Endstation

von
Wolf-Alexander Melhorn

 

Tage rinnen durch die Nächte
und keine Hoffnung ist geblieben.
Beendet wurde,
was begonnen
auf diesem angem Weg zur Gegenwart.
Doch wie weit kann Verstand zurück;
um einen Faden wieder aufzunehmen,
der irgenwo gerissen?

 

Wer immer auch die Fehler machte,
sie wurden schließlich wahrgenommen!
Verstanden
- und doch oft verziehen.
Zuletzt
- in bleibender Einnerung -
wird alles aber gleich gewertet
und die Betroffenheit sieht nicht mehr weg!
Sucht Lösung,
die zwar eine ist,
doch selten mehr als Freiheit bringt,
die oftmals in sich selbst erstickt.

 

Und Einsamkeit sucht neue Wege.
Durchstreift auch solche,
die früher schon begangen wurden;
bereit,
dabei die Fehler aufzusammeln,
die sichtbar noch am Wege liegen,
nicht aber das Geröll zu räumen,
das diesen Weg erst so beschwerlich machte.
Er führt erneut zu Stolpersteinen!
Hat sich doch vieles in die Lebensjahre eingerammt
- und damit auch sich selbst verziehen! -
um keinen Vorwurf bei sich selbst zu finden.

 

So wird manches neuerlich getan,
irgendwann erneut gewogen
- und wiederum zu leicht befunden,
um es einfach sein zu lassen!
Will sich Persönlichkeit doch selber finden,
weil die Erfolge braucht und Reibung,
um sich im Siege zu bewähren.

So wird
- statt Liebe einfach hinzugeben! -
letztlich wieder Hass geboren,
weil ihr als Floskel stets misstraut,
so dass sie niemals sich bewähren darf!

Verständnislos und ohne Gnade
wird vielleicht gar zerstört,
was Wünschen sich dereinst erbauten
- und damit auch Erinnerung!

Übrig bleibt
die Zeit!
Mit Tagen,
durch die Nächte rinnen
und Warten auf ein Zeichen.

 

12.9.2011