Missbrauch, Manipulierbarkeit und Versagen von Kommunalparlamentarismus
Die Notwendigkeit von mehr direkter Bürgerbeteiligung
durch vereinfachten Bürgerentscheid

Zeitungsausschnitt 414 zum Leitartikel "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"

Die bleibende Aktualität dieses Bürgerbegehrens von 1986 ergibt sich aus dem heute offensichtlichen Gegensatz von Versprechen und Wirklichkeit. Die "Große Rochade" in Ellwangen beweist die Schwäche der gegebenen Demokratieregeln! Unbeirrbar manipulierten Wenige eine Stadt, 'verpulverten' letztlich unsinnig viele Millionen Mark an Steuergeldern und dies in Wahrheit nur, um zum Schaden der Ellwanger Innenstadt auf 'der grünen Wiese' ein Kaufhaus mit 24 000 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich zu machen, das zur damaligen Zeit eigentlich nicht mehr genehmigt werden durfte.

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Zwei Millionen Mark fürs Samariterstift

OB überreicht fürstliches Weihnachtsgeschenk bei der Weihnachtsfeier

AALEN (l ). Ein geradezu fürstliches Präsent hatte Oberbürgermeister Pfeifle bei der Weihnachtsfeier im Altenheim der Samariterstiftung in der Jahnstraße zu bieten. Er überreichte bei dieser Gelegenheit eine weitere Abschlagszahlung auf den 40prozentigen Zuschuß der Stadt im Werte von zwei Millionen. Dennoch: Der stolze Betrag ist, wie Pfarrer Schreiner, der Hauptgeschäftsführer der Samariterstiftung, betonte, doch nur ein, allerdings recht satter Tropfen auf den heißen Stein. Leicht begreiflich, wenn man bedenkt, daß der respektable Neubau, der an der Jahnstraße zügig seiner Fertigstellung entgegengeht, insgesamt auf rund 24 Millionen beziffert wird.

„Die Bauarbeiten kosten hier täglich 25 000 Mark", gab Pfarrer Schreiner zu bedenken, der nun allerdings für das kommende Jahr ein „wirklich schönes neues Haus" für die Altenheimbewohner in Aussicht stellte. Der Vertreter der Samaristerstift dankte allen, die zu dem großen Erfolg beigetragen haben, nicht zuletzt dem Förderverein, der bei der Weihnachtsfeier durch seinen Vorsitzenden Friedrich Dinkelmann, nach OB Pfeifle ein selten „hartnäckiger" Verhandlungsparter, vertreten war. Wie Pfarrer Schreiner außerdem noch ausführte, reichen die von Oberbürgermeister Pfeifle überreichten zwei Millionen gerade für zwölf der insgesamt vorgesehenen 134 Heimplätze aus. Der Hauptgeschäftsführer nutzte die Gelegenheit, alle Anwesenden um Unterstützung zu bitten bei dem Bemühen, für das neue Altenheim weitere qualifizierte Kräfte zu finden.

Besondere Ehre erwies Pfarrer Schreiner der Mitarbeiterin Gertrud Schröppel, die aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand tritt, nachdem sie insgesamt 29 Jahre lang in Haus und Garten und dabei viele Jahre, wie Pfarrer Schreiner es formulierte, als „wandelnde Blume im Garten" tätig war.

Die Weihnachtsfeier war die letzte nach Jahrzehnten im alten Altenheim an der Jahnstraße, und so nahmen alle die beengten Verhältnisse bei Fest und Festessen geduldig in Kauf. Dies umso mehr, als das für die Weihnachtsfeier zusammengestellte reichhaltige und qualitätvolle Programm reibungslos abgewickelt werden konnte. Es war mit dem Vortrag geschmackvoll ausgewählter Musikstücke vorwiegend aus der Barockzeit, mit Lied‑ und Gedichtvortrag verbunden und erfreute sich der Mitwirkung durch das Heimleiter‑Ehepaar Steinmann, durch Birgit, Martina und Hartmut Walter (Violinen und Cello) sowie durch den Pianisten Armin Klöpfer. Pfarrer Josenhans von der evangelischen Kirchengemeinde Aalen verlas die Weihnachtsgeschichte, und Diakon Ackermann von der katholischen Pfarrei St. Maria bereicherte seine Weihnachtsansprache mit einer ganz neuartigen, um nicht zu sagen „alternativen" Weihnachtsgeschichte über die „Drei im Stall".