Missbrauch, Manipulierbarkeit und Versagen von Kommunalparlamentarismus
Die Notwendigkeit von mehr direkter Bürgerbeteiligung
durch vereinfachten Bürgerentscheid

Zeitungsausschnitt 442 zum Leitartikel: "Manipulierbarer Kommunalparlamentarismus"

Die bleibende Aktualität dieses Bürgerbegehrens von 1986 ergibt sich aus dem heute offensichtlichen Gegensatz von Versprechen und Wirklichkeit. Die "Große Rochade" in Ellwangen beweist die Schwäche der gegebenen Demokratieregeln! Unbeirrbar manipulierten Wenige eine Stadt, 'verpulverten' letztlich unsinnig viele Millionen Mark an Steuergeldern und dies in Wahrheit nur, um zum Schaden der Ellwanger Innenstadt auf 'der grünen Wiese' ein Kaufhaus mit 24 000 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich zu machen, das zur damaligen Zeit eigentlich nicht mehr genehmigt werden durfte.

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KREISUMSCHAU

SAMSTAG, 29. OKTOBER 1988 / NR. 252 / SEITE 19

Gefahr ist im Verzuge

„Ellwangen ist schön und das Einkaufen dort macht Spaß. "‑ Wie lange mag er wohl noch gelten dieser inzwischen vertraut gewordene Slogan? Wenn es tatsächlich soweit kommen sollte und die Firma ,massa" auf dem Industriegelände in Neunheim einen Einrichtungsmarkt „mit allen Schikanen" aus dem Boden stampft, ist tatsächlich Gefahr im Verzuge.

Angesichts dieser „massigen" Übermacht müssen Einzelhändler und Kleinunternehmer einfach kapitulieren. Weder können sie mit den dort gebotenen Preisen mithalten, noch ihr Personal zu den gleichen Bedingungen einstellen und bezahlen. Mit recht fürchten die Mitglieder des Handels‑ und Gewerbevereins auch, daß Ellwangen sein eben erst gewonnenes Image als Einkaufsstadt dann wieder verliert.

Was ist eine sanierte und fußgängerfreundliche Innenstadt noch wert, wenn weiter Kaufkraft nach außen abfließt, fragen die ortsansässigen Geschäftsleute deshalb Stadtverwaltung und Gemeinderat und hoffen, daß dort letztlich das „Bürgerinteresse" überwiegen wird.

Dorothea Gundling