Teil III des Artikels

"Inflationstheorie - Inflation und die Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftstheorie"

Eine Allgemeine Inflationstheorie mit der Bedeutung für die Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaftstheorie: Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit sind möglich
durch Strecken der eignerbezogenen Abschreibungen des Unternehmens

 

 


 

Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist


 

 

 
 

Inhaltsverzeichnis:

Teil III. Die Verhaltenszuordnung in Nachfrager und Anbieter
3.1. Die Erfassung des Nutzens
3.2. Die Bedarfsstruktur der Haushalte
3.3. Die Nutzenfunktion des Geldes

 

 

Teil III. Die Verhaltenszuordnung in Nachfrager und Anbieter

Erst durch den rechtsverbindlichen Kauf(Tausch) kommt es zur Inflation ( Deflation) .

Beim Kauf(Tausch)vorgang wird üblicherweise eine Trennung der Kauf(Tausch)partner in Nachfrager einerseits, Anbieter andererseits angenommen, obwohl sich dieses Geschehen auch als Wirtschaftsakt zwischen zwei Anbietern, bezw. zwei Nachfragern begreifen läßt. Dem Geschäft kann sowohl Rationalverhalten als auch Impuls- oder Gewohnheitsverhalten zugrundeliegen [ 14 ] Der Begriff Rationalverhalten steht dabei für eine Haltung, die im Sinne des homo oeconomicus nach Maximierung des Periodengewinnes strebt.

Nur wenn beim Naturaltausch zwei Güter angeboten werden, stehen einander zwei Anbieter(Nachfrager) mit jeweils meßbarem Nutzen gegenüber. Dann verbinden beide mit dem angebotenen Gut des Tauschpartners eine konkrete und vollständige Nutzenvorstellung, so daß es bedeutungslos ist, welcher der Tauschpartner als Anbieter, welcher als Nachfrager gesehen werden. Dies wäre auch der Fall, wenn die Wirtschaftssubjekte beim Tausch alle Bedarfsfunktionen offenlegen würden, denn dann wäre für jedes Wirtschaftssubjekt die Nutzenfunktionen aller Güter berechenbar.

Bietet einer der Tausch(Kauf)partner allerdings Geld oder ein Gut mit Geldfunktion an, so ist wegen der besonderen Funktion des Geldes diese personalisierte Unterscheidung der Wirtschaftssubjekte in Nachfrager und Anbieter für die weitere Analyse jedoch bedeutsam. Aus der personalisierten Abgrenzung der beiden Verhaltensrollen ergeben sich dann nämlich Vorteile. Inflationsbezogen kann der 'benachteiligte' Tauschpartner damit aber vernachlässigt werden, denn das Inflationsproblem verlagert sich dann - weg von dem eigentlichen, rechtsverbindlichen Kauf(Tausch)vorgang - letztlich in den Bereich der
Preisfindung des allein inflationsrelevanten, da 'begünstigten' Tauschpartners.

Zum Inhaltsverzeichnis
 
 

3.1. Die Erfassung des Nutzens

Bei gegebener Geldmenge würde sich der in Geldeinheiten zu zahlende Preis eines Gutes sogar methodisch errechnen lassen, wäre sein Nutzen für die tauschenden Individuen bekannt.

Die

"Kommunikation zwischen bedürfenden Menschen und Gut bildet der Begriff des Nutzens ... Entsprechend werden Kaufentscheidungen nach Nutzenerwartungen getroffen, die dann durch die Nutzenstiftung der Objekte als tatsächliche Nutzenerlebnisse mit der Konsumtion verifiziert, modifiziert oder widerlegt werden. " [ 15 ]

Allerdings gilt: " Es ist nicht der Nutzen meßbar, sondern es sind bestenfalls die Nutzen vergleichbar . " [ 16 ]

Nur beim Naturaltausch lassen sich die Nutzen der getauschten Güter direkt vergleichen, denn nur dann sind diese Güter genau spezifiziert.

Ein Gut und eine Leistung lassen sich funktionsbezogen erfassen, denn ihre jeweilige Nutzungsmöglichkeit ist bekannt. Folglich ließe sich bei Offenlegung aller Bedarfsfunktionen der Tauschpartner auch der Preis für das einzelne Gut gleichsam methodisch berechnen. Der Bedeutung einer solchen Kenntnis steht nicht entgegen, daß jede Vorstellung über den ziehbaren Nutzen subjektiv und daher relativ ist [ 17 ].

Bei offengelegten Bedarfsfunktionen würde sich der Preis auch dann errechnen lassen, wenn von einem kardinalen Nutzen ausgegangen wird, also nur das Wirtschaftssubjekt den Nutzen jeden Gutes im System seiner Bedürfnisse kennt. Dabei wäre unerheblich, in welchem Bereich der verschiedenen Dimensionen von Nützlichkeit ( z.B. rein funktionalen, ästhetischen, prestigemotivierten u.a. Dimensionen ) das Gut einzuordnen ist, denn auch eine solche Gruppierung könnte eine rein subjektive Entscheidung bleiben.[ 18]

Zum Inhaltsverzeichnis

 

 

3.2. Die Bedarfsstruktur der Haushalte

Allgemeine Kenntnis der Bedarfsfunktionen ist jedoch nicht zu erwarten. Der Nutzen der Güter für das einzelne Wirtschaftssubjekt bleibt unberechenbar. Es gibt keinen objektiven Wohlfahrtsmaßstab des Konsumenten [ 19 ].

Die Bedarfstruktur der Haushalte ist in ihrer Zusammensetzung nämlich eine Folge von

Der Prozeß der Bedürfnisbildung und somit die Entstehung individueller Bedarfsfunktionen ist sehr vielschichtig:

Die Bedarfsstruktur des Nachfragers bildet sich somit in einem längerfristigen, eingriffsempfindlichen Reifeprozeß, der - wie beim Anbieter auch - außerdem immer unter dem Mangel an vollständigem 'Informiertsein' leidet.

"Versteht man unter dem Begriff der Information eines Wirtschaftssubjektes alle subjektiven Wissenselemente, die als Entscheidungsgrundlage benutzt werden, so umfaßt der Begriff neben der Kenntnis gegenwärtiger und vergangener Tatbestände, die für die Entscheidung relevant sein können, auch in der Zukunft liegende, über die keine exakte Information in Form einer vollkommenen Voraussicht bestehen kann; über die vielmehr nur Erwartungen oder Antizipationen vorliegen können. Insbesondere, wenn die Auswirkungen einer Entscheidung von den Reaktionen anderer Wirtschaftssubjekte abhängig sind, können über die Art dieser Reaktionen nur Erwartungen bestehen, die sich zwar auf bestimmte Wahrscheinlichkeiten stützen können, die aber die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung prinzipiell nicht ausschließen können. Nur wenn eine dynamische Entwicklung - wie im Modell der vollkommenen Konkurrenz - ex definitione ausgeschlossen wird, läßt sich die Unsicherheit eliminieren." [ 21 ]

Die weitgehende Orientierung des Bedarfs am Einkommen bewirkt etwa bei einem extern und kurzfristig erzwungener Verzicht auf Einkommen (Lohnkürzung, Lohnstop, Zinserhöhung für Konsumentenkredite o.ä. ) daher auch sofort einen Bruch in der Kette nachfragewirksamer Bedürfnisse. Die Nachfrager sind selbst dann verunsichert, wenn eine solche Maßnahme vorrangig nur auf ihren diskretionären Einkommens-teil wirken soll, denn auch dieser "frei verfügbare" Teil des Einkommens ist nur schwer abzugrenzen, da diskretionäre Ausgaben mit steigender Lebenshaltung durchaus ihre Diskretionarität verlieren können. Ein vermindertes Einkommen ist daher rasch mehr als nur eine bedeutungslose Änderung der Ausgaben. [ 22 ]

Dies gilt für alle nicht-öffentlichen Haushalte, hat über Steuermindereinnahmen aber langfristig auch Folgen für die Nachfragefähigkeit und -bereitschaft der öffentlichen Haushalte, obwohl die Wirkung dort besonders undurchsichtig ist. Die vorliegenden Haushaltspläne begünstigen dort möglicherweise noch eine unbelastete Ausgabenpolitik, obwohl absehbare steuerliche Mindereinnahmen schon zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Überprüfung mancher Projekte - vor allem im Hinblick auf Folgekosten - empfehlen würde.

Anbieterseitig lassen sich aus allgemeiner Unsicherheit resultierende Absatzrückgänge zwar durch sinkende Preisen abfangen, doch weil dies, bei konstanter Kapazitätsauslastung, Gewinnverzicht bedeutet, werden statt dessen vorrangig Arbeitskräfte freigesetzt. Dies löst bei den Privaten dann nicht nur Unsicherheit, sondern Angst aus, die sich wiederum in noch stärkerem Konsumverzicht der Nachfrager zugunsten ihrer Sparquote niederschlägt.

Besonders unerfreulich ist an einer solchen Entwicklung, daß das Sparaufkommen schließlich zwar genügend Spielraum zur Finanzierung von Investitionen bietet, doch wegen der planerischen Unsicherheit über die Nachfrage und angesichts der gegebenen Minderauslastung bestehender Kapazitäten ein Investitionsstoß ausbleibt.

Eine solche Entwicklung dann wieder umzukehren, ist jedenfalls sehr schwierig und zeitaufwendig. Sehr deutlich zeigt das der Wertpapiermarkt, der zum Durchhalten einer Boomphase ständig neuer Impulse bedarf, wohingegen schon das relativ kurzfristige Ausbleiben positiver Informationen die Kurse abbröckeln läßt und negative Informationen vergleichsweise jäh einen starken Abgabedruck bewirken.

Zum Inhaltsverzeichnis
 
 

3.3. Die Nutzenfunktion des Geldes

Was theoretisch bei Kenntnis der Bedarfsfunktionen der Wirtschaftssubjekte für den Tausch zweier Güter möglich wäre, läßt sich jedoch nicht mehr auf die Hergabe von Geld gegen Gut übertragen, denn dann besteht für das, gegen Geld später wiederum eintauschbare Gut heute in der Regel noch keine klare Nutzenvorstellung - schon gar nicht für den, der das Geld hergibt!

Das ergibt sich aus der besonderen Eigenschaft des Geldes, denn Geld ist ein

"dokumentiertes Wertversprechen allgemeiner Geltung, das die Funktion des Zahlungsmittels ( Tauschmittels ) und des Wertaufbewahrungsmittels zu erfüllen vermag. " [ 23 ]

Mit Geld kann hinsichtlich der Art, Beschaffenheit und Menge der Güter ein recht unterschiedlicher Nutzen gekauft werden. Bezüglich der Zusammenstellung aufzukaufender Güter hängt das ggflls. sogar von wechselhaften Neigungen des Augenblicks ab.

Geld ist somit der Besitz gespeicherter Nutzenmöglichkeiten, die im Zeitpunkt des Tausches nicht bekannt sein müssen, bezw. sich während des Geldbesitzes verändern können. [ 24 ]

 

 

Geld ist unpersönlicher Ausdruck von Anerkennung
und dadurch geht der Menschheit so unendlich viel verloren!

 

Eine vollständige Nutzenvorstellung durch das Geschäft hat beim Tauschvorgang nur der Anbieter von Geld, der Nachfrager nach dem Gut. Ihm wurde der Nutzen durch dieses Gut zum Zeitpunkt der Angebotsunterbreitung - etwa durch Werbung - vom Anbieter vielleicht sogar 'vorgerechnet'. Selbst wenn das Interesse des Nachfragers am Gut erst unmittelbar vor dem Kauf geweckt wurde, drückt der Wille zum Erwerb des Gutes doch die Priorität eines Bedürfnisses aus und damit die - wenn vielleicht nur kurzzeitige - hohe Intensität des Interesses am Kaufvorgang.

Das vergleichbare Interesse des Anbieters dieses Gutes am Verkauf ist demgegenüber in der Regel geringer. Das Nicht-Zustandekommen des Geschäftes verbindet sich für ihn nicht unmittelbar mit der Aufgabe einer Priorität, denn seine Nutzenvorstellung von der Verwendung einer, zum Zeitpunkt des Erhaltes gegen dieses Gut getauschten Geldmenge ist weniger intensiv bezw vollständig ist. Seine Nutzenvorstellung beschränkt sich zunächst sicher allenfalls darauf, die Herstellungskosten zu decken, wohingegen hinsichtlich des Gewinnteiles in der Regel weniger vollständige Überlegungen vorherrschen. Verteilt sich die Einnahme von Geld und der Anfall der Herstellungskosten außerdem noch über die ganze Wirtschaftsperiode, nimmt mit Anwachsen der bereits eingetauschten Geldmenge in der Regel das Interesse des Anbieter am einzelnen Tausches sogar ab. Jedenfalls gilt das dann, wenn die anbieterische Kalkulation auf einer niedrigeren Verkaufsmenge beruht, als dann tatsächlich in der Periode abgesetzt wird.

Nur bei Notlage des Besitzers des Gutes wird mit Abschluß des Einzelgeschäftes unmittelbar eine vollständige Nutzenvorstellung mit dem eingenommenen Geld verbunden sein.

In der modernen Verkehrswirtschaft mit ihrem regelmäßigen Kauf(Tausch)vorgang von Gut gegen Geld ist das Interesse des Nachfragers bezüglich des Interesses am Zustandekommen des Geschäftes in der Regel also stets größer als das des Anbieters. Der Anbieter des Gutes hat daher einen größeren Einfluß auf die Preishöhe, als der Nachfrager, weshalb der Nachfrager als Ansatz antiinflationärer Maßnahmen schon deshalb ausscheidet.

Bei marktwirtschaftlichem Handeln besteht der Nachfrager außerdem zu keiner Zeit darauf, einen Kauf n u r zu einem höheren Preis abzuschließen. Selbst wenn Prestigegründe für den Kauf ausschlaggebend sind - "nur das Teuerste ist für mich gut genug" - würde der Nachfrager auch einen niedrigeren Preis akzeptieren. Dies gilt auch für den Fall psychotischen 'Preistreibens', wie er in seiner reinsten Form bei der Auktion anzutreffen ist, wo durch den steigenden Preis die Zahl der Nachfrager auf einen vermindert wird.

Zum Inhaltsverzeichnis
Zur Übersichtsseite l
 

Weiter zu Teil IV

 


 

 

Zum Gästebuch
http://www.gaestebuch-umsonst.ws/w/Wirtschaft.htm

(bitte geben Sie dort für andere Leser mit einem Stichwort an, dass sich Ihr Eintrag auf diesen Artikel bezieht)

 


Angaben für notwendige Rückfragen