Süddeutsche Krankenversicherung

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Fellbach, 25.07.2002
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Herr Sonnentag
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Mitglieds-Nr: 166784
Geschäfts-Nr: 3 C 968/01

In Sachen

Silvia Melhorn ./. Süddeutsche Krankenversicherung a. G.

nehmen wir zum Schriftsatz der Klägerin vom 15.07.2002 wie folgt Stellung:

Das von Prof. Dr. Hans-Uwe Wolf gefertigte Gutachten ist sachlich fundiert, inhaltlich logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Es ist in sich nicht widersprüchlich oder gar wirr wie die Klägerin glauben machen will, im Gegenteil, ein Punkt baut auf dem anderen folgerichtig und denknotwendig auf. Die Angriffe der Klägerin stellen vielmehr den verzweifelten, aber vergeblichen Versuch dar, die Kompetenz und fachliche Befähigung des Sachverständigen in Frage zu stellen. Im Übrigen betreffen diese auch nicht den Vorwurf der Befangenheit, sondern ergeben sich aus dem Gegenstand des Beweisthemas. Das Amtsgericht hat in seinem Beschluss vom 12.07.2002 unter Punkt 4. richtig festgestellt, dass die weitergehenden Angriffe der Klägerin lediglich die fachliche Entscheidung des Sachverständigen betreffen.

Mit Schreiben vom 15.02.2002 hat der zunächst bestellte Sachverständige Prof. Dr. E. Mildner richtigerweise darauf hingewiesen, dass das Beweisthema durch einen Pharmakologen beantwortet werden sollte. Daraufhin wurde Prof. Dr. Hans-Uwe Wolf von der Abteilung Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Ulm mit dem Gutachten beauftragt. Ihm nunmehr fehlende fachliche Kompetenz, mangelnde medizinische Kenntnisse und sachliche Schlampigkeit vorzuwerfen, ist nicht nachvollziehbar.

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Im Übrigen schießt die Klägerin mit ihren Angriffen auf den Sachverständigen, die Beklagte, aber auch gegen das Gericht in unangemessener Weise über das Ziel hinaus. Die Vorwürfe und Anschuldigungen, die sich mittlerweile gegen jeden Beteiligten des Verfahrens wenden und ihnen teilweise niedrige Beweggründe unterstellen, sind an den Haaren herbeigezogen und nicht begründet. Wenn man die Schriftsätze der Klägerin liest, könnte man meinen, eine Verschwörung finde gegen diese statt.

Nach Auffassung der Beklagten liegen nicht die geringsten Anhaltspunkte für eine Befangenheit des Sachverständigen vor. Weiterhin ist das Gutachten sachlich und fachlich nicht zu beanstanden. Die Angriffe der Klägerin entbehren jeder Grundlage.

Süddeutsche Krankenversicherung a. G.

ppa.