerdings sind dies dann keine marktwirtschaftlichen Lösungen, da sie ohne unternehmerische Beteiligung ablaufen.

Eine marktwirtschaftliche, makroökonomische Beeinflussung solcher Entwicklungen ist dadurch möglich, daß zunächst mal die Streckung der Abschreibung auf 100 Prozent erhöht wird, also keine Abschreibungen mehr möglich sind.

Damit muß sich der Maßnahmenkatalog jedoch nicht erschöpfen. Er könnte vielmehr jede Investition des Unternehmens mit einem proportional oder gar progressiv ausgestalteten Abschreibungsmalus belasten und nicht nur, daß das Unternehmen Investitionen dann nicht mehr abschreiben kann, sondern es müßte zusätzlich sogar noch eine prozentuale 'Investitionsgebühr' für neue Investitionen entrichten, was ihm aber die Freiheit ließe, weiterhin etwa Erhaltungsinvestitonen vorzunehmen.

Die heute weitgehend verselbständigte, aber systemundienliche Machtballung in Konzernzentralen, mit ihrer zunehmenden Konzernierung der Volkswirtschaft und systemgemäßen Bekämpfung des Faktors Arbeit würde dadurch auf ein sinnvolles Maß zurückgeführt, weil dies dann nicht mehr im wirtschaftlichen Interesse des Kapitaleigners liegt.

Es ist in diesem Zusammenhang eine Reihe weiterer, makroökononischer Lösungen denkbar, um diese Prozesse marktwirtschaftlich noch wirksamer zu steuern, doch sind diese nicht im Rahmen einer Allgemeinen Theorie der Inflation vorzustellen.

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