Teil II des Artikels:

Strophanthin und Herzinfarkt
- Erfahrungen nach Bypass und mit der Übersäuerung des Organismus

Ärztliche Selbsterfahrung mit Strophanthin nach Bypass. Zur Problematik der Übersäuerung des Organismus vor Herzinfarkt.

 

 

 

Teil II:

Inhaltsverzeichnis

8. Kleine Fachkunde
9. Für und Wider im Strophanthinstreit
10. Ouabain
11. Der Strophanthin-Test
12.Einige Ärzte- und Patientenmeinungen
13. Arzt- Kollegen unter sich
Zusammenfassung und Therapieempfehlung

Gedanken - Ergänzungen - Anmerkungen

Nachwort von Wolf-Alexander Melhorn

 

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8. Kleine Fachkunde

Wer noch mehr über jene Gründe erfahren will, die dazu führten, dass ein Medikament mit dem hohen Stellenwert des  Strophanthins aus dem Verordnungsschatz fast verschwunden ist, muss sich mit ein paar grundsätzlichen Fakten vertraut machen.

Da ist zunächst der Krankheitsbegriff  ‘KHK’ . Er steht als Abkürzung für Koronare Herzkrankheit .

Als Koronargefäße werden die Arterien des Herzmuskels bezeichnet, die auf der Außenwand des Herzens verlaufen und sich aufzweigen.

Mit dem Kürzel KHK wird zugleich aber auch voreilig auf den angeblichen Ort und die vermutete Ursache eines Herzinfarktes verwiesen.

Dabei darf diese suggestive Begriffsbildung aber nicht davon ablenken, dass es sich hier um theoretische, unbewiesene Annahmen handelt.

Nach neuerer Auffassung steht am Anfang einer krankhaften Entwicklung ein chronischer Entzündungsprozess unbekannter Ursache in den Arterienwänden. Kleine Geschwüre provozieren Wundheilungsvorgänge, die zur Ausbildung von ‘atheromatösen Plaques’ führen. Aufgrund ihrer weichen Konsistenz sind diese außerordentlich vulnerabel und im Falle ihrer Verletzung komme es zu einer überschießenden Thrombozyten-Ansammlung, die zum Verschluss der Arterie mit einem nachfolgendem Infarkt des von hier aus versorgten Muskelgewebes führen könne.

Eine andere Theorie - ebenfalls nicht bewiesen! – geht vom Myokard als dem Ort aus, an dem ein Herzinfarkt entsteht.

Unter einem Myokard wird die Herzmuskelmasse als Ganzes verstanden. Da sie jedoch als Ausgangspunkt einer Krankheit, die zum Herzinfarkt führen kann, nicht anerkannt ist, existiert auch kein griffiger Terminus, der dem Begriff KHK vergleichbar wäre.

Nach dieser ‚etwas anderen’ Theorie der Infarktentstehung kommt es im Herzmuskel - trotz ausreichender Sauerstoffversorgung - durch Stoffwechselstörungen zunächst zu punktuellen Nekrosen (Gewebetod), die bei anhaltender Störung zu größeren Arealen zusammenfließen können und zuletzt – bei schließlich ausreichender Größe – zum Infarktgeschehen werden.

Strophanthin gehört mit anderen, ähnlich aufgebauten Substanzen zur herzwirksamen Gruppe der Glykoside. Neben ihren vier Hauptwirkungen wurde  diesen eine hypothetische fünfte Wirkung zugesprochen, die man als Chemotropismus bezeichnet. Strophanthin wirke ‘positiv chemotrop’ - im Gegensatz zum Digitalis, einem anderen, bekannten herzwirksamen Glykosid. Strophanthin kann intravenös und peroral (als Kapsel oder Tablette) angewendet werden.

Dreh- und Angelpunkt aller Kritik am Strophanthin ist seine angeblich zu geringe ‘Resorption’ (Resorption=Aufnahme eines Medikaments in das Blut aus einem Depot, das innerhalb des Organismus’ liegt; hier der Mund-Magen-Darm-Kanal).

 Im Prinzip kann aus der verbleibenden Menge im Enddarm geschlossen werden, wie viel von der Substanz in das Blut übergegangen ist, vorausgesetzt, der Stoff wird im Darm selbst nicht verändert. Die dann im Blut messbare Konzentration steht für Heilwirkungen - in diesem Fall am Herzen - zur Verfügung und wird als Bioverfügbarkeit’ bezeichnet.

Das aus dem Darm aufgenommene Strophanthin ist nachgewiesen unzerstörbar und wird zu 100% aus dem Darm resorbiert, was gleichfalls längst bewiesen wurde. Seine besondere Wasserlöslichkeit bringt es mit sich, dass es aus dem Blut sehr schnell in andere Körperflüssigkeiten übertritt. Die Konzentration im Blut hängt damit hauptsächlich davon ab, wie viel und wie oft man dieses Mittel einnimmt.

Ein Nachweis von nicht resorbiertem Strophanthin im Darminhalt der unteren Darmabschnitte ist stets erfolglos geblieben - obwohl das trotzdem immer wieder behauptet wurde.

Bis zum heutigen Tag gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung, in der die Zweifler an der Resorption des Strophanthins ihre Behauptung belegt hätten.

Diese, nach wissenschaftlichen Kriterien also längst geklärte Frage, wurde in den frühen 50er Jahren – höchst unwissenschaftlich! -  trotzdem durch neue, abwertende Behauptungen neu ins Spiel gebracht und - schnell wie ein Gerücht - verbreitete sich als neue ‘Wahrheit’ rasch unter jenen, die ein Interesse an einer solchen Fehlentwicklung hatten. Wie sich nach und nach jedoch herausstellte, gab es aber niemanden unter diesen Kritikern, der aus eigener Sachkenntnis über die Resorptions- und Wirkungsfrage urteilen konnte, da keiner von ihnen jemals eine Untersuchung in dieser Richtung angestellt, noch irgendwann mit oralem Strophanthin gearbeitet hatte.

Diesen ungeheuerlichen Vorgang hat Walter Dürsch aufgedeckt, ein Diplomchemiker, der diesen Fragen drei Jahre lang in einer beispielhaften Fleißarbeit nachgegangen ist. Er teilt dies unter anderem in seinem Buch mit: Sind die meisten Infarkte verhütbar? (Erster Teil, 440 S, Verlag Kritische Wissenschaft, Windeck/Sieg, ISBN 3-925914-40-4.

 Eine Reaktion auf diesen Skandal, der ja wesentlich dazu beitrug, dass bis heute dem Strophanthin seine guten Wirkungen abgesprochen werden, gibt es nicht!

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Einfügung von Wolf-Alexander Melhorn : Eine beeindruckende Arbeit über Strophanthin ( 1380 Quellenangaben! ) hat im Mai 2003 Rolf-Jürgen Petry vorgelegt, mit seinem Buch "Der mögliche Sieg über den Herzinfarkt - STROPHANTHIN - Die Fehlbeurteilung eines außergewöhnlichen Medikamentes", das ich nachdrücklich empfehle.

 

 

9. Für und Wider im Strophanthinstreit

Strophanthin-Gegner: Oral aufgenommenes Strophanthin wird unzuverlässig resorbiert, die Verabreichung zu hoher Dosen kann zu unvorhersehbaren Vergiftungen führen, wie sie von anderen herzwirksamen Glykosiden bekannt sind, die sich aber besser steuern lassen.
Strophanthin-Befürworter: Strophanthin wird sehr wohl - beinahe zu 100% - resorbiert und weist im Gegensatz zu anderen Glykosiden eine große therapeutische Breite auf, so dass selbst große Dosen keinen Schaden anrichten. Selbstmordversuche waren daher ausnahmslos erfolglos. Es wird immer individuell eingesetzt, nach Erfordernis und Wirkung - niemals schematisch!

Strophanthin-Gegner: Strophanthin hat überhaupt keine physiologischen Wirkungen. Beobachtete Wirkungen beruhen auf Placebo-Effekten.
Strophanthin-Befürworter:
Es hat sehr wohl physiologische Wirkungen - zum Beispiel  alkalisiert es übersäuertes Herzmuskelgewebe.

Strophanthin-Gegner: Strophanthin kann wegen einer Bioverfügbarkeit von unter 5% gar keine ausreichende Herzwirkung haben.
Strophanthin-Befürworter: Es hat sehr wohl eine Herzwirkung, die sich von den anderen Herzglykosiden jedoch qualitativ unterscheidet.

Strophanthin-Gegner: Strophanthin wirkt bestenfalls positiv ionotrop. Seine Bioverfügbarkeit liegt, verglichen mit anderen Glykosiden, aber derart niedrig, dass seine Verwendung unwirtschaftlich ist.
Strophanthin-Befürworter: Es handelt sich um ein einzigartiges Mittel gegen myokardiale Stoffwechsel- und Mikrozirkulationsstörungen, das die Lebensqualität viel weniger beeinträchtigt, als dies bei Bypass-Operationen, Ballondilatationen, ACE-Hemmern, Betablockern usw. möglich ist.

Strophanthin-Gegner: Strophanthin hat keine antistenokardische und infarkt-verhütende Wirkung und ist für die  Prophylaxe des Herzinfarkts wertlos.
Strophanthin-Befürworter: Die Geschichte des Strophathins belegt vieltausendfach das Gegenteil -  wie man in der älteren Literatur leicht nachlesen kann.

Strophanthin-Gegner: Das Propagieren von Strophanthin geht zu Lasten modernerer und wirksamerer Therapien.
Strophanthin-Befürworter:
Allein schon aus forensischen Gründen wird es kein Therapeut wagen, eine schulmedizinische Maßnahme zu Gunsten des Strophanthins abzubrechen. Das Mittel wird zusätzlich und einschleichend verordnet, bei Erfolg beibehalten und bei mangelnder Wirksamkeit (womit in 15% der Fälle gerechnet werden muß =’non responder’-Fälle’) wieder abgesetzt. Ein Schaden durch Unterlassen ist somit weit wahrscheinlicher als ein Schaden durch Anwendung.

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10. Ouabain

Unter dieser anglo-amerikanischen Bezeichnung für das g-Strophanthin laufen weltweite Studien. Diese befassen sich aber nicht mit dem hier angesprochenen Problemkreis, sondern untersuchen vorwiegend Elektrolytvorgänge auf zellulärer Ebene.

Seit Anfang der 90er Jahre ist bekannt, dass Ouabain neben anderen, gleichfalls herzwirksamen Glykosiden in der Nebenniere als körpereigenes Hormon produziert wird, dessen physiologische Bedeutung - bis auf wenige Erkenntnisse, die an Versuchstieren gewonnen wurden - aber unbekannt ist.

Dennoch gibt es bis heute keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die diese Entdeckung in einen Zusammenhang mit den alten Erkenntnissen bringen.

Dabei sollte doch die große Zahl Infarkttoter und die offensichtliche Fehleinschätzung der Resorptionsbedingungen von Ouabain im menschlichen Körper bereits Grund genug sein, die Untersuchungen dort wieder aufzunehmen, wo man sie einst unter fragwürdigen Umständen beendete.

Nach der Vorstellung von Prof.W.Schoner, Gießen, müsste eine solche Studie dabei als Bilanzstudie angelegt werden (Füttern von 10-30 Ratten per Schlundsonde, Quantifizierung der Ausscheidung in Kot (!) und Harn, Untersuchung der Aufnahme in einzelne Organe). Am zweckmäßigsten würde jodiertes Ouabain verwendet. Die Gewebeverteilung müsste dann an Ultradünnschnitten ganzer Tiere mittels Autoradiographie bzw. Herausnahme individueller Organe ermittelt werden. Dabei müsste der Kinetik des Anflutens im Blut ebenso nachgegangen werden, wie der in den einzelnen Organen. Die Kosten einer solchen Studie würden allerdings mehr als 100 TDM betragen.

(Prof.Schoner hat mir dies brieflich mitgeteilt, bringt  in seinen Zeilen jedoch nicht zum Ausdruck, dass er eine solche Untersuchung für notwendig hält oder gar anstoßen will. Er umreißt lediglich die technischen Notwendigkeiten für den Fall, dass von anderer Seite ein Anstoß für die Durchführung einer solchen Untersuchung käme).

Eine interessante Anmerkung zum Thema ‘endogen gebildetes  Ouabain (g-Strophanthin)’machen Husemann und Wolff in ihrem Lehrbuch: Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst, Band III, S 176,Verlag Freies Geistesleben, 4.Aufl.1993, ISBN 3-7725-0531-7.

Dort heißt es:

„Schon früher wurde aufgrund verschiedener Experimente ein ‘Herzhormon’ postuliert, das interessanterweise der Leber entstammen sollte. Jedenfalls bewirkt die experimentelle Ausschaltung der Leber eine innerhalb von Minuten eintretende Funktionsstörung des Herzmuskels. Diese kann sowohl durch Wiedereinschaltung der Leber wie durch Strophanthin behoben werden ... Es war naheliegend, an ein Steroidhormon bzw. eine strophanthin-ähnliche körpereigene Substanz zu denken, die damals aber nicht isoliert werden konnte ... Es ist durchaus möglich, daß eines Tages ein körpereigenes Herzhormon von Steroidcharakter evtl. sogar Glykosid gefunden wird.“

Was gestern noch prophetische Worte waren, ist heute aber teilweise Realität geworden: Wir wissen, dass g-Strophanthin (Ouabain) als hormonale Substanz in der Nebennieren-Rinde gebildet wird. Ob g-Strophanthin (Ouabain) tatsächlich eine Rolle als ‘Herzhormon’ spielt, und worin seine Aufgabe dabei genau besteht, wird sich in der Zukunft erweisen.

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Was tun?

11. Der Strophanthin-Test

Da eine solche Studie über Strophanthin zwar dringend erwünscht wäre, aber nirgendwo konkret geplant ist, bleibt offen, wie dem herzkranken  Patient trotzdem geholfen werden kann.

Als Haupthindernis erweist sich die geistige Unfähigkeit der betroffenen Kranken. Sie wollen nicht als richtig anerkennen, was Ihre ‚heile Mitwelt’ ihnen derart ‚unglaubbar’ infrage stellt.

Walter Dürsch (s.o.) hat das selbst erlebt und folgendermaßen beschrieben:

“Aufgrund meiner überraschend guten eigenen Erfahrungen versuchte ich ab Mitte Mai 87 auch Mitpatienten und Contra-Ärzte von den Vorteilen einer Therapie mit oralem g-Strophanthin zu überzeugen.(Anmerkung: Dürsch hatte einen Herzinfarkt und unterzog sich danach einer Bypass-OP). Dabei merkte ich bald, dass sogar gut befreundete Mitpatienten nur die Medikamente einnehmen konnten, durften und wollten, die ihnen ihre ‚Contra’-Ärzte verordneten. Diesen Standpunkt musste ich respektieren, musste freilich auch miterleben, dass eine uns nahestehende ‘Kegel-Schwester’ einen Herzinfarkt erlitt und ein Studien-Freund sogar an Herzinfarkt starb. Unter ‚pro’-geprägten Umständen würde er hoch-wahrscheinlich noch leben. Auch die meisten Diskussionen mit ‚Contra’-Ärzten verliefen frustrierend. Sie ergaben meist, dass diese Ärzte selbst nur sehr wenig über orales g-Strophanthin wussten. Sie lehnten es jedoch aufgrund ihrer einseitigen ‚Contra’-Prägung energisch ab und brachen tiefer schürfende Auseinandersetzungen bald von sich aus ab“.

Seither sind weitere 14 Jahre vergangen und es ist anzunehmen, dass es kaum mehr Ärzte gibt, die überhaupt noch in der Lage sind, sich diesem Thema kompetent zu widmen.

Also muss jeder Betroffene für sich selbst entscheiden  - es sei denn, er hat das Glück,  auf einen Arzt zu stoßen, der bereit ist, ausnahmsweise von ihm zu lernen.

Dr.Berthold Kern, seinerzeit Kardiologe in Stuttgart und der hervorragendste Kenner einer oralen Strophanthin-Therapie gab angesichts dieser Behandlungssituation folgende Empfehlungen:

„Jeder Kranke, der auch nur geringe Symptome einer ‘organischen’ oder sog. ‘funktionellen’ (=’nervösen’) Störung des Herzens oder des sog.’Kreislaufs’ bietet oder zu bieten verdächtig ist, sollte einer Probe-Strophanthinbehandlung unterzogen werden.

 Die Behandlung sollte mit ausreichender Höhe und Kontinuität der Dosierung - mindestens 2, besser 3 (-4) Darreichungen täglich - und mit ausreichender Dauer durchgeführt werden - mindestens eine Woche, mitunter wesentlich länger.

Zeigt sich keine Besserung, so ist nicht erwiesen, dass Herz und ‘Kreislauf’ normal sind, sondern nur, dass unser derzeit wichtigstes Therapeutikum für Herz und ‘Kreislauf’ als nutzlos ausscheidet.

Zeigt sich dagegen subjektiv und objektiv (nach den wiederholt betonten Kriterien) eine deutliche Besserung, so ist erwiesen, dass ein strophanthinbedürftiger und strophanthinreversibler Missstand des Myokards vorliegt.

Im Zweifel kann das Ergebnis durch wiederholte Probegaben nach jeweils mehrwöchiger Probekarenz gesichert werden.“

Auch aus klinischen Untersuchungen mit oralem Strophanthin entstand um 1920 der ‚Strophanthin-Schnelltest’ der Sprechstunde:

2 Tabletten a 3mg zerkaut und verteilt im Munde gelöst.  Meist schon nach 5-10 Minuten bringt  das den gewünschten Aufschluss.

Und wieder muss verwundern, dass eine derart bewährte, einfache und besonders wichtige diagnostische Methode – zudem ohne jegliche Gefahren! - so völlig aus dem praktischen Medizinalltag verschwunden ist!

In heutigen Zeiten zunehmender Selbstmedikation - auch als Folge medienvermittelter Werbebotschaften - wird es Betroffenen aber vielleicht häufiger möglich sein, einen solchen Test für sich einzufordern und dann auch durchzuführen. Dabei ist es belanglos, welcher ursächlichen Theorie Arzt oder Patient anhängen. Bei eingeschränkter Sauerstoffzufuhr zum Herzen - egal aus welcher Ursache - bewirkt Strophanthin nämlich stets eine deutliche Symptomenabschwächung, wie sich in Versuchen gezeigt hat. 

Daraus folgt, dass die Strophanthingabe bei entsprechender Symptomatik nach wie vor ein unbedingtes Muss ist, seine Verweigerung sogar den Tatbestand einer unterlassenen Hilfeleistung erfüllt, bzw. als Kunstfehler zu bezeichnen ist – auch wenn dies gegenwärtig nur ein medizinisches Urteil ist ohne rechtliche Konsequenzen.

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12. Einige Ärzte- und Patientenmeinungen

Zum Schluss dieses Plädoyers für den selbständigen Strophanthingebrauch noch einige Eintragungen aus dem Gästebuch zur Homepage des Heilpraktikers dipl.rer.pol. Wolf-Alexander Melhorn.  Er bietet weitere Informationen zum Thema, darunter zwei umfangreiche Fachartikel von Dr. Berthold Kern.

In diesem Gästebuch äußern sich Ärzte und Patienten zum Thema Strophanthin.  Mir sei gestattet, dem jeweils einen eigenen Kommentar hinzuzufügen.

G.Ch. :"Vor kurzem hatte mein Vater einen schweren Kreislaufzusammenbruch. Nun, wir wissen bis heute nicht, ob es sich um eine bedrohliche Herzschwäche oder gar einen Infarkt handelte, da mein Vater keinen Arzt aufsuchen wollte. In meiner Not bat ich einige Tage später Herrn M. um Rat. Auf diesem Wege wurden wir auf die ‘Strodival mr’-Kapseln aufmerksam, welche jetzt 3 x 4 täglich eingenommen werden. Bereits nach der 1. Einnahme verlor mein Vater das bleiche u. schwache Aussehen. Einen Tag später sah er ‘frisch und fröhlich’ aus! Für den Notfall wird jetzt noch zusätzlich ‘Strodival spezial’ am Bett aufbewahrt und unterwegs mitgenommen. Wir freuen uns, dass es täglich bergauf geht! "
Kommentar: Schön, dass das Mittel half, doch ist in diesem Fall die Unterstützung durch einen erfahrenen Therapeuten trotzdem unumgänglich.

Prof.Dr.med.H.E.: "Die hier von Ihnen gemachten Aussagen sind in höchstem Maße irreführend und in keinster Weise evidenzbasiert. Es ist moralisch und ethisch höchst bedenklich, dass Menschen in Not bzw. in existenzieller Bedrohung durch diese hier gebotenen Fehlinformationen, an der Entscheidung für eine ursachenorientierte Behandlung gehindert werden. Tatsache ist, dass der Myokardinfarkt wie auch die meisten apoplektischen Insulte (Schlaganfälle) eine direkte Folge einer Minderdurchblutung nach Verlegung eines arteriellen Gefäßes sind. Deshalb erhalten Bypass-Op’s in vielen Fällen die Lebensqualität Betroffener und verlängern die Lebenserwartung zusätzlich. Auch Lysetherapien erfüllen ihren Zweck und konnten vielfach als lebensrettende Maßnahme angewendet werden. Deshalb bitte ich Sie, die bewusst gemachten Fehlinformationen schnellstmöglich zu korrigieren, um den Menschen/Patienten nicht mögliche Chancen auf Heilung zu nehmen."
Kommentar: Der Professor ist nach allem nicht sachkundig. Weder kennt er die Geschichte des Strophanthins, noch hat er offenbar je damit gearbeitet! ‚Evidenzbasiert’ bedeutet hier, eine medizinisch-therapeutische  Handlung bekäme nur dann auch seinen professoralen Segen, wenn sie sich auf möglichst viele und möglichst große Studien stützen kann. Meine persönlichen Erfahrungen oder die des Schreibers der zuvor wiedergegebenen Zuschrift erfüllen diese Kriterien daher nicht. Sie sind damit in seinen Augen unbeachtlich.
Theorien sind etwas anderes als Tatsachen. Es gibt nicht wenige, die das miteinander verwechseln.
Ganz nebenbei: Auch Bypass-Op sind nicht unumstritten! So wenig wie Lysetherapien!  Es ist daher nicht nachvollziehbar, wieso der oben geschilderte  Strophanthin-Test also irgend einem Kranken die „Chance auf Heilung nehmen“ könnte!

K.H.: Mal was Positives : "Allen Unkenrufen zum Trotze hat mich ‘Strodival mr’ zumindest von dem permanenten Brennen im Brustkorb befreit, welches mich vorher jahrelang quälte (männl. 56 Jahre alt, 1992 OP, 4 Bypässe). Ich nehme es seit Juli 2000 ein, 3 mal eine tgl. (zusätzlich zu meinen Herzmedikamenten, die ich seither reduziert habe)."
Kommentar: Ein zwar schönes, aber möglicherweise noch nicht ganz befriedigendes Ergebnis. Strophanthin muss nach Erfordernis und Wirkung dosiert werden - es gibt da keine festen Regeln. Der Patient kann ohne Sorgen probeweise 3x2 und 3x3 und 3x4 dosieren. So erarbeitet er sich selbst seine optimale Dosis, bei der er dann bleiben sollte. Eine Reduktion der anderen Herzmedikamente erfolgt m.E. besser unter ärztlicher Aufsicht bzw. Anleitung.

H-P.B : "Sehr geehrter Herr Sch.. Per Zufall bin ich als kardiologischer Oberarzt des Herz-Zentrums Bad K. auf die Seite des Herrn M. und zu ihrer Anfrage gekommen.  Lassen Sie sich um Gottes Willen durch diesen ausgemachten Schwachsinn nicht verunsichern ! Dieser M - Artikel entspricht in keinem Absatz dem wissenschaftlichen Standard, und es ist erschreckend, welche Möglichkeiten das Internet hier eröffnet. Bei Jahrmarktschreiern weiß man, warum sie nur auf dem Jahrmarkt stehen und sonst zu nichts gekommen sind. Im Internet ist  a) die Qualitätskontrolle nicht möglich und b) erreicht jeder Kommentar theoretisch eine Unzahl von Menschen.
Ich kenne zwar ihr Problem nun nicht im Detail - bin aber sicher, dass es durch Strophanthin nicht gelöst werden wird. PTCA und Bypass Operationen sind natürlich "Reparaturen" mit Risiko und auf lange Sicht werden wir alle - auch aus Gesundheitskostengründen - lernen müssen, durch eine geeignete Lebensweise solchen einschneidenden Maßnahmen zuvorzukommen im Sinne einer Primär- und Sekundärprävention. Wenn man aber eine symptomatische koronare Herzkrankheit hat, dann  kann man froh sein, wenn es heute solche therapeutischen Angebote gibt. Ich gehe davon aus, dass die  Indikationsstellung zu diesen Maßnahmen auch in St Gallen beherrscht wird. Mit den besten Wünschen für ihr weiteres Wohlergehen
OA Dr. med. H.-P. B.  Wissenschaftlicher Oberarzt am Herzzentrum Bad K."
Kommentar: Auch der Oberarzt ist nicht sachkundig und kennt weder die Geschichte des Strophanthins, noch hat er je damit gearbeitet. Obwohl er das Problem des Patienten nicht im Detail kennt, ist er sich aber dennoch sicher, dass es jedenfalls durch Strophanthin nicht gelöst werden kann - das verstehe, wer will!
Offenbar besteht eine gewisse Furcht vor dem Internet und den damit verbundenen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung durch den Patienten. Noch zeichnet sich das Internet zum Glück dadurch aus, dass es bislang nicht möglich war, ‚Wahrheits’-Filter einzubauen, wie sie bereits in den kontrollierten Medien anzutreffen sind. Erwachsene Menschen werden Wahrheit und Unwahrheit jedoch rasch auseinander zu halten wissen. Da habe ich keine Sorge!
Es ist sicher sehr schwierig, als gelernter Kardiologe damit zu leben, dass nicht jedermann die eigenen Ansichten gut heißt. Aber es hat sich andererseits nun mal schon lange - auch in Patientenkreisen - herumgesprochen, dass jedenfalls in Deutschland zu viel am Herzen operiert und manipuliert wird. Auch in diesem Gästebucheintrag wird jedenfalls nicht deutlich, warum es nicht möglich sein sollte, bei diesem Patienten erst mal (auch ) einen nebenwirkungsfreien Behandlungsversuch mit Strophanthin durchzuführen. Bei positivem Ausgang würden sich die Angebote des Oberarztes von selbst erledigen, bei negativem Ausgang wäre jedermann dafür, wenn mit anderen Mitteln weitergeholfen würde.

H.R. :"Herr Melhorn,  wie viele Patienten mit akutem Herz- oder Hirninfarkt haben Sie behandelt? Wie viele haben Sie erlebt, die einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten haben? Was haben Sie bei diesen Patienten gemacht? Und was ist aus den Patienten geworden? Wenn Sie so ehrenhaft sind, wie Sie vorgeben, beantworten Sie diese Fragen.
Ich halte es für eine Katastrophe, dass Sie Ihren medizinischen Irrglauben, der - wie sie sich nicht schämen zuzugeben - aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert stammt, über das Internet an viele kranke und auch evtl. verzweifelte Menschen weitergeben können. Sie erwecken Hoffnungen, die Sie nicht erfüllen können, und sie erzeugen Angst bei den Lesern, dass bisherige Behandlungen unzureichend oder sogar bewusst falsch durch Ärzte durchgeführt wurden. Ihre Thesen sind so haarsträubend unrichtig, dass ich nicht sicher bin, welche Interessen Sie eigentlich dabei vertreten. Haben Sie eigentlich keine Angst, dass Patienten oder Angehörige, die Ihrem "Rat" gefolgt sind, Sie wegen gesundheitlicher Schäden belangen könnten? Sollten Sie aber, Sie werden es noch erleben. SIE haben ja keine Angst vor Kontroversen und SIE sind ja aufrichtig - mal sehen, ob Sie so aufrichtig sind, diese E-Mail abzudrucken. Allen Interessierten sei z.B. die Homepage unserer Klinik empfohlen. Von hier aus finden sich Hinweise auf alle großen Fachgesellschaften und internationale Richtlinien für Fragen und Sorgen.
Dr.H.R. Abteilung f.Kardiologie Uniklinik Münster "
Kommentar: Wieder ein Kardiologe, der zu erkennen gibt, dass er nicht sachkundig ist und weder die Geschichte des Strophanthins kennt, noch jemals damit gearbeitet hat. Will er dann aber ernsthaft beurteilen können, ob und was hier ‘haarsträubend unrichtig’ ist und was nicht? Leider ist es so, dass die von ihm auf seiner Klinik-Homepage empfohlenen Fachgesellschaften eine an sie gerichtete Frage betreffend Strophanthin entweder gar nicht erst beantworten oder aber - mangels Sachkenntnis - einfach abschmettern würden.

Dr.R.M.: "Sehr geehrter Hr. M., in der Behandlung von Herzinfarkt und Schlaganfall messen sich die doch hochintelligenten Schulmediziner nicht am Therapieerfolg, sondern ersichtlich daran, dass obige Krankheiten in Deutschland Todesursache Nr.1 und Nr. 3 sind. Das ist schmerzlich, trifft aber selbst die Prominenz.
Unglaublich ist für mich seit Jahren, dass die erfolgreiche Therapie von Hr. Dr. Kern - mit dem ich noch 1993 Korrespondenz hatte - keine Beachtung findet. Dabei bringt die Grundbehandlung mit perlingual verabreichtem Strophanthin (begleitet eventuell von Maßnahmen, die das Säure-Base-Gleichgewicht normalisieren) hervorragende Erfolge - dies kann ich vollauf bestätigen !!! Ich hoffe mit Ihnen, dass sich zum Wohle der heutigen und zukünftigen Kranken die Kern’sche Therapie zunehmend durchsetzt, denn Erfolg = Heilung ist die Bestätigung der Therapie! Danke für Ihr Engagement!
Grüße Dr.R.M."
Kommentar: Dieser Schreiber ist sachkundig. Jeder Arzt, der das von sich behaupten kann, wird nur Gutes über Strophanthin zu berichten haben. Strophanthin-Therapeut zu sein und Schlechtes berichten können, schließt sich nämlich aus!

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13. Arzt- Kollegen unter sich

Abschließend noch eine Begebenheit, über die Walter Dürsch in seinem Buch berichtet und die ihm ein Freund von Dr.Berthold Kern brieflich mitgeteilt hat:

„Aber unter top-secret behandeln prominente Schulmediziner ihre eigene Angina pectoris mit oralem Strophanthin.
Erst kürzlich brachte ich mit Dr.Kern einen Professor zur Bahn, der sich schon länger für Strophanthin interessierte. Auf der Straße griff er plötzlich in seine Rocktasche, holte einige lose Strophanthinkapseln heraus, steckte sie in den Mund, sammelte Speichel an und schluckte diese dann. Zu Dr.Kern gewandt, meinte er: „Ist doch gut, Herr Kollege, dass es ein so hervorragendes Mittel gibt. Nur schade, daß wir es unseren Patienten nicht geben dürfen." Auf die Rückfrage von Dr.Kern, ob er denn das Mittel nicht verordne, sagte er: „Wo käme ich denn hin? Ich wäre doch erledigt! Aber verraten sie das nirgends“.

Auch wenn das Verhalten des Professors auf den ersten Blick sehr zynisch anmutet, sollten wir doch auch sehen, dass hier ein  kranker Mann jedenfalls für sich die einzig richtige Entscheidung getroffen hatte!

Genau dazu ist der Leser aufgerufen - handeln Sie einfach wie dieser Professor!

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Zusammenfassung und Therapieempfehlung

Die Entstehung eines Herzinfarkts ist heute - hinsichtlich seiner Vorbedingungen und der ihn auslösenden Ursachen - offenbar keineswegs so eindeutig geklärt, wie die herrschende Theorie derzeit glauben macht.

Die Bedeutung des Strophanthins als Herzmedikament wird erfahrungswissenschaftlich und schulmedizinisch völlig konträr beurteilt. In Anbetracht der endogenen, körpereigenen Produktion dieses Stoffes wurden wichtige Fragen bislang noch nicht überzeugend geklärt und müssen zum Teil neu gestellt werden (Resorption!).

Da der Kranke aber diese wissenschaftlichen Klärungsprozesse nicht abwarten kann, sei ihm hiermit dringend empfohlen, eigene Wege zu beschreiten!

Dazu folgender konkreter Handlungsvorschlag:

So helfen Sie sich selbst!

Sie leiden an Herzbeschwerden?
Sie haben Angina pectoris-Anfälle?
Sie haben bereits einen Herzinfarkt erlitten?

Dann tun Sie folgendes:

Bitten Sie Ihren Arzt um die Verordnung von Strodival, das in drei verschiedenen Zubereitungen erhältlich ist:

Strodival 3mg

Strodival spezial 6mg

Strodival mr 3mg

Die Strodival 3mg-Kapsel wird bei Bedarf zerbissen und ihr Inhalt im Mund resorbiert.

Für die Strodival spezial-Kapsel gilt das selbe, doch enthält sie 6mg Wirkstoff. Sie wird ebenfalls bei Bedarf zerbissen und der Inhalt im Mund resorbiert.

Die Strodival mr (=magensaftresistente)-Kapsel mit 3mg Wirkstoff ist  zur regelmäßigen und andauernden Einnahme.

Ist eine Dauereinnahme von Strodival mr beabsichtigt, kann gefahrlos folgendes Einnahmeschema angewandt werden:

2x1 für eine Woche

3x1 für eine weitere Woche

2x2 für eine weitere Woche

3x2 für eine weitere Woche

3x3 für eine weitere Woche

3x4 für eine weitere Woche

Bei guter Wirkung: Dosis beibehalten - bei ausbleibender Wirkung gehören Sie zu den 15%, denen das Mittel nicht helfen kann.

Nehmen Sie Strodival neben Ihren anderen Medikamenten ein - Absetzen bitte nur nach Rücksprache mit Ihrem Therapeuten!

 

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Hinweis:

Eine beeindruckende Arbeit über Strophanthin ( 1380 Quellenangaben! ) hat im Mai 2003 Rolf-Jürgen Petry vorgelegt mit seinem Buch "Der mögliche Sieg über den Herzinfarkt - STROPHANTHIN - Die Fehlbeurteilung eines außergewöhnlichen Medikamentes", das ich nachdrücklich empfehle.

 

 

Gedanken - Ergänzungen - Anmerkungen

1. Dr.med.
Helmut Völkner
Grüner Weg 55
24582 Bordesholm
Tel.: 04322-1808
e-Mail: hvoel 42377@aol.com

24.09.2001

Seit meinem zweiten Herzinfarkt leide ich unter einer Neigung zu kalten Händen und Füßen. An den Fingern 2-5 beider Hände kann sich dann unter Kälteeinfluß eine deutlich sichtbare Blässe bis zu den Mittelgelenken ausbilden, die mir als das Symptom 'Totenfinger' (digitus mortuus) aus meiner beruflichen Arbeit bekannt ist. Die zugrunde liegende Krankheit bezeichnet man als Raynaud-Syndrom. Der Pschyrembel (klinisches Wörterbuch) unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Form.

Die primäre Form werde demnach durch rein funktionelle Einflüsse zentralnervös ausgelöst. Die sekundäre Form trete im Gefolge anderer Grunderkrankungen auf (u.a. Endangitis obliterans und Arteriosklerose). Bei längerem Bestehen komme es zu einer Schädigung der Gefäßwände (Intimaverdickung, Kapillaraneurysmen) bis hin zu Nekrose und Gangrän (Gewebsuntergänge unterschiedlichen Schweregrades).

Bei der Betrachtung meiner wieder einmal eindrucksvoll abgeblaßten Finger stellte ich mir die Frage, ob sich die Ausbildung dieser Erscheinungen wohl streng auf das Arteriolen/Kapillarsystem der Finger beschränkt oder ob es sich um eine grundsätzliche Eigenschaft von pathologisch veränderten Mikrogefäßen im gesamten Organismus handeln könnte. Im Hinblick auf meine zwei durchgemachten Herzinfarkte und eine anschließende Bypass-Operation fand ich diese Frage bedeutend und mehr als angebracht, wenn ich mir vorstellte, daß sich am Arteriolen/Kapillarsystem des Herzens vergleichbare Vorgänge abspielen könnten.

Wenn man weiß, daß die Empfindlichkeit der Gewebe gegen Sauerstoffmangel in der Reihenfolge Herzmuskel - Unterschenkelmuskulatur - Gehirn besteht, gewinnt diese Frage für mich (und andere) erst recht an Bedeutung. Zu denken geben muß dabei der allgemein bekannte und unbestrittene Zusammenhang zwischen Kälteeinflüssen und dem vermehrten Auftreten von Angina pectoris - Anfällen.

Welcher grundlegende Mechanismus zu einer Funktionseinschränkung der Arteriolen/Kapillaren mit der Folge einer spastischen Reaktion verbunden mit einer drastischen, möglicherweise tödlichen Reduktion der Sauerstoffversorgung des Herzens führen könnte, ist nicht bekannt. Möglicherweise handelt es sich dabei aber um eine chronische Verdickung der Arteriolen/Kapillarwände, die eine anhaltende Sauerstoffversorgung der umliegenden Gewebe erschweren bzw. auch einmal ganz unmöglich machen können.

Prof.Manfred von Ardenne hat sich jahrzehntelang mit diesen Fragen befaßt und über die Reversibilität dieser schwerwiegenden Veränderungen in wissenschaftlichen Arbeiten und Fachbüchern berichtet. Er propagierte als therapeutische Maßnahme die Sauerstof-Mehrschritt-Therapie (SMT), die schulmedizinisch immer noch nicht beachtet wird. Wer sich in der Geschichte des Strophanthins auskennt und weiß, wie Dr.Berthold Kern sich als wichtigster Vertreter einer anderen, nicht koronaren Theorie zur Entstehung des Herzinfarktes zeitlebens vergeblich bemüht hat, Anerkennung zu finden, der wird sich über die Ignoranz der Wissenschaft gegenüber von Ardenne auch nicht weiter wundern. (Näheres dazu über die web-site: www.herzinfarkt-news.de

Die SMT beruhe auf der Einatmung von reinem Sauerstoff unter genormten Bedingungen, wobei die gleichzeitige körperliche Belastung (z.B.Fahrradergometer) die wichtigste Größe darstelle. Dann setze ein sogenannter 'Schaltmechanismus' ein, der zur relativ kurzfristigen Abschwellung der Kapillarwände führe, die dauerhaft anhalten könne. Der Energiestatus des Menschen verbessere sich dadurch so nachhaltig, daß eine neue Lebensqualität des Menschen daraus erwachse.

Diese gut belegten Aussagen beinhalten für mich auch eine akkzeptable Erklärung dafür, daß mir das regelmäßige Radfahren so gut bekommt. Ich glaube, daß ich mich an frischer Luft und unter körperlicher Belastung einer weniger wirksamen natürlichen Variante der SMT unterziehe, die mir vorübergehend mehr Energie schenkt und eine latente Sauerstoffunterversorgung zeitweise günstig beeinflußt. Allerdings darf dann die körperliche Belastung auf keinen Fall so groß werden, daß die erforderliche Energie zusätzlich über den Gärungsstoffwechsel gewonnen wird. Der dabei auftretende vermehrte Säureanfall kann dann jederzeit eine Katastrophe auslösen, die in Herzinfarkt oder Schlaganfall mündet.

Um dieses Risiko zu mindern sind offensichtlich Strophanthin und basische Salze hervorragend geeignet. Da ich bei den pH-Messungen meines Urins trotz Einnahme von basischen Salzen regelmäßig (!) saure Werte messe, gehe ich davon aus, daß meine Energien zu einem Teil aus dem Gärungsstoffwechsel stammen, der eine Menge Milchsäure im Körper hinterläßt. Es liegt damit für mich auf der Hand, daß ich unbedingt einen Therapieversuch mit der SMT starten muß. Es wird sich zeigen, inwieweit ich meine gegenwärtige Belastbarkeit (80 Watt / 30 Minuten) steigern kann und ob die Therapie Auswirkungen auf den Säurungsgrad meines Urins haben wird. Auch die Raynaud-Symptomatik sollte sich damit bessern. Darüber wird danach zu berichten sein.

 

 


2. Der Sachverständigenrat für die
Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen
Gutachten: 'Bedarfsgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit'
Band III
in: 'der Kassenarzt', Nr.38 - Sept. 2001
24.09.2001

Ein krasses Missverhältnis zwischen der statistischen Zunahme der Diagnostik und Intervention und der Mortalitätsrate sieht der Rat bei den Koronaren Herzerkrankungen. Auf der einen Seite sei in den vergangenen zehn Jahren eine deutliche Ausweitung der apparativen diagnostischen Möglichkeiten zu beobachten gewesen (Zuwachs der Linkskatheter-Messplätze um 120 Prozent, der PTCAs um fast 400 Prozent) sowie ein Anstieg der Herzoperationen um 150 Prozent. Andererseits läge aber die "KHK-bedingte Mortalität in Deutschland im internationalen Vergleich nur im mittleren Bereich". Die Versorgungsqualität, so die Meinung der Sachverständigen, könne deshalb nicht als gut bewertet werden. Überdies würde Erfahrungswissen hierzulande nur unzureichend ausgeschöpft (!!!).

 

 

3. Dr.med.
Helmut Völkner
Grüner Weg 55
24582 Bordesholm
Tel.: 04322-1808
e-Mail: hvoel 42377@aol.com

30.09.2001

 

Syndrom X

Hinter diesem kryptischen Terminus verbirgt sich eine Sonderform der Angina pectoris mit ischämietypischen EKG-Veränderungen und einem 'unauffälligen' Koronar-Angiogramm. Eine andere Bezeichnung dafür lautet: microvascular angina. Ursprünglich nannte der Entdecker diesen Symptomenkomplex Pseudo-Angina. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang eine weitere Atypie: die asymptomatische Myokard-Ischämie mit der möglichen Folge eines 'stummen Infarkts'.

Die zugrunde liegenden Vorgänge werden immer noch nicht verstanden. Auf jeden Fall betrachtet man dieses Beschwerdebild losgelöst von der koronaren Herzkrankheit, indem man für diesen Typ der Angina pectoris eigenständige Ursachen annimmt. Es wurde empfohlen, eine Unterscheidung durch die Gabe von Nitro-Glycerin-Spray vorzunehmen, der im allgemeinen nicht helfe, wie eine antianginöse Therapie überhaupt für gewöhnlich versage.

Im Zusammenhang mit Syndrom X will man ferner beobachtet haben, daß ein chronischer Entzündungszustand des myokardialen Kapillar-Endothels bestehe, daß eine Perfusionsstörung des Herzmuskels verknüpft sei mit einer identischen Störung cerebraler Gefäße und daß die Blut- und Plasmaviskosität insgesamt erhöht sei.

Eine innergefäßliche Ultraschall-Untersuchung der Koronarien deckte allerdings doch folgende mögliche Veränderungen an der Gefäßstruktur im Zusammenhang mit Syndrom X auf: 'Atheromkrankheit' und 'Intima-Schwellung', die durch eine Koronarangiographie nicht zu erkennen waren. Auch ganz normale koronare Gefäßstrukturen wurden gefunden.

Zumindest Letzteres bedeutet ein physiologisches Dilemma insofern, als die herrschende Lehre ja darauf beruht, daß der Ursprung all dieser Beschwerden als stenosierender Prozess von den epicardialen Koronargefäßen ausgehe. Um dieses Credo nicht zu gefährden, wurden offenbar eigenständige Krankheitsbilder ins Leben gerufen, die man 'small vessel disease' oder auch 'Mikrovaskuläre Angina' nannte. Verschiedene rheologische, metabolische und vaskuläre Störungen sowie eine Stimulierung des sympathischen Nervensystems wurden als potentielle Auslöser für funktionelle und morphologische Veränderungen vermutet, wobei die verschiedenen Risikofaktoren wie Diabetes, Hypertonus und Hypercholesterinämie u.a. zusätzlich einwirkten.

Mit diesen Befunden werden die Theorien von Dr.Berthold Kern unmittelbar berührt, der ja die Ursache allen kardialen Übels in diesen Zusammenhängen in einer 'Chemismus-Insuffizienz' des Myokards gesehen hat. Über die neueren Erenntnisse hinsichtlich der Eigenschaften von NO, seiner Herkunft aus und seinen Auswirkungen auf das Gefäßendothel nicht nur des arteriellen Herzgefäßsystems hat Kern noch nichts wissen können. Alle von ihm beschriebenen Phänomene, zum Beispiel das der lokalen Gewebe-Übersäuerung, können damit auch aus einer Insuffizienz des Mikrogefäß-Systems herrühren, wobei die Störungen beider Bereiche einander verstärken würden.

Aus der Wirkung von endothelial NO-induzierendem Nitrolingual, das ja nicht an den Kapillaren wirkt, wäre zu schließen, daß die gestörten Funktionen der Arteriolen allerkleinsten Kalibers in die Entstehung einer typischen Beschwerdesymptomatik samt ihren gestörten metabolischen Funktionen (Angina pectoris) einbezogen sind. Das ändert natürlich nichts an den Erkenntnissen, die Kern über die Rolle der Koronargefäße bei diesen Pathomechanismen erarbeitet hat.

Daß auch das Kapillargefäßsystem des Myokards in diese funktionelle Katastrophen-Kaskade einbezogen sein muß, die letztendlich entweder durch ein mangelndes O2-Angebot oder seine mangelnde Utilisationsfähigkeit in der Myokardzelle bedingt ist - wahrscheinlich ist beides richtig - sagt einem der Verstand und wurde auch von v. Ardenne eindrücklich belegt. Auffällig ist, daß sich letzterer trotz einer zeitweiligen engen Zusammenarbeit mit Kern in seinen Publikationen nicht weiter auf dessen Theorien eingeht. Möglicherweise deshalb, weil Kern mehr der Vorstellung einer mangelnden Sauerstoff-Verwertung anhing, während v. Ardenne vorrangig von einem behinderten Sauerstoff-Angebot, das zum Beispiel durch eine endotheliale Intimaverdickung verursacht wird, ausging.

Daß die Definition eines Syndrom X auf Grund fehlender pathologischer Veränderungen an den epicardialen Koronargefäßen nicht länger statthaft ist, zeigen die Ergebnisse von Ultraschalluntersuchungen. Daß die anginösen Beschwerden durch Nitro-Präparate nicht beeinflußbar sind, kann auch so verstanden werden, daß ein vorwiegend krankes Kapillarsystem des Herzens hypoxische Situationen induziert, die zwar gleichermaßen schmerzhaft sind, auf die das nitrathaltige Medikament aber keine analgetischen Wirkungen ausüben kann. Offenbar ist die Gleichzeitigkeit und Gleichartigkeit der zugrundeliegenden Pathomechanismen von Patient zu Patient so verschieden, daß der Eindruck entsteht, es handele sich um immer neue Krankheitsbilder (z.B. Infektionshypothese).

Sehr viel wahrscheinlicher ist aber, daß die Unzahl der metabolischen, rheologischen, neurologischen und angiologischen Funktionsabläufe zur Zeit weder in ihren Normalfunktionen geschweige denn in ihren pathologischen Abläufen schon so ausreichend verstanden werden, daß sich Lehrmeinungen etablieren dürften, die sich gar noch als Dogmen einzementieren und letztlich unbeweglich alle weiteren Forschungen erheblich behindern.

In diesem Zusammenhang darf auch eine Erfahrungswissenschaft mit ihren Erkenntnissen nicht einfach ausgegrenzt werden, wie es leider im Falle des Strophanthins, der Sauerstoff-Mehrschritthearapie, der Chelat-Therapie und der Verabreichung von basischen Salzen geschehen ist, um nur einige der hilfreichen Maßnahmen zu nennen. Umgekehrt sollte die Bedeutung schulmedizinischer Erkenntnisse nicht grundsätzlich infrage gestellt werden. Offenbar haben auch ACE-Hemmer und Beta-Blocker in einem Katasrophen-Szenario, das wir alle immer noch nicht richtig verstehen (können), eine Bedeutung.

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Nachwort von Heilpraktiker Wolf-Alexander Melhorn

Herr Dr. Völkner hat mit obigem Artikel einen engagierten Beitrag als Strophanthinbefürworter eingebracht, für den ich mich nachdrücklich bedanken möchte. Die vielen Zugriffe auf diesen Artikel belegen das Interesse der Leser an kundiger Information durch einen praktizierenden Therapeuten, der von der eigenen Erfahrung ebenso spricht, wie über den Umgang mit Strophanthin im Kollegenkreis.

Besonder hervorheben möchte ich, dass Herr Dr. Völkner dabei seine eigenen Erlebnisse mit Strophanthin offen anspricht. Sein persönliches Ringen um eine wissenschaftliche Stellungnahme zu Strophanthin belegt seine persönliche Überzeugung von Strophanthin. Hier hat einer - wie ich auch! - aus gesundheitlichem Erleiden den Weg zu Strophanthin gefunden, sich selbst von dessen Wirkung überzeugt und ist nun bemüht, seinerseits einen Beitrag für die Medizin durch Verbreitung der Strophanthin einzubringen.

Dabei hatte ich Herrn Dr. Völkner voraus, von Herrn Dr. Kern und seinen Arbeiten seit Jahrzehnten Kenntnis zu haben und daher waren Zweifel, die sich Herrn Dr. Völkner noch stellten, für mich schon lange ausgeräumt.

Eben dieser Wissenstand von Herrn Völkner belegt aber auch, dass die Schuldmedizin seit Jahrzehnten das Wissen um Strophanthin und seine große Bedeutung konsequent untergehen lässt. Wer als Arzt trotzdem irgendwann zum Strophanthin kommt und damit weitermachen will, der muss sich sein Wissen daher erst mühsam zusammentragen, muss ihm ausbildungsbedingt 'eingetrichterte' Vorbehalte in Verantwortung um den Patienten erst bedächtigt abbauen und sich eher zögernd an einen breiteren therapeutischen Einsatz 'heranwagen'. Alles andere wäre auch unverantwortlich!

Was hiermit den Patienten und den patientenoffenen Ärzten angetan wird, macht in ganz besonderer Weise das im Mai 2003 erschienene Buch von Rolf-Jürgen Petry deutlich: "Der mögliche Sieg über den Herzinfarkt - STROPHANTHIN - Die Fehlbeurteilung eines außergewöhnlichen Medikamentes",. Dieses glänzend recherchierte Sachbuch ist bewusst auch für den medizinischen Laien geschrieben. Dem Autor lag daran, nicht 'medizinisch-chinesisch' nur für den Arzt zu schreiben, sondern anhand von 1388 Quellen gerade auch dem medizinischen Laien den rund 100-jährigen Therapie- und Forschungsstand des 'Wundermittels' Strophanthin zu belegen, damit der Betroffene selbst seinen Arzt diesbezüglich aufrütteln kann.

Welche wirtschafts- und gesundheitspolitischen Absichten damit seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik verfolgt werden, ist in dem Artikel "Die Irrlehren von Herzinfarkt und Schlaganfall " aufgezeigt.

 

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