Teil VI des Artikels

"Inflationstheorie - Inflation und die Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftstheorie"

Eine Allgemeine Inflationstheorie mit der Bedeutung für die Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaftstheorie: Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit sind möglich
durch Strecken der eignerbezogenen Abschreibungen des Unternehmens

 

 


Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

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Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist


 

 

 
 

Inhaltsverzeichnis:

Teil VI. Die Preisss e t z u n g von Anbieter und Nachfrager
6.1. Der 'durchgesetzte' Preis
6.1.1. 'Durchgesetzter' und 'administrierter' Preis
6.1. 2. 'Durchgesetzter' , 'starrer' und 'erstarrter' Preis
6.2. Der 'ausgehandelte' Preis
6.3. Der Preis als untauglicher Inflationsansatz

 
 
 

Teil VI. Die Preiss e t z u n g von Anbieter und Nachfrager

Die Preissetzung erfolgt im rechtsverbindlichen Tausch(Kauf)abschluß. Bei diesen Vorgang stehen einander Wirtschaftssubjekte 'gegenüber', deren Preisfindungen als Anbieter und Nachfrager in die Preissetzung eingehen.

Ist sich der Anbieter der Umsetzungsunsicherheit seiner Planung bewußt, so paßt er dem seine Verhaltensweise an und billigt dem Tauschpartner Mitsprache beim Vorgang der Preissetzung zu.

Das schließt im Ergebnis eine Preissteigerung gegenüber der Vorperiode nicht aus, doch selbst dann, wenn diese Preiserhöhung vom Anbieter bereits bei seiner Preisfindung gesetzt war, blieb ihre Verwirklichung doch der gemeinsamen Preissetzung beider Tauschpartner überlassen. Der Preis ist demnach ausgehandelt und Umstände, die diese Preissteigerung ermöglicht haben, können vielleicht auch wieder einem preissenkenden Wandel unterliegen.

Verhandelt das Wirtschaftssubjekt jedoch nicht in obigem Sinne, sondern läßt dem Käufer gleichsam nur die Wahl, entweder den Preis zu akzeptieren oder den Tausch zu unterlassen, ist der Preis beim rechtsverbindlichen Kauf dann durchgesetzt .

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6.1. Der 'durchgesetzte' Preis

Nur der 'durchgesetzte' Preis erlaubt dem Anbieter eine langfristige Planung. In modernen Volkswirtschaften darf diese Art von Auftreten daher auch nicht unterbunden werden.

 

 

6.1.1. 'Durchgesetzter' und 'administrierter' Preis

Der hier eingeführte Begriff des 'durchgesetzten' Preises entspricht nicht dem Begriff vom 'administrierten Preis' (G.C.Means), auch wenn gilt:

1. "Der Preis ändert sich nicht entsprechend den Angebots-Nachfrageverhältnissen, sondern wird unabhängig von der Nachfrage gesetzt."

2. "Der einmal gesetzte Preis wird für eine längerfristige Periode beibehalten. Dabei ist die 'Inflexibilität' ( ,Starrheit' ) des Preises ,nach unten' größer als ,nach oben'. " [ 67 ]


Tatsächlich ist in der Regel aber jeder Preis 'administriert' und dieser 'gesetzte' Preis eine Erwartungsgröße der
Preisfindung:

"Wenn wir davon ausgehen, daß nur im Modell der vollständigen Konkurrenz der Preis ein Datum ist, und daß es in der Wirklichkeit mit seltenen Ausnahmen nur mehr oder weniger unvollständigen Wettbewerb gibt, dann sind
fast alle Preise gesetzt ,
administriert ; was aber nicht schon impliziert , daß ihre Höhe ohne Rücksicht auf die gegebene und erwartete zukünftige Nachfrage bestimmt würde - oder in bewußter und gewollter Abweichung von der Nachfrage." [ 68 ]

Auch der 'durchgesetzte' Preise war folglich zunächst ein 'gesetzter' Preis. Er bleibt aber nicht nur Erwartungsgröße, sondern wird dann geplant auch Ergebnis einer rechtsverbindlichen Preissetzung. Solches Auftreten setzt anbieterseitig kompromißloses Wollen und wirtschaftliche Stärke voraus. Nachfragerseitig wird beim rechtsverbindlichen Kauf dabei nicht 'gehandelt', sondern nur noch 'erwählt'.

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6.1.2. 'Durchgesetzter' Preis, 'starrer' und 'erstarrter' Preis

Der durchgesetzte Preis ist definitorisch auch kein 'starrer' Preis.

Schon die definitorische Bestimmung des Begriffes Starrheit ist allerdings schwierig, denn auch Starrheit der Preise schließt nicht aus, daß die Preise ausgehandelt sein können, mit der Möglichkeit späterer Preissenkung.

Der Begriff Preisstarrheit will den Preis jedoch in striktem Bezug auf jenen Widerstand definiert sehen, der sich gegen die Änderung eines Preises im Gefolge von Änderungen in Kosten- oder Marktbedingungen erhebt:

" Preise werden als starr bezeichnet, wenn sie sich nicht mit der gleichen Geschwindigkeit und im gleichen Maße an verändernde Kosten und Marktbedingungen anpassen, wie sie es nach dem theoretischen Standardmodell tun müßten. " [ 69 ]

Allerdings ist dieser Widerstand nicht bereits daran zu erkennen, daß es zu keiner Veränderung kommt,
denn:

" Die Annahme, daß die tatsächliche Veränderung Veränderlichkeit zum Ausdruck bringe, setzt .. voraus, daß überall die gleichen Kräfte am Werk waren und bloß auf verschiedene Grade des Widerstandes stießen. Starr ist etwas, wenn es Widerstand gegen Veränderung oder Bewegung leistet. Wo es jedoch keine Ursache für Veränderung gibt, drückt sich im Fehlen von Veränderung kein Widerstand gegen Veränderung aus. " [ 70 ]

Sinnvoll wäre hier zwischen 'starrem' Preis und 'erstarrtem' Preis zu unterscheiden, denn dem 'erstarrten' Preis fehlt es - im Gegensatz zum 'starren' Preis - in der Preisfindung am Willen zum Widerstand, von ihm abzugehen. Wenn beim 'erstarrten' Preis eine Preissenkung(-steigerung) unterbleibt, so kann das vielmehr tauschfremde Gründe haben. Beispielsweise schreckt die Schwerfälligkeit eines behördlichen Instanzenweges den Anbieter von einer Preisänderung ab [ 71 ]. Vielleicht lassen auch hohe Kosten der Preisänderung eines Produktes, für das weithin Reklame gemacht und das seit Jahren zum gleichen Preis angeboten wurde, eine Preisänderung - gleich in welche Richtung - augenblicklich nicht ratsam erscheinen. [ 72 ]

Erst wenn einer der Tauschpartner dann die Unbeweglichkeit dieses Preises anmahnt - definitorisch also nicht die 'Starrheit' des Preises rügt, sondern seine 'Erstarrtheit' - wird der Preis neu ausgehandelt. Die Unbestimmtheit eines solchen Zeitpunktes läßt einen solchen ,erstarrten' Preis also möglicherweise lange bestehen, schließt aber nicht aus, daß er korrigierbar ist.

Der 'durchgesetzte' Preis ist definitorisch folglich schon deshalb kein 'starrer' Preis, weil auch der 'starre' Preis ausgehandelt sein kann.

Den 'durchgesetzten' Preis setzt der Anbieter demgegenüber entsprechend der Marktgegebenheit und eine Preisänderung unterbleibt nicht als Folge eines Widerstandes gegen Veränderung, sondern eher aufgrund einer gewissen Gleichgültigkeit gegenüber dem Markt und hier insbesondere der Nachfrage. Eine veränderte Nachfrage und/oder sonstige geänderte Marktbedingungen werden (noch) nicht als so machtvoll eingeschätzt, daß dies Bedeutung für den gesetzten Preis hat, so daß der Anbieter weiterhin dem Nachfrager nur die Wahl läßt: Kaufen oder verzichten.

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6.2. Der 'ausgehandelte' Preis

Im Gegensatz zum durchgesetzten Preis verläßt der ausgehandelte Preis erst ab dem Zeitpunkt der rechtsverbindlichen Preissetzung den Zustand der Erwartungsgröße.

Der sog. 'marktdeterminierte' Preis etwa an der Börse oder auf der Auktion ist 'ausgehandelt'. Er steht modellhaft im Gegensatz zu den sog. 'Preisstrategien':

" Unter ,Preisstrategien' werden alle auf individuellen und kollektiven ( kartellmäßigen ) Planungen der Unternehmen basierende Preissetzungen verstanden. Sie stehen damit im Gegensatz zu den börsenmäßig bestimmten 'marktdeterminierten Preisen' , wie sie bei vollständiger Konkurrenz ( homogenen Polypolen - Polypsonen ) vorkommen." [ 73 ]

Die als Folge von Preisstrategien gemachten Preissetzungen sind definitorisch folglich durchgesetzte Preise.

Der marktdeterminierte Preis ist allerdings ein Sonderfall des ausgehandelten Preises, weil dabei sowohl Preisfindung als auch Preissetzung dem Marktgeschehen überlassen werden. In der Regel einzige Bedingung: Werden gesetzte Grenzwerte unter(über)schritten, so kommt das Geschäft anbieter(nachfrager)seitig nicht zustande.

Im Regelfall hat der Anbieter beim ausgehandelten Preis marktbedingt seinen Preis in der Preisfindung gesetzt, ist sich aber seiner fehlenden wirtschaftlichen Stärke bewußt, diesen Preis dann auch zu verwirklichen. Sollte dieser Preis bei der Preissetzung dennoch erzielt werden, so war dies allenfalls erhofft.

Auch wenn ausgehandelter und durchgesetzter Preis zum Zeitpunkt der Preisfindung und der Preissetzung gleich sind und beide gegenüber der Vorperiode erhöht, bleibt doch der Unterschied, daß der durchgesetzte Preis keine Erwartungsgröße ist, sondern Ausdruck wirtschaftlicher Stärke des Anbieters.

Kennzeichnend selbst für eine ausgehandelte Preissteigerung - die außerdem vielleicht sogar durch mehrere Wirtschaftsperioden Bestand hat und damit indexmäßig sogar als Inflation erfaßt wird - ist demgegenüber, daß sie durch neuerliches Aushandeln möglicherweise wieder nach unten korrigiert wird.

Der ausgehandelte Preis ist jedenfalls bis zur Preissetzung immer Erwartungsgröße und eine solche kann daher auch nicht tauglicher Ansatz antiinflationärer Maßnahmen sein. Anders ist dies nur dann, wenn der ausgehandelte Preis für den Anbieter in einer späteren Wirtschaftsperiode zum durchgesetzten Preis wird und damit Folge der wirtschaftlichen Stärke dieses Anbieters.

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6.3. Der Preis als untauglicher Inflationsansatz

Die Analyse machte deutlich, daß der Preis folglich als Ansatz inflationärer Gegenmaßnahmen ausscheidet. Es ist nicht möglich, vor der rechtsverbindlichen Preissetzung zwischen ausgehandeltem und durchgesetztem Preis zu unterscheiden. Erst recht gelingt dies nicht anbieterbezogen.

Beispielsweise kann bei einer Preissteigerungen der Nachfrager auf mögliche und vom Anbieter vielleicht sogar erwartete Verhandlungen einfach verzichtet haben. Vielleicht aus einer Uninteressiertheit heraus, wollte er es völlig dem Anbieter überlassen, den kaufverbindlichen Preis zu bestimmen. Aus solchem Nachfragerverhalten hervorgehende Preissteigerungen sind definitorisch also trotzdem 'ausgehandelt' und nicht 'durchgesetzt'.

Der 'ausgehandelte' Preis kann sich auch maskieren und bis zur Gewährung von Rabatten scheinbar ein durchgesetzter Preis sein. Umgekehrt kann der scheinbar verhandelbare Preis in Wirklichkeit ein durchgesetzter Preis sein, der sich, unter Gebrauch einer Rabattzone, mit den Merkmalen eines ausgehandelten Preises tarnt.

Ein angehobener 'durchgesetzter' Preis ist somit zwar inflationär, denn bei ihm steht schon vor der Preissetzung fest, daß er den Geldwert verschlechtert, aber er läßt sich doch nur selten früh genug isolieren. Nur dann aber taugt er gesamtwirtschaftlich als antiinflationärer Ansatz.

Gewiß ist demgegenüber nur, daß der ausgehandelte Preis, als bloße Erwartungsgröße, wegen seiner Unbestimmtheit keinesfalls Ansatz antiinflationärer Maßnahmen sein darf und daher eine antiinflationäre Gleichstellung von ausgehandeltem und durchgesetztem Preis unbedingt vermieden werden muß. Eine solche Abgrenzung ist gesamtwirtschaftlich aber unmöglich..

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