Schmetterling
von
Wolf-Alexander Melhorn
Die
Augen ließen mich an eine Seele,
die sich vor Schmerz noch nicht beweinen konnte;
nur zaghaft an die meine drängte,
damit die ihre Narben taste
und einfühlsam das Leid erspüre,
das sie dereinst geschändet
- und so im Tumor leiblich wurde.
So
offenbarte sich,
dass diese Frische der Erscheinung,
die herzlich leichte Fröhlichkeit
- die beide alles deckten! -
den Tiefen einer Angst entsprangen,
die qualvoll sich dem Denken sperrte,
dass ihre Freiheit
Kunstgebilde;
dass diesen Schmetterling,
- verspielt,
in schierem Lebenstaumel -
der Schlag der schönen Flügel
vielleicht dem Tag entgegen schickte,
- von anderen ihm ausersehen! -
an dem er auch
verbrennen könne!
So
schien es jedenfalls entschieden!
Wovon der Augen Dunkel zeugte.
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