Die Sieger
Erfolge krönen Sieger,
denn Wollen gilt schon längst nicht mehr
für eine Tat!
Wenn doch,
dann allenfalls für ihr Versagen!
Daher steht die Verachtung nah bein Lob.
- Wie sich Gesellschaft
eben ihre Besten kürt!
In Wahrheit tötet sie sich selbst!
Ganz ohne Waffe in der Hand!
Mit Worten,
Blicken,
Anspruchsdenken,
die sich die Mitbewerber selber zugedenken
- als Spiegel ihrer Zukunftsgier!
Doch ihre Ängste werden sie dann später selber richten
- und Heuchelei ihr Sterben mitbedauern!
So hat sich Leben abgewandt
vom einsten Miteinander!
und wartet auf den Untergang der andern.
Füllt sich die Zwischenzeit mit Prahlen
und Erfolgen,
die menschlich längst verloren haben
- und misst so Ziele
an bloßem Wert von Eitelkeiten!
Und dennoch ist stets Furcht dabei,
fasst schon in Blicke,
die verstört
am Ende das Versagen
sehen
- und daher ihre Freiheit längst verloren geben!
Wir sterben!
- und dennoch sind wir stolz auf solchen Tod!
22.11.10
Zu den literarischen Arbeiten von Wolf-Alexander Melhorn