Missbrauch, Manipulierbarkeit und Versagen von Kommunalparlamentarismus
Die Notwendigkeit von mehr direkter Bürgerbeteiligung
durch vereinfachten Bürgerentscheid

Zeitungsausschnitt 167 zum Leitartikel: "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"

Die bleibende Aktualität dieses Bürgerbegehrens von 1986 ergibt sich aus dem heute offensichtlichen Gegensatz von Versprechen und Wirklichkeit. Die "Große Rochade" in Ellwangen beweist die Schwäche der gegebenen Demokratieregeln! Unbeirrbar manipulierten Wenige eine Stadt, 'verpulverten' letztlich unsinnig viele Millionen Mark an Steuergeldern und dies in Wahrheit nur, um zum Schaden der Ellwanger Innenstadt auf 'der grünen Wiese' ein Kaufhaus mit 24 000 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich zu machen, das zur damaligen Zeit eigentlich nicht mehr genehmigt werden durfte.

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3.11.86

„Lossets wia's isch"

Das ist genau das, was den Ellwangern ihre jetzigen Probleme gebracht haben. Die Verkehrsführung haben andere Städte und Dörfer vor zehn Jahren schon gelöst. Industrie, ohne die es kein gesundes Überleben gibt, hat Ellwangen nie mit offenen Armen empfangen. Stadtsanierung begann in anderen Städten schon vor 15 und mehr Jahren und ist andernorts längst vergessen. Ellwangen aber erlebt durch das jahrzehntelange „lossets wia's isch", zur Zeit einen Problemstau.

Daß diese Situation von den Bürgern ein außerordentlich großes Verständnis und Opferbereitschaft fordert, ist deshalb unumgänglich. Nicht immer bringen erforderliche Maßnahmen sofort ersichtliche Vorteile. Soll die Generation nach uns an unserem „auf der Stelle treten" sich auch wieder die Zähne ausbeißen? Darum mein Appell an alle weitsichtigen Bürger: „Lossets net wia's fisch!`.`

Sieglinde Clemens, Ortschaftsrätin,
Ellwangen