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Arbeitsbeschaffung durch Finanzpolitik!
Beeinflussung der Abschreibung von Kapitaleignern!

Eignerbezogene Abschreibungen
des Unternehmens als grundrechtskonforme Maßnahmen
von Arbeitsmarkt- und Antiinflationpolitik

 

von
Wolf-Alexander Melhorn
dipl.rer.pol.

 

Lernt Gutes zu tun,
sorgt für Gerechtigkeit
Jesaja 1,17

keywords: Aktie, Arbeitslosigkeit, Abschreibungen, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik,Inflation,Wirtschaftspolitik,Kapitaleigner,Deflation, Arbeitsmarktpolitik, Investitionsgebühr, Eigentum, Aktionär, Streubesitz, Abschreibung ,Finanzpolitik, Fortwälzung

 

 

 

 

Es ist Ihr Privileg, sich informieren zu düfen

- aber auch Ihr Recht, dies nicht zu tun!

 

 

Wirtschaften muss dem Menschsein nutzen
- nicht Kapital, das nur sich selber dienen kann!

Kapital ist verstorbene Arbeit
und sollte der lebenden unterworfen bleiben.

Wenn Kapital das Menschsein unterdrückt,
tötet seine Verzinsung

Wenn Alter sichtbar keine Weisheit hat,
verbirgt es sich im Wohlstand
!


 
 

Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

 

 

 

Merksätze für Machtgewinn und -erhalt

1. Besorgt euch Berufspolitiker!
Die werden eurem Volk die Illusionen schaffen.

2. Gebt den Engstirnigen ein wenig Macht
- sie werden Eure für sich selbst verteidigen!

3. Tötet die Ideale,
aber nicht die Idealisten
- sie sind die Narren eurer Macht!

4. Gewährt Hoffnung auf Demokratie
doch lasst sie niemals wirklich zu

- es kostet euch die Macht!

5. Das Volk lasst hungern
- wonach immer! -
nur darf es nicht verhungern
- sonst reißt es euch in Stücke!

6. Teilt Hoffnung aus auf ferne Zukunft
- es schützt die Privilegien eurer Gegenwart!

7. Wer um sein Überleben kämpft,
den kümmern keine Machenschaften!
Daher beschäftigt sie mit Überleben

8. Zerstört die Glaubwürdigkeit anderer
- es ist das Gift, das eure Macht zersetzt!

9. Redlichkeit verdirbt die Macht!

10. Nicht die Macht ist das Übel einer Gesellschaft.
sondern die Gier danach!

11. Demut ist der wahre Ausweis des Mächtigen
- nicht das Geklingel seiner Insignien!

12. Selbstlosigkeit durchlöchert das Gefäß der Macht!

13. Nächstenliebe ist der Schlüssel wahrer Macht!

14. Herzlosigkeit führt in die Ohnmacht aller!

15. Der Idealist sei Spurensucher,
nie aber Wegbereiter einer Macht
- er könnte ihr gefährlich werden!

 


 

 

 

Kapitaleigner besitzen die wirkliche wirtschaftliche Macht in einer Volkswirtschaft. Sie dürfen aus der Verpflichtung des Eigentums nicht entlassen werden, sondern müssen - entsprechend ihrer individuellen wirtschaftlichen Macht - Ansatz einer Wirtschaftspolitik werden, die gesamtwirtschaftliche Ziele verfolgt, wie etwa Arbeitsmarktpolitik oder Inflationsbekämpfung, denn als Eigentümer können(müssen) sie die Unternehmen zu entsprechendem Handeln zwingen.

Hier wird eine Beispielrechung vorgestellt. Die Maßnahme besteht in einer eignerbezogenen Streckung der Abschreibungen des Unternehmens.

 

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Inhaltsverzeichnis:

1.Der Kapitaleigner als Ansatz wirtschaftspolitischer Maßnahmen

2. Die Auswahl der Kapitaleigner

3. Das umsatzorientierte Maßnahmenmodell
3.1. Ermittlung des individuellen Abschreibungssatzes
3.2. Unbekannter Kapitalbesitz und Ausländer

4. Beispielrechnung für eine Erfassung im Maßnahmensystem
4.1.Eigenumsatz und Streubesitz
4.2.Berücksichtigung der Unternehmensbeteiligungen
4.3. Eigentumsverhältnisse an Unternehmen XY
4.4.Ermittlung der Abschreibungssätze je Kapitaleigner

4.5.Ermittlung des tatsächlichen Abschreibungssatzes für den Anbieter XY

5. Ausnahmeregelungen

6. Das Problem der Fortwälzung

7. 'Investitionsgebühr' und weitere Maßnahmen

 

 

1. Der Kapitaleigner als Ansatz wirtschaftspolitischer Maßnahmen

Der Autor hat in der von ihm auf dieser Homepage vorgestellten
Allgemeinen Theorie der Inflation
erarbeitet, daß der Kapitaleigner jenes Wirtschaftssubjekt ist, das allein wirksam gegen Inflation vorgehen kann, denn Inflation ist Folge wirtschaftlicher Macht eines Anbieters. Allein der Kapitaleigner hat jedoch die wirtschaftliche Macht über den Anbieter :

  Die wirtschaftliche Macht eines Kapitaleigners am Unternehmen entspricht seiner Beteiligung am weisungsberechtigten Kapital.  


Davon kann nicht ablenken, daß viele Kapitaleigner ihre Macht nicht selbst ausüben - Stichwort: Depotstimmrecht - sondern ihre Macht an Dritte abgeben haben, die ihnen dafür versprechen , ihren Gewinn zu vermehren.

Eine solche Art der Macht'ausübung' ist in das Belieben des Kapitaleigners gestellt, entbindet ihn aber nicht von seiner Verpflichtung gegenüber der Volkswirtschaft . Eine Wirtschaftspolitik hat hierauf auch keine Rücksicht zu nehmen. Sie muß vielmehr dort ansetzen, wo das Eigentum in die Pflicht genommen werden kann(muß), um dem Wohle des Ganzen zu dienen, denn - unabhängig davon, ob dies gesetzlich festgeschrieben ist, wie etwa in Artikel 14 Abs 2 Grundgesetz:

Eigentum verpflichtet.


Nur stimmloses Kapital etwa in Form von Vorzugsaktien kann unberücksichtigt bleiben, weil es eine Sonderform des Kredites ist.

Die wirtschaftliche Macht der Kapitaleigner muß(soll) sich jedoch nicht darauf beschränken (lassen), etwa nur gegen Inflation eingesetzt zu werden, denn dann würden jene, die ihre wirtschaftliche Macht dann (mehr) an die Kapitaleigner zurückgeben müßten bemüht sein, dies etwa durch den Hinweis zu verhindern, es gäbe ja derzeit keine Inflation.

Die wirtschaftliche Macht der Kapitaleigner kann aber auch sonstiger Ansatz wirtschaftspolitischen Handelns sein, wie etwa im Hinblick auf eine, dem Faktor Arbeit wohlwollende Interessenveränderung der Unternehmen, auch wenn Eigentümer aus ihrem Besitz regelmäßig und nachvollziehbar meist nur Rechte ableiten wollen.
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2. Die Auswahl der Kapitaleigner
Vorgehensmäßig werden zunächst jene Kapitaleigner ausgesucht, die von den beabscihtiten Maßnahmen betroffen sein sollen.

Hierfür bietet sich in der Regel der unternehmerische Gesamtumsatz der Unternehmen an. Ein anderes Kriterium könnte die Beschäftigtenzahl o.ä. sein, außerdem etwa in Bezug zum Gesamtumsatz oder Gewinn.

Die tatsächliche Betroffenheit des Unternehmens durch die Maßnahme hängt damit von der wirtschaftlichen Macht seiner Kapitaleigner und deren Beteiligung am Unternehmen ab. Juristische Personen können dabei rechtlich als Kapitaleigner auftreten, doch ist von ihnen aufzudecken, welche natürlichen Personen ihre Kapitalanteile besitzen und deren Einordnung in das Maßnahmensystem ist dann für die tatsächliche Abschreibung der juristischen Person maßgeblich.
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3. Das umsatzorientierte Maßnahmenmodell

Beispielhaft soll gezeigt werden, wie ein solches Maßnahmensystem im Einzelnen ausgestaltet sein könnte. Das Ergebnis wird eine unternehmensbezogene Streckung der Abschreibung sein. Sie ist davon abhängig, welcher natürlichen Person das Unternehmen gehört und welche wirtschaftliche Macht diesem Kapitaleigner zugeordnet ist. Kennziffer ist der Gesamtumsatz aus allen, von dem einzelnen Kapitaleigner gesamtwirtschaftlich gehaltenen Kapitalanteile.

Es versteht sich, daß eine solche Offenlegung natürlich jene Kapitaleigner ablehnen, die unerkannt bleiben wollen - etwa aus Bereichen der Organisierten Kriminalität.

Unerkannt bleiben kann aber nur jener Kapitaleigner, der eine nur geringfügige Beteiligung an einem Unternehmen hält, von beispielsweise weniger als 1 Prozent. Dies gilt dann auch für die Beteiligungen einer juristischen Person. Solche geringen Kapitalanteile gelten als 'Streubesitz' und werden auch keiner natürlichen Person zugeordnet. Allerdings wird dieser 'Streubesitz' am Unternehmen zusammengefaßt und dann wie ein selbständiger 'Kapitaleigner' behandelt, dem als gesamtwirtschaftlicher Gesamtumsatz aber nur der Anteil am Gesamtumsatz dieses Anbieters zuzuordnen ist.
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3.1. Ermittlung des individuellen Abschreibungssatzes

Vorgehensmäßig wird für jeden einkommenssteuerpflichtigen Kapitaleigner des umsatzmäßig ausgewählten Unternehmens ermittelt, in welchem Umfang er dem antiinflationären Maßnahmensystem unterliegt.

Jeder Kapitaleigner hat aufzudecken, welcher Gesamtumsatz in der letzten Wirtschaftsperiode seiner wirtschaftlichen Betätigung zuzuordnen ist.

Dies ist unproblematisch, wenn allen Unternehmen vorgeschrieben wird, jenen Gesamtumsatz öffentlich auszuweisen, der ihnen aus eigener wirtschaftlicher Betätigung und aus ihren Beteiligungen zuzurechnen ist. Es ist danach ein leichtes, für jeden Kapitaleigner einen Gesamtumsatz zu errechnen, der ihm stichtagsbezogen aus seinem Besitz an den einzelnen Unternehmen zuzuordnen ist. Die sich so ergebenden Summe sämtlicher anteiliger Umsatzgrößen entscheidet dann darüber, ob und in welchem Umfang ein Kapitaleigner vom Maßnahmensystem erfaßt wird.

Beteiligungen eines Anteileigners an Firmen im Ausland bleiben bei der für ihn zu erstellenden Umsatzrechnung unberücksichtigt, da eine solche Beteiligung unmittelbar jedenfalls keine inländische wirtschaftliche Macht darstellt.

Der für den einzelnen Kapitaleigner ermittelte Abschreibungssatz, mit dem der Kapitaleigner anteilig sämtliche Investitionen seiner Beteiligungen abschreiben darf, gilt danach für die laufende Wirtschaftsperiode. Sofern der Kapitaleigner mit mehr als Streubesitz an dem Unternehmen beteiligt ist, muss er dem Unternehmen zum Stichtag seine Beteiligung und den für ihn gültigen Abschreibungssatz melden.

Für das Unternehmen errechnet sich dann aus der gewichteten Summe der Abschreibungssätze all seiner Kapitaleigner zum Stichtag der für das Unternehmen gültige Abschreibungssatz der laufenden Wirtschaftsperiode. Dabei ist es allerdings zweckmäßig, einen gleitenden Mehrjahresdurchschnitt festzulegen.

Die Dauer der Abschreibung aller Investitionen eines Unternehmens wird also davon bestimmt, wem das Unternehmen gehört und welche wirtschaftliche Macht der einzelne Kapitaleigner - zumindest theoretisch - im Unternehmen hat, um eine gesamtwirtschaftlich gewünschte Unternehmenspolitik zu veranlassen.
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3.2. Unbekannter Kapitalbesitz und Ausländer

Für Kapitalanteile, die sich keiner Person sicher zuordnen lassen, kann allerdings kein fiktiver Umsatzes berechnet werden. Diese Kapitalanteile werden daher so gestellt, daß ein ihnen zurechenbarer Anteil der Investitionen nicht abgeschrieben werden kann. Dies bedeutet nicht, daß Investitionen langfristig nicht abgeschrieben werden können, denn entweder veräußert der Kapitaleigner seine Anteile oder er bringt die geforderte Angabe doch noch bei.

Ist der natürliche Anteilseigner ein Ausländer, der keinen für ihn berechneten Abschreibungssatz angeben kann, so kann er rechnerisch seinen Anteil so behandeln lassen, als sei sein Umsatzanteil im Besitz eines von ihm bestimmten Dritten, etwa einem inländischen Kapital- oder Depotverwalters. Der Abschreibungssatz dieses Dritten wird dann für den Ausländer übernommen, wobei sich der dann zu berücksichtigende Gesamtumsatz dieses Dritten durch die Zurechnung des Ausländeranteiles rechnerisch erhöht und sich nachteilig im Abschreibungssatz dieses Verwalters niederschlagen kann(wird).

Wird keine solche Vereinbarung vorgelegt, so wird der Umsatzanteil dieses ausländischen Anteilseigners so behandelt, als könne darauf anteilig eine Investition nicht abgeschrieben werden.
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4. Beispielrechnung für eine Erfassung im Maßnahmensystem

Im Beispiel wird unterstellt, daß der gewöhnliche Abschreibungssatz 20 Prozent/Jahr beträgt.

Es wird ein Maßnahmensystem angenommen, wie es in Tabelle 1 vorgestellt ist.


Tabelle 1: Zuordnung von Umsatz und Streckung der Abschreibung

Spalte 1

Maßnahmenrelevanter Gesamtumsatz in Millionen Einheiten
Spalte 2

führt zu Streckung der Abschreibung um Prozent
Spalte 3

bedeutet Kürzung der Abschreibungsrate von 20% um %
Spalte 4

ist eine absolute Kürzung der Abschreibungsrate von 20% auf %
1. Stufe:

600 - 800
10 2 18
2.Stufe:

800 - 1300
20 4 16
3. Stufe:

1300 - 1700
30 6 14
4. Stufe:

1700 - 2000
40 8 12
5.Stufe:

2000 - 2200
50 10 10
6.Stufe:

2200 - 2300
75 15 5
7.Stufe :

2300 -
100 20 0


Anmerkung: Das System ist zweckmäßig so ausgestaltet, daß die umsatzmäßige Zuordnung progressiv in 'Umsatzstufen' erfolgt. Es ist eine ausschließlich politische Entscheidung, welche 'Stufenhöhe' festgelegt wird.
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4.1. Eigenumsatz und Streubesitz
Der Anbieter XY habe einen Umsatz von 260 Millionen Einheiten (E) erwirtschaftet. Nach Tabelle 1 ist dieser Umsatz zu niedrig, um maßnahmenwirksam erfaßt zu werden. Das Unternehmen könnte - gemäß seinem selbst erwirtschafteten Umsatz - seine Investitionen mit 20 Prozent abschreiben. Dieser Abschreibungssatz gilt aber nur für die Summe der dem Streubesitz zuzuordnenden Kapitaleigner. Dieser beläuft sich im Beispiel auf 30 Prozent des Stammkapitals.

Dies ist eine gewollte politische Begünstigung der Beteiligung wirtschaftsschwacher Anteilseigner - etwa Kleinaktionären - an einem Unternehmen, denn aus Tabelle 2 würde sich ein Abschreibungssatz von nur 16 Prozent ergeben.
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4. 2. Berücksichtigung der Unternehmensbeteiligungen
Der Anbieter XY ist in unterschiedlicher Höhe als juristische Person an weiteren Unternehmen A - E beteiligt. Diese erwirtschafteten unterschiedliche Umsätze (wobei wiederum deren Umsatz an Beteiligungen ihrem ausgewiesenen Gesamtumsatz bereits zugerechnet ist):


Tabelle 2:  Beteiligungen des Anbieters XY an Unternehmen A - D

Spalte 5:

Beteiligung an Unternehmen
Spalte 6:

dort erwirtschafteter Gesamtumsatz in Mill E
Spalte 7:

Prozentuale Beteiligung des Anbieters XY am Kapital der Unternehmen
Spalte 8:

daraus errechneter Anteil am Gesamtumsatz der Beteiligung in Mill E
Spalte 9:

Erfassung in Maßnahmensystem?
A 200 40 80 ja
B 900 1 - nein
C 800 20 160 ja
D 1500 30 500 ja
  Summe: 740  



Der aus den Beteiligungen A - D dem Unternehmen XY zuzuschlagende Gesamtumsatz beträgt 740 Mill Einheiten, so daß sich für den Anbieter XY ein Gesamtumsatz von 1000 Mill E ergibt. Nach Tabelle 1 wäre ein solcher Gesamtumsatz mit der 2.Stufe erfaßt , was einem Abschreibungssatz von 16 Prozent entspricht.
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4. 3. Eigentumsverhältnisse an Unternehmen XY
Der Anbieter XY ist im Besitz verschiedener Anteilseigner, sowie einer Aktiengesellschaft, Ausländern und nicht identifizierten Kapitaleignern. Das Stammkapital des Unternehmens beträgt 100 Mill E.


Tabelle 3: Zurechnung der Umsatzanteile an Anbieter XY auf die Kapitaleigner E bis J
Spalte 10:

Kapitaleigner an Anbieter XY
Spalte 11:

mit % am stimmberechtigten Kapital von Anbieter XY
Spalte 12:

zurechenbarer Anteil aus Gesamtumsatz des Anbieters XY (Eigenumsatz plus anteiligem Beteilgungsumsatz) von 1000 Mill E
E nP (Inländer) 10 100
F nP
(Inländer)
10 100
G jP
(Inländer)
10 100
H nP (Ausländer) 14 140
I nP
(Ausländer)
10 100
J nP
(Inländer, stiller Teilhaber)
16 160
Streubesitz 30 300
Summen 100% 1000 Mill E


nP = natürliche Person; jP = juristische Person

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4.4. Ermittlung der Abschreibungssätze je Kapitaleigner

Der im 3.Schritt ermittelte, anteilige Gesamtumsatz am Anbieter XY ist jetzt dem einzelnen Kapitaleigner E - I zuzuordnen und für jeden Kapitaleigner dann sein persönlicher Abschreibungssatz zu ermitteln, den er dem Anbieter XY mitzuteilen hat.


Tabelle 4: Zuordnung der Abschreibungssätze auf die Kapitaleigner E - J

Spalte 13:

Kapitaleigner
Spalte 14:

Umsatz an Anbieter XY
Spalte 15:

Umsatz an Anbieter K
Spalte 16:

Umsatz an Anbieter L
Spalte 17:

Summe aller Beteiligungen des Kapitaleigners
Spalte 18:

nach Maßnahmensystem gegebener Abschreibungssatz (Spalte 4)
E (Inländer) 100 400 900 1400 14
F (Inländer) 100 - 100 200 20
G (Inländer) 100 50 - 150 20
H (Ausländer, durch Verwalter zuordenbar) 140 - - Dieser Umsatz ist dem Verwalter insgesamt zuzuordnen
2100
10
I (Ausländer, nicht zuorden-bar 100 - - kein Umsatz zuordenbar 0
J (Inländer, stiller Teilhaber) 160 800 200 1160 16




Jeder Kapitaleigner ist verpflichtet, dem Unternehmen, an dem er zum Stichtag Kapitalanteile hält, zu melden. Unterbleibt eine Meldung, wird dieser Kapitalanteil - sofern er nicht dem Streubesitz zuzuordnen ist - mit einem Abschreibungssatz von null Prozent angesetzt.

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4.5. Ermittlung des tatsächlichen Abschreibungssatzes für den Anbieter XY

Die Eigentumsverhältnisse entsprechend denen in Tabelle 3, weshalb insoweit auch die Spaltenbezeichnung übernommen wurde.


Tabelle 5: Ermittlung des tatsächlichen Abschreibungssatzes für den Anbieter XY

Spalte 10:

Kapitaleigner an Anbieter XY
Spalte 11:

mit % am stimmberechtigten Kapital von Anbieter XY
Spalte 19:

zurechenbarer Anteil aus Gesamtumsatz des Anbieters XY (Eigenumsatz plus anteiligem Beteilgungsumsatz) von 1000 Mill E (Spalte 12)
Spalte 20:

nach Maß-nahmen- system gegebener Abschreibungs-satz des einzelnen Kapitaleigners entsprechend Spalte 18
Spalte 21:
Gewichtung der anteiligen Kapitaleig-nerumsätze durch Multiplikation Spalte 19 x20
E nP (Inländer) 10 100 14 1400
F nP (Inländer) 10 100 20 2000
G jP (Inländer) 10 100 20 2000
H nP (Ausländer) 14 140 10 1400
I nP (Ausländer) 10 100 0 0
J nP (Inländer, stiller Teilhaber) 16 160 16 2560
Streubesitz 30 300 20 6000
Summen 100 1000 Mill E   15350


nP = natürliche Person; jP = juristische Person

Aus den Summen der Spalten 19 und 21 wird dann der Abschreibungssatz errechnet, der sich für Anbieter XY ergibt:

15350    
------------ = 15,36 Prozent
1000    


Sämtliche Abschreibungen des Anbieters werden dann aufgrund der Besitzverhältnisse und damit der wirtschaftlichen Macht des Anbieters in der Folgeperiode mit einem Satz von 15,36 Prozent abgeschrieben. Restwerte von unter etwa 800 E/Gut werden ganz abgeschrieben. Zweckmäßig wird mit einem Mehrjahresdurchschnitt gerechnet, um Anteilswechsel gleitend zu berücksichtigen.
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5. Ausnahmeregelungen
Das umsatzabhängige Maßnahmensystem, das die Macht der Kapitaleigner erfaßt und dann auf die Abschreibungen des Unternehmens wirkt, von dem sie Eigentümer sind, dürfte natürlich nicht durch Ausnahmeregelungen unterlaufen werden.

Kommt es als Folge raschen technischen Fortschritts zu vorzeitigen Investitionsveraltungen, verbieten sich daher die heute üblichen Sonderabschreibungen, da vorzeitige und einseitige Investitionsveraltungen eines Anbieters maßnahmengewollt ja gerade Folge einer umsatzbedingt auferlegten Streckung seiner Abschreibung sein können.
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6. Das Problem der Fortwälzung
Das Unternehmen muß durch die zeitliche Streckung der Abschreibung mehr Steuern bezahlen. 'Überwälzt' der Anbieter dieses Mehr an Steuern mittels Preiserhöhungen, so handelt es sich um eine sog. "Fortwälzung" [ 1 ] .

Daraus leitet sich zunächst mal die Forderung ab, die Maßnahme so auszugestalten, daß es dem Anbieter möglichst lange einen Anreiz bietet, in eine niedrigere Umsatzgröße auszuweichen. Verschärft sich die Maßnahme etwa stufenweise und zweckmäßig sogar progressiv, so gelingt ihre Fortwälzung außerdem nur kurzfristig und nur, wenn sowohl Wettbewerbsstruktur als auch Nachfrage dies zulassen. Langfristig wird Fortwälzung in aller Regel zum Auftritt neuer und billigerer Anbieter führen. Ein fortwälzender Anbieter verliert dann zusätzliche Marktanteile.
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7. 'Investitionsgebühr' und weitere Maßnahmen

Anders ist dies jedoch bei Anbietern, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Größe bereits der schärfsten Maßnahme unterworfen sind und auch keine Möglichkeit haben, in eine niedrigere Umsatzgröße zu gelangen. Sie werden die wirtschaftliche und teilweise auch politische Macht haben, ihre Belastungen fortzuwälzen.

Dem Entstehen solcher Wirtschaftsgiganten läßt sich jedoch durch Kartellgesetzgebung begegnen, die solche Unternehmen zerschlägt. Allerdings sind dies dann keine marktwirtschaftlichen Lösungen, da sie ohne unternehmerische Beteiligung ablaufen.

Eine marktwirtschaftliche, makroökonomische Beeinflussung solcher Entwicklungen ist jedoch dadurch möglich, daß zunächst mal die Streckung der Abschreibung auf 100 Prozent erhöht wird, also keine Abschreibungen mehr möglich sind.

Darin muß sich der Maßnahmenkatalog jedoch nicht erschöpfen. Es könnte darüber hinausgehend jede Investition dieses Unternehmens mit einem proportional oder gar progressiv ausgestaltenen Abschreibungsmalus belastet werden. Nicht nur, daß das Unternehmen Investitionen dann nicht mehr abschreiben kann, sondern es müßte für neue Investition zusätzlich sogar noch eine prozentuale 'Investititonsgebühr' entrichten, was ihm aber die Freiheit ließe, weiterhin etwa Erhaltungsinvestitonen vorzunehmen.

Die heute weitgehend verselbständigte, aber systemundienliche Machtballung in Konzernzentralen, mit ihrer zunehmenden Konzernierung der Volkswirtschaft und systemgemäßen Bekämpfung des Faktors Arbeit würde dadurch auf ein sinnvolles Maß zurückgeführt, weil alles andere dann nicht mehr im wirtschaftlichen Interesse des Kapitaleigners liegt.
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Fußnote
1) Mering,Otto von: Art.: "Steuerüberwälzung", Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Band 10, Herausgegeben von Erwin von Beckerath, Hermann Bente, u.a., Stuttgart-Tübingen-Göttingen 1959, S.175-181.

 

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Links:

Lesen Sie zum Thema Arbeitslosigkeit auch meinen Artikel " Überstunden schwächen Arbeitsmarkt - Ein Gesetzentwurf gegen Arbeitslosigkeit ".

Als externen Link verweise ich auf den Artikel von Christoph Strawe " Arbeitszeit - Sozialzeit - Freizeit- ein Beitrag zur Überwindung der Arbeitslosigkeit".