Der Morgen

von
Wolf-Alexander Melhorn

 

Über Sinnlichkeiten eines Morgens - eine Parabel

 

 

Die Sonne platzte aus den Wolken,
die darauf neue Hemmnis um sie häuften.
Sacht schaukelte das Land,
als Gräser sich vor fremdem Wollen neigten.
Natur eratmete den Duft des Morgens.

 

 

 

 

Der Winde sanfter Druck
schob sie behutsam zueinander
und Neugier ließ sie sich ein wenig reiben,
vorgeblich,
um sich Halt zu finden,
doch schon bemüht, 
- im kosenden Berühren -
der Seelen Gleichklang auf sich abzustimmen
- wie mancher Neid um sie bemerkte!

 

 

Doch trat ein Fuß ihn in den Boden
- beendete das zarte Glück!
Sie harrte jedoch bei ihm aus
- dem Boden zugekauert,
im Tau von Tränen überdeckt.

 

 

 

 

Sie ist gebrochen,
wisperte das Rund erschauernd
- und um so stolzer
auf das,
ihm eigen,
pralle Leben!
Selbst wenn das in zwei Wochen welken würde!


Ohne solche Augenblicke!

 

 

 

22.1.09

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