Missbrauch, Manipulierbarkeit und Versagen von Kommunalparlamentarismus
Die Notwendigkeit von mehr direkter Bürgerbeteiligung
durch vereinfachten Bürgerentscheid

Zeitungsausschnitt 395 zum Leitartikel "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"

Die bleibende Aktualität dieses Bürgerbegehrens von 1986 ergibt sich aus dem heute offensichtlichen Gegensatz von Versprechen und Wirklichkeit. Die "Große Rochade" in Ellwangen beweist die Schwäche der gegebenen Demokratieregeln! Unbeirrbar manipulierten Wenige eine Stadt, 'verpulverten' letztlich unsinnig viele Millionen Mark an Steuergeldern und dies in Wahrheit nur, um zum Schaden der Ellwanger Innenstadt auf 'der grünen Wiese' ein Kaufhaus mit 24 000 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich zu machen, das zur damaligen Zeit eigentlich nicht mehr genehmigt werden durfte.

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Spitalwald noch relativ gesund

Überdurchschnittliche Sturmschäden festgestellt

ELLWANGEN (l). Der Ellwanger Spitalwald ist im Vergleich zu Wäldern im Raum Goldshöfe oder im Osten des Kreisgebietes noch relativ gesund. Diese Ansicht vertrat Forstdirektor Hudelmaier vom Staatlichen Forstamt Ellwangen-Ost gestern bei der Beratung des Nutzungs‑und Kulturplanes 1988 im Stiftungsausschuß des Kreistages. Andererseits aber hatte der Forstmann von überdurchschnittlichen Sturmschäden mit entsprechenden Auswirkungen auf die Holzpreise zu berichten. Unter dem Käferbefall hätten in erster Linie kranke Bäume zu leiden. Solche Schäden seien im gesamten Schadensbild nur schwer zu erfassen. Mehreinnahmen sind nach Direktor Hudelmaier in erster Linie auf den vermehrten Einschlag von Sturmholz zurückzuführen. Andererseits ging der Reinertrag im Gefolge von Kostensteigerungen deutlich zurück.

Der Sprecher der Forstverwaltung sah sich im Blick auf die allgemeine Lage in der Forstwirtschaft zu einem Vergleich mit der bedrängten Landwirtschaft veranlaßt. Er führte mancherlei Einkommenseinbußen und Preisverfälle auch auf die Konkurrenz des Ostblocks zurück, der mit dem Holz einen Teil seiner Schulden zu decken versuche. „Die Schadenssituation hat sich auf hohem Niveau stabilisiert", sagte Hudelmaier, nach dessen Feststellungen die Schäden an den Tannen (vor allem Weißtannen) nicht zu leugnen sind. Dies sei bedauerlich, da der Nadelholzbestand im Spitalwald 86 Prozent ausmache. Landrat Dr. Winter dankte der Forstverwaltung für die fachmännische Hege und Pflege des Waldes. Kreisrat Kieninger erfuhr auf Anfrage, daß in absehbarer Zeit kaum mit einer Besserung bei den abgerutschten Wegen zu rechnen sei. Hier gilt es nach Forstdirektor Hudelmaier abzuwarten, „bis der ganze Rutsch unten ist". Erst dann seinen Gegenmaßnahmen sinnvoll.

Im Nutzungs- und Kulturplan der Forstverwaltung sind für 1988 Einnahmen in Höhe von 117 000 DM und Ausgaben in Höhe von 90 000 DM vorgesehen, woraus sich ein Reinerlös von rund 27 000 DM ergibt. Auf der Maßnahmenliste für 1988 stehen Arbeiten ähnlich wie im Vorjahr, doch sind erhöhte Mengen an Sturmholz einzuschlagen. Einige Kosten werden ferner für die mechanische Unkrautbekämpfung, für die Erweiterung der Zäune zur Vermeidung von Verbiß sowie gegen Mäuseschäden anfallen.