Teil XIII des Artikels

"Inflationstheorie - Inflation und die Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftstheorie"

Eine Allgemeine Inflationstheorie mit der Bedeutung für die Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaftstheorie: Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit sind möglich
durch Strecken der eignerbezogenen Abschreibungen des Unternehmens

 

 


 

Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

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Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist


 

 

Inhaltsverzeichnis:

Teil XIII. Inflation und Import
13.1. Die Notwendigkeit einer Importsteuer

 

 

Teil XIII. Inflation und Import

Für den Markt selbst ist es zunächst mal unerheblich, woher ein Gut kommt. Dort interessiert nur, ob und wie das Gut verfügbar ist. Import bestimmt sich insoweit nach denselben Kriterien für kaufmännisches Handeln, wie Erstellung und Vertrieb inländischer Güter. Das Herkunftsland ist nur wettbewerbswirksamer oder -nachteiliger Absatzfaktor. In Bezug auf Inflation kommt dem keinerlei Bedeutung zu.

Import ist dadurch gleichsam eine besondere Art 'inländischer Produktion' in Form der Einfuhr eines fertigen oder teilfertigen Gutes. Die individuelle Leistung des Anbieters liegt in der Planung und Durchführung dieses Imports. Bezüglich des Verdienstes aus solchen Geschäften sollte eine Volkswirtschaft, die sich öffnet, auch den wirtschaftlichen Erfolg von im Ausland ansässigen Anbietern dulden.

Die Besonderheit dieser 'importierten Produktion' besteht darin, daß sie im extremsten Fall inlandsseitig nur mit Kapital ,gefertigt' wurde - mit allen sich daraus ergebenden Nachteilen für den inländischen Arbeitsmarkt. Diese Nachteile sind von der Politik gewollt, wenn ein gleichwertig qualifiziertes Inlandsangebot an Arbeitskräften zur Verfügung steht. Zugunsten des Kapitals soll durch die Konkurrenz der ausländischen Arbeitskräfte das Angebot an inländischer Arbeit langfristig verbilligt werden.

Einseitig vorteilhaft - in begrenztem Umfang - ist Import für weniger hoch entwickelte Volkswirtschaften. Er läßt sie konsumtiv am weltwirtschaftlichen Fortschritt teilhaben, ohne entsprechendes ,know-how' oder/und entsprechende Produktionskapazitäten bereitstellen zu müssen.

Import ist für den Inlandsmarkt auch günstig, soweit er die einheimische Industrie technologisch und produktionsmäßig befruchtet, ohne daß die wirtschaftliche Macht der importierenden Anbieter andererseits das Entstehen und/oder Wachsen von im Inland ansässigen und produzierenden Anbietern be- oder verhindert.

Der inländische Verkauf von im Ausland erzeugten Gütern hat zwar Folgen für die binnenwirtschaftlichen Märkte, doch es besteht keine autonome, inflationär wirksame, funktionale Beziehung zwischen Außenhandel und jenem Anbieter, der inflationär handeln kann. Außenhandel einer Volkswirtschaft kann den inländischen Anbieter nicht autonom zu inflationärem Handeln 'zwingen', daß er seine wirtschaftliche Macht inflationär einsetzt oder Inflation duldet. Allein der inländische Anbieter entscheidet über die binnenwirtschaftlichen Preise. Die außenwirtschaftliche Öffnung einer Volkswirtschaft durch Import schafft binnenwirtschaftlich keine Inflation.

Allerdings kann Import binnenwirtschaftliche Machtverhältnisse verschieben, wenn er wirtschaftsmächtigen Anbietern eine inflationäre Preispolitik überhaupt erst ermöglicht.

Eine solche Entwicklung wird sich allerdings begrenzen, denn - bleiben patent- und sonstige exclusivrechtliche Sonderfälle außer Betracht - Wettbewerber werden bald ähnliches tun ( müssen) und entstehende Ungleichgewichte durch eigenen Import berichtigen. Die sich daraus ergebende Belastung der inländischen Arbeitsmärkte ist ein Problem, das aber nicht der Beziehung Import und Inflation anzulasten ist.

Außenwirtschaftliche Vorgänge können den Anbieter somit allenfalls dazu anregen , auf dem Binnenmarkt eine inflationäre Preispolitik zu betreiben, aber Inflation ist deshalb keine 'Krankheit', die epidemisch aus einer ausländischen Volkswirtschaft durch Import eingeschleppt wird.

Zum Inhaltsverzeichnis
 
 

13.1. Die Notwendigkeit einer Importsteuer

Mit Einführung des oben dargelegten Maßnahmensystems erwächst der Volkswirtschaft jedoch aus dem Import eine besondere Gefahr für den Arbeitsmarkt. Rationalverhalten unterstellt, werden die betroffenen Anbieter zwar ihren Geschäftssitz im Inland haben, doch ihre abschreibungsintensiven Investitionen ins Ausland verlagern, wo sie als selbständige Tochterunternehmen geführt werden.

Dies hat entsprechende Folgen für den binnenländischen Arbeitsmarkt und läuft dem antiinflationären Maßnahmensystem zuwider. Der Umsatz eines solchen Anbieters würde auf dem Binnenmarkt dann zwar maßnahmenbezogen erfaßt, könnte aber keine Auswirkungen haben, da die Investitionen etwa von der selbständigen Tochterfirma im Ausland abgeschrieben werden.

Eine Trennung der Importgüter und erst recht nicht der Importeure nach den unterschiedlichen Beweggründen für einen Import ist makroökonomisch andererseits weder möglich noch systemgemäß. Schließlich geht es nicht darum, einzelne Güter(gruppen) vom Markt abzuhalten, sondern die wirtschaftsmächtigen Importeure so zu beeinflussen, daß dies der inländischen Wirtschaft nutzt.

Dieser Aufgabenstellung wird eine proportional oder progressiv ausgestaltete Importsteuer gerecht, die als Bundessteuer dann zum einen als antiinflationäre Maßnahme wirkt, zum anderen arbeitsmarktlich. Beides ist dabei nicht zu trennen. Trotz ihrer antiinflationären Wirkung ist die Höhe dieser Importsteuer - und erst recht nicht ihre Einführung - jedoch nicht an der allgemeinen Inflationsrate auszurichten, sondern allein an der Arbeitsmarktsituation, den sie sollte in der Summe ihres Aufkommens, den gesamtwirtschaftlichen Verlust für die inländisch angebotene, aber durch Import ungenutzt gebliebene Arbeit ausgleichen. Daher sollte auch ihre Verwendung ausschließlich dem Arbeitsmarkt zugute kommen.

Der Autor stellt eine solche Importsteuer vor: Arbeitsmarktpolitik durch eine Importsteuer

 

Zu Teil 14

 

 


 

 

Zum Gästebuch
http://www.gaestebuch-umsonst.ws/w/Wirtschaft.htm

(bitte geben Sie dort für andere Leser mit einem Stichwort an, dass sich Ihr Eintrag auf diesen Artikel bezieht)

 


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