Missbrauch, Manipulierbarkeit und Versagen von Kommunalparlamentarismus
Die Notwendigkeit von mehr direkter Bürgerbeteiligung
durch vereinfachten Bürgerentscheid

Zeitungsausschnitt 324 zum Leitartikel: "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"

Die bleibende Aktualität dieses Bürgerbegehrens von 1986 ergibt sich aus dem heute offensichtlichen Gegensatz von Versprechen und Wirklichkeit. Die "Große Rochade" in Ellwangen beweist die Schwäche der gegebenen Demokratieregeln! Unbeirrbar manipulierten Wenige eine Stadt, 'verpulverten' letztlich unsinnig viele Millionen Mark an Steuergeldern und dies in Wahrheit nur, um zum Schaden der Ellwanger Innenstadt auf 'der grünen Wiese' ein Kaufhaus mit 24 000 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich zu machen, das zur damaligen Zeit eigentlich nicht mehr genehmigt werden durfte.

Zurück zum Leitartikel "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"
Zurück zum "Chronologischen Verzeichnis der Zeitungsausschnitte"
 

SAMSTAG, 11. JULI 1987 / NR. 156 / SEITE

Landrat Winter erfreut:

Spital‑Bewohner in neuem Zuhause

ELLWANGEN (ard). Fast alle Bewohner des Spitals zum Heiligen Geist in Ellwangen konnten ein neues Zuhause finden. Diese erfreuliche Mitteilung machte Landrat Dr. Winter bei seiner Pressekonferenz in Oberkochen. Winter zeigte sich deshalb erfreut darüber, weil er den Bewohnern des Spitals in einem Schreiben versprochen hatte, sich für die Findung neuer Unterbringungsmöglichkeiten persönlich einzusetzen.

 Wie Winter sagte, waren Anfang des Jahres 1987 noch 45 Menschen im Spital, jetzt

wohnen noch sieben Personen darin, von denen zwei aber eine Zusage für andere Heimplätze hätten. Für die restlichen fünf noch im Spital lebenden Menschen hofft Winter, daß bis September Heimplätze gefunden werden können. Ansonsten könnten sie im Schönbornhaus unterkommen. Auf diesen Zeitpunkt hatte nämlich der Landrat in Absprache mit Oberbürgermeister Dr. Schultes den Baubeginn im Spital, der ursprünglich für den Sommer vorgesehen war, verlegt. Wie Winter hervorhob, seien die Bewohner des Spitals nicht „umgesetzt" worden, sondern es seien in enger Absprache mit den Angehörigen und seitherigen Betreuern Heimplätze gesucht worden, die den Wünschen entsprochen hätten. Fündig geworden ist man dabei im Schönbornhaus, in der Annapflege, in der Annaklinik, im Altenheim Abtsgmünd, im Waldkrankenhaus Dalkingen, in der Rötlenmühle, in der Nikolauspflege sowie im Altenheim Marienhöhe in Wasseralfingen.

Nach Winters Auskunft sind die alten Menschen mit ihrem neuen Zuhause rundum zufrieden, nach den Sommerferien will sie der Landrat zu einem Kaffeenachmittag ins Schönbornhaus einladen. Winter nannte es richtig, daß der Umzug der Spitalbewohner nicht auf die lange Bank geschoben wurde, sondern zügig vonstatten gehen konnte.