Teil IV des Artikels

"Inflationstheorie - Inflation und die Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftstheorie"

Eine Allgemeine Inflationstheorie mit der Bedeutung für die Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaftstheorie: Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit sind möglich
durch Strecken der eignerbezogenen Abschreibungen des Unternehmens

 

 


Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

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Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist


 

 
 

Inhaltsverzeichnis:

Teil IV. Begriffe in der Inflationsdiskussion
4.1. Markt und Preissetzung
4.2. Der Kauf(Tausch)vorgang
4.2.1. Qualität und Inflation
4.3. Preisbildung mit Geld
4.4. Der 'Wunschpreis' als individuelle Erwartungsgröße

 

 

 

Teil IV. Begriffe in der Inflationsdiskussion

Was bestimmt folglich das Handeln des Wirtschaftssubjektes zunächst bei der Preisfindung und schließlich bei der
Preissetzung im rechtsverbindlichen Kauf ( Tausch), und wie wirkt sich dies inflationsbezogen aus?

 

 

4.1. Markt und Preissetzung

Wirtschaftsverkehr ist Folge von Abhängigkeiten, Herrschaftsverhältnissen und Gruppeninteressen. Es

"werden von den Wirtschaftssubjekten Leistungen gegenseitig zur Verfügung gestellt und damit stellt sich die Gesellschaftswirtschaft in der Form der Tauschwirtschaft dar. Wir unterscheiden bei der Abwicklung der Tauschvorgänge:

a) den Tausch unter gesellschaftlichem Zwang
( Zwangstauschwirtschaft )

b) den Tausch selbstverantwortlichen Handelns
( freie Tauschwirtschaft ).

In der ersten Form kann der Einzelne seine Beziehung zur Güterwelt nicht selbst bestimmen, der Austausch von Leistungen ist normiert. In der freien Tauschwirtschaft dagegen ist der Tausch allein von dem Tauschvermögen und dem Willen der Beteiligten abhängig." [ 25 ]

In jeder Volkswirtschaften bedient sich diese 'Tauschwirtschaft' dabei einer Wertgröße, dem Preis, und die einzelne, rechtsverbindliche Preissetzung vollzieht sich auf einem Markt, der immer ein Teilmarkt ist.

Wenn von Teilmärkten gesprochen wird, muß allerdings bewußt bleiben, daß der Markt als Ganzes jedoch "einheitlich und unzerlegbar" ist, denn :

"Jeder Teil des Marktes ist von allen anderen Teilen abhängig und beeinflußt sie seinerseits." [ 26 ]

Die Bezeichnung 'Markt' wird dabei

"in den Wirtschaftswissenschaften nicht nur für bestimmte Veranstaltungen wie Wochenmärkte, Messen, Börsen, Veranstaltungen u. dergl. angewendet. Es wird vielmehr darunter die gedankliche Zusammenfassung aller
Geschäftsbeziehungen
zwischen Käufern und Verkäufern ( Nachfrage und Angebot ) , hinsichtlich eines Gutes oder einer Gruppe von Gütern ( einschließlich Dienst- und anderen Leistungen ) innerhalb eines bestimmen Gebietes und Zeitraumes verstanden." [ 27 ]

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4.2. Der Kauf(Tausch)vorgang

Die Preistheorie sieht den Kauf(Tausch)vorgang unter dem Aspekt Gut gegen Geld:

"Der Preis ist das Austauschverhältnis von Geld gegen Ware."[ 28 ]

Wenn Geld in weitestem Sinne definiert ist und auch das sog. Warengeld erfaßt, versteht dieser Preisbegriff auch Quantitäts- und Qualitätsänderungen als Preisbewegungen. Dies ist wichtig, denn es kann nicht als selbstverständlich unterstellt werden,

" ... daß Geld vorhanden sein muß, wenn eine Inflation gemacht oder vermieden werden soll" [ 29 ]

denn das ließe unberücksichtigt, daß Geld in Form von Zentralbankgeld nur eine der möglichen Ausdrucksformen eines Preises ist. Tatsächlich sind inflationär wirkende Preisbewegungen nicht nur offen sichtbare, direkte Preissteigerungen, sondern auch indirekte Preissteigerungen in Form verdeckter Preisverschlechterungen durch Qualitäts- und/oder Quantitätsminderung des Gutes bei konstantem Preis.

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4.2.1. Qualität und Inflation

Als Folge der begrifflichen Verbindung von Preis und Zentralbankgeld wird Qualität in der praktischen Inflationsdiskussion gewöhnlich ausgeklammert. Dabei lassen sich auch Qualitätsänderungen als Preisbewegungen verstehen, denn sie beruhen auf denselben Motiven individuellen Entscheidens, wie direkte Preissteigerungen - unterschiedlich ist nur die Form der Zielerreichung, nicht das Ziel selbst. In der Inflationsdiskussion bleibt Qualität wegen einer fehlenden Wertgröße trotzdem unbeachtet. Qualität ist nämlich nicht

sondern

Im Konsumgüterbereich ist der Qualitätsbegriff allerdings nicht immer exakt besetzt. Dort erleichtern oft nur pauschale Vorstellungen den Anbietern, Qualität zu einer Variablen ihrer Entscheidungsfunktion zu machen und eine Qualitäts'politik' zu betreiben [ 32 ] .

Preisbewegungen werden recht häufig durch Veränderungen der Qualität oder Quantität verschleiert. Nur wenn sich Qualitätsverschlechterungen bei konstanten Preisen in einem sog. 'Qualitäts-Koeffizienten' erfassen ließen, könnten sie jedoch auch als inflationäre Preissteigerungen gedeutet werden:

" Mit der Beschleunigung des'technischen Fortschrittes' gewinnt der Qualitätswettbewerb zunehmende Bedeutung ( Qualitätswettbewerb = Wettbewerb mittels Produktdifferenzierung und neuer Produkte ... ) ....Würde man Qualitätsverbesserungen in einem 'Qualitäts-Koeffizienten' ausdrücken können, so würde dieser Koeffizient wahrscheinlich nahe bei 1% liegen. Es ließe sich in diesem Sinne von einer ,Strukturkomponente' der Preisniveausteigerung sprechen. Qualitative Veränderungen im 'Konsumgüterkorb' werden eine um so größere Rolle spielen, je höher ( technologisch-industriell) entwickelt eine Volkswirtschaft und je höher ihre Wachstumsrate ist. Das gilt für Länder wie die USA, die BRD und die Schweiz. Würde man den Verbraucherpreisindex nach Paasche berechnen, dann wären die Inflationsraten noch niedriger, weil sich in einem Jahrzehnt die Gewichtungen der Positionen des zugrundeliegenden Güterkorbs ändern." [ 33 ]

So, wie hier ein sog. Qualitäts-Koeffizient mit der Inflationsrate saldiert wird, wäre dieser als selbständige Ausdrucksform eines Preises zu verstehen.

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4.3. Preisbildung mit Geld

Im allgemeinen Sprachgebrauch

"bezeichnet das Wort Preis überwiegend jene Summe Geldes, die man beim Erwerb einer bestimmten Gutsart für die Einheitsmenge zu zahlen hat." [ 34 ].

Schon der Begriff Preis wird allerdings unterschiedlich definiert. [ 35 ]

Einige Autoren verstehen Preis als eine genau festgelegte Menge von Zentralbankgeld, die für ein Gut hergegeben werden muß. Der Begriff Zentralbankgeld steht dabei für die "im Publikum befindliche Zahlungsmittelmenge " [ 36 ], die für ein Gut hergegeben werden muß.

Dies ist eine vereinfachte begriffliche Darstellung, denn Zentralbankgeld steht - streng genommen - schließlich nur für die täglich fälligen Forderungen der Inhaber von Banknoten und Sichtguthaben gegen die Zentralbank und das Giralgeld bei den Kreditbanken.

Andere Autoren sehen den Preis als Abstraktum. Geld wird dann als Gut verstanden und die konkrete Geldmenge, mit der ein Gut gekauft wird, ist dann Tauschgegenstand:

Diese Definition erfaßt die direkten wie die indirekten Preissteigerungen . Sie wird dem wirtschaftlichen Geschehen damit am ehesten gerecht, denn sie beinhaltet auch die gesamte Problematik des sog. Warengeldes.

Da sich allerdings in modernen Verkehrswirtschaften der Tausch in der Regel unter Verwendung von Zentralbankgeld abwickelt, läßt sich an Stelle des Begriffes Zentralbankgeld damit dann auch der Begriff Geld setzen, obwohl dadurch - für eine moderne, geldwirtschaftlich orientierte Verkehrswirtschaft eigentlich unzulässig - die unter Kapitel 4.2.1. dargelegte Qualitätsproblematik außer acht bleibt.

Der Begriff Geld hat damit eine umfassende Bedeutung, worin die logische Weiterentwicklung des Bemühens zu sehen ist, zu einem generellen Preismaßstab zu kommen[ 39], denn es gilt demnach für Geld:

Dadurch wird nicht nur der Tauschverkehr ausgedehnt, sondern auch der Tauschakt selbst vereinheitlicht, denn es ist dadurch nicht nötig, ansonsten alle Güter nebeneinander als Preisgüter zu benutzen.

Die heute vorrangige Verwendung von Zentralbankgeld ist also eine - sinnvoll bis notwendige - Vereinfachung des Wirtschaftsverkehrs.

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4. 4. Der 'Wunschpreis' als individuelle Erwartungsgröße

Bevor sich die Wirtschaftssubjekte zum Kauf( Tausch) eines Gutes entschließen, geht dem beiderseits eine individuelle Preisfindung voraus. Als Folge eines Rationalverhaltens, eines individuellen Impuls- oder eines Gewohnheitsverhaltens [ 40 ] ermittelt jeder Tauschpartner entsprechend seinen Vorstellungen den, s.E. angemessenen 'Preis' für dieses Gut und geht mit dieser Preisvorstellung dann in die Verhandlungen.

Bis zum rechtsverbindlichen Kaufabschluß ist ein Preis folglich nur ein subjektiver 'Wunsch'-Preis, der zum Zeitpunkt des Feilbietens nur Signalwirkung besitzt. Dieses Signal kann sogar trügerisch sein, indem durch diesen 'Wunsch-Preis' - bei Seltenheitsgütern oder nicht beliebig vermehrbaren Gütern - Nachfrage vielleicht sogar vom Kauf abgeschreckt werden soll [ 41 ].

Inflationsbezogen kann ein vom Anbieter gesetzter Preis folglich vor dem tatsächlichen Kauf auch nicht schon sicher als inflationär ausgemacht werden und damit insbesondere nicht vorbeugend antiinflationären Maßnahmen unterworfen werden, wie etwa einem Preis(Lohn)stop.

Ein Preisstop ist allerdings ohnehin systemfeindlich, denn in modernen Verkehrswirtschaften vermindert er die Bereitschaft der Anbieter - die ja vorrangig durch die Aussicht auf Gewinne und somit zum Teil auch durch die Aussicht auf Preissteigerungen motiviert werden - die teilweise nur vorübergehenden Marktlücken und -chancen zu nutzen.

Lohn-Preisstops etwa wurden in den USA als Teil einer ,Mixed Economy' teilweise sogar begrüßt, doch zeigte sich dann, daß einem zunehmenden Engagement für soziale Gerechtigkeit und Sicherheit andererseits doch nicht die entsprechende Bereitschaft gegenüberstand, um auch die, für die Realisierung solcher Ziele notwendigen Interventionen zu akzeptieren [ 43 ]. Natürlich überrascht das nicht, denn:

 
 

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