Missbrauch, Manipulierbarkeit und Versagen von Kommunalparlamentarismus
Die Notwendigkeit von mehr direkter Bürgerbeteiligung
durch vereinfachten Bürgerentscheid

Zeitungsausschnitt 145 zum Leitartikel: "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"

Die bleibende Aktualität dieses Bürgerbegehrens von 1986 ergibt sich aus dem heute offensichtlichen Gegensatz von Versprechen und Wirklichkeit. Die "Große Rochade" in Ellwangen beweist die Schwäche der gegebenen Demokratieregeln! Unbeirrbar manipulierten Wenige eine Stadt, 'verpulverten' letztlich unsinnig viele Millionen Mark an Steuergeldern und dies in Wahrheit nur, um zum Schaden der Ellwanger Innenstadt auf 'der grünen Wiese' ein Kaufhaus mit 24 000 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich zu machen, das zur damaligen Zeit eigentlich nicht mehr genehmigt werden durfte.

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Auf Initiative des Gewerbe‑ und Handelsvereins

Strukturuntersuchung soll über Kaufhaus entscheiden

ELLWANGEN (ekr). Überhaupt kein Kaufhaus im Ellwanger Rathauskomplex, oder, wohin mit dem Kaufhaus? Diese auch in der Öffentlichkeit bereits heftig diskutierte Frage war Tagesordnungspunkt eins, als der Gewerbe‑ und Handelsverein am Dienstagabend im „Roten Ochsen" zu einem vereinsinternen Informationsabend zusammenkam. Die Anwesenheit von Vertretern über 35 Firmen machte die Wichtigkeit der verhandelten Themen deutlich.

Um die Frage ‑ wohin mit dem Kaufhaus ‑ fundiert angehen zu können, wird nun auf Initiative des Gewerbe‑ und Handelsvereins eine sogenannte „Strukturuntersuchung Einzelhandel für die Stadt Ellwangen" in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Ellwangen durchgeführt werden. Ziel dieser Untersuchung soll es sein, den Ist‑Zustand des Einzelhandelgewerbes in Ellwangen zu ermitteln. Dabei ist auch der Verbraucher im buchstäblichen Sinn des Wortes „gefragt". Denn neben einer Marktanalyse und einer schriftlichen Betriebsbefragung sollen auch die einzelnen Haushalte zu Wort kommen sowie Passantenbefragungen durchgeführt werden.

Am Ende wird dann eine Analyse und Bewertung der Einzelhandelsstruktur in Ellwangen auch unter stadtplanerischen Kriterien erarbeitet werden. Die Durchführung dieser Untersuchung wurde der erfahrenen Firma Econ‑Consult, BeratungsGmbH in Köln erteilt, die während der letzten Jahre schon mehrere Städte im Süddeutschen Raum „unter die Lupe genommen hat", unter anderem die Stadt Schwäbisch Hall. Man darf wohl auf ihre Zukunftsprognosen schon jetzt gespannt sein. Und wie gesagt: Die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Ellwangen sind und werden gefragt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Frage: Verkaufsoffener Sonntag ‑ ja oder nein? Da die Ellwanger Einzelhandelsbetriebe und vor allem auch ihre Kunden großen Wert auf einen verkaufsoffenen Sonntag legen, soll im Oktober dieses Jahres die „Ellwanger Kirbe" zum Anlaß genommen werden, um diesem Wunsch entgegenzukommen. Mit überraschend großer Mehrheit wurde dies auf dem Informationsabend von den einzelnen Firmenvertretern befürwortet und es bildete sich spontan ein Ausschuß, der die Vorarbeiten in Angriff nehmen wird.

Also: Was die anderen Städte um Ellwangen herum bereits haben, nämlich den verkaufsoffenen Sonntag, gibt's im Oktober auch bei uns. Vor allem in den nächsten Jahren, nach Fertigstellung der Westtangente und somit nach Entlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr, sehen die Einzelhandelsbetriebe die Möglichkeit, während der „Ellwanger Kirbe" die Straßen der Ellwanger Innenstadt zu einem einzigen Marktplatz zu machen.