6,2,07

 

 

 

Ferne
von
Wolf-Alexander Melhorn

 

 

Nähe war schon Ferne,
als wir uns noch verbunden wähnten,
die Hände fest verschränkt,
um scheinbar ewig Glück zu halten,
das in Versprechen eingebunden.

 

Doch Tränen,
die ich niemals sah,
Enttäuschung,
die sich mir verbarg
und Mühen,
die nach Deinem Leben griffen,
zerfaserten dies Liebesband.

Auch trieb der Alltag auseinander,
was er zuvor für Liebe hielt
und er sich festgeklammert sah.


So war nicht zu erfüllen,
was Dir die Hoffnung vorgestellt!


Als die Verbitterung uns abgesprengt,
durchlitten wir im Schmerz,
wie gefährlich manchmal Nähe!

 

 

 

Zu den literarischen Arbeiten von Wolf-Alexander Melhorn
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