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Herzinfarkt - Strophanthin - Entsäuerung

Selbsterfahrungen eines Arztes nach Bypass

 

 

von

Dr.med.Helmut Völkner

 

 

 

mit einem Nachwort von

Heilpraktiker
Wolf-Alexander Melhorn
dipl.rer.pol.

 

 

Lernt Gutes zu tun,
sorgt für Gerechtigkeit
Jesaja 1,17

keywords: Strophanthin,Herzinfarkt,Erfahrungen,Bypass,Übersäuerung,Myokardschaden,Betarezeptorenblocker,Digitalis,Glykosid,Infarkt, Myokard, Anzeichen,Beschwerden,Infarktprophylaxe,Arterien, Arteriolen, Venen, Nitroglyzerin, ph, Cholesterin,Erkennung,Bypass, Bypassoperation, Strofantin, Wert, Arteriosklerose, Natron, Natriumbicarbonat, Lipidsenker, Stenokardie, Infarktprophylaxe, Nekrose, Linksmyokardiologie, ACE, Hemmer, Blutgerinnung, Koronarismus, Blutgerinnung, Bluthochdruck, Magnesium, Kardiologie, Kardiologe, Koronarverschluss, Berthold, Kern, Dr., Strophanthus, Therapie,


Aktion: Staatsbürger gegen den Herzinfarkt - Die Mitschuld der Bundespolitik am Tod Tausender!
http://www.melhorn.de/Herzinfarkt/Herzinfarkt6.htm#60

Die Bundestagsabgeordneten könnten durch Wahrnehmen ihrer Aufsichtspflicht jährlich Hunderttausende vor dem Killer Nr. 1 - die Herz-/Kreislaufbeschwerden - schützen, aber sie überlassen es vorsätzlich der Bürokratie, das wichtigste aller Herzmittel- das Hormon Strophanthin - zum wirtschaftlichen Vorteil der Großpharmaindustrie aus dem Markt zu drängen.

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Am 1.3.08 habe ich in Sachen Strophanthin nun als 'öffentliche Petition’ eingereicht:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass
1. auf dem Arzneimittelmarkt die wettbewerbsfeindlichen Beschränkungen zugunsten der Pharmakonzerne zurückgenommen werden;
2. der Wirkstoff Strophanthin daher wieder aus der Verschreibungspflicht zu entlassen ist.
"

Begründung und vertiefte Ausführungen unter
http://www.melhorn.de./Petition/

 

Nach meiner Anrufung des EU-Parlaments in Brüssel
konnten Sie diese Petition im Internet mitzeichnen unter

http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=720

 

Zur Grundrechtswidrigkeit einer Beschränkung der öffentlichen Mitzeichnungsfrist unter http://www.melhorn.de./Petition/
 


 

 

Wer hilft bei der weltweiten Internet-Verbreitung des Wissens über Strophanthin
durch ehrenamtliches Engagement bei der Übersetzung der Strophanthin-Artikel in seine Muttersprache

oder

- etwa treuhänderisch über seine Stiftung -
durch Finanzierung einerÜbersetzung ?

( I'm looking for somebody, who is willing to translate this article into English or other languages for internet-publication on my domaine)

 

Weitere Veröffentlichungen über Strophanthin und den Kampf, diesen Wirkstoff den Patienten zu erhalten, finden Sie unter http://www.strophanthin.de

 
 

Inhaltsverzeichnis


Vorwort

1. Eigenes Erleben

2. Allgemeine Betrachtungen

3. Kurze Geschichte des Strophanthins

4. Strophanthin heute

5. Vermutungen

6. Möglichkeiten?

7. Probieren geht über Studieren

8. Kleine Fachkunde

9. Für und Wider im Strophanthinstreit

10. Ouabain

11. Der Strophanthin-Test

12. Einige Ärzte- und Patientenmeinungen

13. Arzt- Kollegen unter sich

Zusammenfassung und Therapieempfehlung

Gedanken - Ergänzungen - Anmerkungen

Nachwort von Wolf-Alexander Melhorn

 

Zu Einleitung und Inhaltsverzeichnis ' - http://www.melhorn.de/Strophplaedoyer/index.htm
Zum Artikelverzeichnis www.herzinfarkt-news.de - http://www.herzinfarkt-news.de
Zum Gesamtverzeichnis aller Artikel -http://www.melhorn.de/about/index3.htm

 

 


Vorwort

Bei der Betrachtung von Krankheit und der ihr angemessenen Behandlung finden wichtige Umstände häufig nicht die erforderliche Beachtung, weil deren Einbeziehung als wissenschaftlich nicht gerechtfertigt gilt oder sie eine nur wenig favorisierte, bzw. nicht anerkannte Therapierichtung repräsentieren.

Manchmal aber werden Erkenntnisse, deren Wert längst als gesichert gelten durfte, ohne zunächst ersichtliche Gründe sogar wieder aufgegeben und werden schließlich vergessen.

Dies geschah auch mit dem Strophanthin, einem herzwirksamen Mittel, dessen positive Wirkungen einst - über Jahrzehnte weg! -  von begeisterten Anwendern dokumentiert wurden.

Warum dies so ist, kann heute kaum mehr jemand sagen. Wichtig ist jedoch allein zu wissen, dass  der Naturstoff Strophanthin seine segensreichen Wirkungen unverändert beibehalten hat, da sich die Substanz selbst ja  nicht veränderte. 

Dass es heutzutage trotzdem bessere Herzmittel gebe, wie behauptet wird, die das Strophanthin in seinen einmaligen Wirkungen ersetzen können, ist jedenfalls nicht richtig!

Diese Veröffentlichung soll aufzeigen, dass es  - unabhängig von den Zeitströmen und deren teils komplizierten Zusammenhängen - manchmal durchaus angebracht sein kann, als Patient zur Selbsthilfe zu greifen. Das Folgende erhebt zwar keinen sog. wissenschaftlichen Anspruch, doch es beruht auf eigener Erfahrung als Patient (zwei Infarkte und eine Bypass-OP) und meinem ausgedehnten Studium der Materie.

Dr. Helmut Völkner

 

 

 

Teil I

1. Eigenes Erleben

Vermeintlich bin ich ‘erblich belastet’: Ein Onkel starb mit erst 46 Jahren an Herzinfarkt, mein Vater war erst 66 Jahre, als er während einer Operation einen Re-Infarkt erlitt und nicht wieder aus der Narkose erwachte.

Vor etwa 10 Jahren erkrankte ich an einer Virusgrippe, die offenbar auch mein Herz in Mitleidenschaft zog. Fürchterliche Rhythmusstörungen traten damals auf, die mich wochenlang beeinträchtigten. Zurückschauend vermute ich, dass eine Herzmuskelentzündung die Ursache dieser Beschwerden war. Leider habe ich danach weiter geraucht und lebte, was Essen und Trinken betraf, zudem nicht gerade zurückhaltend.

Vor gut zwei Jahren erlitt ich dann meinen ersten Herzinfarkt,  ein Jahr später folgte der zweite.

Schon Jahre davor war es zu anfallweise auftretenden Brustschmerzen gekommen, die sich bevorzugt dann bemerkbar machten, wenn ich unter Psycho-Stress stand -  was ja im Arztberuf häufiger vorkommt.

Wie viele meiner Patienten, habe auch ich diese Erscheinungen zunächst ignoriert und verdrängt.

Verheiratet und mit zwei erwachsenen Kindern, bin ich heute 61 Jahre alt. Meine berufliche Tätigkeit musste ich aufgeben.

Während meiner ärztlichen Tätigkeit habe ich,  bei  ähnlichem Verlauf,  Herzpatienten stets nach dem heute noch immer üblichen Schema behandelt: Verbote, Diäten, Gewichtsreduktion, Bewegung, Alkohol- und Nikotinkarenz.  Und jede Menge Tabletten! Als Notarzt sah ich viele Herztote und glaubte im Grunde, jeder Verstorbene habe einen großen Teil eigener Schuld an seinem Schicksal. 

Nach meinem ersten Infarkt, der sehr schmerzhaft für mich ablief, wurde eine ‘Lyse’ durchgeführt. Mit Erfolg, wie man mir sagte.

Wenig später folgte eine Herzkatheter-Untersuchung, bei der drei hochgradig verengte Herzkranzgefäße entdeckt wurden. Eine umgehende Bypass-OP sei dringend anzuraten, hieß es. Es bestehe Lebensgefahr.

Nach einigem Hin und Her lehnte ich den Eingriff ab, weil mir viele Erklärungen, selbst anhand der bewegten Filmbilder, nicht schlüssig genug schienen. Dies war eine Entscheidung sozusagen ‚aus dem Bauch heraus’ und die sich noch nicht auf jene anderen Vorstellungen stützte, die ich mir später erarbeitet habe.

Zunächst unterzog ich mich einer ‘Chelat-Therapie’ in Gestalt von 30 Infusionen, was mir gut bekam. Schon sehr bald konnte ich wieder Fahrrad fahren und genoss es, beinahe wieder die alten Kräfte zu spüren und zu erproben. Auf die Einnahme von Medikamenten verzichtete ich weitgehend, bis auf das Mittel Isosorbitnitrat. Meine Frau hatte ihre Küche außerdem mehr vegetarisch umgestellt und ich machte regelmäßig meine Radtouren.

So verging ein Jahr. An einem wunderschönen Sommertag, meine Tochter war zu Besuch, machten wir eine gemeinsame Radtour. Ich fuhr vorweg, als mir auf dem letzten Kilometer des Heimwegs plötzlich ‘unwohl’ wurde. Dieser Zustand legte sich nicht mehr, und meine Frau musste das Auto holen. Zuhause legte ich mich den Rest des Tages hin, nahm ein Schmerzmittel und verbrachte eine unruhige Nacht. Am Morgen bat ich meine Frau, einen Krankenwagen anzufordern.

Wieder lag ich in der Klinik und nahm morphiumumnebelt wahr, was sich um mich herum tat.

Unwilliges Kopfschütteln und beredtes Schweigen jedes mal dann, wenn ich die Gründe für die Verweigerung der schon vor einem Jahr angeratenen Operation nannte. Nun gab es jedenfalls keinen Ausweg mehr. So viel war mir klar. Schien doch der ungünstige Verlauf allen recht zu geben.

Dem familiären wie dem ärztlichen Druck konnte ich, geschwächt wie ich war, nicht länger standhalten. Drei Tage später verlegte man mich in ein Universitätskrankenhaus, wo ich schon bald erfolgreich operiert wurde.

Sobald es ging, überstellte man mich einer Reha-Einrichtung, in der  ich vier weitere Wochen verbrachte. Danach ging es nach Hause.

Eines Tages zeigte mir meine Frau einen Artikel über Strophanthin, den sie in einem Blatt der Regenbogenpresse entdeckt hatte. Es war dort von einer Renaissance die Rede, die das Medikament erleben würde, weil man nun entdeckt habe, dass es sich um ein endogenes, in der Nebennierenrinde produziertes Hormon handele.

In mir erwachte die Neugierde und ich machte mich an die Beschaffung weiterer Informationen, die ich vor allem im Internet fand.

Dabei ging es mir körperlich keineswegs gut. Schon bei kleinen Belastungen pustete ich wie ein uralter Mann. Die Treppe bewältigte ich nur in mehreren Portionen und nach jeder kleinen Steigung musste ich vom Fahrrad steigen und schieben. Nachts weckten mich Attacken von Luftnot, die mich zwangen, sitzend zu ‘schlafen’. Brustschmerzen hatte ich zum Glück jedoch  keine. Nur Lesen ging schließlich noch.

Ich nahm die ganze unglaubliche Geschichte des Strophanthins in mich auf und beschloss, dieses Mittel selbst auszuprobieren. Meine behandelnden Ärzte schwiegen, wenn ich die Rede darauf brachte oder ließen allenfalls hören: „Es wird aber nicht zur Genüge resorbiert“. Ich dachte mir jedoch mein Teil. Vor allem fragte ich mich aber, warum man mir nicht ein bisschen mehr Mut machte.

Natürlich nahm ich auch einen Betablocker ein, der mir aber schlecht bekam.

Ein Digitalis-Präparat machte mir üble Rhythmusstörungen, die mich an jene die Zeit vor 10 Jahren erinnerten, als ich die Virusgrippe hatte.

Aspirin vertrug sich nicht mit meinem Magen-Darm-Trakt.

Aber außer mir regte sich niemand darüber auf!

So kann ich heute  - neben dem Strophanthin-Präparat - lediglich noch einen ACE-Hemmer einnehmen. Alles andere vertrage ich nicht. Außerdem führe ich mir regelmäßig basische Salze zu - weshalb, werde ich noch berichten.

Mit dem zunächst zurückhaltenden Gebrauch von Strophanthin (als Strodival-mr-Kapseln) begann gewissermaßen der zweite Akt meiner Rehabilitation.

Erfreut stellte ich fest, wie meine Fähigkeiten auf dem Fahrrad wuchsen. Ich konnte auch wieder schlafen und das Essen schmeckte immer besser.  Die Lebenslust im Allgemeinen kehrte zurück. Nahm ich weniger von dem Mittel ein, wurde die Luft jedoch wieder knapp und die körperliche Leistungsfähigkeit sank rapide.

Mein Verhalten, im Zusammenhang mit meiner Krankheit, muss aus der geltenden medizinischen Sicht als wenig rational und beinahe schon naiv erscheinen - zumindest einem Arzt nicht angemessen. Aber Patienten sind immer so - und Ärzte sind nun mal auch nur Menschen! Nach dem Studium der Theorien, die den Herzinfarkt ganz anders erklären - hier erwähne ich vor allem die Arbeiten von Dr.Berthold Kern -  habe ich jedoch andere Vorstellungen davon bekommen, was sich möglicherweise auch abspielen kann, wenn man einen Infarkt bekommt.

So sehe ich Hinweise dafür, dass der Infarktkranke unter einem Symptom leidet, dessen auslösende Grundkrankheit man noch nicht kennt. In den sogenannten Pathomechanismus dieser Erkrankung ist der Säure-Basen-Haushalt der unterschiedlichsten Organe - vielleicht auch das Endothel der Coronararterien - auf Mikro-Ebene einbezogen, ohne dass dies jedoch schon die Krankheit wäre. Am ehesten würde ich sie Azidose-Krankheit nennen - ein Begriff, der nicht von mir stammt.

So habe ich lange genug den intrazellulären pH-Wert nach der Methode von Jörgensen gemessen, um zu wissen, dass sehr viele Menschen zellulär übersäuert sind. Mein eigener schlechter Ausgangswert konnte bis heute nicht von meinen Patienten übertroffen werden. Mit einer Säure-Basen-Mischung, die ich regelmäßig einnehme, komme ich nun jedoch auf bessere Werte. Man weiß außerdem vom Strophanthin, dass es lokal entsäuert. Auch Dr.Kern hat sich intensiv mit der entsäuernden Wirkung von Alkali-Gemischen befasst und dazu Therapieempfehlungen ausgesprochen.

Merkwürdigerweise ist der Schulmedizin dieses Problem jedoch nicht bekannt. Sie will die Säurekatastrophen des Körpers zwar aus dem Blut erkennen, doch gelingt ihr dies erst zu einem Zeitpunkt, an dem es für Gegenmaßnahmen fast zu spät ist. Auf der anderen Seite bietet der Buchmarkt ca. 30 verschiedene Titel zum Thema Säure/Basen-Störungen an, was man durchaus so werten kann, dass dem Thema erhebliche praktische Bedeutung zukommt.

Mehr und mehr frage ich mich auch, ob die Zustände von Luftknappheit (Dyspnoe) wirklich immer und nur durch einen Sauerstoffmangel induziert werden oder ob nicht die Erhöhung der Atemfrequenz gleichzeitig auch auf einen anderen bedrohlichen Zustand hinweist - die allgemeine Übersäuerung - den der Organismus durch Abgabe von CO2 ausgleichen will.

Zugegeben, das ist alles sehr spekulativ. Es könnte allerdings längst anders sein, wenn sich die medizinisch unterschiedlichen Richtungen nicht wie feindliche Parteien, sondern wie Geschwister verhalten würden. Ich möchte jedenfalls an meinem eigenen Beispiel deutlich machen, dass es nicht immer des ausdrücklichen Segens der Wissenschaft bedarf, wenn man etwas bewegen möchte! Erfahrung ist auch etwas wert und zudem gilt:  ‘Probieren geht über Studieren’.  

Zu Einleitung und Inhaltsverzeichnis ' - http://www.melhorn.de/Strophplaedoyer/index.htm
Zum Artikelverzeichnis www.herzinfarkt-news.de - http://www.herzinfarkt-news.de
Zum Gesamtverzeichnis aller Artikel -http://www.melhorn.de/about/index3.htm

 

2. Allgemeine Betrachtungen

In der Reihenfolge der Krankheiten, die den Menschen töten, steht der Herzinfarkt auch in unserem Land an erster Stelle. In der jüngeren Vergangenheit gab es eine beunruhigende Zunahme an Opfern, und für die Zukunft werden für den Infarkttod sogar epidemische Ausmaße erwartet.

Daher zeigen viele Menschen ein gesteigertes Interesse an allen Fragen, die im Zusammenhang mit diesem Thema stehen.

Der Bedrohlichkeit dieser Entwicklung trägt vermeintlich eine Informationsflut Rechnung, die ihrerseits jedoch wiederum unter einem Mangel an Überschaubarkeit leidet. Sie erreicht uns in Form von Radio- und Fernsehberichten, Zeitschriftenartikeln und vor allem kommt sie in massiven Werbebotschaften daher: Wir sollen richtig essen, uns mehr bewegen, nicht mehr rauchen und dem Alkohol entsagen!

 Last not least hängt vieles davon ab, ob wir auch regelmäßig die richtigen Tabletten schlucken!

Hat all dies nicht geholfen und uns der Infarkt ereilt, werden wir dann im Krankenhaus aus einem umfangreichen Maßnahmenkatalog bedient, der uns sichere und schnelle Hilfe verheißt.

Kranksein heißt dann aber auch, ausgeliefert sein, ein Stück entmündigt zu werden und darauf zu glauben angewiesen sein, was man uns dort über unsere Krankheit erzählt.

Doch wer hört dann schon gern, dass es, über die allseits bekannten Theorien hinaus, durchaus unterschiedliche Ansichten über Entstehung,  Behandlung und Vermeidung unserer Herz-Krankheit gibt? Der informierte Infarktkranke weiß heute schließlich   ‚mit Gewissheit’, dass sich eine wichtige Arterie seines Herzens verschlossen hatte, und das von ihr ernährte Herzmuskelgewebe dadurch so sehr an Sauerstoffmangel litt, dass es deshalb schließlich unterging. Dabei werden diesem Patienten die Besonderheiten seines eigenen Falles von den behandelnden Ärzten auch noch im Sinne dieser Theorie erläutert und es besteht daher kein ersichtlicher Grund, irgendetwas davon zu hinterfragen.

Oder etwa doch?

Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Im Zeitalter der Information bedeutet das Aufkommen des ‘Internet’ einen neuen Höhepunkt, der es mit sich bringt, dass auch Patienten Zugriff auf Wissen haben, das vormals nur den Ärzten vorbehalten war.

Folglich darf es aber auch immer weniger als ungewöhnlich gelten, dass Ärzte von Patienten lernen. Allerdings überschreitet die Geschwindigkeit dieser Entwicklung damit oftmals auch die Fähigkeit der Ärzte - wie auch der vom Infarkt Betroffenen – mit diesen neuen Umstände wiederum souverän umzugehen.

Was beispielsweise sagt denn etwa der Infarktkranke, wenn er hört, dass es auch andere Theorien gibt, die gleichfalls einleuchtend erklären, wie er zu seinem Infarkt kam? Welche Gefühle begleiten dies, wenn er sich vorstellt, dass eine gegenwärtig akzeptierte Theorie möglicherweise auf Mittel und Maßnahmen verzichtet, obwohl ihm die helfen könnten? Mehr über Medizin und deren wissenschaftlichen Hintergrund zu erfahren, bedeutet für solche Patienten schließlich auch zu erkennen, dass es zu jeder wissenschaftlichen Erkenntnis eine entgegengesetzte Auffassung gibt, und dass beide solange miteinander konkurrieren, bis sich eine schließlich  durchsetzt.

Aber dieser beinahe schon evolutionär anmutende Prozess bedeutet nicht, dass sich deshalb das Bessere stets und sofort durchzusetzen vermag.

Die Medizingeschichte bietet jedenfalls viele Beispiele dafür, wie unterschiedliche Auffassungen von Gelehrten miteinander konkurrierten, ohne dass sich das Bessere zunächst auch nur behaupten konnte. Langfristig haben sich jedoch alle besseren Konzepte schließlich durchsetzen können. Wir müssen also nicht unbedingt darüber empört sein, dass ein Carl Ludwig von Schleich erst Jahre nach der Entdeckung der örtlichen Betäubung Anerkennung fand oder etwa Ignaz Semmelweis mit der von ihm empfohlenen Asepsis zunächst auf Ablehnung stieß.

Hoffnung für eine zukünftige Rehabilitierung des Strophanthins erwächst auch aus einem anderen, unrühmlichen Beispiel, das wir gegenwärtig verfolgen können. So geht derzeit das Glaubensbekenntnis ‘Hormonersatztherapie für Frauen jenseits der fruchtbaren Jahre’ mit fliegenden Fahnen unter. Dabei hatte der deutsche ‘Berufsverband der Frauenärzte’ die Langzeitverabreichung von Hormonen doch als einen „der größten Fortschritte der vorbeugenden Medizin der letzten Jahrzehnte“ gepriesen . Doch:

 „Nach und nach werden die Mängel zahlreicher älterer Untersuchungen aufgedeckt, und man kann nunmehr wenig oder gar keinen Nutzen mehr in der Hormonkur erkennen. Massive Trugschlüsse seien aus untauglichen Daten gezogen worden und vom angeblichen Segen der Östrogene werde kaum etwas übrig bleiben“ (SPIEGEL 30/2001, ‘Die große Hormon-Blamage’).

Gedanken sollten wir uns allerdings um die vielen Menschen machen, die unter derlei Unklarheiten in der Wissenschaft leiden und gelitten haben.

Auch wenn es uns unvorstellbar  scheint, dass sich heute nochmals ähnliche Situationen wiederholen, müssen wir schließlich doch erkennen und anerkennen, dass die alten Gesetze des wissenschaftlichen Fortschritts unverändert gelten. Auch die gegenwärtig anerkannte Theorie des Herzinfarkts und dessen ‚richtiger’ Behandlung ist nämlich  im weitestem Sinne ‚verdächtig’, auf falschen Lehren zu beruhen, womit die Mutmaßung einhergeht, dass die wahre Bedeutung des Herzmittels Strophanthin bis heute nicht angemessen gewürdigt wurde.

Das Strophanthin wurde im Jahre 1861 entdeckt. Seither  wurden Unmengen Papier mit Erkenntnissen  über alle möglichen Eigenschaften dieser Substanz und vor allem ihren Auswirkungen auf den herzkranken Menschen bedruckt. Man sollte meinen, dass bis in die Gegenwart also Zeit war, alle noch offenen Fragen zu klären und deren therapeutischen Wert zu gewichten. Offenbar ist der evolutionär-wissenschaftliche Prozess aber noch nicht so weit gediehen, dass sich schon endgültig sagen lässt, welche Rolle das Strophanthin einst spielen wird.

Irgendwann werden wir auch das genauer wissen. Jedoch hat sich seit 1861 die Anzahl der Infarktkranken vervielfacht. Tag für Tag sterben Menschen vielleicht unnötig früh, obwohl uns das infarktverhütende Mittel, nach dem die Pharmaindustrie heute so intensiv fahndet, möglicherweise längst in Form des Strophanthins zur Verfügung steht.

Vor mir haben sich schon andere, die gleichfalls zweifelten, Gedanken zu dieser Frage gemacht. Gegenüber manch anderem habe ich jedoch den Vorteil, einer auf allgemeiner Evidenz beruhenden Auffassung meine eigene, subjektive Erfahrung mit dem Herzmedikament Strophanthin entgegenhalten zu können. Dabei stört mich herzlich wenig, dass die Wissenschaft dieses Mittel inzwischen für „unwirksam“ erklärte und Ärzte mehrheitlich bemüht sind, seine Verbreitung zu unterbinden – denn ich weiß, dass es wirkt! 

Weiter unten werde ich die Gründe, die zum Scheitern dieses Mittels führten, ausführlicher darlegen. Eine bedauerliche Erkenntnis sei, angesichts der vielen vergeblichen Versuche zur Rehabilitierung dieses Medikaments, aber schon hier kurz angesprochen:

Zu einer allgemeinen Wertschätzung des Strophanthins wird es auch durch noch so viele wissenschaftliche Versuche und Nachweise nicht kommen ( können)!

Nachdem die schulmedizinisch-wissenschaftlich orientierte Medizin nämlich bis heute nicht für Klarheit sorgen konnte, wird man vielmehr letztendlich die Erfahrungsmedizin bemühen müssen, um für jedermann den Nutzen dieser Therapie deutlich zu machen.

Die dazu notwendigen Erfahrungen müssen die Patienten allerdings selbst machen! Sie sind es daher auch, an die ich mich hiermit  wende.

Die Patienten sollen – abseits aller wissenschaftlichen Streitereien! - durch die selbstbestimmte Einnahme von Strophanthin herausfinden, ob es ihnen hilft.

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3. Kurze Geschichte des Strophanthins

Sie beginnt 1859 mit Dr.Kirk, einem Teilnehmer der Livingstone-Expedition durch Afrika. Die Fama besagt, dass sich nach Benutzung einer mit Strophanthus-Samen verunreinigten Zahnbürste seine Herzbeschwerden besserten.

Man beachte: Ein gänzlich unbekannter Wirkstoff, zufällig über den Mund-Magen-Darm-Kanal aufgenommen, führte nach kurzer Zeit zur Besserung von Herzbeschwerden. Wäre die heute so umstrittene Substanz nach oraler Aufnahme damals wirkungslos gewesen, hätte es die Geschichte des Strophanthins so nicht gegeben.

Schon aus dieser Sicht relativieren sich aber damit auch alle später vorgebrachten Einwände!

Die medizinische Bedeutung dieser Substanz wurde vom Edinburgher Arzt Thomas R.Fraser erkannt, der sie 1885 als ‘Tinctura Strophanthi’ in den Arzneischatz einführte.

Danach erschien eine Flut zustimmender Publikationen, welche die Bedeutung dieses Mittels immer wieder herausstrichen.

Reizwirkungen am Magen-Darm-Kanal führten nach 1905 dann auch zur intravenösen Anwendung des Strophanthins, ohne dass sich die Forschung bis dahin besonders jedoch darum bemüht hatte, ein oral besser verträgliches Mittel zu entwickeln.

Auch die intravenöse Anwendung des Medikaments bestätigte uneingeschränkt die zuvor mit der Tinktur gemachten Erfahrungen, hatte aber zur Folge, dass die orale Form der Anwendung mehr und mehr in Vergessenheit geriet.

Das Erfordernis einer mehrmaligen intravenösen Injektion über den Tag beschränkte jedoch zugleich die praktische Anwendung dieser Substanz - denn welcher Arzt sollte das in der täglichen Praxis leisten können?

Mit dem Aufkommen der Coronar-Theorie (ca. 1930) ließ man sich dann aber nicht mehr allein von der praktischen Erfahrung am Patienten leiten, obwohl die Erfolge mit Strophanthin unvermindert anhielten. Die nach Sachwissen und Denktechnik so einfache Coronar-Theorie trat vielmehr ihren Siegeszug an. Sie verdrängte alle gemachten Erfahrungen der Praxis, so dass diese schließlich weitgehend in Vergessenheit gerieten.

Nach dem 2.Weltkrieg war es dann vor allem Dr.Berthold Kern, der dieser Auffassung entgegentrat. Er entwickelte später ein oral verträgliches Mittel - das Strophoral -  das heute jedoch nicht mehr hergestellt wird. In ähnlicher Zusammensetzung ist nur noch ein Präparat erhältlich - das Strodival.

 In wohl überlegten und dokumentierten Versuchen konnte Dr. Berthold Kern  den Nachweis für viele seiner Hypothesen erbringen, die er in oftmals provozierender Form an die Öffentlichkeit brachte. Seine Thesen lauteten:

          Herzinfarkte entstehen fast nur aufgrund von Stoffwechselstörungen des Herzmuskels und sind so gut wie nie Folge eines Blutmangels durch Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

          Herzinfarkte sind daher nur mit Mitteln zu verhüten, die den Herzmuskel unterstützen und seinen gestörten Stoffwechsel wieder normalisieren. Zum Beispiel durch  Strophanthin.

- Das vorgebliche Versagen der offiziellen Kardiologie in der Infarktforschung und -verhütung stelle das größte Theorie- und Therapieversagen in der Geschichte der Medizin dar. Neun von zehn Herzkranken hätten nicht sterben müssen. Sie seien Opfer einer falschen Lehre.

Bis zum 19.11.1971 hatte die öffentliche Auseinandersetzung darüber schließlich solche Formen angenommen, dass es zu einem Treffen der Vertreter der unterschiedlichen Auffassungen im Heidelberger ‘Molkenhaus’ kam. Die Größen der Medizinischen Forschung gaben sich dort in großer Zahl ‚die Ehre’, während Dr.Kern nur ein paar Getreue an seiner Seite wusste.

Auf Verlauf und Ausgang dieser Sitzung sei hier nicht weiter eingegangen. Ein Zitat von Prof. Hans Schäfer macht die damalige Situation jedoch nachträglich deutlich:

„In einem nur als ungeheuerlich zu bezeichnenden „Tribunal“ auf der Heidelberger „Molkenkur“ wurde Kern buchstäblich exekutiert. Die orale Strophanthin-Therapie galt danach wegen einer angeblich fehlenden oder zumindest unkontrollierbaren intestinalen Resorbierbarkeit als Kunstfehler.“

Seither galten sowohl Dr. Berthold .Kerns und seine Thesen  als auch das orale g-Strophanthin  als endgültig ‚erledigt und tabu’. In einer 1987 erschienenen Arbeit findet sich für orales Strophanthin nur noch folgende Einschätzung:

„es leuchtet ein, dass es bei einem kaum resorbierbaren Medikament auch kaum zu Intoxikationen kommt. Dementsprechend sind Nebenwirkungen (und Wirkungen) beim oral zugeführten Strophanthin äußerst selten.“

Das bedeutete im Klartext:

Strophanthin könne man als Medikament in jeder Form und bei allen Indikationen getrost vergessen.

Folgerichtig wird die orale Strophanthin-Therapie heute in Monographien, Lehrbüchern und Therapiewerken nicht mehr erwähnt, da sie nach übereinstimmender Ansicht so wirkungslos ist, dass sich ihre Nennung oder gar ihre Nachprüfung von vornherein erübrigt.

Damit hat die Medizinische Wissenschaft das Kapitel Strophanthin endgültig zu den Akten gelegt. Seine Anwendung an Mensch und Tier ist längst nicht mehr Gegenstand von Forschung und Lehre und die einstmals geltenden Wahrheiten wurden in alten Nachschlagewerken begraben.

Strophanthin ist somit nur noch Geschichte! Das beweisen auch die vielen vergeblichen Versuche von Patienten, darüber mit ihren Ärzten ins Gespräch zu kommen.

Zu Einleitung und Inhaltsverzeichnis ' - http://www.melhorn.de/Strophplaedoyer/index.htm
Zum Artikelverzeichnis www.herzinfarkt-news.de - http://www.herzinfarkt-news.de
Zum Gesamtverzeichnis aller Artikel -http://www.melhorn.de/about/index3.htm

 

 

4. Strophanthin heute

Teil der Medizingeschichte ist aber auch, dass es immer noch Menschen gibt, die dafür kämpfen, dass dieses Medikament endlich als jenes Mittel anerkannt wird, das viele Menschenleben retten könnte. Sie behaupten - häufig genug aufgrund eigener Erfahrung - dass Strophanthin in 85% aller Fälle Angina pectoris-Beschwerden beenden und Herzinfarkte verhindern könne und es also eigentlich schon lange das gebe, wonach die großen Pharmafirmen weltweit suchen.

Diesen ‚Unbelehrbaren’ will nicht in den Sinn, dass ein Mittel, welches praktisch frei ist von Nebenwirkungen und gemeinsam mit den anderen, für notwendig erachteten Medikamenten eingenommen werden könnte, nicht in jedem geeigneten Krankheitsfall auch auf seine Wirksamkeit getestet wird.

Solchem Ansinnen stehen natürlich all jene entgegen, die ihr Handeln einzig und allein nach den Aussagen groß angelegter Studien ausrichten. Für sie ist es offenbar unerheblich, dass es einen über Jahrzehnte gewachsenen und dokumentierten, einmaligen Erfahrungsschatz gibt, der ganz deutlich für das Mittel Strophanthin spricht.

Mit der beharrlichen Forderung nach einer solchen Groß-Studie, die heutiger wissenschaftlicher Norm (= randomisierte Doppelblindstudie) entsprechen solle  - deren finanzieller Aufwand gewaltig ist! -  wird also die Unterdrückung des Heilmittels Strophanthin gleichsam instrumentalisiert und dies, obwohl dessen außerordentliche Wirkungen längst auf andere Weise - nämlich erfahrungswissenschaftlich! - überzeugend nachgewiesen sind.

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Einfügung von Wolf-Alexander Melhorn : Eine beeindruckende Arbeit über Strophanthin ( 1380 Quellenangaben! ) hat im Mai 2003 Rolf-Jürgen Petry vorgelegt, mit seinem Buch "Der mögliche Sieg über den Herzinfarkt - STROPHANTHIN - Die Fehlbeurteilung eines außergewöhnlichen Medikamentes" - http://www.melhorn.de/Strophbuch - das ich nachdrücklich empfehle.

 

 

5. Vermutungen

Bei allem Hin und Her, das es in den letzten 30 Jahren um dieses Medikament gab, ist nicht nachvollziehbar, warum diese Auseinandersetzungen mit einer Vehemenz geführt wurden, die man als wohl einmalig bezeichnen muss. Das muss über die rein wissenschaftlichen Belange hinaus besondere Gründe gehabt haben, in der Reihenfolge nützlicher Pharmaka Strophanthin den Platz zu verweigern, der ihm eigentlich gebührt.

Welche Gründe könnten das aber sein?

Die gerühmte Wirkung  des Strophanthins - antistenokardisch und infarkt-verhütend –  beruhte anfangs auf Zusammenhängen, die man nicht verstand. Fehlten doch zunächst die Erkenntnisse, über die wir dank moderner technischer Untersuchungsverfahren heute verfügen. Erst diese gestatteten dann einen tieferen Einblicke in Aufbau und Funktion des Herzens und ermöglichten schließlich eine Theorienbildung über das Zusammenwirken von gestörten Organfunktionen und jenen Maßnahmen, die sich dagegen als hilfreich erwiesen hatten.

Es war vor allem die Lipid-Theorie, die sich seit den 70er Jahren durchsetzen konnte. Sie besagt, ein gestörter Fettstoffwechsel führe zu Ablagerungen in den Coronararterien, die bei zunehmender Verengung schließlich nicht mehr die Sauerstoffversorgung der Gewebe gewährleisten könnten. Unausweichliche Folge solcher Verschlüsse seien Minderdurchblutungen des Herzmuskels mit oder ohne Angina pectoris-Anfälle und schlimmstenfalls ein Herzinfarkt.

Fortan richteten sich beinahe alle diagnostischen und therapeutischen Bemühungen an dieser Modellvorstellung aus, die von berufener Seite später einmal geringschätzig als ‘Klempnermodell’ bezeichnet wurde.

Die Verfechter des Strophanthins ließen hingegen keinen Zweifel daran, dass die Wirkungen dieses Mittels an ganz anderer Stelle des Herzens - keinesfalls nur an den Koronararterien - ausgelöst würden. Mit den ‘Innenschichten’ des linken Herzmuskels und ihren leicht störbaren Funktionen wollten sie eine Schwachstelle des Herzmuskels ausgemacht haben, die unter krank machenden Belastungen am ehesten zur Dekompensation neige.

Nach dieser Vorstellung beginnen alle Krankheitserscheinungen des Herzens in diesen ‘Innenschichten’ und setzen sich,  unter Zunahme ihrer Komplexizität,  in die Außenschichten fort, wobei die blutleitenden Arterien mit einbezogen sein können.

Diese unterschiedlichen Auffassungen über Ursache und Wirkung wurden von beiden Seiten stets kompromisslos verfochten.

Dies bedeutete aber: Eine gesicherte und unbezweifelbare Wirkung von Strophanthin würde in der Folge die vorherrschende Theorie der Infarktentstehung - wonach der Infarkt durch einen Gefäßverschluss verursacht werde -  wanken lassen!

Es versteht sich, dass eine marktbeherrschende Theorie zugleich auch mit ganz persönlichen Interessen und Lebensgrundlagen ihrer einflussreichsten Vertreter verbunden ist. Auch dass unter dem Einfluss einer solchen Theorie ganz bestimmte, theorielastige Medikamente und neue Operationsverfahren entwickelt wurden und werden, leuchtet ein.

Das wird besonders dann bedenklich, wenn als Folge einer solchen Theorie Milliardensummen in Gesundheitseinrichtungen investiert wurden und werden, und sich deren Betreiber damit nicht mehr ausschließlich von wissenschaftlichen, sondern eben auch oder nur noch von ökonomischen Erwägungen leiten lassen müssen.

Eine Ursache für die ungewöhnliche Härte der wissenschaftlichen Auseinandersetzung um das Strophanthin mag folglich darin liegen, dass eine Anerkennung der Strophanthin-wirkung in weiten Teilen die derzeit geltendenden Annahmen widerlegen würde.

Zu Einleitung und Inhaltsverzeichnis ' - http://www.melhorn.de/Strophplaedoyer/index.htm
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6. Möglichkeiten?

An diesem Punkt eines Wissenschaftsstreites kann sich jemand, der unmittelbar durch eigene Erkrankung mitbetroffen ist, nicht mehr ein eigenes fundiertes Urteil bilden. Ein Studium der wissenschaftlichen Arbeiten auf diesem Gebiet würde Jahre in Anspruch nehmen und selbst dann fiele es  schwer, zu einem eindeutigen Urteil zu kommen. Selbst die neuerliche Untersuchung strittiger Zusammenhänge würde immer nur zu einem Kampf gegen Windmühlenflügel werden, schon weil für die immensen Kosten allein niemand aufkäme.

Dass trotzdem - auch von etablierter Seite - immer wieder mal dazu aufgefordert wird, die bekannten Positionen neu zu prüfen, mögen die folgenden Zitate belegen:

„Auch ist die enterale Resorptionsrate von Ouabain (g-Strophanthin) eventuell viel höher. Laut Literatur wird die Substanz nach peroraler Gabe nur in geringem Maße resorbiert. Die anhand der gemessenen Blutspiegel bestimmte Resorptionsquote betrug 1 bis 5 Prozent. Hierfür wurden bislang die Anzahl der OH-Gruppen und die daraus resultierende Hydrophilie der Verbindung verantwortlich gemacht. Radioaktives Ouabain (g-Strophanthin) reichert sich jedoch nach peroraler Gabe über einige Wochen in den Nebennieren hypertensiver Ratten an und wird dort vermutlich gespeichert. Das Glykosid wurde auch bei Menschen in der Nebennierenrinde und im Hypothalamus in erhöhter Konzentration nachgewiesen und wird dort wahrscheinlich gespeichert. Daher erscheint die beobachtete schlechte Resorption von Ouabain (g-Strophanthin) nach peroraler Applikation in einem anderen Licht: Das gespeicherte Ouabain wird mittels Serumspiegel-Bestimmung oder Messung der Konzentration im Harn nicht erfasst. Die Resorptionsquote von Ouabain könnte damit nach peroraler Gabe wesentlich höher sein als bisher angenommen. Aufgrund des Hormoncharakters der Substanz und seiner Speicherung sind daher die ermittelten pharmakokinetischen Daten zu hinterfragen. Klarheit könnte hierbei die Ermittlung der Resorptionskinetik mit Hilfe einer Methode mit radioaktiv markiertem Ouabain (g-Strophanthin) bringen, bei der auch die Gewebekonzentrationen erfasst werden.“ (W.KÄMMERER in der ‘Pharmazeutischen Zeitung’ 42-1999).

Ein anderes Beispiel:

„Bekanntlich wurde die intravenöse Strophanthin-Therapie durch die Einführung eines oralen Präparates, Strodival, ersetzt. Ihr beharrlicher Verfechter war B.Kern. In einem nur als ungeheuerlich zu bezeichnenden „Tribunal“ auf der Heidelberger „Molkenkur“ wurde Kern buchstäblich exekutiert. Die orale Strophanthin-Therapie galt danach wegen einer angeblich fehlenden oder zumindest unkontrollierbaren intestinalen Resorbierbarkeit als Kunstfehler. Dass hier Fehlurteile entstanden waren, wurde zwar behauptet, aber noch heftiger bestritten. Zur Klärung einer modernen Infarkt-Theorie müsste auch das Dogma einer schlechten Strophanthin-Resorption durchleuchtet werden. Meine eigenen, sehr begrenzten Erfahrungen sprechen ebenso gegen dieses Dogma, wie die schlichte Überlegung des Physiologen, ob denn die hier beschworene unterschiedliche Lösbarkeit von Strophanthin und Digitalis oder anderen Herzglykosiden wirklich vernünftig ist.

Außerdem wäre unabhängig von der Resorptions-Problematik neu zu durchdenken, ob nicht zelluläre Angriffspunkte am Myokard zu wenig beachtet wurden, zumal sich Strophanthin inzwischen als ein vom Körper selbst produzierter Stoff erwies, dessen Funktion man offensichtlich ignorierte (Blaustein und Hamlyn 1992)“. (Hans Schaefer, Gottfried Jentsch, Ellis Huber, Bernd Wegener: Herzinfarkt-Report 2000, S 8, Urban & Fischer, 1.Aufl.2000, ISBN 3-437-21776-3).

Aufforderungen solcher Art sind zwar anerkennenswert und mutig, werden aber von der Wissenschaft einfach ignoriert.

Für diese Methode, die man in der Politik als ‘Aussitzen’ bezeichnet, gibt es in der Medizinischen Wissenschaft keinen adäquaten Begriff. Allerdings gibt es die wohl jedem bekannte Figur der drei Affen, die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen. Sie kennzeichnen ganz trefflich eine Situation, die sich durch ihre Einmaligkeit von ähnlichen Vorgängen in der Vergangenheit besonders unvorteilhaft abhebt.

Zu Einleitung und Inhaltsverzeichnis ' - http://www.melhorn.de/Strophplaedoyer/index.htm
Zum Artikelverzeichnis www.herzinfarkt-news.de - http://www.herzinfarkt-news.de
Zum Gesamtverzeichnis aller Artikel -http://www.melhorn.de/about/index3.htm

 

 

7. Probieren geht über Studieren

Von solchem Wissenschaftsstreit unbeeinflusst, bleibt aber die Frage, wie dem betroffenen Kranke geholfen werden kann.

Bevor es möglich war, diagnostisches Gerät zum Verstehen   unklarer Krankheitsbilder einzusetzen, benutzten Ärzte eine Methode, die als ‘ex iuvantibus remediis’ bezeichnet wird. Dabei schlossen die Behandler aus der Wirkung eines Heilmittels auf das Vorliegen einer bestimmten Erkrankung. Dass diese Methode in der alltäglichen Praxis nach wie vor zum Einsatz kommt und sich unverändert großer Beliebtheit erfreut, darf als sicher gelten.

Wenn die Dinge aber nun schon so liegen, wie noch weiter ausgeführt wird, ist es auch heute für Arzt und Patient dringend geboten, bei Vorliegen gewichtiger Symptome einen solchen Versuch zu unternehmen.

Da Strophanthin so gut wie frei ist von Nebenwirkungen und zugleich über eine große therapeutische Breite verfügt, ist seine versuchsweise Anwendung mit keinerlei Gefahren verbunden. Schlimmstenfalls entfällt eine dauerhafte Verordnung dann, wenn der Patient zu jenen 15% gehört, die man als ‘non-responder’ bezeichnet, das sind Patienten, die positive Auswirkungen auf ihre Krankheitssymptome vermissen lassen.

Wenn Sie als Betroffener erkennen, dass Ihr Arzt nicht ausreichend mit dem Thema Strophanthin vertraut ist, so überlassen Sie ihm vorübergehend diese Ausführungen. Ärzte müssen damit leben lernen, dass auch Patienten heute Zugriff auf Informationen haben, die ihnen früher verwehrt waren.

Ablehnung sollten Sie als Patient daher nur dann akzeptieren, wenn Ihr Arzt aus eigener Erfahrung spricht. Sollte er Erfahrung vorgeben, Ihnen aber eine versuchsweise Verordnung verweigern, so gehen Sie zu einem anderen Arzt und versuchen es da - es geht schließlich um Ihr Leben und nicht um seins.

Ärzte, die in der Anwendung von Strophanthin erfahren sind, haben jedenfalls ausschließlich gute Erfahrungen mit der Anwendungen von Strophanthin gemacht und werden daher auch keinen Grund sehen, Sie von dem Mittel fernzuhalten.

Es liegt mir fern, mit solcher Empfehlung meinen Berufsstand oder die mit ihr verbundene medizinische Forschung verächtlich zu machen. Ich sehe aber eine Interessenverflechtung von Kommerz und Medizin, die m.E. oft nachhaltig verhindert, dass die gemeinsamen Interessen der Patienten ausreichend wahrgenommen und gewürdigt werden.

Patienten haben keine Lobby und müssen unter Umständen daher selbst tätig werden! Jeder auf seine Weise - der einzige Weg, Bevormundung zu entgehen, die im Falle des Strophanthins fast schon groteske Formen angenommen hat.

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