Missbrauch, Manipulierbarkeit und Versagen von Kommunalparlamentarismus
Die Notwendigkeit von mehr direkter Bürgerbeteiligung
durch vereinfachten Bürgerentscheid

Zeitungsausschnitt 155 zum Leitartikel: "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"

Die bleibende Aktualität dieses Bürgerbegehrens von 1986 ergibt sich aus dem heute offensichtlichen Gegensatz von Versprechen und Wirklichkeit. Die "Große Rochade" in Ellwangen beweist die Schwäche der gegebenen Demokratieregeln! Unbeirrbar manipulierten Wenige eine Stadt, 'verpulverten' letztlich unsinnig viele Millionen Mark an Steuergeldern und dies in Wahrheit nur, um zum Schaden der Ellwanger Innenstadt auf 'der grünen Wiese' ein Kaufhaus mit 24 000 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich zu machen, das zur damaligen Zeit eigentlich nicht mehr genehmigt werden durfte.

Zurück zum Leitartikel "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"
Zurück zum "Chronologischen Verzeichnis der Zeitungsausschnitte"

 

 
 

KREISUMSCHAU   

Es geht um den wirtschaftlichen Aufschwung Ellwangens

In den nächsten Wochen läuft eine große Markt- ­und Strukturuntersuchung

ELLWANGEN (jm). „Ellwangen überhaupt und speziell die Innenstadt ist Gegenstand von konkreten Planungen geworden, die es an der Zeit erscheinen lassen, eine Markt‑ und Strukturuntersuchung durchzuführen." So begründete Oberbürgermeister Dr. Schultes in einem Pressegespräch, an dem auch Vertreter des Handels‑ und Gewerbevereins teilnahmen, die neueste Maßnahme, die von Oktober bis Dezember läuft. Zur Ermittlung des Kaufverhaltens der Bevölkerung sowie des Erscheinungsbildes Ellwangens als Einkaufsort werden 1500 statistisch ausgewählte Haushalte befragt. Außerdem werden in einigen Orten des Umlandes 400 Verbraucher bei einer Passantenbefragung in die Ermittlungen einbezogen.

Der Handels‑ und Gewerbeverein sowie die Stadt Ellwangen haben das Kölner Beratungsunternehmen Econ‑Consult GmbH beauftragt, eine Untersuchung über Situation, Struktur und Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt Ellwangen als Einkaufsplatz und Dienstleistungsstandort durchzuführen. Kernstück ist dabei eine Betriebsstättenerhebung bei allen Einzelhandels‑ und Ladenhandwerksbetrieben. So werden noch diese Woche Fragebogen an 175 Betriebe in der Kernstadt versandt.

„Die strengen Vorschriften des Datenschutzes werden bei dieser Umfrage genau beachtet", versicherte der OB. Das Umfragematerial geht von den angegebenen Sammelstellen direkt an Econ-Consult nach Köln. Die Stadt kommt also gar nicht in den Besitz dieser Daten, die natürlich auch intime Fragen der Betriebsstätten enthalten werden.

„Fakten und Zahlen sind nur brauchbar, wenn sie möglichst detailliert sind", betonten die Sprecher des Handels‑ und Gewerbevereins, Hunke und Rathgeb. Am wichtigsten sind die Zahlen über die Umsätze und Verkaufsflächen. Sie dienen der statistischen Auswertung und sind sonst niemandem zugänglich. „Wir hoffen, daß sich alle angeschriebenen Gewerbetreibenden Ellwangens beteiligen. Nur dann gibt es ein aussagekräftiges Ergebnis", ergänzte Hunke Wahrend die Umfrage bei den Betrieben schon angelaufen ist, beginnt der Versand der Fragebögen an die Haushalte ab 6. Oktober. Die Abgabefrist beträgt zehn Tage. Die Passantenbefragung fo1gt im November.

„Wir setzen große Erwartungen in diese Untersuchung", bekräftigte der OB. „Nach Abschluß der Verkehrsumgehung und Weiterführung der Altstadtsanierung ist ein wirtschaftlicher Aufschwung Ellwangens zu erhoffen." Wie sich eine zukünftige Entwicklung gestalten kann, soll durch diese Markt‑ und Strukturuntersuchung ermittelt werden. Der Auftrag an Econ‑Consult beläuft sich auf 40000 DM, wovon ca. ein Drittel der Handels‑ und Gewerbeverein trägt.

Die Stadt Ellwangen, der Gewerbe- und Handelsverein sowie die Firma Econ‑Consult laden alle Ellwanger Unternehmer und auch interessierte Bürger zu einem Informationsabend am Mittwoch, 1. Oktober, um 20 Uhr in den „Roten Ochsen" ein.